Schoko-Spekulatius-Trüffel

… nach Johann Lafer aus den Lindt-Rezeptseiten

Advent 1

Ihr Lieben, heute ist der erste Advent und langsam wird es Zeit für die Weihnachtsbäckerei. Na gut, „Bäckerei“ kann man das folgende Rezept nun nicht gerade nennen. Aber die Trüffel dürfen auf jeden Fall mit auf den bunten Teller. Sie sind auch für ungeübte Bäcker/innen einfach herzustellen, und köstlich schmecken sie sowieso.
Zubereitung:
200 g Gewürzspekulatius in einem Gefrierbeutel mit den Nudelholz zerbröseln.
75 g weiche Butter mit
30 g Puderzucker schaumig rühren.
200 g feine Schokolade (Vollmilch oder Halb & Halb Vollmilch und Zartbitter) im Wasserbad schmelzen,
kurz abkühlen lassen und nach u. nach unter die Buttermasse rühren.
Spekulatiusbrösel darunterheben, mit mindestens
3 EL Amaretto abschmecken. Masse 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Ca. 30 walnussgroße Kugeln formen (Das geht am besten in einem kühlen Raum.)
Die Kugeln noch einmal etwa 1 Stunde kühlen.
In Kakao wälzen und in Pralinen-Kapseln setzen. Kühl aufbewahren.
 Spekulatius
Wir wünschen Euch einen schönen 1. Advent und eine besinnliche Adventszeit.

Flusskrebs-Curry mit Avocado und Grapefruit – dazu Pasta

Ihr Lieben,

meine Freundin Alwy und ich hecken etwas aus. Etwas Weihnachtliches. Ohne jetzt mehr verraten zu wollen 🙂

Na ja, auf jeden Fall habe ich dafür mal wieder in der Küche experimentiert – auf Basis eines Rezepts, das ich mal aus einer Zeitschrift ausgerissen und mit dem Smartphone abfotografiert hatte. Und dann hab ich einfach hier ein bisschen was geändert und dort etwas anderes gemacht… Und herausgekommen ist ein durchaus gesellschaftsfähiges Gericht. 🙂

Ihr braucht (für 4 Personen):

2 Avocados

1 Grapefruit

1 Bio Zitrone

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Stück Ingwer (in etwa so groß wie eine Knoblauchzehe)

1 (besagte) Knoblauchzehe

2 Päckchen Flusskrebsfleisch

1 Becher Sahne

1 TL Curry (ein paar Chiliflocken nach Belieben)

1 Paket Nudeln

etwas Basilikum

Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und sie nach Packungsanweisung al dente kochen.

Die Grapefruit filettieren (mit dem Messer schälen, bis die weiße Haut komplett entfernt ist und dann die Filets herausschneiden). Die Avocados in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Beides in eine Schüssel geben, den Saft einer halben Zitrone dazugeben, beiseite stellen.

Die Frühlingszwiebeln in feine Scheibchen schneiden, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken (oder durch eine Presse drücken), in einer Pfanne mit Olivenöl alles andünsten.

Das Flusskrebsfleisch dazugeben, kurz mitbraten, dann den Curry und ggf. den Chili dazugeben und kurz anrösten, bis er duftet. Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen, dann mit Sahne aufgießen.

Einmal aufkochen lassen, dann die Avocados und Grapefruit dazugeben. Ein paar Esslöffel von dem Nudelwasser dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in die Pfanne mit der Sauce geben, alles vermengen und mit gehacktem Basilikum garnieren. Voila 🙂

pasta

Ich hatte mich übrigens für Frischei-Nudeln aus dem Kühlregal entschieden, was aber gar nicht so einfach war, da ich ein „Keine-Eier-aus-Bodenhaltung“-Prinzip habe.

