Schau mir in den Backofen, Kleines! …

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… denn es gibt eine waschechte (na ja, fast) amerikanische Blueberry Pie, die quasi auf den letzten Drücker noch an dem filmischen Blogevent von Becky’s Diner teilnimmt.

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Ich starte mit einem Zitat aus einem ganz wunderbaren Film: „…Aber, es bleibt immer ein ganzer Blueberry Pie übrig.“ – „Und was stimmt nicht mit dem Blueberry Pie?“ – „Es ist alles in Ordnung mit dem Blueberry Pie! Die Leute treffen nur eine andere Wahl. Der Blueberry Pie kann nichts dafür. Es will ihn nur keiner.“

Aber da hat er Unrecht, der nette (und ausnehmend hübsche) Jude Law.

Diesen Blueberry Pie will jeder, versprochen 🙂

Warum dieser Film ein Geheimtipp geblieben ist, ist mir ein Rätsel. Eine wunderschöne Geschichte, zauberhaft erzählt von Norah Jones, Jude Law und Nathalie Portman.

Aber vielleicht machen Euch der Trailer – und mein Blueberry Pie – ja Lust auf den Film.

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Los gehts 🙂

In der Regel wird für Blueberry Pie ein Mürbteig verwendet. Ich mag ihn allerdings nicht besonders und da ich zeitgleich eine Zwiebelquiche in Arbeit hatte (das Rezept gibt es dann demnächst), habe ich mich für Hefeteig entschieden. Das Rezept findet ihr beispielsweise hier. Mamas Rezept enthält Dinkelmehl, ich hatte nur Weizenmehl verwendet.

Während der Teig geht, können wir bereits die Füllung vorbereiten.

Dafür brauchen wir:

750 g Blaubeeren

50 g gehackte Walnusskerne

25 g Mehl

150 g Zucker + Vanillezucker

1 Prise Salz

Zimt (nach Belieben)

1 EL Orangensaft

15 g Butter

etwas Eigelb

Butter, Zucker, Mehl, Salz, Zimt und O-Saft verrühren, die Walnüsse und die gewaschenen und verlesenen Blaubeeren vorsichtig unterrühren – aber Vorsicht, sonst wird es Matsch. 😉

Den Backofen auf 220°C vorheizen, in der Zwischenzeit den Hefeteig teilen, die eine Hälfte dünn ausrollen und in eine gefettete Pie-Form geben (ich hab keine und hab mich daher für eine runde Auflaufform entschieden, das ging genauso gut). Den Boden mit Paniermehl bedecken (so wird die austretende Feuchtigkeit der Blaubeeren aufgesogen und der Boden weicht nicht so durch) und die Füllung darauf geben. Die Ränder des Teigs mit Eigelb bepinseln.

Aus dem restlichen Hefeteig eine dünne Platte rollen, diese als Deckel auf die Pie geben, zuschneiden und mit einer Gabel festdrücken.

Dann den Deckel ebenfalls mit Eigelb bepinseln, für einen schönen Glanz und im Ofen 10 Minuten backen. Dann auf 180°C zurück schalten und noch ca. eine halbe Stunde weiter backen. Haltet ihn im Auge, je nachdem wie dick ihr den Teig rollt, geht es schneller oder dauert länger.

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So, aber nun genug gequatscht – ab in die Küche. Und den DVD Player 🙂

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Katharinas Dinkel-Möhren-Brot

