Rosenkohl mal anders

Ok, ich muss das einfach loswerden: Ich HASSE Rosenkohl. Wirklich. Es gibt kein schlimmeres Gemüse. Auf der Hass-Skala zwischen 1 und 10 kriegt er eine 11. Und er schmeckt noch schlimmer als dicke Bohnen und Grünkohl, die in der Hass-Top-10 gleich an Stelle 2 und 3 rangieren.

Und warum habe ich mir dann 3 Handvoll frische Rosenköhler (wie sie bei uns heißen) gekauft? Weil das Leben ohne Herausforderungen ja langweilig wäre.

Ich kannte Rosenkohl nur, wie meine Mutter ihn immer kocht (‚Tschuldigung, Mama): Als matschige, grün-graue glitschige Bällchen, bitter und einfach nur eklig. Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Meine Mama kocht toll – so ziemlich alles AUSSER Rosenkohl.

Und als ich in einschlägigen TV-Formaten immer wieder gesehen habe, dass man die Bällchen auch in einzelne Blättchen zerlegen und in der Pfanne schwenken kann, und die Leute davon begeistert waren, dachte ich mir, das versuche ich auch.

Also Mister-Ich-weiß-einfach-alles Google befragt, ein Rezept herausgesucht und los.

Zugegeben, die Bällchen zu zerlegen, ist eine Heidenarbeit. Aber 1. finde ich, das Ergebnis lohnt sich (jaha, ihr merkt es, ich werde doch noch zum Rosenkohl-Fan) und 2. finde ich solch einfache Küchenarbeiten ziemlich entspannend. Man muss sich nicht konzentrieren, kann seinen Gedanken nachhängen und schwupps – schon sind alle Röschen zerrupft.

Einmal unter kaltem Wasser abbrausen, abtropfen lassen und dann kanns losgehen.

Ihr braucht:

etwas Zucker

einen Apfel

die Rosenkohlblättchen (ich hatte so ca. 3 Handvoll Bällchen)

Salz und Pfeffer

100 ml Gemüsebrühe

ich hatte noch einen Granatapfel übrig (ziemlich gesund, wie wir ja letzte Woche gelernt haben) 🙂

Den Apfel schälen und in feine Würfel schneiden. Etwas Zucker in einer Pfanne zu einem goldbraunen Karamell schmelzen und den Apfel darin karamellisieren. Den Rosenkohl dazu, alles kurz schwenken und dann die Gemüsebrühe dazugeben.

Ca. 5 Minuten dünsten, bis der Rosenkohl zwar weich ist, aber dennoch etwas Biss behält.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Geschmack ein paar Granatapfelkerne darüberstreuen und voilà:

Bild

Und wirklich: So mag ich Rosenkohl. Fruchtig und mit Biss, gar nicht bitter und gar nicht glitschig. Yummy 🙂 Den wird es tatsächlich demnächst öfter geben im Hause Tatjana. Toll schmeckt er bestimmt auch als Beilage zu Fisch oder Hühnchen.

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4 Kommentare zu “Rosenkohl mal anders

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