Ein Stückchen Himmel auf Erden – luftige Eclairs mit Holunderblüten-Joghurt-Füllung und Himbeeren

medaillon tatjana

Vor einigen Wochen hatte ich mich zum ersten Mal an Brandteig für Eclairs versucht – mit mäßigem Erfolg. Zwei Lektionen habe ich beim ersten Versuch allerdings gelernt: 1. Eclairs und Windbeutel immer frisch machen und nicht über Nacht lagern. 2. Ein kleines bisschen Backpulver dazu geben, dann gehen sie auch auf.

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Das Grundrezept stammt aus dem guten alten „Backen macht Freude“ von Dr. Oetker, trotzdem habe ich das Rezept ein bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:

1/8 l Wasser

1/8 l Milch

50g Butter

180g Mehl

4-6 Eier

1 TL Backpulver

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Bei der Herstellung von Brandteig muss es schnell gehen. Achtet daher, bevor ihr loslegt, darauf, dass ihr Euch alles, was Ihr braucht, schon zurechtlegt.

Gebt das Wasser, die Milch und die Butter in einen Stieltopf und lasst alles einmal aufkochen. Dann den Topf von der Kochplatte nehmen und das Mehl, das Salz und das Backpulver auf einmal dazugeben. Zu einem glatten Kloß verrühren, wieder auf die Herdplatte geben und ca. 1 Minute lang unter Rühren abbrennen. Der Teig darf nicht mehr kleben und muss sich von selbst vom Topfboden lösen.

Dann in eine Rührschüssel geben und mit dem Rührgerät (Knethaken) nach und nach die Eier unterarbeiten bis der Teig glänzt und schwer reißend vom Löffel fällt. Er muss so geschmeidig sein, dass er sich gut durch einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle spritzen lässt. Ist der Teig zu zäh, lässt er sich nicht aufspritzen, ist er zu flüssig, verlaufen die Eclairs und Windbeutel auf dem Blech.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und Windbeutel oder Eclairs auf ein Backblech spritzen. Lasst genügend Abstand, die Eclairs gehen im Ofen noch auf.

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25-30 Minuten backen, die Backofentür zwischendurch nicht öffnen!

Die fertigen Windbeutel / Eclairs sofort durchschneiden und auf einem Rost abkühlen lassen.

Für die Füllung habe ich mich eines Rezepts aus einem unserer Lieblingsblogs bedient: Die Holunderblüten-Mousse von Herzelieb ist einfach ein Traum. Unter die fertige Creme habe ich noch gefrorene Himbeeren aus dem eigenen Garten gerührt. Ansonsten habe ich mich genau an das Rezept gehalten 🙂

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Mit der fertigen Creme die Windbeutel füllen, den Deckel wieder aufsetzen, ggf. noch mit Puderzucker bestäuben, et voila 🙂

Kirschenmichel auf Französisch – Clafoutis aux Cerises mit karamellisierten Mandeln

medaillon tatjana

Am Donnerstag bin ich seit langer Zeit einmal über den Stadtmarkt in Krefeld geschlendert, habe das frische Obst und Gemüse bewundert und mir einen frisch gepressten Orangen-Granatapfel-Saft gegönnt. An den frischen deutschen Süßkirschen konnte ich schließlich nicht vorbei gehen und habe ein Pfund mit zu meinen Eltern genommen.

Dort… hatte meine Mom ebenfalls ein Pfund Kirschen gekauft. Tja, wie sagt man? Zwei Doofe, ein Gedanke 🙂

Also musste ein Kilogramm Kirschen verarbeitet werden. Bei einer Freundin in München hatte ich vor einigen Jahren einmal einen französischen Auflauf mit Kirschen gegessen, den wollte ich jetzt nachbacken. Meister Google hat ein schönes Rezept vorgeschlagen, das habe ich wie immer ein bisschen abgewandelt. Der Butteranteil ist, typisch französisch, sehr hoch. Möchtet Ihr den Auflauf weniger mächtig, reduziert die Butter einfach 🙂

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Ihr braucht:

600g Süßkirschen, entsteint

150g Butter

180g brauner Zucker

75g Mehl

150g gemahlene Mandeln

Salz

1 TL gemahlener Piment

Mark einer Vanilleschote

2 Eier

150ml Milch

50g Mandelblättchen

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80g Butter zerlassen und leicht bräunen. Abkühlen lassen.

Mehl, 100g Zucker, gemahlene Mandeln, eine Prise Salz, Piment und Vanillemark in einer Schüssel vermischen. Die Eier mit der Milch verquirlen, mit der geschmolzenen Butter unter die Mehlmasse geben und zu einem glatten Teig rühren.

Eine Auflaufform fetten und ggf. dünn mit Zucker ausstreuen. Die Kirschen hineingeben, den Teig darüber verteilen.

Die restliche Butter schmelzen, mit dem Rest Zucker und den Mandelblättchen vermischen und auf dem Clafoutis verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei ca. 180°C backen. Laut Originalrezept braucht er 20-30 Minuten. Meine Form war allerdings höher und ich hatte ihn fast 45 Minuten im Ofen. Am besten zwischendurch mit der Stäbchenprobe überprüfen, ob der Teig noch klebt. Tut er das nicht und ist schön gebräunt, ist Euer Clafoutis fertig 🙂

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Abkühlen lassen oder warm genießen 🙂