Um eine Weizenunverträglichkeit auszuschließen, verzichte ich zur Zeit auf alle Weizenprodukte. Im Internet habe ich vor kurzem einen Lieferanten für reinen Dinkel gefunden und sofort Dinkelkörner und -mehl bestellt. Denn es ist sehr schwierig, Dinkel zu finden, der nicht mit Weizen gekreuzt ist, wie ich es bereits in meinem Artikel darüber geschrieben habe. Und als eine Kollegin mir dann auch noch von dem Dinkel-Möhren-Brot vorgeschwärmt hat, kam mir das Rezept gerade recht für meine derzeitige Diät.
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Die Zutaten hatte ich alle im Haus:
500 g Dinkelvollkornmehl (ich habe es mir frisch gemahlen)
2 EL Leinsamen (die ich ebenfalls grob gemahlen habe)
1 Würfel frische Hefe
2 TL Salz
300 g lauwarmes Wasser
100 g Naturjoghurt
200 g Möhren (wurden fein gerieben)
100 g Sonnenblumenkerne
Und so geht es:
Den Backofen auf 50 °C vorheizen.
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Leinsamen mischen. Das Salz und den Joghurt dazugeben. Die Hefe mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Ebenfalls zum Mehl hinzufügen. Mit den Knethaken von der Mitte aus alles vermischen und langsam das Wasser dazugießen. Die Masse bearbeiten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Er sollte nicht zu trocken sein, sondern ruhig etwas kleben. Dann die Möhren und die Sonnenblumenkerne mit den Händen gründlich untermischen.
Wer wenig Zeit hat, kann den Teig nun sofort in eine gefettete Kastenform füllen und nach 30 Minuten in dem auf 200 °C vorgeheizten Backofen 10 Min. vorbacken
und danach bei 175 °C weitere 50 Min. zu Ende backen.
Besser wird das Brot aber, wenn der Teig in der abgedeckten Schüssel in den 50 °C warmen Backofen gestellt wird (auf ein Holzbrettchen). Den Backofen dann sofort ausschalten und die Hitze ein paar Sekunden aus der geöffneten Backofentür entweichen lassen! (Die verbliebene Wärme braucht das Vollkornmehl beim Gehen, damit sich nachher eine schöne Krume bildet.)
Sobald sich das Teigvolumen verdoppelt hat (das dauert etwa eine halbe Stunde), den Teig mit den Händen kurz durchkneten und in eine gefettete Kastenform füllen. Nun darf er noch einmal 10 bis 15 Minuten gehen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Das Brot nach Belieben mit Sonnenblumenkernen bestreuen und 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200 °C  vorbacken, dann die Temperatur auf 175 °C reduzieren und 50 Minuten fertig backen. Ein hitzebeständiges, mit Wasser gefülltes Gefäß mit im Backrohr ergibt eine schöne Kruste.
Wenn kein Teig an einem Holzstäbchen hängen bleibt, das man in das Brot steckt, kann es herausgenommen werden. Nach einigen Minuten auf ein Gitter stürzen und abkühlen lassen. Geübte Bäcker klopfen auf die Kruste und erkennen am hohlen Klang, dass es durchgebacken ist.
Das Dinkel-Möhren-Brot ist saftig, schmeckt mild und wirklich sehr lecker. Wegen seiner guten Bekömmlichkeit eignet es sich für die ganze Familie (auch wenn man keine Weizenunverträglichkeit hat).
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Solltet Ihr Euch wundern, dass man die Möhren im Brot nicht erkennt: ich habe gelbe Möhren verwendet. Das hatte aber keinen Einfluss auf den Geschmack

Soulfood – Zimtschnecken

Zimtschnecken waren und sind immer noch eines der Lieblingsgebäcke unserer Kinder. Ich mache sie so: Zunächst bereite ich einen Hefeteig (manchmal mit, manchmal ohne Dinkelmehl) zu, wie in meinem Artikel über den Hefezopf beschrieben. Sobald er das erste Mal gegangen … Weiterlesen

Bunter Bulgur-Salat

Am vergangenen Wochenende hatten wir Besuch von unseren Freunden aus Neuseeland. Um während der kurzen Zeit, die die junge Familie bei uns war, nicht ständig in der Küche stehen zu müssen, bereitete ich so viel wie möglich vor. Sehr gut eignen sich dazu ja immer Salate. Damit es nicht der obligatorische Kartoffel- bzw. Nudelsalat sein musste, entschied ich mich neben zwei Krautsalatvarianten auch für den bewährten und äußerst beliebten Bulgur-Salat, dessen Rezept ich von meiner Nachbarin bekommen habe. Die wiederum hat es von ihrer türkischen Kollegin und die wiederum …
Man benötigt dazu:
2 Gläser feinen Bulgur
4 Frühlingszwiebeln
3 Paprikaschoten (je bunter, desto besser)
1 Salatgurke
2 Tomaten
1 Bund Petersilie
1-2 EL Tomatenmark
ca. 1/2 Glas Öl
den Saft einer Zitrone
2 EL Granatapfelsirup
1 TL schwarzer Pfeffer
Salz
gemahlenen Chili nach Geschmack
Den Bulgur in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, so dass er gerade bedeckt ist. Die Schüssel zudecken.
Nach 10 Minuten den Bulgur durchrühren und erkalten lassen.
In der Zwischenzeit die Paprikaschoten entkernen und in Würfel schneiden. Die Salatgurke längs durchschneiden, mit einem Teelöffel die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch ebenfalls in Würfel schneiden. Die Tomaten quer durchschneiden, die Kerne entfernen und wiederum in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Die Petersilie hacken. Alles unter den Bulgur heben und mit den restlichen Zutaten würzen. Einige Stunden durchziehen lassen und servieren.
Der Salat eignet sich gut als Beilage zum Grillen, für ein Picknick oder auch für eine Party. Er sieht nicht nur appetitlich aus, sondern schmeckt auch noch hervorragend. Nach dem gleichen Rezept kann man übrigens auch einen Couscous-Salat zubereiten. Einziger Unterschied ist, dass der Couscous kurz aufgekocht werden muss.
Couscous
Wie immer hatte ich natürlich viel zu viel vorbereitet, so dass wir noch Tage, nachdem unsere Freunde abgereist waren, zu essen hatten.