Lasagne wie beim Italiener

Lasagne ist eigentlich kein Sommeressen. Sie ist mir einfach zu gehaltvoll, zu mächtig für heiße Tage. Wenn die Temperaturen wie zur Zeit jedoch nicht über die 20 °C hinauskommen, darf das Essen auch im Sommer schon mal etwas kräftiger sein. Und ich freue mich über die zusätzliche Wärme, die der Backofen abgibt! Früher habe ich mich gescheut, dieses überaus beliebte Gericht selbst zu kochen, denn es ist schon etwas aufwändig zuzubereiten. Doch mit etwas Planung und ein wenig Übung ist es gar nicht so schlimm.
Bei meiner Familie lande ich damit jedenfalls immer einen Volltreffer.
Ich hatte diesmal aus 800 g eine Sauce Bolognese gekocht, die ich zunächst klassisch zu Spaghetti servierte. Den Rest habe ich aufbewahrt. Sie schmeckt ja auch aufgewärmt sehr gut. So brauchte ich am nächsten Tag nur noch die Bechamel-Käsesauce zu kochen, wobei mir der Thermomix immer eine große Hilfe ist. Der Rest war dann ein Kinderspiel.
Wenn ihr gute Esser seid, braucht ihr für eine 4-Personen-Lasagne:
Sauce Bolognaise:
gut 500 g Hackfleisch (ich nehme reines Rindergehacktes)
1 Zwiebel, in Würfelchen geschnitten
1 1/2 Pckg. passierte Tomaten (750 g)
Salz, Pfeffer, 1 geh. Teel. gekörnte Brühe (natürlich ohne Geschmacksverstärker und all dem anderen künstlichen Zeug)
Bechamel-Sauce:
50 g Butter
40 g Mehl
200 g Sahne
200 g Milch
100 g geriebener Käse (Gouda, Parmesan, Emmentaler etc., auch gemischt)
Salz und Pfeffer
1 Prise geriebene Muskatnuss
1/2 Pckg. fertige Lasagneplatten (die man natürlich auch selbst herstellen kann. Aber dann solltet ihr insges. einen halben Tag Zeit einplanen.)
eine Handvoll geriebenen Käse zum Bestreuen
Für die Sauce Bolognaise wird das Hackfleisch in einer Pfanne kräftig angebraten (das geht am besten in einer großen Edelstahlpfanne oder -kasserole). Sobald ich es das erste Mal gewendet habe, füge ich die Zwiebelwürfel hinzu und brate es unter Rühren weiter, bis es eine schöne braune Kruste hat. Dann erst würze ich mit gekörnter Brühe, Pfeffer und Salz. Zum Schluss kommen die passierten Tomaten dazu. Das Ganze lasse ich unter Rühren aufkochen, löse dabei die Röststoffe vom Pfannenboden und lasse es bei kleiner Hitze einige Minuten köcheln. Am Ende schmecke ich noch einmal ab. Die Sauce Bolognaise sollte etwas flüssiger sein als für Spaghetti Bolognaise, denn die Nudelplatten saugen sehr viel Flüssigkeit auf.
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In der Zwischenzeit kocht mein Thermomix die Bechamel-Käsesauce 🙂
Selbstverständlich kann man sie auch auf dem Herd zubereiten, und das geht so:
Die Butter in einem Topf zerlassen, das Mehl zugeben und hell anschwitzen, bis es duftet. Mit Sahne und Milch aufgießen, ständig rühren und 3–4 Minuten köcheln lassen. Den Käse unterrühren. Würzen und 2–3 Minuten weiterköcheln lassen.
Dann werden beide Saucen und die Lasagneplatten in eine feuerfeste Auflaufform (meine ist etwa 20 x 30 cm groß) geschichtet, und zwar folgendermaßen: Der Boden der Auflaufform wird zunächst etwa 1/2 cm hoch mit Bolognaise-Sauce bedeckt. Darauf kommt eine Lage Lasagneplatten. Falls sie nicht genau passen, breche ich sie zurecht. Hierauf verstreiche ich etwa die Hälfte der Bolognaise-Sauce schön gerade. Als nächstes kommt die Hälfte der Bechamel-Sauce. (Wer möchte, kann etwas geriebenen Käse darüber streuen.) Nun folgt wieder eine Lage Nudelplatten; darauf die restliche Bolognaise und noch eine Lage Nudelplatten. Die oberste Schicht bildet die zweite Hälfte der Bechamel-Sauce und geriebener Käse.
Die Lasagne darf nun für etwa 1 Stunde bei 180 °C im Ofen backen, bis sie goldbraun ist.
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Natürlich kann man für die Sauce Bolognaisse auch frische oder Dosentomaten verwenden sowie Kräuter und Gemüse nach Belieben hinzufügen. Hier sind eurer Kreativität wahrscheinlich nur durch die Abneigungen eurer Mit-Esser Grenzen gesetzt.
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WM-Cakepops

