Glutenfreie Buchweizen-Haselnuss-Torte

Medaillon Mama
Ihr Lieben,
an dieser Stelle sollte eigentlich ein Artikel über meine Erfahrungen mit dem „Teepilz“ Kombucha stehen. Der ist aber leider irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets verschwunden.
Als Trost für Euch hier nun ein Rezept für eine große, saftige, glutenfreie Buchweizen-Torte.
Das Original-Rezept steht in „Das Hüftgold-Backbuch“ von Florian Lechner. Ich habe es – natürlich – ein wenig abgewandelt.
Die Zutaten für den Kuchen:
250 Butter, zimmerwarm
200 g Zucker (wer es gerne süßer mag, nimmt 250 g)
6 Eier
250 g gemahlene Haselnüsse
250 g Buchweizenmehl
2 EL Speisestärke
1 Pck. (glutenfreies) Backpulver
1 Pck. Schokoladenblättchen
2 Äpfel
Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze leicht anrösten, bis sie duften. Dann abkühlen lassen.
Backofen auf 160 °C vorheizen.
Butter und Zucker mit dem Handrührgerät gut verrühren. Die Eier einzeln dazugeben und immer gut unterrühren.
Nüsse, Buchweizenmehl, Speisestärke, Backpulver und Schokoblättchen vermischen und unter die Buttermasse heben.
Die Äpfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel fein reiben. Ebenfalls unter den Teig heben.
Teig in eine gebutterte Springform (28 cm ø) füllen. Auf der untersten Schiene 1 Stunde backen.
Kuchen aus der Form lösen und auf einem Rost abkühlen lassen.
Die Zutaten für die Füllung:
2 Becher Sahne (400 g)
40 g Puderzucker
1 Pck. glutenfreies Sahnesteif (wenn die Torte nicht gleich gegessen wird)
1 Glas Preiselbeeren
Den erkalteten Tortenboden in der Mitte durchschneiden.
Den unteren Boden dünn mit Preiselbeeren bestreichen; 2 gehäufte EL Preiselbeeren in einer größeren Schüssel gut verrühren und beiseite stellen.
Puderzucker evtl. mit Sahnesteif vermischen. Die Sahne steif schlagen, Puderzucker während des Schlagens einrieseln lassen. Die Sahne vorsichtig unter die beiseite gestellten Preiselbeeren heben.
Einen Teil der Sahne auf den unteren Boden streichen. Den oberen Boden auflegen und die Torte mit der restlichen Sahne verzieren.
 Buchweizen Kuchen
Buchweizen ist nicht jedermanns Sache. Ich war überrascht, dass der strenge Geschmack in dieser Torte allerdings überhaupt nicht hervorkommt. Sie ist glutenfrei und auch für Menschen geeignet, die eine Weizenunverträglichkeit haben.
In der Zwischenzeit werde ich mit meinem Kombucha weiter experimentieren und Euch demnächst davon berichten. Versprochen!

Kunterbuntes Wintergemüse (à la Jamie Oliver)

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

zu Silvester hatte ich ja Gäste und zum Hauptgang gab es dieses Gemüse als Beilage.

Und gerade weil der Winter oft so grau und eintönig ist, macht diese Farbenvielfalt auf dem Teller richtig Spaß.

Die Vorbereitung ist aufwendig – hier handelt es sich definitiv nicht um ein schnelles Gericht nach Feierabend. Aber dafür schmeckt das Ergebnis genauso bunt und vielfältig, wie es auf dem Teller aussieht.

Gemuese

Los geht es also 🙂

Bevor Ihr mit der Schnippelei anfangt, sucht Euch die größte ofenfeste Form, die Ihr habt und stellt Euch eine mittelgroße Edelstahl-Schüssel und eine große Flasche Olivenöl bereit (Jamie Oliver liebt Olivenöl). Außerdem könnt Ihr schon den Ofen auf 190°C vorheizen.

Zur Zubereitung der Roten Beete und der lila Karotten empfehlen sich außerdem Gummihandschuhe 🙂

(Die Menge reicht locker für 8-10 Personen)

Für die Rote Beete:

5-6 Rote Beete (sauber geschrubbt, geviertelt)

3 Zweige Thymian

Knoblauch nach Belieben (Jamie verwendet 3-4 Zehen, mir haben 2 gereicht)

ein großer Spritzer dunkler Balsamico

Gebt die geviertelten Rote Beete, den Thymian und die zerdrückten Knoblauchzehen in die Edelstahlschüssel, dann kommen der Balsamico und ein Spritzer Olivenöl darüber. Alles gut vermischen und dann in eine Ecke der Form schichten.

Für den Kürbis:

1 Kürbis, in Spalten geschnitten und entkernt (Jamie hatte einen Eichelkürbis, ich habe ihn durch einen gewöhnlichen Hokkaido ersetzt)

1 TL gemahlene Koriandersamen

1 getrocknete Chilischote, gemahlen

2 Zimtstangen

5 zerdrückte Knoblauchzehen

3 Zweige Rosmarin

Gebt wieder alle Zutaten in die Schüssel, spritzt etwas Olivenöl darüber, rührt gut um und gebt alles in eine andere Ecke Eurer Form.

