Süßer Abschluss 2. Teil

Und heute geht es noch süßer als gestern weiter – aber mit Twist.

Das Rezept für das Karamell-Parfait habe ich im Internet gefunden – und in so vielen Kochbüchern und Blogs habe ich über Salted Caramel (also Salz-Karamell) gelesen, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte.

Und wer eignet sich besser als Versuchskaninchen als meine Mädels? … Eben!

Daher habe ich das Parfait bereits für unsere private Mädels-Weihnachtsfeier gemacht, da aber die Menge für ca. 12 Personen reicht, konnte ich den Rest meiner Familie an Weihnachten vorsetzen. 2 Fliegen mit einer Klappe 🙂

Das Original-Rezept findet Ihr hier: http://www.lecker.de/rezept/3031415/Vanille-Karamell-Parfait-mit-Meersalz-und-Macadamia.html

Ihr braucht:

150g + 400g Schlagsahne

100g + 60g Zucker

Meersalz (ich habe Fleur de Sel genommen)

Mark von 1 Vanilleschote

150g Sahne in einem Topf erwärmen. Zeitgleich 100g Zucker und 2 EL Wasser in einem weiteren (größeren) Topf karamellisieren. Unbedingt dabei stehen bleiben und – wenn möglich – nicht ablenken lassen. 😉 Sobald der Karamell goldbraun ist, von der heißen Platte ziehen und die heiße Sahne unter ständigem Rühren vorsichtig dazugeben. Dann erneut aufkochen und köcheln lassen, bis eine schöne homogene Masse entstanden ist. Ca. 1 Teelöffel Salz dazugeben und unterrühren. (Nehmt lieber erst mal ein bisschen weniger und schmeckt nach Eurem Geschmack ab).

Dann in eine (hitzefeste) Schüssel gießen und abkühlen lassen. Zwischendurch immer wieder rühren.

Die Eier in zwei Schüsseln trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz schaumig schlagen und kühl stellen. Das Eigelb mit 60g Zucker und der Vanille ebenfalls schaumig schlagen und kalt stellen.

400g Sahne steif schlagen.

Dann erst die Sahne und anschließend den Eischnee unter die Eigelbmasse heben. Achtung, unterheben bedeutet, vorsichtig mit einem Schneebesen durch die Masse fahren und die Masse dann durch den Schneebesen fallen lassen. So bleiben die Luftblasen erhalten und Euer Parfait wird schön locker.

Jetzt werden dern Karamell und die Ei-Sahne-Masse in einer Kastenform geschichtet.

Beginnt mit der Sahne, ca 1 1/2 cm hoch, dann eine dünne Schicht Karamell darauf geben und mit einer Gabel Strudel ziehen.

Die oberste Schicht sollte wieder Sahne sein. Mit Alufolie abdecken und am besten über Nacht tiefkühlen.

Und dann könnt Ihr auch schon servieren. Ich habe die Schokoküchlein kurz in der Mikro erwärmt und mit ein bisschen Marzipan-Rohmasse auf dem Teller festgeklebt.

Für die karamellisierten Orangen filettiert ihr eine Orange und fangt außerdem den Saft auf. In einer kleinen Pfanne etwas Zucker karamellisieren, die Filets dazu geben und mit Cointreau ablöschen. Kurz einkochen lassen, aber darauf achten, dass die Orangenfilets nicht zerfallen.

Kurz vor dem Servieren nehmt ihr die Form aus dem Tiefkühler und stürzt sie auf ein großes Brett. Sollte sich die Masse nicht sofort lösen, könnt Ihr ein Geschirrtuch mit heißem Wasser nass machen und kurz auf die Form legen.

Dann das Parfait in Scheiben schneiden. Ich habe außerdem mit einem normalen Keksausstecher Förmchen ausgestochen.

Anrichten und genießen 🙂

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Süßer Abschluss 1. Teil

Ihr Lieben,

da ich (Tatjana) am liebsten Süßes esse, habe ich auch das Dessert zubereitet.

Es gab Schokoküchlein im Glas, dazu Parfait mit Salted Caramel und in Cointreau karamellisierte Orangenfilets.

Aufwendig, aber es lohnt sich 🙂

Die Küchlein lassen sich gut vorbereiten, da sie sich im Weckglas abgedeckt im Kühlschrank mindestens eine Woche halten. Das Parfait muss eh mindestens eine Nacht kühlstehen, sodass eigentlich nur die Orangenfilets à la minute zubereitet werden.

