Rinderfilet aus dem Ofen mit Knödelsternen

Medaillon Mama
In unserer Familie gibt es kein traditionelles Weihnachtsessen. Wir überlegen jedes Jahr aufs Neue, was an den Feiertagen auf den Tisch bzw. die Tafel kommen soll. Damit es für Einen nicht zu viel wird, teilen wir uns die einzelnen Gänge auf. Als Hauptgang sollte es diesmal an Heiligabend ein irisches Rinderfilet aus dem Ofen geben, das ich zubereiten würde. Tatjana wollte sich um das Dessert kümmern, ihr Bruder um die Vorspeise.
Beim Fleisch erlebte ich zunächst einmal eine Enttäuschung: das Filetstück, das ich extra vorbestellt hatte, sah nach dem Auspacken eher aus wie ein zerklüfteter Fleischberg. Aber es nützte ja nichts, ich musste das Beste daraus machen. Ohne viel Aufwand sollte der Braten zusammen mit Gemüse im Backofen langsam vor sich hin garen. Die Anregung dafür fand ich im Internet; vor Jahren hatte ich nach einem Rezept aus der Zeitschrift „essen und trinken“ schon einmal ein ähnliches Gericht gekocht. In der Zwischenzeit konnte ich dann die Knödelsterne zubereiten.
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Die Zutaten für 4 Personen:
700 g Rinderfilet
500 g TK-Champignons in Scheiben (frische Champignons gehen selbstverständlich auch)
5 Tomaten (am besten Eier- oder Flaschentomaten)
Butterschmalz zum Anbraten
150 g Creme fraîche
etwas Sahne
2 TL gemahlene getrocknete Steinpilze oder Steinpilzsalz
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe, geschält und durchgepresst
Der Backofen wurde auf 150 °C vorgeheizt, eine ofenfeste Auflaufform aus Glas gleich mit.
In der Zwischenzeit häutete und viertelte ich die Tomaten, die Kerne wurden entfernt und die Tomatenviertel beiseitegestellt.
Das Butterschmalz ließ ich in einer Pfanne ganz heiß werden und gab dann die Champignons dazu. Die Flüssigkeit, die sich in der Pfanne bildete, goß ich ab und briet die Champignons kurz an. Anschließend wurden sie in der Auflaufform mit den Tomaten vermischt und alles zusammen mit Salz und Pfeffer gewürzt. Die Mitte der Form ließ ich für das Bratenstück frei und stellte sie wieder in den Backofen.
Dann rieb ich das Rinderfilet mit Salz und Pfeffer ein. In der Pfanne ließ ich wieder etwas Butterschmalz heiß werden, briet das Filet von allen Seiten an und legte es zu dem Tomaten-Champignons-Gemisch in die Auflaufform.
Die Creme fraîche rührte ich mit etwas Sahne glatt, würzte sie mit dem Steinpilzsalz und der durchgepressten Knoblauchzehe und gab sie über das Gemüse.
Nach 30 Minuten reduzierte ich die Backofentemperatur auf 80 °C. Dadurch konnte ich in aller Ruhe die Knödelsterne zubereiten, ohne Gefahr zu laufen, dass der Braten zu trocken wurde.
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Für die Knödelsterne rührte ich 1 Pckg. Kartoffelknödel halb und halb nach Gebrauchsanweisung an (allerdings nahm ich 50 ml Wasser weniger als angegeben), ließ die Masse 10 Min. quellen und rollte sie anschließend zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie etwa 2 cm dick aus. Mit einem großen Stern-Ausstecher stach ich 10 Sterne aus. (Aus dem Rest Knödelteig formte ich normale runde Knödel.) Die Sterne wurden nach Packungsanweisung gegart, bis sie im Kochtopf an die Wasseroberfläche stiegen.
In der Zwischenzeit zerließ ich etwa 1 EL Butter in einer Pfanne und ließ darin 2 EL Semmelbrösel  vorsichtig goldbraun rösten. Die fertig gegarten und gut abgetropften Knödelsterne wurden darin gewendet und zusammen mit dem Rinderfilet angerichtet. (Man kann die Knödelsterne auch nur mit den gerösteten Semmelbröseln bestreuen.)
Übrigens hat es der ganzen Familie hervorragend geschmeckt, auch wenn die Filet-Scheiben nicht die übliche Form hatten.
Dennoch habe ich den Braten, den ich im rohen Zustand fotografiert hatte, noch nachträglich in der Fleischabteilung unseres Supermarktes beanstandet. Und ich war wirklich sehr angenehm überrascht, als ich ein ebenso schweres Stück Rinderfilet gratis als Wiedergutmachung bekam.
Es wurde gestern in Form von Steaks als Geburtstagsessen für Tatjana verspeist.
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