Rosenkohl-Battle Runde 2: Rosenkohl-Gratin

Tatjanas Geschmacksbeschreibung von Rosenkohl schreit geradezu nach Protest von mir.
Deshalb für alle, die ganze Rosenkohlröschen nicht ekelig finden, hier mein Lieblingsrezept aus
„DAS GROSSE BUCH DER BLITZREZEPTE“ von „essen und trinken“. Es ist einfach, schnell zubereitet und ungemein lecker.
Für 4 Portionen werden 600 g Rosenkohl (frisch oder tiefgekühlt) in kochendem Salzwasser 7 – 10 Minuten vorgegart (Für mich dürfen sie ruhig noch richtig Biss haben).
In der Zwischenzeit schneide ich 250 g Kochschinken in etwa 1 cm breite Streifen.
250 g mittelalter Gouda wird grob geraspelt und mit 200 g Crème fraîche verrührt.
Sobald der Rosenkohl gut abgetropft ist, wird er in eine gefettete Auflaufform gegeben.
Darauf verteile ich die Schinkenstreifen. Die Käse-Créme-fraîche-Mischung obendrauf gesetzt (Wer mag, kann gehobelte Haselnüsse darüber streuen. Ich muss leider darauf verzichten, weil mein Mann und Vater meiner Kinder gegen Haselnüsse allergisch ist.)
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Ab in den vorgeheizten Backofen. Bei 200 °C darf der Auflauf nun etwa 25 Minuten backen, bis er eine schöne goldbraune Kruste bekommen hat.
Dieses Gericht, auf die gute alte Art zubereitet, schmeckt übrigens auch aufgewärmt (wie fast alle Kohlgerichte).
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Rosenkohl mal anders

Ok, ich muss das einfach loswerden: Ich HASSE Rosenkohl. Wirklich. Es gibt kein schlimmeres Gemüse. Auf der Hass-Skala zwischen 1 und 10 kriegt er eine 11. Und er schmeckt noch schlimmer als dicke Bohnen und Grünkohl, die in der Hass-Top-10 gleich an Stelle 2 und 3 rangieren.

Und warum habe ich mir dann 3 Handvoll frische Rosenköhler (wie sie bei uns heißen) gekauft? Weil das Leben ohne Herausforderungen ja langweilig wäre.

Ich kannte Rosenkohl nur, wie meine Mutter ihn immer kocht (‚Tschuldigung, Mama): Als matschige, grün-graue glitschige Bällchen, bitter und einfach nur eklig. Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Meine Mama kocht toll – so ziemlich alles AUSSER Rosenkohl.

Und als ich in einschlägigen TV-Formaten immer wieder gesehen habe, dass man die Bällchen auch in einzelne Blättchen zerlegen und in der Pfanne schwenken kann, und die Leute davon begeistert waren, dachte ich mir, das versuche ich auch.

Also Mister-Ich-weiß-einfach-alles Google befragt, ein Rezept herausgesucht und los.

Zugegeben, die Bällchen zu zerlegen, ist eine Heidenarbeit. Aber 1. finde ich, das Ergebnis lohnt sich (jaha, ihr merkt es, ich werde doch noch zum Rosenkohl-Fan) und 2. finde ich solch einfache Küchenarbeiten ziemlich entspannend. Man muss sich nicht konzentrieren, kann seinen Gedanken nachhängen und schwupps – schon sind alle Röschen zerrupft.

Einmal unter kaltem Wasser abbrausen, abtropfen lassen und dann kanns losgehen.

Ihr braucht:

etwas Zucker

einen Apfel

die Rosenkohlblättchen (ich hatte so ca. 3 Handvoll Bällchen)

Salz und Pfeffer

100 ml Gemüsebrühe

ich hatte noch einen Granatapfel übrig (ziemlich gesund, wie wir ja letzte Woche gelernt haben) 🙂

Den Apfel schälen und in feine Würfel schneiden. Etwas Zucker in einer Pfanne zu einem goldbraunen Karamell schmelzen und den Apfel darin karamellisieren. Den Rosenkohl dazu, alles kurz schwenken und dann die Gemüsebrühe dazugeben.