Bunter Nudelsalat für heiße Tage und Parties

Medaillon Mama
Momentan gehen die Temperaturen bei uns rauf und runter, d.h. an einem Tag ist es brütend heiß, am anderen erreichen sie noch nicht einmal die 20-Grad-Marke. Nach der vergangenen Affenhitze von fast 40 °C können wir so aber immer wieder ein wenig durchschnaufen. Und auch der Kochherd sowie der Backofen kommen zeitweise wieder zum Einsatz. Doch sobald die nächste Hitzewelle naht, stellt sich für uns wieder die Frage, was auf den Tisch kommen soll. Meine Männer brauchen da nicht lange nachzudenken: Nudelsalat ist immer willkommen. Ich kann ihn auf Vorrat herstellen und mit ein paar Würstchen, einem Schnitzel etc. braucht man nicht lange in der Küche zu stehen und zu schwitzen. Und ob ich will oder nicht: irgendwie kommt am Ende immer mehr heraus, als ich eigentlich machen wollte. Ich habe nichts dagegen, denn so lässt sich das Anschalten einer unnötigen Wärmequelle wie der Herdplatte für ein paar Tage vermeiden.
nudelsalat Die Mengenangaben zu diesem Rezept sind nur Vorschläge; man kann sie ganz nach Belieben verändern, weitere Zutaten hinzufügen oder weglassen. Normalerweise verwende ich gerne viel frisches oder TK-Gemüse; doch wenn es ganz schnell gehen muss, könnt Ihr auch auf Dosenware zurückgreifen.
Für ca. 6 Portionen braucht Ihr:
1/3 Pckg. Gabelspaghetti (das sind etwa 200 g)
je 1 Tasse voll Erbsen und Mais, sowie eine rote Paprikaschote (oder alternative 1 Dose „Mexiko Mix“ 425 g)
1/2 Tasse kleingewürfelte saure Gurken
für das Dressing:
ca. 100 g Delikatessmayonnaise
1 EL Tomatenketchup, Chilisauce oder einen anderen Ketchup (nach Geschmack)
1-2 EL milden weißen Balsamico
Salz, Pfeffer, evtl. 1 Prise Zucker
etwas Wasser zum Verdünnen der Salatsauce
Die Gabelspaghetti nach Anweisung bissfest kochen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen und in eine Schüssel geben.
Das Gemüse mit ganz wenig Wasser und etwas Salz dünsten, abgießen und zu den Spaghetti geben. Abkühlen lassen.
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Aus den restlichen Zutaten ein dickflüssiges Dressing mischen, herzhaft abschmecken (etwas kräftiger, also Ihr normalerweise würzen würdet) und über Gemüse und Nudeln geben. Alles vorsichtig vermischen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren gegebenenfalls noch einmal abschmecken.
Wer mag, kann natürlich noch anderes Gemüse, gekochte Eier, kleingeschnittene Würstchen oder Fleischwurst, Kräuter, wie gehackte Petersilie, usw. dazugeben.
Der Salat schmeckt auch am zweiten oder dritten Tag noch.
Jetzt bleibt mir Euch und uns nur noch zu wünschen, dass wir alle die nächste Hitzewelle gut überstehen.

Salat mit Wasser- und Honigmelone, Feta und Minze

medaillon tatjana

Mein Dad ist jetzt Rentner. Und das musste natürlich gebührend gefeiert werden. Daher hatten wir am Wochenende Gäste. Und weil es heiß war, und wir zu Kaffee und Kuchen (die Rezepte folgen natürlich) eingeladen hatten, gab es am Abend nur ein paar leichte, erfrischende Snacks.

Und ich wollte unbedingt diesen Salat ausprobieren, da ich in diversen Blogs schon viel Schwärmerei gehört hatte.

Und er ist tatsächlich super lecker, erfrischend und leicht – und super schnell gemacht.

Hier also das Rezept.

Ihr braucht:

1/4 Wassermelone

1/2 Cantaloupe-Melone

1 Päckchen Feta

Saft von 2 Zitronen

4 TL Honig

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Frische Minze

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Die Melonen und den Feta in Würfel schneiden, die Minze hacken und darüber geben, aus dem Zitronensaft, dem Honig, Olivenöl, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren, abschmecken, über den Salat gießen, umrühren, fertig.

Super schnell, sag ich doch 🙂

The same procedure as every year – Aprikosenkonfitüre‏

Medaillon Mama
Zugegeben: es ist schon ein wenig verrückt, sich bei einer Außentemperatur von +38 °C an den Kochherd zu stellen, um Konfitüre zu kochen. Doch was sollte ich machen: am vergangenen Donnerstag fand ich die ersten passenden Aprikosen für meine Aprikosenkonfitüre. Dickfleischig müssen sie sein, und reif, fast schon überreif. Seltsamerweise hatte ich in diesem Jahr bis dato noch keine gefunden, die qualitativ und preislich auch nur annähernd in Frage kamen. Entweder sie waren hart wie eine Kartoffel oder sündhaft teuer. Bei einem Kilopreis von 7 Eure passe ich einfach.
Am Donnerstag nun entdeckte ich bei meinem Wocheneinkauf tatsächlich die perfekten Früchte zu einem annehmbaren Preis. 2 Kilo wanderten in meinen Einkaufswagen. Leider waren sie abgepackt und mit einem Netz umgeben, so dass ich erst zu Hause feststellte, wie reif sie bereits waren. Das bedeutete, sie mussten sofort verarbeitet werden, wollte ich nicht die Hälfte auf den Kompost werfen müssen.
Schwitzend stand ich also in der 28 Grad heißen Küche und ging ans Werk. Am Ende aber hatte ich 11 Gläschen voll köstlicher Aprikosenkonfitüre vor mir stehen, die sich zu dem Rest von 5 Gläsern letztjährigen gesellten. Dieselbe Menge noch einmal und unser Jahresbedarf dürfte wieder gedeckt sein. Ich hoffe nur, es muss nicht wieder an so einem heißen Tag sein!
Wie ich meine klassische Aprikosenkonfitüre zubereite, habe ich ja bereits im letzten Jahr beschrieben.