Eigentlich bin ich ja kein großer Fußball-Fan. Eigentlich… Bei der WM ist natürlich alles anders, da gucke selbst ich mit Begeisterung die Länderspiele. Am liebsten natürlich in netter Gesellschaft mit Freunden. Für das letzte Spiel gegen Ghana war ich bei einer Freundin eingeladen und wurde engagiert, einen Couscous-Salat (das Rezept verrate ich Euch demnächst) und etwas Süßes mitzubringen. Trikot, Schal oder Ähnliches findet sich nicht in meinem Kleiderschrank, daher dachte ich, ich bemale einfach die Mitbringsel. 🙂

Und seit kurzem habe ich (endlich) einen Tortendeko-Laden in Düsseldorf, der sich zu meinem Glück (oder Unglück, je nach Perspektive) in direkter Umgebung zu meiner Arbeitsstelle findet. Also bin ich in der Mittagspause ab zu Tortendeko und habe erst mal ausgiebig eingekauft. (Warum stehen Frauen eigentlich so auf Schuhe und Handtaschen, wenn es Lebensmittelfarbe, Ausstecher und Backformen gibt?) 🙂

Für die Herstellung der Cakepops selbst habe ich ein Basisrezept ein bisschen abgewandelt. Das Original findet ihr hier:

Ich habe genommen:

150 g weiche Butter

150 g Zucker

Vanillezucker (ich mache ihn selbst)

Salz

300 g Mehl

2 TL Backpulver

250 ml Milch

einen guten Schuss Rum

Die Schale einer abgeriebenen Zitrone

Butter, Zucker, Salz und Eier schaumig schlagen, den Rum, die Milch und die Zitronenschale einrühren, das Mehl mit dem Backpulver vermischen und vorsichtig unterheben.

Ich fülle den Teig dann immer in einen Spritzbeutel, so lässt er sich am besten in die Mulden des Cakepop-Makers füllen.

Dann die Cakepops backen und abkühlen lassen.

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Auf Stiele stecken (sie haften besser, wenn sie vorher in erhitzte Marmelade oder Schokolade getunkt werden).

Vor dem Glasieren aprikotiere ich die Cakepops, weil mir Schokolade oder CandyMelts allein zu süß sind. Dafür erhitze ich etwas Aprikosenmarmelade in der Mikro und bepinsele die Cakepops dann. In diesem Fall habe ich auch etwas Rum untergerührt, zum Ersten, weil die Mischung Aprikosenmarmelade und Rum einfach klasse ist und zum anderen, weil der Teig der Cakepops ja auch Rum enthielt.

Für meine WM-Cakepops habe ich zum ersten Mal die CandyMelts von Wilton verwendet, war aber nicht zu 100% zufrieden. Die zu zähe Konsistenz habe ich den Griff bekommen, in dem ich etwas Öl untergerührt habe, aber der Geschmack war gar nicht meins. Viel zu süß und mit einem fiesen künstlichen Vanille-Geschmack – von den Inhaltsstoffen gar nicht zu reden. Habt ihr Erfahrungen mit anderen CandyMelt-Marken oder wisst Ihr Alternativen?

Last but not least habe ich die Puderfarben von Rainbow Dust mit etwas Wodka zu einer zähen Farbe angerührt und die Cakepops nach dem Festwerden des CandyMelt-Überzugs damit bemalt.

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Als Cakepop-Ständer habe ich (doch wieder) gebastelt, indem ich einen Tortendummy mit grünem Geschenkpapier eingepackt und mit weißer Farbe ein Fußballfeld darauf gemalt habe.

Zum Sieg konnten meine Cakepops dem deutschen Team leider nicht verhelfen, aber ich hoffe, es klappt heute gegen die USA. 🙂

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Last-Minute Mitbringsel: Grissini

… und das erste – und wahrscheinlich letzte – DIY auf diesem Blog!