Ca. 5 Minuten dünsten, bis der Rosenkohl zwar weich ist, aber dennoch etwas Biss behält.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Geschmack ein paar Granatapfelkerne darüberstreuen und voilà:

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Und wirklich: So mag ich Rosenkohl. Fruchtig und mit Biss, gar nicht bitter und gar nicht glitschig. Yummy 🙂 Den wird es tatsächlich demnächst öfter geben im Hause Tatjana. Toll schmeckt er bestimmt auch als Beilage zu Fisch oder Hühnchen.

Der Granatapfel – mehr als nur ein Stück Obst

Nach all dem Süßkram finde ich (Brigitte) es an der Zeit, mich mal wieder in puncto Gesundheit zu Wort zu melden.
Hier also mein versprochener Beitrag über den Granatapfel.
Der Granatapfel ist von jeher ein Symbol für ewige Jugend, Schönheit, Liebe und, nicht zu vergessen, Fruchtbarkeit. Der Saft, die Kerne und sogar die Rinde galten schon im Altertum als heilsam. Granatäpfel sind wahre Multitalente, wenn es um das Thema Gesundheit geht – das meinen auch viele Ernährungs-Experten.
Zugegebenermaßen hatte ich davon nur eine vage Ahnung, als ich das erste Mal Granatapfel-, gemischt mit Orangensaft trank. Es war vor einigen Jahren auf einer Rundreise durch die Türkei. Als wir nach mehreren Stunden Busfahrt im Taurusgebirge unsere erste Rast machten, hatten wir nicht nur Durst, sondern auch ein Verlangen nach etwas richtig Erfrischendem. Daher griff ich gerne zu, als auch Orangen-, gemischt mit Granapfelsaft angeboten wurde – frisch gepresst, versteht sich. Nun ja, der Geschmack war nicht gerade eine kulinarische Offenbarung. Aber das etwas herbe, süß-säuerliche Getränk verfehlte seine Wirkung nicht: Unser Durst war gestillt, wir fühlten uns erfrischt – und irgendwie wirkte es sich auch wohltuend auf meinen empfindlichen Magen aus.
Kein Wunder: im Orient trinkt man den Saft aus Granatäpfeln traditionell als wirksame Unterstützung bei Magenschmerzen und Verdauungsstörungen.
Doch erst vor kurzem haben die besonderen Inhaltsstoffe dieser Frucht das Interesse der Wissenschaft geweckt. Es sind die vielen bioaktiven Stoffe, allen voran die sekundären Pflanzenstoffe und Tannine, die den Granatapfel zu einem gesundheitlichen Powerpaket machen. Sie schützen die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen, können den Alterungsprozess verlangsamen und entzündungshemmend wirken. Daneben enthalten Granatäpfel Pektine, Mineralstoffe wie Kalium und Spurenelemente wie Eisen, einige B-Vitamine sowie die Vitamine C, E und K.
Forscher haben herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Granatäpfeln
  • das Herz schützt, indem sie den Blutdruck regulieren und die Durchblutung der Herzkranzgefäße verbessern
  • Arteriosklerose vorbeugt
  • sich positiv auf den Magen-Darmtrakt und auf die Verdauung auswirkt
  • den Zuckerstoffwechsel unterstützt, also Diabetes vorbeugt und positiv beeinflusst
  • Mikroorganismen hemmt
  • Knochen und Gelenke schützt
  • die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt
  • gereizte Nerven beruhigt
Übrigens: Menschen, die auf viele Früchte allergisch reagieren, sollten Granatäpfel ausprobieren. Sie sind besonders gut verträglich.
Neueste Laborstudien deuten darauf hin, dass Granatapfelextrakt sogar das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Die Studien werden fortgeführt.
Die Kerne des Granatapfels enthalten wertvolles Öl mit ungesättigten Fettsäuren sowie einfach gebaute Östrogene, die der Körper gut nutzen kann. Das ebenfalls darin enthaltene Vitamin E hilft gegen Stress. Die einzigartig gebauten Fettsäuren nähren die Haut und stärken ihre Abwehrkraft. Deshalb sollte man die Kerne mit zerkauen und sich so das kostbare Öl erschließen. Man kann es übrigens auch kaufen und zur Hautpflege nutzen.
Wie gut, dass Granatäpfel gerade in der kalten Jahreszeit angeboten werden! Sie helfen meiner Familie, gesund und fit durch den Winter zu kommen. Zum Trinken schneide ich sie einfach in der Mitte durch und presse sie zusammen mit Orangen auf einer Zitruspresse aus. Ein Glas Saft zum Frühstück ist ein guter Start in den Tag.
Aus Granatapfelsaft kann man natürlich auch andere Cocktails mixen oder ein Gelee kochen.
Die Kerne löse ich aus der Frucht, indem ich am Stielansatz ein Viereck in die Schale schneide und herausnehme. Dann lässt sich der Granatapfel gut auseinanderbrechen. Mit den Fingern oder einem Teelöffel kann man dann die einzelnen Samen herauslösen. Sie können über Salate, Kuchen, Desserts (wie bei meiner Silvester-Nachspeise) oder auch über Fleischgerichte gestreut werden. Ich bevorzuge dafür die gelben Früchte, die fast ausschließlich von türkischen Händlern angeboten werden. Im Gegensatz zu ihren roten Verwandten sind deren Kerne weicher und angenehmer zu kauen.
Gestern war ich in der Stadt und habe mir wieder einen ganzen Vorrat an Granatäpfeln mitgebracht.

