Roggen-Dinkel-Brot mit Sauerteig

Eigentlich hätte ich viel lieber Elisenlebkuchen gebacken, aber mein Brot ging zur Neige. So blieb mir nichts anderes übrig, als die Weihnachtsbäckerei vorerst noch ein wenig zu verschieben und frisches Brot zu backen. Diesmal sollte es zur Abwechslung ein kräftiges Sauerteigbrot sein, denn ich liebe Sauerteigbrot. Mit Sauerteig-Extrakt ist es leicht zu backen.
Die Zutaten:
50 g grob geschrotete Bio-Sonnenblumenkerne
50 g grob geschroteter Bio-Leinsamen
400 g Vollkorn-Roggenmehl (aus frisch gemahlenem Bio-Roggen)
200 g Vollkorn-Dinkelmehl (aus frisch gemahlenem Bio-Dinkel)
1 Pckg. Bio-Sauerteig-Extrakt
1 1/2 TL Salz
1/2 Würfel Frischhefe
1 Becher Bio-Joghurt natur (150 g)
1 EL Bio-Apfelessig
400 g lauwarmes Wasser
Die Zubereitung ist ganz einfach:
Backofen auf 50 °C vorheizen.
Sonnenblumen- und Leinsamenschrot in 200 ml Wasser einweichen.
Die Hefe mit etwas lauwarmem Wasser auflösen.
Die trockenen Zutaten vermischen.
Alles zur Mehlmischung hinzufügen und mit den Knethaken gründlich zu einer homogenen Masse vermengen.
Teig etwa 3 Minuten durcharbeiten, dann mit einem Teigschaber vom Rand zur Mitte schieben. Wichtig: Vollkornteig muss kleben!
Teig
Schüssel abdecken. Backofen ausschalten.
Backofentür öffnen und die Schüssel auf einem Korkuntersetzer o.Ä. in den warmen Backofen stellen (siehe meine Erklärung beim Hefezopf).
Nach 45 – 60 Minuten den gegangenen Teig wieder mit dem Teigschaber ringsum vom Schüsselrand in die Mitte drücken, um die Luft herauszudrücken.
Teig in eine gefettete Kastenform füllen. Das geht am besten mit dem Teigschaber (Damit der Teig nicht daran festklebt, kann man den Teigschaber vorher mit kaltem Wasser abspülen.)
Brot gegangen
Backofen auf 225 °C vorheizen. Sobald er die Temperatur erreicht hat, die Kastenform zus. mit einem feuerfesten Gefäß mit Wasser hineinstellen.
Nach 15 Min. die Temperatur auf 175 °C zurückstellen und weitere 45 Min. backen. Das Brot danach noch 10 Min. im ausgeschalteten Backofen lassen.
Brot herausnehmen, nach einigen Minuten auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen.
Brotscheibe
Schon der köstliche Duft lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dieses Brot schmeckt wesentlich kräftiger als das Dinkel-Möhrenbrot, das ich zuletzt gebacken habe. Und mehr Bio geht nun wirklich (fast) nicht mehr!
Wer weiß, vielleicht wage ich mich irgendwann einmal an „richtigen“ Sauerteig. Doch nun ist erst einmal die Weihnachtsbäckerei an der Reihe!
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7 Kommentare zu “Roggen-Dinkel-Brot mit Sauerteig

  1. Lecker! Ich kann es hier schon riechen. Und von meinem „echten“ Sauerteig schieb ich dir was durch die Leitung. Melde dich, bei Bedarf schicke ich dir gerne etwas von meiner Trockensicherung!
    Liebe Brotbackende Grüße
    Guido

    • Das ist superlieb von Dir. Ich komme gerne darauf zurück. Aber wohl erst im neuen Jahr. Denn ich möchte mich vorher doch etwas einlesen. Das schaffe ich vor Weihnachten nicht mehr. Vielen Dank und auch Dir gutes Gelingen weiterhin.
      Liebe Grüße
      Brigitte

  2. Hallo Brigitte,
    auch wenn das Rezept schon etwas älter ist: Vielen lieben Dank für diesen Post!
    Ich habe schon zwei fehlgeschlagene Backversuche mit dem Alnatura Sauerteig-Extrakt hinter mir und mir kam so langsam der Gedanke, dass es vielleicht an meiner Unfähigkeit liegen könnte ein Brot mit hohem Roggenanteil zu backen.
    Du hast mir diesen Gedanken genommen, ich danke Dir! Das Brot ist unheimlich gut geworden und wirklich verdammt lecker (habe es gestern gebacken und heute ist es schon halb auf… und ich bin der alleinige Vernichter :D).
    Ich habe das Brotrezept „verdreiviertelt“, da ich nur eine kleine Kastenform habe. Ist meines Erachtens nach eine gute Menge für die Form.
    Weiterhin habe ich frisch gemahlenes Mehl und Sojajoghurt genommen, hat auch alles wunderbar geklappt. Einzige Abweichung war, dass ich das Brot nach dem Umfüllen in die Kastenform auch noch etwa 15min habe gehen lassen. Die Zeit könnte ich beim nächsten Mal noch etwas verlängern, vielleicht wird es dann noch etwas „fluffiger“.

    Ich richte letztendlich nochmal meinen Dank aus, freue mich auf gutes Brot zum Frühstück und wünsche ein schönes Wochenende 🙂

    • Liebe Maren,
      habe heute erst Deinen Kommentar gelesen und mich nichtsdestotrotz sehr darüber gefreut – vor allem, dass Dir das Brot so gut gelungen ist. Ich experimentiere jedes Mal mit dem Teig: das letzte Mal habe ich noch etwa 2 EL Chia-Samen mit den anderen Körnern zusammen eingeweicht. Auch ich esse es alleine, friere es allerdings scheibenweise ein und nehme es nach Bedarf heraus.
      Was die Lockerheit des Teiges angeht, so habe ich festgestellt, dass es fluffiger wird, wenn der Teig beim ersten Gehen etwas länger gehen darf. Ich heize den Backofen vor, sobald er in der Backform ist, und wenn die Backhitze erreicht ist, stelle ich sie hinein. Bei mir klappt es so am besten. Du wirst sicher noch herausfinden, wie es bei Dir optimal ist.
      Ich wünsche Dir jedenfalls noch weiter viel Erfolg beim Backen und freue mich, wenn Dir wieder einmal ein Rezept von uns gefällt.
      Liebe Grüße
      Brigitte

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