Sauerkrauttopf mit Hähnchenschenkeln

medaillon tatjana

Dank unserer letzt-herbstlichen Sauerkraut-Aktion, die wir hier beschrieben haben, gab es diesen Winter reichlich Sauerkraut auf unseren Tellern. Ich mag es am liebsten klassisch, nur kurz erwärmt und mit ein paar Zwiebelchen.

Dennoch hatte ich Lust, mal etwas anderes zu probieren. Und eines Tages passierte das Unfassbare: Ich hatte tatsächlich mal einen freien Samstag. Also auf zum Markt, Bio-Hähnchenschenkel und durchwachsenen Speck (natürlich ebenfalls Bio) besorgen und dann ab in die Küche.

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Ihr braucht:

200 g Möhrchen

4 kleine Zwiebeln

150 g durchwachsenen Speck

2 Hähnchenschenkel

1 Packung Sauerkraut (oder ein paar Handvoll eigenes)

ein paar Zweige Thymian

200 ml Wasser

Öl, Salz, Pfeffer

Zunächst die Möhrchen und die Zwiebeln schälen und in Scheiben bzw. Ringe schneiden.

Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen. Fangt den Saft am besten auf und trinkt ihn. Gesünder geht nicht 🙂

Den Speck in Würfel schneiden. Dann Öl in einem großen Bräter erhitzen. Den Speck scharf anbraten, herausnehmen. Die Hähnchenschenkel mit Salz und Pfeffer würzen und im ausgetretenen Fett des Specks ebenfalls scharf anbraten. Auch herausnehmen und dann das Gleiche mit den Möhrchen und den Zwiebeln machen. Der Thymian darf nun ebenfalls dazu.

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Dann das Sauerkraut zu dem Gemüse geben, mit 200 ml Wasser aufgießen und einmal aufkochen lassen. Dann legt ihr die Hähnchenschenkel auf das Sauerkraut und gebt das ganze zunächst mit Deckel in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Am besten stellt ihr Ober-/Unterhitze ein und stellt den Bräter auf einen Rost auf der unteren Schiene. Dann zugedeckt ca. 25 Minuten garen, anschließend den Deckel abnehmen und nochmal 20 Minuten offen weiterbrutzeln lassen.

Et voilà. Vor dem Servieren würde ich das Sauerkraut noch einmal probieren und ggf. mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Lieber nicht vorher würzen, durch den Speck wird das Ganze schon von selbst salzig.