Ihr Lieben,

wenn ich eingeladen werde, habe ich eigentlich immer gerne ein Mitbringsel dabei, am liebsten natürlich selbstgemacht. Oft reicht dafür aber die Zeit nicht. Jetzt habe ich eine schnelle – und leckere – Idee für Euch: Grissini.

Die Mama hat Euch in unserem letzten Beitrag ja schon ein Rezept für einen Hefeteig verraten. Der eignet sich auch perfekt für die Grissini. Zwar braucht er viel Zeit zum Gehen, aber da braucht Ihr ja nicht daneben zu stehen. 🙂 Zur Not tut es aber auch ein fertiger Hefeteig aus dem Supermarkt – sofern Euch die ganzen Zusatzstoffe darin nicht stören 😉

Den fertig gegangenen und gekneteten Hefeteig rollt Ihr dünn aus, bestreicht ihn dünn mit Olivenöl und bestreut ihn dann mit Zutaten nach Euren Wünschen. Ich habe das letzte Mal zwei Versionen gemacht: Herbes de Provence und Honig-Curry. Aber experimentiert einfach mit allem, was Ihr zu Hause habt: Vielleicht süß mit Sesam und Honig oder mediterran mit Oliven und getrockneten Tomaten… Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt 🙂

Dann schneidet Ihr den fertig belegten Teig in ca. 2 cm dicke Streifen, zwirbelt sie an beiden Enden und legt sie auf ein Backblech.

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Und ab damit in den Ofen, bei ca. 200°C werden sie so lange gebacken, bis sie schön goldbraun sind.

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Abkühlen lassen, hübsch verpacken und fertig 🙂

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Mein eigentlicher Plan war, die Grissini hübsch in braunen Butterbrot-Beuteln und gestreiftem Band zu verpacken, aber scheinbar waren in ganz Düsseldorf alle Butterbrot-Beutel ausverkauft, daher habe ich selbst gebastelt. Und dabei die Krise bekommen.

Ich habe Backpapier zu Beuteln zu Beuteln gefaltet und geklebt und mit Rosa Tortenspitze beklebt – einfach genug, sollte man meinen.

Aber so viel Geduld ich beim Backen und Dekorieren von Gebäck habe, beim Basteln verliere ich regelmäßig die Fassung 🙂 Aber dafür ist das Ergebnis doch ganz hübsch geworden, oder?

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Hefeteig für Pizza und Pizzabrötchen

Das letzte Mal habe ich Euch mein wohlgehütetes Kräuterbutter-Rezept verraten. Dazu gehören aber unbedingt frisch gebackene Pizza-Brötchen (der Italiener nennt sie Panini). Wenn ich für uns vier Pizza mache, bereite ich Hefeteig aus 600 g Mehl zu. Davon bekommt jeder von uns seine eigene runde Pizza, und der Rest des Teigs reicht noch für 10 – 12 Pizza-Brötchen als Vorspeise.
Wie in der Pizzeria bereite ich den Hefeteig schon am Mittag zu, wenn ich ihn am Abend brauche. 2 – 3 Stunden sollte man mindestens zum Gehen einrechnen.
Ich besitze einen Thermomix, das bedeutet, der Hefeteig knetet sich quasi von alleine. Selbstverständlich könnt Ihr ihn auch mit dem Handrührgerät zubereiten oder, wie meine Mutter es noch musste, mit dem Kochlöffel „schlagen“. Das allerdings ist ziemlich schweißtreibend. Ich empfehle daher für „Nicht-Thermomix-Besitzer“ das Handrührgerät mit den Knethaken.
Ich nehme:
2 TL Zucker
1/2 Würfel Hefe
50 ml Milch
600 g Weizenmehl Type 405
2 gehäufte TL Salz
3 EL gutes Oliven- oder Rapsöl
250 ml lauwarmes Wasser
Zunächst verrührt Ihr die Hefe mit dem Zucker, bis sie flüssig ist, und fügt die Milch hinzu.
Das Mehl gebt Ihr in eine große Schüssel und vermischt es mit dem Salz. Dann drückt Ihr mit dem Kochlöffel eine Mulde in die Mitte des Mehls. Dort hinein gießt Ihr das Ö lund das Hefe-Milch-Gemisch. Nun beginnt Ihr mit den Knethaken des Handrührgeräts von der Mitte aus die Masse zu mischen und gießt langsam das Wasser dazu. Das Ganze wird geknetet, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der nicht mehr klebt und sich vom Schüsselrand löst. Sollte der Teig zu fest sein, fügt Ihr esslöffelweise nach und nach Wasser hinzu und knetet weiter, bis er schön glatt ist.
Dann wird die Schüssel zugedeckt an einen warmen Ort gestellt und der Teig darf in Ruhe aufgehen.
Sobald er mindestens doppelt so groß ist, nehme ich ihn aus der Schüssel, lege ihn auf ein Backbrett und knete ihn mit der Hand noch einmal kräftig durch. Anschließend forme ich eine dicke Rolle und teile sie in 5 Teile. Vier davon werden meist zu Pizza weiterverarbeitet. Den verbliebenen Teil rolle ich zu einem Strang mit einem Durchmesser von etwa 2,5 bis 3 cm. Das geht leichter, wenn man den Teig zwischendurch kurz ruhen lässt, damit er sich entspannt. Den Strang schneide ich dann in 3 cm lange Stücke, lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lasse sie 5 bis 10 Minuten gehen. Danach werden sie bei 175 °C goldbraun gebacken und noch warm, mit Kräuterbutter bestrichen, gegessen. So frisch schmecken sie am besten.
Natürlich kann man auch den kompletten Teig zu Brötchen verarbeiten: das ergibt dann um die 50 Pizzabrötchen. Man kann sie auf Vorrat backen und einfrieren. Dann jedoch kurz vor dem Verzehr im vorgeheizten Backofen aufbacken!
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In meinem Rezept für den Hefezopf mit Dinkel habe ich ja schon erklärt, dass ein guter Hefeteig Zeit benötigt. Das gilt natürlich auch für meinen Panini-/Pizzateig. Für den Fall, dass es doch einmal ganz schnell gehen muss, habe ich ein Rezept ohne Hefe, dafür mit Quark, in meinem Fundus. Interessiert? Dann lasst es mich wissen. Ich verrate es Euch gern.