Küchlein am Stiel – Marmeladen-Schoko-Cakepops

Ihr Lieben,

das wird heute der letzte Beitrag meiner Geburtstagsbäckerei. Von meiner Freundin habe ich zu Weihnachten einen Cake-Pop-Maker geschenkt bekommen, der musste natürlich auch ausprobiert werden.

Im Internet habe ich dieses Rezept gefunden und wie immer etwas abgewandelt. So habe ich etwas weniger Milch genommen und den Rest der Flüssigkeit durch Rum ersetzt. Höhö 🙂

Der Prozess des Backens erfordert keine genaue Beschreibung. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen, in die Mulden drücken, backen, rausnehmen, fertig. Super einfach, aber das Ergebnis war toll.

Jetzt mussten die kleinen Bällchen nur noch in Schokolade getaucht werden. Aber da das Motto der ganzen Backerei ja Beeren war, habe ich sie zunächst in selbstgemachte, erhitzte Pflaumen-Holunder-Marmelade getaucht. Das gibt einen schönen Ausgleich der Süße der Schokolade mit der Säure der Marmelade. Hmmmm.

Die Stiele habe ich ebenfalls in die Marmelade getaucht, damit die Cake-Pops halten. Dann die Marmelade fest werden lassen, in der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen und die abgekühlten Cake-Pops hinein tauchen.

Mit ein bisschen Goldpuder garnieren und fertig 🙂

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(Enies) Mini-Cupcakes

Cupcakes dürfen in meiner Home-Bäckerei nie fehlen. Ich liebe die Kombination aus Kuchen und Creme und sie sehen auch noch so hübsch aus.

Das Thema meines diesjährigen Für-die-Kollegen-Geburtstags-Back-Programms war ja „Beeren“ und wieder einmal bin ich bei „Sweet & Easy – Enie backt“ fündig geworden. Ich liebe diese Sendung, erstens finde ich Enie super sympathisch und zum Zweiten haben die Rezepte meist etwas ganz Besonderes.

Jedenfalls hat sie auch Beeren-Cupcakes mit Frischkäse-Topping kreiert – und ich habe sie, wie immer etwas abgewandelt, nachgebacken.

Hier findet ihr das Original-Rezept.

Für den Teig braucht ihr:

3 Eier
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100 g Butter
100 ml Milch
200 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Abrieb und Saft von 1 unbehandelten Zitrone

250 g TK Beerenmischung (im Originalrezept werden nur 100 g verwendet)

Dann wie immer: Butter, Salz und Zucker vermischen, die Eier, die Milch und die Zitrone dazu, alles schaumig schlagen, dann Mehl und Backpulver mischen und unterheben. Zum Schluss die Beeren unterheben.

Den Teig in die gewünschten Formen füllen (ich habe mich für Mini-Cupcakes) entschieden und im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Ich habe in der Zwischenzeit das Topping vorbereitet und kalt gestellt.

Ihr braucht:

200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe – wenn schon, denn schon) 🙂

100 g Puderzucker

Lebensmittelfarbe

Einfach alles vermischen und kalt stellen.