Los geht es mit den Schokoküchlein. Das Rezept habe ich aus dem Buch „Mini Guglhupf“ von Andrea Schirmaier-Huber, erschienen im GU-Verlag, aber wie immer etwas abgewandelt und außerdem die Menge verdoppelt (von Schokokuchen kann man nie genug haben) 😉

Ihr braucht:

60 g Zartbitterschokolade

1 Bio-Orange

1/2 Vanille-Schote

120 g weiche Butter

frisch geriebene Muskatnuss

Salz

90 g Zucker

2 Eier

2 TL brauner Rum

6 EL Whiskey (im Originalrezept wird Baileys verwendet, aber ich mag den rauchigen Geschmack von einem schönen Single Malt in Verbindung mit Zartbitterschokolade)

120 g Mehl

1 TL Backpulver

3 EL Kakaopulver

Bevor ich anfange, lege ich immer alle Zutaten bereit und bereite sie ggf. vor. In diesem Fall die Schokolade grob hacken, die Orangenschale abreiben und das Vanille-Mark aus der Schote kratzen. Außerdem den Ofen auf ca. 200°C vorheizen und die Weckgläschen buttern.

Dann das Übliche: Butter, Zucker und eine Prise Salz zusammen mit dem Vanillemark und der Orangenschale schaumig schlagen, etwas Muskatnuss dazu reiben, Ei und Alkohol nach und nach unter den Teig rühren.

Mehl, Back- und Kakaopulver zusammenrühren und in den Teig sieben. Schokolade dazu und alles vorsichtig unterheben.

Dann den Teig auf die gebutterten Förmchen verteilen und ca. 15-20 Minuten auf der unteren Schiene des Ofens backen.

Ein Sneek-Peek meines fertigen Desserts gibt es schon heute, das Gesamtwerk wird allerdings erst morgen im zweiten Teil enthüllt 🙂

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Gans – ganz einfach

Hallo liebe Leser. Heute geht es mit der Hauptspeise weiter.

Dieses Jahr sollte es nach einem Familienbeschluss Gänsebraten sein. Dafür war ich als Mama zuständig.

Viele schrecken ja vor diesem Festtagsbraten zurück, weil sie glauben, er sei sehr schwierig zuzubereiten. Ich habe jedoch in dem Buch “Auf der Suche nach dem verlorenen Geschmack” von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer ein wirklich super-einfaches Rezept entdeckt, (das ich ein wenig modifiziert habe).

Da die Gans bei sehr niedrigen Temperaturen gegart wird, muss man einige Stunden Zeit einplanen (pro Kilogramm etwa eine Stunde). Man muss dabei aber nicht ständig am Herd stehen, sondern kann sich in der Zwischenzeit anderen Dingen widmen, z. B. den Beilagen.

Und so wird’s gemacht:

Zunächst im Wasserkocher 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, und die Gans damit von allen Seiten begießen. (Sie liegt dabei im Spülbecken, so kann das heiße Wasser sofort abfließen.)

Nun einen Bräter (oder die Fettpfanne) in den Backofen schieben und etwa 1 cm hoch mit Wasser befüllen. Den Backofen auf 120°C vorheizen.

Dann wird die Gans innen und außen mit reichlich Salz und Pfeffer eingerieben.

Ich habe noch folgende Kräuter aus meinem Garten in die Bauchhöhle gelegt: je 1 Zweig Rosmarin, Thymian, Oregano und ein paar Blättchen Salbei.

Die gleichen Kräuter verteilte ich auch auf der Brust, nachdem ich sie schließlich in den Bräter gelegt hatte.

Sobald die Backofentür geschlossen ist, braucht man sich erst einmal nicht mehr darum zu kümmern. Nach 1 Stunde habe ich dann in Würfel geschnittenes Wurzelwerk (jeweils etwa eine Handvoll Möhren, Sellerie und Porree) drum herum gestreut. Ein Esslöffel granulierte Bio-Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt!) bringt noch mehr Geschmack in die Soße.

Nach weiteren gut 3 Stunden war unser “Vögelchen” appetitlich braun und gar, wurde nun aus dem Bräter auf eine Platte gelegt und durfte noch kurz bei starker Oberhitze eine krosse Kruste bekommen. (Wer mag, kann die Haut vorher mit Salzwasser bepinseln.)

In der Zwischenzeit  hatte sich das ausgebratene Fett im Bräter an der Oberfläche gesammelt und konnte abgegossen werden. Anschließend habe ich den Bratensaft durch ein Sieb in einen kleinen Topf geschüttet. Er musste nun auf dem Herd so lange einkochen, bis ich mit dem Geschmack zufrieden war. Ein Schuss Portwein rundete das Aroma ab.

Schließlich musste die Gans nur noch tranchiert und mit den Kartoffelklößen und dem Rotkohl serviert werden.

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P.S. Da eine ausgewachsene Gans für 4 Personen doch ein wenig zu groß für eine Mahlzeit ist, gibt es heute noch einmal Gänsebraten und ich freue mich, dass ich nicht zu kochen brauche.