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Bei einer einzigen Sorte wurden statt Bodenhaltungs-Eiern Freiland-Eier verwendet. Bio wäre zwar noch idealer, aber na ja. Jedenfalls musste ich jede einzelne Sorte aus dem Regal nehmen und die Rückseite durchlesen. Warum kann man so eine Info nicht auf die Vorderseite schreiben? Jedenfalls erspare ich Euch die Suche, die Marke heißt Steinhaus 🙂

Roggen-Dinkel-Brot mit Sauerteig

Eigentlich hätte ich viel lieber Elisenlebkuchen gebacken, aber mein Brot ging zur Neige. So blieb mir nichts anderes übrig, als die Weihnachtsbäckerei vorerst noch ein wenig zu verschieben und frisches Brot zu backen. Diesmal sollte es zur Abwechslung ein kräftiges Sauerteigbrot sein, denn ich liebe Sauerteigbrot. Mit Sauerteig-Extrakt ist es leicht zu backen.
Die Zutaten:
50 g grob geschrotete Bio-Sonnenblumenkerne
50 g grob geschroteter Bio-Leinsamen
400 g Vollkorn-Roggenmehl (aus frisch gemahlenem Bio-Roggen)
200 g Vollkorn-Dinkelmehl (aus frisch gemahlenem Bio-Dinkel)
1 Pckg. Bio-Sauerteig-Extrakt
1 1/2 TL Salz
1/2 Würfel Frischhefe
1 Becher Bio-Joghurt natur (150 g)
1 EL Bio-Apfelessig
400 g lauwarmes Wasser
Die Zubereitung ist ganz einfach:
Backofen auf 50 °C vorheizen.
Sonnenblumen- und Leinsamenschrot in 200 ml Wasser einweichen.
Die Hefe mit etwas lauwarmem Wasser auflösen.
Die trockenen Zutaten vermischen.
Alles zur Mehlmischung hinzufügen und mit den Knethaken gründlich zu einer homogenen Masse vermengen.
Teig etwa 3 Minuten durcharbeiten, dann mit einem Teigschaber vom Rand zur Mitte schieben. Wichtig: Vollkornteig muss kleben!
Teig
Schüssel abdecken. Backofen ausschalten.
Backofentür öffnen und die Schüssel auf einem Korkuntersetzer o.Ä. in den warmen Backofen stellen (siehe meine Erklärung beim Hefezopf).
Nach 45 – 60 Minuten den gegangenen Teig wieder mit dem Teigschaber ringsum vom Schüsselrand in die Mitte drücken, um die Luft herauszudrücken.
Teig in eine gefettete Kastenform füllen. Das geht am besten mit dem Teigschaber (Damit der Teig nicht daran festklebt, kann man den Teigschaber vorher mit kaltem Wasser abspülen.)
Brot gegangen
Backofen auf 225 °C vorheizen. Sobald er die Temperatur erreicht hat, die Kastenform zus. mit einem feuerfesten Gefäß mit Wasser hineinstellen.
Nach 15 Min. die Temperatur auf 175 °C zurückstellen und weitere 45 Min. backen. Das Brot danach noch 10 Min. im ausgeschalteten Backofen lassen.
Brot herausnehmen, nach einigen Minuten auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen.
Brotscheibe
Schon der köstliche Duft lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dieses Brot schmeckt wesentlich kräftiger als das Dinkel-Möhrenbrot, das ich zuletzt gebacken habe. Und mehr Bio geht nun wirklich (fast) nicht mehr!
Wer weiß, vielleicht wage ich mich irgendwann einmal an „richtigen“ Sauerteig. Doch nun ist erst einmal die Weihnachtsbäckerei an der Reihe!

Erntedank-Special mit großem Finale…

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… Süßkartoffel-Curry mit Garnelen