So barbie-pink sollte mein Topping eigentlich gar nicht werden, aber irgendwie unterschätze ich immer die Färbkraft von den Rainbow-Dust-Puderfarben. Na ja, pink macht glücklich – auch bei Cupcakes 🙂

Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, einfach ein Küsschen Topping obendrauf spritzen und voila:

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Die Kombination der Säure der Beeren mit der süßen Cremigkeit des Frischkäses ist einfach himmlisch. Hach ja, und glitzern tun sie auch noch. Was will man (frau) mehr?

Beerentörtchen Variationen

Heute geht es mit meinem Geburtstagsgebäck weiter.

Aus dem gleichen Mürbteig, dessen Rezept ihr im Blog „Zerfledderte Apfeltörtchen“ findet, habe ich zusätzlich noch Törtchen mit Blaubeeren und Erdbeeren gebacken. (Ja ja, ich weiß, regional und saisonal mussten diesmal leider hinten anstehen, aber ich glaube, einmal im Jahr zum Geburtstag darf man das.)

Jedenfalls habe ich den Mürbteig wieder ausgerollt und Kreise ausgestochen. Ich habe mich zum Einen wieder für mein Muffinblech und zum anderen für mein Mini-Muffin-Blech in Herzform entschieden.

Die Törtchen habe ich dann zunächst blind gebacken, also mit Backpapier ausgekleidet und mit Reis gefüllt, damit sie schön in Form bleiben und nicht aufgehen.

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Und – ich gebe es zu – ich habe es mir mit der Füllung einfach gemacht und eine Dr. Oetker-Paradiescreme mit Vanillegeschmack genommen. Zum ersten weil ich da nicht mit Gelatine oder Ähnlichem arbeiten muss, damit sie in Form bleibt und zum anderen, weil ich die Kombination von Paradiescreme und Beeren einfach liebe.

Die ausgekühlten Mürbteigtörtchen mit der Creme füllen und mit Beeren (ich habe mich für Erd- und Blaubeeren entschieden, garnieren.

Hmmmm.

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Und nochmal: hmmmm!

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Im nächsten Blog geht es dann mit meinen Mini-Cupcakes weiter. Seid gespannt 🙂

Ach ja, ich habe mich ganz spontan dazu entschlossen, bei dem Blaubeer-Blog-Event von Schokohimmel mitzumachen.

Drückt mir also die Daumen 🙂

Zerfledderte Apfeltörtchen

Liebe Leser, 🙂

in der Zeit zwischen November und Januar kommt unsere Familie aus dem Feiern nicht heraus. Mein Bruder hat im November Geburtstag, die Mama im Dezember und ich im Januar. Weihnachten und Silvester wollen natürlich auch gefeiert werden. 🙂

An meinem (Tatjana) Geburtstag war ich normal arbeiten. Keine Frage, dass ich den Kollegen etwas Selbstgebackenes mitgebracht habe.

Von meiner Freundin habe ich zu Weihnachten einen Cakepop-Maker geschenkt bekommen, der musste natürlich ausprobiert werden. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, etwas mit Mürbteig zu backen, da ich diesen sonst fast nie verwende. Na ja. Mein Geburtstag war am Donnerstag, also dachte ich, ich fange am Dienstag schon mal mit der Backerei an, dann werden die Abende vielleicht nicht ganz so lang. Tjaaaa, und dann passierte das:

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Ich muss wohl nicht erwähnen, dass meine Laune nach diesem Missgeschick im Keller und mir die Lust am Backen für diesen Abend so ziemlich vergangen war.

Vorzeigbar war das Ergebnis natürlich nicht mehr, aber lecker waren sie trotzdem. Deswegen hier das Rezept – und den Tipp: Im Förmchen backen, dann bekommt man sie auch aus der Form, ohne dass sie auf dem Fußboden landen. Wie das passiert ist? Erzähl ich Euch später^^

Hier erst mal das Rezept, das übrigens aus dem Buch „Köstliche kleine Kuchen & Pasteten“ von Sara Lewis, erschienen bei LOVE FOOD, stammt.