Für die Möhren und Pastinaken:

5 Karotten, geschält (ich hatte eine Mischung aus gelben, orangen und lila Möhren)

4 Petersilienwurzeln, geschält

Schale und Saft von 2 Clementinen

Gleiches Spiel: In die Schüssel, Olivenöl dazu, mischen und ab in die Form. Verfahrt mit dem restlichen Gemüse genauso.

Für die Roten Zwiebeln:

4 rote Zwiebeln, geschält und halbiert

3 Zweige Thymian

ein Spritzer Balsamico

Für die Rüben:

200 g Rüben, geschält und geviertelt (ich hatte schwarze und gelbe)

4 Lorbeerblätter

Muskat

Achtet darauf, dass alles Gemüse schön separat in der Form liegt.

Bedeckt die Form mit Alufolie und dann ca. 50 Minuten in den heißen Ofen. Je nach Größe Eures Gemüses kann es aber länger dauern oder eben auch nicht so lange. Stecht daher zwischendurch das Gemüse mit einem Messer an und testet, ob es schon weich ist.

Nach ca. 30 Minuten die Alufolie entfernen.

Zum Servieren alles schön bunt auf einer großen Platte anrichten, großzügig mit Salz und Pfeffer würzen, ggf. noch frische gehackte Kräuter darübergeben.

Unten seht Ihr das Bild von Jamie Oliver. Er serviert dazu Polenta, eine Art Pesto und eine Pilzsauce. (Wenn Ihr auf das Bild unten klickt, gelangt Ihr zum Originalrezept).

Veggie Arrosto Misto

Bei mir gab es Rosmarinkartoffeln und Roastbeef dazu.

Selbstgemachter Zwiebel-Hustensaft

Medaillon Mama
Es ist wieder einmal Erkältungs- und Hustenzeit.
Heute habe ich für Euch ein Rezept für einen selbstgemachten Hustensaft, den ich vor vielen Jahren in dem Buch „Hausapotheke“ von Apotheker M. Pahlow entdeckt habe. Er ist seitdem bei uns schon oft zum Einsatz gekommen. Besonders schnell hilft er bei beginnendem Husten, wenn die Bronchien wund sind und die Brust vom Husten schmerzt. Doch auch wenn der Schleim sich nicht lösen will, schafft er Linderung. Apotheker Pahlow schreibt: „Dieser Saft ist ein langerprobtes Hustenmittel … es bringt den Husten oft sogar über Nacht zum Verschwinden.“ Tatjana kann das bestätigen. (Anmerkung von Tatjana: Allerdings. Schmeckt grauenvoll, aber hilft!)
Hier nun das Rezept:
1 kleine Zwiebel fein hacken und mit 2 Esslöffeln Zucker vermischen. (Man kann auch Kandiszucker oder Honig verwenden.) Zur Geschmacksverbesserung füge ich noch je 1 Teelöffel Thymian und Fenchelsamen hinzu – beides probate Hustenmittel.
Etwa 100 ml Wasser zugeben, das Gemisch aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.
Den Ansatz auf der ausgeschalteten Herdplatte noch einmal 10 – 20 Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb gießen. Die Zwiebelstücke mit einem Teelöffel gut auspressen.
Nach Apotheker Pahlow soll man mehrmals täglich 1-2 Teelöffel davon einnehmen. Nach meiner Erfahrung wirkt der Hustensaft jedoch am besten, wenn man ihn trinkt, solange er noch warm ist. Ich koche ihn daher bei Bedarf drei mal täglich frisch.
Der Zwiebel-Hustensaft ist alles andere als eine kulinarische Offenbarung, wie das bei Medizin ja häufig der Fall ist. Wenn man sich aber überwinden kann, ihn zu trinken, merkt man meist schnell eine Besserung.
Für Diabetiker ist er allerdings nicht geeignet.
Kommt alle gesund durch die jecken Tage!
Sollte sich der Husten nach 3 Tagen nicht gebessert haben, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.