Brigittes beliebte Kräuterbutter

Ihr Lieben,
unser Holunderblütenspecial ist für dieses Jahr nun beendet. Aber in ein paar Wochen sind schon die Beeren reif, dann geht es hier mit einem Holunderbeeren-Special weiter.
In der Zwischenzeit haben wir aber noch ein paar schöne Rezepte für Euch. Zum Grillen zum Beispiel 🙂
Die Grillsaison ist in vollem Gang. Für manche beginnt sie ja am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Doch die meisten von uns warten ab, bis man wieder gemütlich auf dem Balkon oder der Terrasse essen kann, und dann geht es los. Ich gestehe: ich gehöre nicht zu den Hardcore-Grillfans, die am liebsten mehrmals in der Woche ein Stück Fleisch auf den Rost werfen, wo es mehr geräuchert als gegrillt wird. Wir haben uns vor vielen Jahren einen Vertikalgrill angeschafft und lieben selbstmarinierte Hähnchenflügel, die neben der heißen Glut braun gebrutzelt wurden. Oder unser Grillgut im Kugelgrill indirekt zu garen. Auf beide Arten kann kein Fett in die Glut tropfen und das Gegrillte schmeckt eben nach dem, was es ist. Manchmal darf es natürlich auch ein traditionell gegrilltes Kotelett oder Steak sein. Was als Beilage aber auf keinen Fall fehlen darf, ist meine selbstgemachte Kräuterbutter.
Das Grundrezept stammt von unserem italienischen Freund Nino, der die Kräuterbutter seinen Gästen in seinem Restaurant immer mit frisch gebackenen Pizzabrötchen (Panini) serviert. Als er vor vielen Jahren sein erstes Restaurant eröffnete, haben mein Mann und ich am Wochenende immer in seiner Küche ausgeholfen und zum Dank verriet er mir das Rezept. Ich habe es im Laufe der Zeit nur durch die unterschiedlichen Kräuter aus meinem eigenen Garten variiert. Freunden mache ich immer ein große Freude, wenn ich ein oder mehrere Töpfchen davon zur Party mitbringe.
Ich nehme:
250 g Butter
1 – 2 Knoblauchzehen
etwa 1 gehäuften TL Salz
einige Tropfen Zitronensaft
frisch gemahlenen Pfeffer
einige Tropfen Tabasco
1 TL guten Weinbrand oder Cognac
insges. gut 2 gehäufte Esslöffel feingehackte Kräuter:
auf jeden Fall: Petersilie, Schnittlauch, Basilikum
dazu wahlweise: eine Rosmarinnadel, ein Lavendelblättchen, die Blättchen eines Thymianzweiges, ein Paar Blättchen von meinem Bergbohnenkraut, ein Blatt Minze – und was mein Garten mir gerade noch bietet. Im Winter greife ich auf eine TK-Kräutermischung (7 oder 8 Kräuter) vom Discounter oder Supermarkt zurück.
Zunächst lasse ich die Butter Zimmertemperatur annehmen und rühre sie dann mit dem Kochlöffel in einer Schüssel sämig. Anschließend forme ich mit dem Kochlöffel in der Mitte eine Mulde.
Die geschälten Knoblauchzehen drücke ich durch die Knoblauchpresse auf ein Brettchen, füge etwas Salz hinzu und vermische es mit der flachen Seite eines Messers solange, bis sich das Salz aufgelöst hat. Der Knoblauch ist nun ein Brei und wird in die Mulde gegegen. Dazu kommen das restliche Salz, Zitronensaft, Tabasco und Pfeffer und werden gut verrührt. Erst danach rühre ich den Cognac unter.
Mit einem Stückchen Brot teste ich nun, ob noch Salz fehlt und würze gegebenenfalls nach. Ganz zum Schluss rühre ich die Kräuter darunter.
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Ich fülle die Kräuterbutter immer in TK-geeignete Förmchen, stelle sie in das Gefrierfach des Kühlschranks und hole sie bei Bedarf heraus. Was nicht gegessen wird, kann (beinahe) beliebig oft wieder eingefroren werden. Auf diese Weise habe ich immer einen Vorrat an Kräuterbutter im Haus, um damit auch Gemüse oder Fleisch zu verfeinern. Und zu unseren selbstgemachten Pizzabrötchen ist sie ohnehin ein Muss! Das Rezept dafür verrate ich Euch ein andermal.