Für den Mürbteig braucht ihr:

350 g Mehl

80 g Puderzucker, eine Prise Salz

175 g weiche Butter, gewürfelt

4 Eigelb

Dann das Übliche:

Zucker, Salz und Butter mit dem Handrührgerät (Knethaken) mischen, Eigelb und etwas Mehl hinzufügen und glatt rühren. Dann das restliche Mehl unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und kalt stellen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Apfelfüllung zubereiten. Dafür braucht ihr:

450 g Äpfel (ich habe Elstar genommen, die haben eine schöne ausgewogene Mischung aus Süße und Säure)

25 g Butter

50 g Zucker (ich habe Rohrohrzucker genommen)

50 g Rosinen (hab ich weggelassen, die mögen viele nicht)

fein abgeriebene Schale einer Zitrone

3 EL Weinbrand (ich habe Rum genommen)

Die Äpfel schälen und würfeln, mit Butter, Zucker, Rosinen und Zitronenschale in einem Topf unter gelegentlichem Rühren 8-10 Minuten bei kleiner Hitze dünsten, bis sie weich sind. Den Weinbrand zufügen und bis unter den Siedepunkt erhitzen. Anzünden und flambieren, dann abkühlen lassen. (Das Flambieren hat bei mir nicht funktioniert, wahrscheinlich hatte der Rum einen zu geringen Alkohol-Anteil). War aber trotzdem lecker 🙂

Ich habe außerdem noch etwas von dem selbstgemachten Glühweingewürz meiner Freundin untergerührt, etwas Zimt, Nelken und Sternanis tuns aber auch.

Dann den Mürbteig ausrollen, Kreise ausstechen (die Größe müsst ihr ausprobieren, bei mir hat ein Weinglas gut funktioniert).

Wenn ihr risikobereit seid, buttert ihr die Förmchen eines Muffinblechs nur, ansonsten verwendet am besten Papierförmchen. Die Mürbteig-Kreise in die Förmchen legen, mit der Apfelfüllung füllen.

Ich habe aus dem restlichen Teig kleine Blumen und Schmetterlinge ausgestochen und die Küchlein damit bedeckt, aber da sei Eurer Kreativität freiem Lauf gelassen. Weniger Arbeit machen einfache Kreise, mit denen ihr die Küchlein bedeckt.

Dann im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Abkühlen und stürzen (nach Möglichkeit ohne, dass sie auf dem Fußboden landen).

Das Ergebnis war bei mir zwar nicht schön, aber wenigstens lecker:

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Ach ja, wie das passiert ist? Mürbteig ist – tja, nun mal – mürbe. Deshalb ließen sich die Törtchen auch nicht aus der Form nehmen, ohne zu zerbrechen. Was also tun? Stürzen. Backblech auf die Form legen und mit Schwung umdrehen. Das hat auch noch geklappt. Und dann? Lagen die Küchlein natürlich verkehrt herum. Also nochmal stürzen. Tortenretter auf die Küchlein – und wieder mit Schwung… Das hat dann nicht mehr geklappt.

Und die Moral von der Geschicht: Backe Mürbteig ohne Förmchen nicht.

Getestet und für sehr gut befunden

Ihr Lieben,

kennt ihr das? Manchmal bekomme ich so wahnsinnig Lust, mich in der Küche auszutoben, aber ich weiß, dass ich eigentlich viel zu viel zu tun hab, als dass ich stundenlang am Herd stehen könnte. Zudem hatte ich ja letzte Woche Geburtstag und habe dementsprechend fleißig für die Kollegen gebacken. Also musste nach dem Zuckerschock (man muss ja probieren, was man den Kollegen da vorsetzt) dringend etwas Gesundes und vor allem Herzhaftes her. Und was liegt da näher, als mich durch die diversen tollen Foodblogs zu lesen. Bei My Yummy Projects bin ich schließlich fündig geworden. Schon der Titel klang verheißungsvoll: „Baked Eggs Avocado mit Tomatensalsa“. Perfekt, Eier, eine Avocado und Bacon hatte ich zu Hause, also nur schnell beim Bioladen vorbei und ein paar schöne Tomaten erstanden. Dann konnte es auch schon losgehen.

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Da ich ja allein wohne, habe ich die Menge halbiert:

1 reife (aber feste) Avocado

1 Spritzer Zitronensaft

2 Eier

Salz, Pfeffer

frischer Bacon

Und so gehts:

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, jeweils am unteren Ende der Hälfte ein Stückchen abschneiden, damit sie sicher stehen, die Schnittflächen mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Auflaufform oder auf ein Backblech geben. In die Mulde des Kerns jeweils ein Ei schlagen und ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen.