Unser Weihnachtsmenu – die Vorspeise

Ihr Lieben,

nach der Vorstellung von uns Zweien gestern folgt heute der erste „richtige“ Blog. Wir dachten uns, wir starten weihnachtlich mit unserem Menu zum ersten Weihnachtsfeiertag.

Kennt Ihr das auch? Vor Weihnachten sind die Supermärkte voll mit saisonalen „Spezialitäten“ wie verschiedenem Aufschnitt, Brotaufstrichen, Desserts etc.

Aber wenn man sich die Zutatenlisten dieser „Spezialitäten“ genauer anschaut, stellt man die Dinge gleich wieder zurück ins Regal, weil mehr künstliche Zusatzstoffe darin sind als „richtige“ Zutaten.

Besonders schlimm fand ich das dieses Jahr bei den zahlreichen Leberpasteten.

Also galt es: Rezepte wälzen und selber machen.

Letztendlich habe ich mich für ein Rezept von Johann Lafer entschieden und es ein bisschen abgewandelt.

Ich habe es „frischen Feldsalat mit Himbeerdressing und hausgemachtem Geflügelleberparfait“ genannt.

Zuerst habe ich das Leberparfait vorbereitet, da es mindestens 6 Stunden kühl stehen muss.

Ihr braucht:

250 g Geflügelleber

1 EL Butterschmalz

30 ml roten Portwein (ich habe Portwein, Sherry und ein bisschen Rotwein gemischt)

100 g Sahne

150 g weiche Butter

1/2 TL Pökelsalz (bekommt ihr problemlos beim Metzger)

Salz und Pfeffer

125 g gehackte Pistazien

Nachdem ihr die Leber gewaschen und trockengetupft habt, bratet ihr sie in Buttschmalz scharf von allen Seiten an und löscht mit dem Alkohol ab. Einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast verschwunden ist.

Dann die Leber in einen Mixer geben und die Sahne erhitzen. Die Butter esslöffelweise zur Leber geben, mit Pökelsalz, Salz und Pfeffer würzen und mit der heißen Sahne fein pürieren.

Die Masse dann durch ein feines Sieb passieren, eine hübsche Form mit Frischhaltefolie auskleiden und die Masse in die Form gießen.

Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 6 Stunden kalt stellen.

Vor dem Servieren aus der Form stürzen und die Pastete in den Pistazienkernen wälzen. Johann Lafer hat ursprünglich Walnusskerne verwendet, aber die verträgt mein Vater nicht, daher haben wir uns für Pistazien entschieden.

Dann den Feldsalat waschen, putzen und trocken schleudern.

Für das Dressing

Himbeeressig

ca. die dreifache Menge Wasser

1/2 TL Honig

Salz

Pfeffer und

Olivenöl

vermischen. Ich mache das immer in einem Cocktailshaker.

Mit Toastecken anrichten und servieren und

Voila 🙂

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Wer wir sind

Es ist vollbracht, der Blog ist online.

Wir sind Mutter Brigitte (55) und Tochter Tatjana (25); in manchen Dingen ziemlich unterschiedlich und in uns in einigen auch sehr ähnlich.

Meine Mutter ist ordentlich (fast schon pedantisch) und ich bin… kreativ (sie nennt es chaotisch). Mama ist sparsam, ich bin… sorglos (sie nennt es verschwenderisch). Brigitte mag es klassisch und hat einen ausgewählten Geschmack, ich mag einfach alles, was bunt, verrückt, süß und pink ist.

Meine Mutter ernährt sich gesund, ich liebe alles, was süß und zuckrig ist.

Was aber viel wichtiger ist: uns gemeinsam ist die Liebe zu gutem Essen, hergestellt aus qualitativ hochwertigen Zutaten mit viel Liebe, Sorgfalt und Geduld – auf die gute (alte) Art halt.

Regional, saisonal und biologisch, aus Zutaten, die oft fast in Vergessenheit geraten sind – oder sonst einfach weggeworfen werden.

Zur Familie gehören außerdem noch zwei Männer (ein Sohn/Bruder) und ein (Mann/Vater), die sich wiederum ziemlich ähnlich sind – auch wenn sie das niemals zugeben würden. Ihre Vorstellung von gutem Essen weicht etwas von unserer ab (nach dem Motto, „was ich nicht kenne, esse ich auch nicht“ und „Fleisch ist mein Gemüse“), stehen bei den Zweien Pizza, Spaghetti Bolo und Schnitzel mit Pommes hoch im Kurs – aber auch das können wir. 🙂

Die besten Voraussetzungen, also, um einen Blog zu starten. Seid gespannt 🙂