American Iced Tea trifft Deutsche Holunderblüte

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In unserem ersten Beitrag unseres Holunderblüten-Specials haben wir Euch unser Rezept für Holunderblüten-Sirup verraten. Heute zeige ich Euch, was Ihr damit (außer Hugo) noch anstellen könnt. 🙂

Immer wieder schwappen Trends aus den USA zu uns herüber. Manche sagen mir mehr zu, manche weniger.

Eistee ist so ein Trend. Der original amerikanische Eistee hat allerdings mit dem deutschen, künstlich aromatisierten Pendant im Tetrapak relativ wenig gemeinsam.

Ich mag ihn gern, weil er erfrischt und belebt, dabei aber nicht so süß ist wie zum Beispiel Limonade.

Meine Freundin Anna hat einige Zeit in den USA gelebt und ein Rezept mitgebracht, von dem ich mich habe inspirieren lassen.

Da ich im Internet kein zufriedenstellendes Rezept für Eistee mit Holunderblüten gefunden habe, dachte ich, ich probiere selbst herum.

Und in diesem Fall hieß es: Experiment geglückt.

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Ich habe zunächst einen Liter Wasser gekocht und daraus mit 2 Beuteln Schwarztee einen starken Tee gekocht. Ich hatte mich für den klassischen Frühstückstee von Lipton entschieden, aber experimentiert doch auch mal ein bisschen: Mit einem frischen Darjeeling wird der Tee ein feines zitroniges Aroma bekommen, Ostfriesentee schmeckt eher herb, ein schöner Earl Grey leicht würzig.

Dann habe ich den Tee zunächst abkühlen lassen und mit kaltem Wasser verdünnt, bis mir der Geschmack zugesagt hat. (Da müsst ihr selbst einfach solange probieren, bis er euch schmeckt. Meine Mischung Tee zu Wasser war ca. 50:50).

Normalerweise wird Eistee mit Zucker gesüßt, aber da ich ja das Aroma der Holunderblüten wollte, habe ich Sirup genommen (ca. 100 ml) und mit dem Saft einer Zitrone vermischt.

Ich habe diese Mischung in einem extra Kännchen zu dem Eistee gestellt, dann kann sich jeder sein Getränk so stark süßen, wie er möchte.

Die aromatische Süße des Holunderblütensirups harmoniert schön mit dem etwas herben Aroma des Tees.

Hübsch anrichten, mit Eiswürfeln servieren und voila.

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An einem heißen Sommertag gibt es nichts Erfrischenderes. Durch das im Tee enthaltene Teein belebt der Tee ähnlich wie Kaffee, ist daher allerdings aber auch nicht für Kinder geeignet.