Nun im auf ca. 200°C vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen, bis das Eiklar weiß ist.

In der Zwischenzeit könnt ihr nun den Bacon anbraten und die Tomatensalsa vorbereiten. Für die Tomatensalsa braucht ihr:

3 normal große Tomaten (im Originalrezept wird außerdem eine rote Zwiebel gewürfelt, aber da ich rohe Zwiebeln nicht vertrage, hab ich sie einfach weggelassen)

2 EL Essig (ich habe einen dunklen Balsamico genommen)

Salz, Pfeffer, etwas Zucker

1 Spritzer Tabasco

ein gutes Olivenöl (ich nehme auch immer noch ein paar Tropfen steirisches Kürbiskernöl, dessen nussiger Geschmack harmoniert wunderbar mit den Tomaten)

Die gewürfelten Tomaten mit Salz, Pfeffer und Zucker bestreuen, kurz Wasser ziehen lassen, dann den Essig dazugeben. Abschmecken und anschließend Olivenöl und Kürbiskernöl dazugeben, alles vermengen. Wer es scharf mag, kann auch noch einen Spritzer Tabasco dazugeben. Ich hatte noch einen halben Mozzarella im Kühlschrank, den ich ebenfalls gewürfelt und dazu gegeben habe. Frische Kräuter dürfen natürlich auch nicht fehlen, ich habe Basilikum grob mit den Händen zerrupft.

Zum Anrichten die Avocadohälften auf einen Teller geben, den gebratenen Bacon darüber streuen und voilà:

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Hmmmm. Ein tolles, schnelles, unkompliziertes und sehr gesundes Abendessen.

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Auf die gute (orientalische) Art

Ihr Lieben,

heute entführe ich (Tatjana) Euch in die Welt des Mittleren Ostens.

Nachdem ich 2010 meine Ausbildung  / Studium wasauchimmer abgeschlossen hatte, rief die große weite Welt. Je weiter, exotischer, wärmer, schöner, desto besser.

Und so ging es letztendlich als Reiseleiterin in die Vereinigten Arabischen Emirate. Bei vielen löst das jetzt ein geografisches Fragezeichen auf den Gesichtern aus. Daher hier die Erklärung. Die VAE sind ein kleines Land auf der arabischen Halbinsel und bestehen aus sieben relativ eigenständigen Emiraten: Abu Dhabi und Dubai sind sicherlich die bekanntesten und auch die größten Emirate, außerdem gibt es noch Sharjah, Ajman, Um al Qwain, Ras al Khaimah und Fujeirah. Bis auf Fujeirah liegen alle Emirate wie auf einer Perlenkette aufgereiht an der Westküste.

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Quasi das gesamte Land besteht aus Wüste, unterbrochen von einigen Oasen und Mangroven und einem Gebirge. Ein hartes Pflaster, das nur von einigen Beduinenstämmen besiedelt war. Ein hartes, karges Land, die Menschen lebten vor allem vom Anbau von Datteln, von ihren Kamelen, dem Fischfang und dem Perlentauchen – bis das Öl gefunden wurde. Auf einmal strömten Menschen aus der ganzen Welt in die Emirate, um ihr Glück zu machen – und viele sind geblieben.

Heute ist das Land ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Religionen – und das spiegelt sich auch in der dortigen Küche wider. In Dubai sind nur noch 20% der Bevölkerung Locals, ca. 50% sind Inder und die restlichen 30% kommen aus allen anderen Teilen der Erde. Aus der westlichen Welt, Afrika und Asien – und jeder bringt seine traditionelle Küche mit.

Über meine Arbeit erzähle ich Euch vielleicht ein andermal, heute geht es – natürlich – ums Essen. Gewohnt haben wir Reiseleiter im indischen Teil von Sharjah – und wir waren weit und breit die einzigen Weißen. Mein (kulinarischer) Tag begann meist mit einem schwarzen Tee mit Milch, stark und süß, „to go“ in einem Pappbecher für umgerechnet ca. 20 Cent am Café an der Ecke.

Tagsüber war ich in Dubai unterwegs und habe meine Gäste in den Hotels besucht, Ausflugstipps gegeben und Touren verkauft.