Ghee – oder einfach: Butterschmalz

Medaillon Mama
Bei meinem bengalischen Curry habe ich Ghee verwendet. Ghee ist eigentlich nichts anderes als gutes Butterschmalz. Viele Jahre habe ich außer Butter keine gehärteten Fette verwendet, weil es ja immer hieß, die seien so schädlich für die Blutgefäße usw. Mittlerweile weiß man aber, dass es auch gesunde gehärtete Fette gibt. Butterschmalz gehört dazu. Ich spreche vom selbstgemachten Butterschmalz. Die Inder wussten das schon lange. Ghee hat dort eine Jahrtausende alte Tradition und wird im Ayurveda sogar zur Behandlung von vielen Krankheiten eingesetzt. Auch die moderne Wissenschaft hat neuerdings herausgefunden, dass Ghee die Cholesterinwerte sogar senken und sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Werte auswirken kann. Selbst auf Hauterkrankungen wie Psoriasis soll es eine heilende Wirkung haben.
Doch nun zur Zubereitung. Es geht wirklich ganz einfach:
Ich lasse 500 g Butter in einem Topf, der mindestens die doppelte Menge fasst, bei mittlerer Hitze schmelzen und aufkochen. Sobald die Oberfläche mit weißem Schaum bedeckt ist, reduziere ich die Hitze, bis die flüssige Butter nur noch leicht brodelt. Ein Umrühren ist nicht nötig.
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Nach etwa 30 – 45 Minuten setzt sich ein goldbrauner Bodensatz ab (das ist die Molke) und die Flüssigkeit darüber wird durchsichtig und duftet herrlich nussig.
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Nun wird das flüssige Fett durch ein Sieb gegossen, das ich mit einem Papierküchentuch ausgelegt habe, und in einem sauberen Schraubglas aufgefangen und verschlossen. Es muss wirklich ganz klar sein, dann hält es sich bei Zimmertemperatur 2 – 3 Monate oder länger (wie lange, weiß ich nicht – ich habe es vorher immer aufgebraucht). Man mag es kaum glauben: es wird auch ohne Kühlung nicht ranzig, selbst in einem heißen Land wie Indien.
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Ganz wichtig ist, dass ihr das Ghee nicht in den Kühlschrank stellt: es würde sich Kondenswasser absetzen, das zu Schimmelbildung führt. Bei mir steht es neben dem Herd und habe es so immer griffbereit. Ich verwende es täglich, denn es ist nicht nur hocherhitzbar, sondern schmeckt außerdem vorzüglich. Ein Wiener Schnitzel in Butterschmalz gebraten ist einfach eine Köstlichkeit!

Umzugscurry – oder Rindfleischcurry auf bengalische Art

Medaillon Mama medaillon tatjana

Vorwort (von Tatjana): Ich bin umgezogen (was ein Stress) und Mama hat für alle freiwilligen Helfer gekocht. Es gab ein Curry – weil ich keine Lust hatte auf das omnipräsente Gulasch oder Chili. Und zum Nachtisch Zimtschnecken (aber die kennt ihr ja schon) 🙂

Und der Beitrag (von Brigitte):

Für die Verpflegung ihres Umzugsteams hatte sich Tatjana von mir statt der obligatorischen Gulaschsuppe ein Currygericht gewünscht. In meiner Rezeptesammlung wurde ich schließlich fündig und entschied mich für ein bengalisches Rindfleischcurry, das ich ein wenig unserem europäischen Geschmack angepasst habe. Man kann es natürlich sofort servieren, doch ich musste es aus zeitlichen Gründen schon zwei Tage vor dem Umzug zubereiten. Das Fleisch wurde dadurch ganz zart und die Gewürze konnten in dieser Zeit ihr Aroma noch besser entfalten. Vor dem Servieren habe ich es dann auf der Herdplatte bei geringer Hitze langsam erhitzt und noch einmal abgeschmeckt.
Die Zutaten für etwa 10 Personen:
2 kg Rindfleisch (Gulaschfleisch)
4 Zehen Knoblauch
6 mittelgroße Zwiebeln
2 große Dosen Tomaten, stückig
1 Stück Ingwer, daumengroß
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL Kurkuma
(1/2 TL Chili, nach Geschmack)
(1 frische Chilischote entkernt und kleingeschnitten, nach Geschmack)
3 – 5 EL guten Curry
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Das Fleisch in etwa 2×4 cm große, und 1 cm dicke Stücke schneiden. (Man kann natürlich auch fertig geschnittenes Gulasch nehmen. Mir sind die Stücke aber zu groß.)
Die Zwiebeln schälen und würfeln. Den Knoblauch ebenfalls schälen und würfeln oder durchpressen. Den Ingwer schälen und fein reiben.
In einem großen Schmortopf auf der Kochplatte etwa 5 EL Rapsöl oder Ghee (das ist indisches Butterschmalz) erhitzen.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer etwa 5 Minuten anbraten.
Die Gewürze 2 Minuten bei schwacher Hitze mitbraten, bis alles duftet.
Die Fleischstücke hinzufügen und bei starker Hitze unterrühren, bis alles gut vermischt ist
Die Tomaten und die Chilischote hinzufügen und untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Bräter in den Backofen stellen. Backofen auf 220 °C stellen. Nach 40 Minuten die Hitze auf 150 °C reduzieren und das Curry weitere 1 1/2 Stunden schmoren lassen.
Falls es nicht sofort serviert wird, erkalten lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
Das Curry eignet sich natürlich auch für eine Party. Die Zutaten lassen sich ganz einfach nach Anzahl der Gäste reduzieren oder erhöhen.
Liebe Kathrin, lieber Dirk, lieber Sandro: Ihr habt Euch gewünscht, dass ich das Rezept blogge. Hier ist es also.
Ganz herzlichen Dank noch einmal an alle Helfer, die uns so tatkräftig beim Umzug unterstützt haben.