Der Granatapfel – mehr als nur ein Stück Obst

Nach all dem Süßkram finde ich (Brigitte) es an der Zeit, mich mal wieder in puncto Gesundheit zu Wort zu melden.
Hier also mein versprochener Beitrag über den Granatapfel.
Der Granatapfel ist von jeher ein Symbol für ewige Jugend, Schönheit, Liebe und, nicht zu vergessen, Fruchtbarkeit. Der Saft, die Kerne und sogar die Rinde galten schon im Altertum als heilsam. Granatäpfel sind wahre Multitalente, wenn es um das Thema Gesundheit geht – das meinen auch viele Ernährungs-Experten.
Zugegebenermaßen hatte ich davon nur eine vage Ahnung, als ich das erste Mal Granatapfel-, gemischt mit Orangensaft trank. Es war vor einigen Jahren auf einer Rundreise durch die Türkei. Als wir nach mehreren Stunden Busfahrt im Taurusgebirge unsere erste Rast machten, hatten wir nicht nur Durst, sondern auch ein Verlangen nach etwas richtig Erfrischendem. Daher griff ich gerne zu, als auch Orangen-, gemischt mit Granapfelsaft angeboten wurde – frisch gepresst, versteht sich. Nun ja, der Geschmack war nicht gerade eine kulinarische Offenbarung. Aber das etwas herbe, süß-säuerliche Getränk verfehlte seine Wirkung nicht: Unser Durst war gestillt, wir fühlten uns erfrischt – und irgendwie wirkte es sich auch wohltuend auf meinen empfindlichen Magen aus.
Kein Wunder: im Orient trinkt man den Saft aus Granatäpfeln traditionell als wirksame Unterstützung bei Magenschmerzen und Verdauungsstörungen.
Doch erst vor kurzem haben die besonderen Inhaltsstoffe dieser Frucht das Interesse der Wissenschaft geweckt. Es sind die vielen bioaktiven Stoffe, allen voran die sekundären Pflanzenstoffe und Tannine, die den Granatapfel zu einem gesundheitlichen Powerpaket machen. Sie schützen die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen, können den Alterungsprozess verlangsamen und entzündungshemmend wirken. Daneben enthalten Granatäpfel Pektine, Mineralstoffe wie Kalium und Spurenelemente wie Eisen, einige B-Vitamine sowie die Vitamine C, E und K.
Forscher haben herausgefunden, dass der regelmäßige Verzehr von Granatäpfeln
  • das Herz schützt, indem sie den Blutdruck regulieren und die Durchblutung der Herzkranzgefäße verbessern
  • Arteriosklerose vorbeugt
  • sich positiv auf den Magen-Darmtrakt und auf die Verdauung auswirkt
  • den Zuckerstoffwechsel unterstützt, also Diabetes vorbeugt und positiv beeinflusst
  • Mikroorganismen hemmt
  • Knochen und Gelenke schützt
  • die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt
  • gereizte Nerven beruhigt
Übrigens: Menschen, die auf viele Früchte allergisch reagieren, sollten Granatäpfel ausprobieren. Sie sind besonders gut verträglich.
Neueste Laborstudien deuten darauf hin, dass Granatapfelextrakt sogar das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Die Studien werden fortgeführt.
Die Kerne des Granatapfels enthalten wertvolles Öl mit ungesättigten Fettsäuren sowie einfach gebaute Östrogene, die der Körper gut nutzen kann. Das ebenfalls darin enthaltene Vitamin E hilft gegen Stress. Die einzigartig gebauten Fettsäuren nähren die Haut und stärken ihre Abwehrkraft. Deshalb sollte man die Kerne mit zerkauen und sich so das kostbare Öl erschließen. Man kann es übrigens auch kaufen und zur Hautpflege nutzen.
Wie gut, dass Granatäpfel gerade in der kalten Jahreszeit angeboten werden! Sie helfen meiner Familie, gesund und fit durch den Winter zu kommen. Zum Trinken schneide ich sie einfach in der Mitte durch und presse sie zusammen mit Orangen auf einer Zitruspresse aus. Ein Glas Saft zum Frühstück ist ein guter Start in den Tag.
Aus Granatapfelsaft kann man natürlich auch andere Cocktails mixen oder ein Gelee kochen.
Die Kerne löse ich aus der Frucht, indem ich am Stielansatz ein Viereck in die Schale schneide und herausnehme. Dann lässt sich der Granatapfel gut auseinanderbrechen. Mit den Fingern oder einem Teelöffel kann man dann die einzelnen Samen herauslösen. Sie können über Salate, Kuchen, Desserts (wie bei meiner Silvester-Nachspeise) oder auch über Fleischgerichte gestreut werden. Ich bevorzuge dafür die gelben Früchte, die fast ausschließlich von türkischen Händlern angeboten werden. Im Gegensatz zu ihren roten Verwandten sind deren Kerne weicher und angenehmer zu kauen.
Gestern war ich in der Stadt und habe mir wieder einen ganzen Vorrat an Granatäpfeln mitgebracht.
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2 Kommentare zu “Der Granatapfel – mehr als nur ein Stück Obst

  1. Pingback: Rosenkohl mal anders | Auf die gute (alte) Art

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