Zum Kochen waren wir abends meist zu müde, außerdem hatten wir alle andere Arbeitszeiten, sodass wir selten alle gemeinsam in unserer WG waren.

Aber es gab viele günstige Restaurants in der unmittelbaren Umgebung. Wenn es schnell gehen sollte, haben wir uns im Cafe direkt vor unserem Haus meist einfach ein Shawarma geholt: Eine Art Wrap aus arabischem Brot gefüllt mit Lammfleisch, das am Spieß gebraten war, Pommes (klingt komisch, schmeckt aber gut) 🙂 Gemüse und einer Sauce, von der ich nicht im Mindesten ahne, was darin sein könnte. Dazu gab es sehr salzige Mixed Pickles.

Manchmal gab es auch ein wahnsinnig leckeres Brathähnchen mit Brot und Salat, das wir mit an den Strand genommen und dort gegessen haben.

Und wenn eine bestimmte Kollegin zu Hause war und wir Lust auf Fisch hatten, sind wir zu einem Restaurant gefahren, das ich allein nie gefunden habe. Versteckt in einer kleinen Gasse, eigentlich nur aus ein paar Brettern zusammen gezimmert, gab es dort Fisch, der schachbrettförmig aufgeschnitten und gebraten wurde. Dadurch wurde die Haut kross, war ziemlich scharf gewürzt und wurde mit Brot, Salat und Mixed Pickles gereicht. Messer und Gabel kamen generell nur in den seltensten Fällen zum Einsatz. In der Regel wird das Essen einfach mit einem Stück arabischen, dünnen Fladenbrotes aufgenommen und gegessen.

So auch bei diesem (um welchen Fisch es sich genau gehandelt hat, habe ich nie herausgefunden).

Was bei keiner Mahlzeit fehlen durfte, war Hummus. Kichererbsenpaste mit Tahini und warmem Olivenöl. Jedes Restaurant, jede Familie hat ihr eigenes Rezept, überall schmeckt er ein bisschen anders. Ich mag ihn am liebsten glatt und cremig, mit viel Tahini und aufgeschlagen mit Olivenöl.

Seit ich aus den Emiraten zurück bin, kann ich den Hummus aus dem Supermarkt nicht mehr sehen – und ich habe noch kein Restaurant gefunden, das einen guten Hummus anbietet. Daher machen wir ihn ab und zu selbst, was aber relativ viel Arbeit macht. Ein Rezept findet Ihr im Post https://aufdiegutealteart.wordpress.com/2014/01/04/silvester-auf-orientalisch/

Wenn wir doch mal selbst kochen wollten, befand sich der Fisch- und Gemüsemarkt fußläufig zu unserer Wohnung. So günstigen und so frischen Fisch habe ich vorher noch nie gegessen. Quasi direkt aus dem Fischernetz in die Pfanne – und das Beste: Wir konnten ihn uns vor Ort entschuppen, ausnehmen und filetieren lassen. Man kauft den Fisch (und handelt fleißig – als blonde deutsche Frau wird einem alles erst einmal zum dreifachen Preis angeboten) :), drückt ihn einem der zahlreichen Fischentschupper (dort ist das tatsächlich ein Beruf) in die Hand und voila. Mit den fertigen Filets – oder den Garnelen (auch so frisch und lecker) ab nach Hause, würzen und in die Pfanne – oder den Topf. Ein Hochgenuss.

Und so könnte ich stundenlang weiter schreiben. Ich habe so ziemlich alles probiert: Libanesisch, pakistanisch, indisch, meist einfach, meist scharf, aber wahnsinnig lecker – und wenn wir doch mal Appetit auf etwas Heimisches hatten, konnten wir im Hofbräuhaus in Dubai sogar Brezeln mit Weißwurst essen.

Auf jeden Fall wird aber wohl noch so mancher Beitrag mit arabischen Geschichten und Rezepten folgen – denn seit meiner Zeit in den VAE liebe ich die orientalische Küche.

