Wie aus einem ungewöhnlichen Rezept ein außergewöhnlicher Kuchen wird

Ungewöhnliches reizt mich immer. So auch, als ich in der neuesten „essen & trinken“ das Rezept für einen „Pastinaken-Schokoladen-Kuchen mit gebrannten Mandeln“ fand.
Ich kenne Möhren-, Kürbis- und Zucchinikuchen, aber einen Kuchen mit Pastinaken, das war äußerst ungewöhnlich. Als ich die Zutatenliste las und feststellte, dass es auch noch ein Vollwertrezept ist, stand für mich fest, dass ich diesen Kuchen backen würde.
Die meisten Zutaten hatte ich ohnehin im Haus. Ich brauchte nur noch Pastinaken und Rapskernöl zu besorgen und schon konnte es losgehen. Ich nahm mir vor, diesmal – im Gegensatz zu meiner sonstigen Gewohnheit – ganz genau nach Anleitung zu verfahren.
Gesagt, getan. Für den Teig stellte ich also bereit:
350 g Pastinaken
60 g gemahlene Mandeln
150 g Zartbitterschokolade gemischt mit einem Rest Zartbitterkuvertüre von der Weihnachtsbäckerei
200 g Dinkel
6 Pimentkörner (das ergibt etwa einen TL gemahlenen Piment)
20 g Kakaopulver
2 ½ TL Weinsteinbackpulver
4 Eier (Kl. M)
200 g Rohrohrzucker
1 gestr. TL Salz
250 g Rapskernöl
Zunächst fettete ich meine Kuchenform. Laut Rezept sollte es eine Springform mit 26 cm ø sein, ich nahm aber meine Rechteckform (26 x 39 cm).
Dann röstete ich die gemahlenen Mandeln ohne Fett in einer Pfanne an, bis sie dufteten, und ließ sie danach abkühlen.
Die Pastinaken wurden geschält und fein gerieben (Wie gut, dass mir ein elektrisches Gerät diese Arbeit abgenommen hat!)
Die Schokolade habe ich mit einem Kochmesser grob gehackt – damit geht es sehr einfach und schnell.
Anschließend habe ich den Dinkel zusammen mit den Pimentkörnern in meinem Thermomix fein gemahlen. Man kann natürlich auch fertiges Dinkelmehl nehmen, aber frisch gemahlenes Getreide ist einfach viel aromatischer (und nährstoffreicher!)
Nun wurde der Backofen auf 170 °C vorgeheizt.
Dinkelmehl, Backpulver, Kakao und die Schokolade habe ich gut vermischt und beiseite gestellt.
Dann schlug ich die Eier, den Zucker und das Salz mit dem Handmixer so lange auf, bis eine hellgelbe, feinporige Schaummasse entstanden war;
daraufhin wurden das Öl, dann die Mehlmischung, dann die Pastinaken je kurz untergerührt,
der Teig in die Form gegeben und in den Backofen gestellt.
Ich ließ den Kuchen zunächst 25 Min. auf 170 °C backen und anschließend noch 10 Minuten im ausgeschalteten Rohr stehen.
Der fertige Kuchen durfte in der Backform auf einem Rost auskühlen, bevor er
mit einer Schokoladenglasur bestrichen wurde, die folgendermaßen zubereitet wird:
200 g Zartbitterschokolade (oder -kuvertüre) in Stücke brechen und in einer Schüssel über dem Wasserbad schmelzen, dann vom Wasserbad nehmen.
120 g saure Sahne und 100 g Puderzucker verrühren und mit einem Teigspatel unter die Schokolade rühren. Den Kuchen sofort damit bestreichen.
Normalerweise sollte er nun mit selbst zubereiteten gebrannten Mandeln garniert werden, doch die habe ich mir und meinen Mitessern mit Rücksicht auf unsere Zähne erspart. Dafür habe ich die übriggebliebenen gemahlenen Mandeln aus der Packung über dem Schokoladenguss verteilt.
Bild
Das Ergebnis dieses ungewöhnlichen Rezepts ist ein wirklich außergewöhnlich schmeckender, saftiger Schokoladenkuchen mit einem leicht würzigen Aroma. Die etwas aufwändigere Zubereitung hat sich gelohnt.
Wie sagte schon Rotkäppchens Großmutter: „Gewöhnlich kann jeder …!“
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3 Kommentare zu “Wie aus einem ungewöhnlichen Rezept ein außergewöhnlicher Kuchen wird

  1. Pastinaken im Kuchen hört sich echt spannend an, vor allem mit Schoko 😀 Das merk ich mir mal… Habe mal Rotebete in einem Schokokuchen verarbritet, war auch interessant, aber nicht wirklich meins. Liebe Grüße Emma

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