Seit einiger Zeit habe ich die Süßkartoffel für mich entdeckt. Sie ist allerdings ziemlich teuer: für ein Kilo bezahlt man schon einmal gut und gerne 3,99 €. Damit sie kein Essen für besondere Gelegenheiten bleibt, kam ich auf die Idee, sie selbst anzupflanzen. Nachdem ich mich im Internet rauf- und runtergelesen hatte, wagte ich den Versuch. Das Ergebnis meines Tests könnt Ihr auf dem Bild sehen.
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Ich bin schon ein wenig stolz. Holunder-, schwarze Johannisbeeren und Nüsse wachsen ja quasi von alleine. Aber für Süßkartoffeln muss man Setzlinge ziehen, sie dann einpflanzen und reichlich gießen. Ein warmes Plätzchen ist ein unbedingtes Muss. Für ein Gemüse, das eigentlich nur in warmen Gegenden wächst, finde ich meine erste Ernte gar nicht schlecht.
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Süßkartoffeln schmecken ein wenig wie Möhren und ein wenig wie Kartoffeln. Obwohl sie mit den Kartoffeln gar nicht verwandt sind, kann man sie wie diese verwenden und auch die gleichen Gerichte daraus zubereiten. Sie sind sehr gesund und haben einen niedrigeren glykämischen Index, d.h. sie lassen den Blutzuckerspiegel nicht so hoch ansteigen, was gut für die Figur ist. Außerdem haben sie fast doppelt so viel Vitamin C wie Kartoffeln. Und sie enthalten reichlich Inulin (nicht Insulin!). Inulin ist Nahrung für die Darmbakterien, was sich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Vor allem aber sind Süßkartoffeln megalecker, wie ich finde. Als Beilage esse ich sie am liebsten in Kokosöl gedünstet oder im Ofen gebacken.
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Süßkartoffel und Kokos sind nach meinem Geschmack sowieso ein Traumpaar. Deshalb hier ein Rezept für ein Curry mit Kokosmilch.
Für 4 Personen benötigt man:
2 große Süßkartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
2 EL Kokosöl
2 EL guten Curry
Salz, Pfeffer
1 Dose ungesüßte Kokosmilch
1 Schuss Weißwein
400 g Bio-Garnelen
Die Zwiebel klein schneiden, Knoblauch und Ingwer klein hacken oder durch die Presse drücken;
zusammen in dem Kokosöl glasig dünsten.
In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen, mit einem großen Messer in Stücke schneiden,
zu der Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben und weitere 5 Minuten dünsten.
Den Curry hinzufügen, alles gut vermischen und bei kleiner Hitze kurz anrösten, bis er duftet.
Mit Salz und Pfeffer herzhaft würzen. Die Kokosmilch hinzufügen. Alles gut verrühren. Den Weißwein hinzufügen.
Den Deckel auflegen und das Curry köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind (ich mag sie am liebsten, wenn sie noch etwas Biss haben).
Die Garnelen vorsichtig unterheben, bei geringer Hitze ein paar Minuten garziehen lassen – und alles servieren.
Guten Appetit!
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Nächstes Jahr will ich versuchen, meinen Ertrag zu steigern. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wie und ob es mir gelingt.