Silvester auf Orientalisch – Hauptspeise und Dessert

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Die Hauptspeise bestand aus marokkanischem Zitronenhühnchen, Rosmarin-Kartoffelfächer und Backofengemüse mit Balsamico-Reduktion.
Hier das Rezept für das marokkanische Zitronenhühnchen:
Ich konnte im Bio-Supermarkt 2 französische Bio-Hühnchen allererster Qualität zu einem Supersonderpreis erstehen. Es geht aber auch mit ganz normalen Brathühnchen.
Außerdem benötigt man:
1 Salzzitrone
10 schwarze Oliven
9 etwa 10 cm lange Rosmarinzweige
2 EL Kräuterbutter
Salz, Pfeffer, edelsüßer Paprika
einen ordentlichen Schuss guten Glühwein
Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen.
Die Hähnchen innen und außen großzügig mit Salz und Pfeffer einreiben.
Danach vorsichtig die Haut an der Brust ablösen und jeweils 1 EL Kräuterbutter darunterschieben und durch Druck auf die Haut etwas verteilen.
Einen Bräter mit zwei EL Olivenöl ausstreichen, zwei Rosmarinzweige und die Oliven darin verteilen.
Die Salzzitrone vierteln, das Innere herauslösen und ebenfalls in den Bräter geben. Die Hühnchen darauflegen (Brüste nach oben) und mit Paprika bestäuben. Auf die Hühnchen die Schale der Salzzitronen und zwei der restlichen Rosmarinzweige verteilen. (Den letzten Zweig benötigte ich noch für die Kartoffelfächer). Den Bräter in den vorgeheizten Backofen schieben.
Nach 10 Minuten den Glühwein angießen. Insgesamt benötigen die Hühnchen 60 Minuten. Zwischendurch 1 – 2 Mal mit dem ausgetretenen Bratensaft begießen. Nach einer Stunde den Backofen ausschalten. Den Bratensaft durch ein Sieb abgießen und entfetten. Die Hühnchen noch etwa 10-15 Minuten im Backofen ruhen lassen. Die Sauce abschmecken, nach Geschmack mit Speisestärke andicken, kurz aufkochen lassen und zu den Hühnchen servieren.
Sobald die Hühnchen im Ofen waren, habe ich die Rosmarin-Kartoffelfächer vorbereitet:
Die geschälten, rohen Kartoffeln wurden in gleichmäßige dünne Scheiben ein-, aber nicht ganz durchgeschnitten,
mit den Einschnitten nach oben in ein gefettetes feuerfestes Gefäß gelegt,
mit Salz und Pfeffer gewürzt,
mit Olivenöl bestrichen,
mit Rosmarinnadeln bestreut.
10 Minuten, nachdem die Hühnchen im Backofen waren, schob ich die Kartoffeln eine Etage höher hinein.
Nach insgesamt 50 Minuten gesellte sich noch das Backofengemüse dazu:
Dafür hatte ich je eine gelbe, orange und rote Paprikaschote,
zwei feste Zucchini,
1 Bund Frühlingszwiebeln
und eine rote Zwiebel in mundgerechte Stücke geschnitten,
mit Salz, Pfeffer,
1 durchgepressten Knoblauchzehe herzhaft gewürzt und
mit 2 EL Olivenöl gut vermischt.
Das Gemüse wurde auf der Fettpfanne des Backofens gut verteilt und 10 Minuten vor Ende der Gesamt-Garzeit auf die oberste Leiste in den Backofen geschoben. Es war dann gemeinsam mit den Hühnchen und den Kartoffeln gar. Während die Hühnchen ruhten, ließ ich das Gemüse noch kurz mit kräftiger Oberhitze bräunen.
In der Zwischenzeit kochte ich 40 ml dunklen Balsamico-Essig mit 1 EL Zucker in einem kleinen Topf auf und ließ die Mischung 2-4 Minuten bei geringer Hitze köcheln, bis sie die Konsistenz von sehr flüssigem Honig hatte. Damit wurde das Backofengemüse beträufelt, bevor ich es serviert habe.
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Wer mich kennt, weiß, dass Gemüse und Obst in meiner Küche eine große Rolle spielen, und so hatte ich für den Nachtisch zwei reife Mangos gekauft, die ich, in Spalten geschnitten, mit einem (ich gestehe, fertig gekauften) Holunderblütensorbet anrichtete. Darüber träufelte ich eine Orangen-Granatapfel-Reduktion und garnierte das Ganze mit ausgelösten Granatapfelkernen und Pistazien. Ein selbstgebackenes Vanillekipferl als i-Tüpfelchen – et voila!
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