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Brokkoligratin

Medaillon Mama
Gestern bescherte mir mein Garten wieder Frühlings-Glücksgefühle: ich erntete den ersten Bärlauch in diesem Jahr! Zusammen mit zwei Thymianblättchen, ein paar jungen Rosmarinnadeln und Thymianblättchen aus dem Kräuterbeet wurde er zu Kräuterbutter verarbeitet. Nicht zu vergessen, die ersten frischen Schnittlauchhälmchen. Um das zarte Bärlaucharoma nicht zu erschlagen, verzichtete ich diesmal auf Knoblauch und verwendete anstatt von Weinbrand einen Schuss Marc de Champagne (Tatjana möge mir verzeihen; das edle und teure Getränk gehört nämlich ihr.) Und: ich nahm Süßrahmbutter anstelle der „ordinären“ Sauerrahmbutter. Diese Kräuterbutter wäre auch Sterne-Restaurant-tauglich, wie ich meine!
Wie Kräuterbutter gehört auch Brokkoligratin zu unseren traditionellen Familiengerichten. Brokkoligratin kommt bei uns mehr oder weniger regelmäßig auf den Tisch und wird ausnahmsweise von allen Familienmitgliedern gerne gegessen. Es ist zugegebenermaßen ein wenig aufwändig in der Zubereitung, hat aber den Vorteil, dass man während der Garzeit schon die Küche in Ordnung bringen kann. So sind Abwasch und Aufräumen nach dem Essen ganz fix erledigt. Als Hausfrau sind mir Gerichte aus dem Backofen deshalb besonders lieb.
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Die Zutaten für 4 Personen:
6 – 8 mittelgroße Kartoffeln
1 Bund Brokkoli (500 g)
4 Möhren (wenn man mag)
granulierte Gemüsebrühe (natürlich ohne Geschmacksverstärker und andere künstliche Zutaten)
Für die Käsesauce:
50 g Butter
3 geh. EL Mehl
200 g Sahne
200 g Milch
120 g geriebener Käse (Gouda, Emmentaler etc., nach Geschmack)
Salz, Pfeffer
1 Prise geriebene Muskatnuss
Die Zubereitung:
Kartoffeln schälen, in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. In einem großen Topf zunächst nur so viel Wasser zum Kochen bringen, dass die Kartoffeln gerade bedeckt sind. Sobald das Wasser kocht, je 1 TL Salz und Gemüsebrühe hinzufügen und die Kartoffeln dazugeben. Leicht kochen lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
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In der Zwischenzeit den Brokkoli waschen, die Röschen und die Blätter vom Strunk schneiden, die Stiele ebenfalls.  Den Strunk schälen und vierteln; evtl. in kürzere Stücke schneiden. (Die Möhren schälen und in Stücke schneiden.)
Die garen Kartoffelscheiben mit einem Sieblöffel aus der Brühe in einen Durchschlag geben. Den Topf zu 3/4 mit Wasser auffüllen. Das Wasser salzen, wieder zum Kochen bringen. Den Brokkoli und evtl. die Möhren in das kochende Wasser geben. Sobald das Wasser wieder aufzuwallen beginnt, das Gemüse ebenfalls in einem Seiher gut abtropfen lassen.
Dann die Käsesauce zubereiten:
Dazu die Butter in einem Topf zerlassen, das Mehl zugeben und hell anschwitzen, bis es duftet. Mit Sahne und Milch ablöschen und unter ständigem Rühren aufkochen und 3 – 4 Minuten köcheln lassen. Den Käse unterrühren. Würzen und noch ein paar Minuten weiterköcheln lassen.
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Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die gut abgetropften Kartoffelscheiben in eine gebutterte Auflaufform geben, darauf den Brokkoli und evtl. die Möhren. Mit der Käsesauce begießen.
Im Ofen auf der untersten Schiene überbacken, bis die Oberfläche appetitlich braun ist. Das dauert etwas 20 bis 30 Minuten.
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Für eine schnelle Variante anstelle der Käsesauce:
450 g Creme fraîche mit 100 g geriebenem Gouda verrühren und auf dem Gemüse verteilen. Bei 200 °C überbacken.
Dazu schmeckt uns Nichtvegetariern, wie Ihr seht, ein Schnitzel oder auch ein Stück gebackener Fisch.

Ruck-zuck Last Minute Dessert für den Mädelsabend

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Ihr Lieben, it’s this time of the year again: „Germany’s Next Topmodel“.

Und ja, ich bin mir des Niveaus dieser Sendung definitiv bewusst. Aber es ist und bleibt nun mal Tradition. GNTM scheint die einzige Sendung zu sein, wo wir Mädels es seit Jahren schaffen, uns jeden Donnerstag zu treffen, zusammen zu essen, ein bisschen Sekt zu trinken und zu quatschen. Und so schauen wir jedes Jahr wieder zusammen. Dabei geht die Rolle der Gastgeberin immer rundum und letzte Woche war ich an der Reihe. Zur Hauptspeise hatte ich einen Chowder gemacht, der demnächst bestimmt auch hier erscheint und zum Dessert gab es dieses ultraschnelle Rezept.

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Ihr braucht:

1/2 Mango

150 g (TK)-Erdbeeren

ein bisschen Honig

ein bisschen Limettensaft

5 Schokoküsse

250 g Quark

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Die Mango schälen, grob würfeln und mit einem Spritzer Limettensaft und Honig im Mixer zu Püree verarbeiten.

In hübsche Gläser oder Dessertschalen füllen.

Das gleiche macht ihr mit den Erdbeeren und gießt das Püree vorsichtig auf das Mangopüree (oder andersherum, wie ich auf den Fotos gerade sehe).

Für die Creme die Schokoküsse von den Waffeln trennen und in einer Schüssel mit einer Gabel fein zermatschen. Den Quark unterrühren, die Creme auf die Fruchtpürees geben, mit den Waffeln dekorieren, fertig!

Super schnell, super easy, super lecker – und auch ganz schön mächtig, auch wenn es gar nicht so aussieht. 🙂