Weihnachten wird grün – Matcha Kipferl

Medaillon Mama
Wie Tatjana ist es uns wohl allen schon einmal ergangen: es wird irgendetwas beworben, das besonders lecker oder gesund sein soll, und wir möchten das dann unbedingt ausprobieren. In Tatjanas Fall war es Matchatee, also ein zu Pulver zermahlener Grüntee. Eine wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele wird ihm nachgesagt. Die Haut soll er verbessern und beim Abnehmen helfen, indem er den Stoffwechsel anregt. Darüber hinaus soll er Diabetes vorbeugen und die Konzentration fördern. Bei so vielen Vorzügen musste sie das grüne Pulver einfach ausprobieren! Mit 80 °C heißem Wasser aufgegossen und schaumig gerührt, kostete sie das Gebräu dann voller Erwartung – und schüttelte sich. Nein, das war nun wirklich nicht ihr Ding! Von da an blieb die 30-Gramm-Dose Bio-Matcha, die ein kleines Vermögen gekostet hatte, unbeachtet im Vorratsschrank stehen.
Kipferl
Bis, ja bis Tatjanas Mama einen Artikel über die vielen anderen Einsatzmöglichkeiten für Matcha in der Küche las und beinahe zeitgleich bei „essen&trinken“ ein Rezept fand, das mich neugierig machte. Matcha-Kipferl als Alternative zu den traditionellen Vanillekipferln, das reizte mich. Die Matcha-Dose fand dann auch ihren Weg aus Tatjanas in meine Küche und schließlich fehlte mir nur noch eine Zutat, die ganz und gar nicht zu meinen normalen Vorräten gehört: eine Tonkabohne. Auf dem Weihnachtsmarkt in Aachen hatte ich Glück: der Gewürzstand führte auch Tonkabohnen. Nun konnte ich ans Werk gehen.
Für etwa 50 Matcha-Kipferl benötigt man diese Zutaten:
150 g Butter
1/2 Tonkabohne
3 gestrichene EL Matcha-Teepulver
1 Eigelb (im Originalrezept nicht angegeben)
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
150 g Mehl
30 g Speisestärke
150 g geschälte, fein gemahlene Mandeln
150 g feinster Zucker
Die Butter 30 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen.
Die Tonkabohne auf der Muskatreibe fein reiben. 1/4 TL davon beiseite legen.
Butter in Würfel schneiden, mit der restlichen Tonkabohne, dem Eigelb, dem Matcha-Pulver, Puderzucker und Salz mit dem Handrührgerät kurz vermengen.
Mehl, Stärke und Mandeln zugeben und kurz unterkneten, mit den Händen schnell zusammenkneten. Teig zu 2 Rollen formen und in Klarsichtfolie gewickelt mindestens 1 Stunde kalt stellen.
Die Rollen nacheinander aus dem Kühlschrank nehmen und in je 25 Scheiben schneiden. Mit leicht bemehlten Händen zügig zu Kipferln formen, mit Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Backbleche setzen. Wenn möglich noch einmal 10 Minuten kühl stellen (ich mache das immer auf der Terrasse).
Nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 190 °C auf der zweiten Schiene von unten je 12-13 Minuten backen.
Nach dem Herausnehmen noch 1 Minute auf dem Backblech liegen lassen.
Zucker und beiseite gelegte gemahlene Tonkabohne in einer flachen Schale mischen. Die Kipferl noch warm im Zucker wenden (Vorsicht: sie sind sehr zerbrechlich!). Auf einem Gitter abkühlen lassen.
In einer festschließenden Dose zwischen Pergamentpapier halten sie sich mindestens 2 Wochen.
Matcha
Die Kipferl schmecken leicht herb und nicht allzu süß. Wer es gerne süß mag, sollte mehr Puderzucker nehmen. Die Tonkabohne verleiht ihnen einen Hauch Bittermandel-Marzipan-Aroma. Alles in allem ein sowohl farblich wie auch geschmacklich außergewöhnliches Weihnachtsgebäck.
In dem Zeitungsartikel standen etliche Vorschläge, wie man Speisen mit dem grünen Pulver „aufpeppen“ kann, und da noch eine halbe Dose Matcha-Tee übrig ist, werde ich wohl die eine oder andere Anregung aufgreifen. Die kommenden Feiertage bieten ausreichend Gelegenheit dazu.
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Ein Kommentar zu “Weihnachten wird grün – Matcha Kipferl

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