Ungewöhnlich. Lecker. Rote-Bete-Paste

Medaillon Mama
Zugegebenermaßen gehören Rote Bete nicht gerade zu meinen Favoriten in der Küche. Allerdings kannte ich sie auch nur sauer eingelegt, bis Tatjana anfing zu experimentieren. Für solch ein Experiment hatte ich eine Packung vorgegarte und vakuumverpackte Rote Bete gekauft, die sie natürlich verschmähte und frische nahm. Nun lagen die vorgegarten wochen-, wenn nicht monatelang im Keller, und je öfter ich sie sah, ein desto schlechteres Gewissen bekam ich. Wenn ich sie nicht bald verbrauchte, würde ich sie wegwerfen müssen. Das wollte ich aber auf keinen Fall. Glücklicherweise flatterte da mein monatliches Plus-Magazin ins Haus – mit einer Doppelseite voller Rote-Bete-Rezepte. Eines davon las sich sehr vielversprechend: Rote-Bete-Ketchup. Den konnte ich in Gläser packen, und eventuell an Bete-Liebhaber verschenken. Schnell und einfach sollte er außerdem zuzubereiten sein. Die Menge stimmte; also ran ans Werk!
Die Zutaten hatte ich im Haus:
300 g Rote Bete
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
30 ml Olivenöl
1 EL brauner Zucker
3 EL dunkler Balsamico
30 g Tomatenmark
Salz
(1 Msp. Wasabipulver)  (Selbst das war in meinem Vorratsschrank vorhanden!)
Frische Rote Bete werden gewaschen und in kochendem Wasser etwa 45 Minuten gekocht, bis sie sich leicht einstechen lassen. Abgießen, kurz kalt abschrecken und noch heiß pellen.
Rote-Bete
Meine waren ja bereits gekocht und geschält. Also begann ich, indem ich Zwiebel und Knoblauch schälte und in Würfel schnitt. Beides wurde im heißen Öl glasig gedünstet. Dann gab ich den Zucker dazu, ließ ihn karamellisieren und löschte das ganze mit dem Balsamico ab.
Anschließend wurden die Rote Bete grob zerkleinert und zusammen mit dem Zwiebel-Knoblauch-Mix sowie dem Tomatenmark mit dem Pürierstab zu Mus püriert. (Ich habe das in einem schmalen, hohen Gefäß gemacht, damit hinterher nicht die ganze Küche rot gesprenkelt war.) Im Topf wurde das Püree, das mittlerweile durch den Balsamico eine eher bräunliche Farbe angenommen hatte, mit Salz und dem Wasabi abgeschmeckt und noch einmal gerade eben aufgekocht. So heiß füllte ich es dann in gründlich ausgespülte Schraubgläser.
Gut verschlossen soll sich der „Ketchup“, der allerdings eine Paste geworden ist, mindestens 3 Monate halten.
Doch so alt wird sie garantiert nicht werden: mir schmeckt sie nämlich so gut, dass ich innerhalb von wenigen Wochen schon fast das zweite Glas leer gegessen habe. Sie passt, wie ich finde, zu fast allem: auf Brot, zu Käse, Fisch, Braten, Pommes frites etc. Selbst Tatjana, mein schärfster Kochkritiker, befand sie  für sehr lecker. Und das will wirklich etwas heißen!
Nun überlege ich ernsthaft, ob ich nicht demnächst auch einmal einen Rote-Bete-Kuchen backen soll. Man muss sich offensichtlich nur trauen …
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3 Kommentare zu “Ungewöhnlich. Lecker. Rote-Bete-Paste

    • Ich habe gerade auf Deine Webseite geschaut. Kräuter (bevorzugt aus meinem eigenen Garten) liebe ich ebenfalls. Da werde ich mir bei Dir noch so manche Anregung holen. Schade, dass Du so weit weg wohnst.
      Liebe Grüße
      Brigitte

      • Hallo Brigitte, …. bei Dir gibt es aber auch so manche tolle Idee zum Nachkochen! Ja schade, dass wir so weit entfernt auseinander wohnen, aber wer weiß, manchmal begegnet man sich schneller als man vorher glaubt. Liebe Grüße zurück, Alexia

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