Kirschtorte auf Nussboden ohne Mehl

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Als ich vor vielen Jahren unseren Garten anlegte, wollte ich gerne eine Korkenzieher-Haselnuss pflanzen. Die knorrigen Zweige sind ohne Blätter, also im Winter und im Frühling sehr dekorativ. Doch die meisten dieser Pflanzen, die in den Gartencentern angeboten wurden, waren mir damals zu teuer. Schließlich ist die Anlage eines Gartens ja nicht gerade billig. Irgendwann fand ich dann doch eine Pflanze, die für uns erschwinglich, ja geradezu ein Schnäppchen war. Als ich sie aus dem Topf nahm, um sie in das ausgegrabene Pflanzloch zu setzen, verflog meine Euphorie aber sofort: da waren fast keine Wurzeln zu sehen. Hoffentlich stellte sich das vermeintliche Schnäppchen nicht als Reinfall heraus!
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Mein Ehrgeiz war nun aber geweckt. So schnell wollte ich nicht aufgeben, also hegte und pflegte ich mein Pflänzchen. Vor allem wurde es oft und reichlich gegossen. Und siehe da: Mein Haselnuss-Strauch wuchs und gedieh, wurde immer größer und schöner. Nach etlichen Jahren, als er zu einer stattlichen Größe herangewachsen war, entdeckte ich dann die ersten Nüsse. Dass der Strauch Nüsse tragen könnte, war mir vorher gar nicht in den Sinn gekommen. Wie erfreulich!
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Nun ernten wir schon seit einigen Jahren, was uns die Eichhörnchen übrig lassen, und das ist nicht gerade wenig. Doch so viele Nüsse wie in diesem Jahr hatten wir noch nie. Wie gut, dass ich ein ausgesprochener Nussfan bin!
Heute verrate ich Euch ein Rezept für eine Nusstorte ganz ohne Mehl, die schnell und einfach zuzubereiten ist. Nussfans werden sie lieben.
Zutaten:
125 g gemahlene Nüsse
200 g Zucker
50 g dunkle Schokolade, z.B. Blockschokolade, geraspelt, und zusätzlich noch etwa 2 EL für die Dekoration
3 Eier, getrennt
2 Gläser Sauerkirschen
etwa 1 EL Speisestärke
1 Becher Schlagsahne
1 Pck. Vanillezucker
1 Sahnesteif
Das Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen.
Dann Eigelb und Zucker schaumig schlagen, Nüsse und Schokolade und zuletzt den Eischnee unterheben.
Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen.
Bei 175 °C ca. 30 – 35 Minuten backen.
Backpapier abziehen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Sauerkirschen abtropfen lassen. Etwa 1/12 Tassen Saft mit Speisestärke aufkochen und andicken; die Kirschen hinzufügen.
Kirschmasse auf dem Nussboden verteilen.
Nach dem Erkalten Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen, auf den Kirschen verstreichen und mit den zurückbehaltenen Schokoraspeln bestreuen.
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Die Torte auf dem Bild hat übrigens meine Freundin Helga gebacken. Sieht sie nicht lecker aus?

Erntedank-Special – Holunder-Pflaumen-Marmelade

erntedank
Kürzlich kaufte ich eine Schale mit Pflaumen. Glänzend und beinahe schwarz hatten sie mich richtiggehend „angelacht“. Als ich sie jedoch zu Hause probierte, hätte ich sie am liebsten gleich wieder zurückgebracht. So etwas Geschmackloses war mir schon lange nicht mehr untergekommen. Vielleicht würden sie noch etwas nachreifen? Ich hätte es wissen müssen: Pflaumen, die nach gar nichts schmecken, werden auch nach ein paar Tagen nicht besser. Kompott? Mit etwas Zucker, Zimt und Zitronensaft gekocht, waren sie dann doch genießbar. Nun hatte ich aber immer noch einige der appetitlich aussehenden Früchte übrig. In Verbindung mit Holunderbeersaft als Konfitüre könnte es gehen. Holundersaft hatten wir noch genug im Gefrierschrank. Der muss sowieso entlastet werden, damit ich ihn demnächst abtauen kann.
Hol-Pfl.XIX
Ich entfernte den Stein aus den Pflaumen, schnitt sie in Stücke und wog sie ab. Es waren 500 g, die ich mit derselben Menge Gelierzucker und zwei EL Wasser verrührte und kurz aufkochen ließ.
Zu den 750 ml Holundersaft gab ich ebenfalls 500 g Gelierzucker, fügte die aufgekochten Pflaumen sowie ein etwa 3 cm langes Stück Zimtstange und ein Eckchen Sternanis hinzu. Dann kochte ich das Ganze auf und ließ es unter ständigem Rühren etwa 15 Minuten kochen. Zwischendurch schmeckte ich die Masse mit dem Saft einer halben Zitrone ab. Die Gelierprobe am Kochlöffel und auf einem Teller war allerdings nicht zufriedenstellend und wurde auch nach weiteren 5 Minuten nicht besser. Also verrührte ich 1 EL Zucker mit 2 EL Apfelpektin-Pulver und rührte dies unter die kochende Konfitüre. Nach einer weiteren Minute war ich mit der Gelierprobe zufrieden. Ich entfernte die Gewürze und füllte die Konfitüre in die mit kochendem Wasser sterilisierten und bereitgestellten Twist-off-Gläser.
Holunder-Pflaume
Und wer hätte das gedacht? Als wir die Konfitüre am nächsten Morgen probierten, da wusste ich: das wird in dieser Saison meine Lieblingsmarmelade!
Ob wohl noch welche für Geschenke übrig bleiben werden?