Grüner Spargel aus der Pfanne mit Süßkartoffel

Medaillon Mama

Deutschland ist wieder im Spargelfieber. Gemeint ist der weiße Spargel, der jetzt bei Vielen mehrmals wöchentlich auf den Tisch kommt. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich verständnisloses Kopfschütteln ernte, wenn ich hier bekenne: Der weiße Spargel gibt mir nichts. Da ich aus einem bekannten Spargelgebiet stamme,  weiß ich natürlich, wie viel Aufwand sein Anbau erfordert. Bei der Ernte muss jede einzelne Spargelstange von Hand gestochen werden. Und Spargel für eine 4-köpfige Familie zu schälen, ist ja nicht gerade mal eben getan. Weißer Spargel ist also durchaus immer noch ein sehr edles Gemüse, was sich auch an seinem Preis zeigt.

Dennoch bevorzuge ich den grünen, weil er aus meiner Sicht mehr Charakter, sprich Geschmack besitzt. So greife ich denn auch gerne zu, wenn ich frische Stangen sehe. Appetitlich grün müssen sie sein, fest und glatt, und nicht zuletzt müssen sie auch den Geruchstest bestehen. Sobald die feinen Köpfe anfangen zu verderben, beginnen sie nämlich richtiggehend zu stinken. Sollte der grüne Spargel meine Ansprüche erfüllen, schlage ich zu. Stehend wie ein Blumenstrauß in einem Glas bleibt er von einem Tag auf den anderen relativ frisch. Am liebsten aber schäle und blanchiere ich ihn gleich. In einem gut schließenden Gefäß hält er sich gut im Kühlschrank. Meine Spargelpfanne ist dann am nächsten Tag schnell fertiggestellt.

Die Zutaten für 2 Personen

für die Süßkartoffeln:

3-4 Süßkartoffeln

Rapsöl und 1 Stich Butter

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Schuß dunkler Balsamico-Essig

Salz, Pfeffer

für meine Spargelpfanne:

1 Bund grüner Spargel

4 Flaschentomaten

Rapsöl und 1 Stich Butter

1 Zweig Rosmarin

1 TL gekörnte Gemüsebrühe (wie immer natürlich ohne Geschmacksverstärker und sonstige künstliche Zusatzstoffe)

Salz, Pfeffer

Sumach (den bekommt man im türkischen Geschäft)

evtl. eine Prise Rauchsalz

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Zubereitung:

Ich beginne mit den Süßkartoffeln. Sie werden geschält und längs in Viertel geschnitten, die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe.

In einem Topf erwärme ich ein wenig Öl und einen Stich Butter bei mittlerer Hitze. Darin werden die Zwiebelringe ganz kurz angeschwitzt, dann kommen die Süßkartoffelstücke dazu. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen. Deckel auflegen und die Herdplatte auf kleinste Stufe zurückstellen.

Spargel:

Den holzigen Teil der Spargelstangen breche ich ganz einfach ab. Grüner Spargel hat eine „Sollbruchstelle“, d.h. er bricht automatisch genau oberhalb des holzigen Teils. Die unteren Drittel der Spargelstangen werden dann geschält. Den Spargel in etwas kochendem Salzwasser ein paar Minuten bissfest blanchieren und abgießen. Gut abtropfen lassen. (Das alles kann man auch schon am Vortag erledigen.)

Die Tomaten waschen und vierteln. Den grünen Blütenansatz entfernen. In einer Pfanne etwas Öl mit der Butter nicht zu heiß werden lassen. Rosmarinzweig und Spargel in die Pfanne geben und leicht braten. Die Tomaten dazugeben. Granulierte Gemüsebrühe hinzufügen, mit je einer Prise Pfeffer, Sumach und, wenn man den Rauchgeschmack mag, mit ganz wenig Rauchsalz würzen. Mit ca. 50 bis 100 ml Wasser ablöschen. Sobald der Spargel heiß ist, falls nötig mit Salz abschmecken. Die Fertigstellung dauert wirklich nur ein paar Minuten, und schon kann man den Spargel zusammen mit den Süßkartoffeln servieren.

Nichtvegetarier essen dazu ein Stück Fleisch oder Fisch.

Marmor-Quark-Kuchen

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Einer meiner Lieblingskuchen ist Käsekuchen. Das Einzige, was mir daran immer nicht so sehr gefallen hat, ist der Mürbeteig drumherum. Erstens verarbeite ich ihn nicht so gerne, und zweitens hat mein Magen wohl etwas gegen diese Verbindung von Butter, Zucker und Mehl. Deshalb habe ich schon lange nach einer Alternative für den herkömmlichen Mürbeteigboden gesucht – und bin kürzlich fündig geworden: Auf http://www.essen&trinken.de entdeckte ich nämlich einen Quark-Kuchen, der nicht nur außerordentlich lecker aussah, sondern mit einem Schoko-Rührteigboden gebacken war. Und weil Marmorkuchen ein Favorit unserer ganzen Familie ist, kam mir die Idee, ihn in einen Marmor-Rührteigboden abzuwandeln. Wegen meiner Laktoseintoleranz habe ich laktosefreien Quark genommen. Frischkäse und saure Sahne sind für mich kein Problem. Das Ergebnis? Unser neuer Familienlieblingskuchen.

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Die Zutaten

für die Quark-Füllung:

200 g Doppelrahmfrischkäse

250 g Magerquark

250 g saure Sahne

110 g Zucker

10 g Vanillezucker

25 g Speisestärke

2 Eier

für den Boden:

100 g weiche Butter

2 Eier

100 g Zucker

1 Prise Salz

160 g Mehl

1 TL Weinsteinbackpulver

1 gehäufter EL dunkles Kakaopulver

1 EL Rum

Zubereitung:

Eine Springform von 26 cm ø fetten.

Die Füllung ist schnell vorbereitet: Zunächst den Frischkäse in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren, Quark, saure Sahne, Zucker, Speisestärke und die beiden Eier hinzufügen und solange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Füllung beiseite stellen.

Für den Teig die Butter verrühren, Zucker und Salz hinzufügen und mit den Quirlen des Handrührgerätes schön schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Mehl mit dem Backpulver darübersieben und zügig mit der Eimasse vermischen.

Die Hälfte des Teiges mit einem Esslöffel in die Springform füllen, ohne ihn zu verstreichen. Unter den restlichen Teig den Kakao und den Rum rühren, ebenfalls in die Springform geben und grob glätten. Die Quarkmasse darübergeben.

Im nicht vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 175 °C Ober-/Unterhitze ca. 60 – 65 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Springform lösen.

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Meine Springform hat übrigens einen Glasboden, so dass ich immer kontrollieren kann, wie hell oder dunkel der Boden ist.

Ihr möchtet gerne unser Familienrezept für den Marmorkuchen? Lasst es uns einfach wissen.

Lecker und vielseitig: Sauce Bolognese

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Wer kennt sie nicht: Spaghetti Bolognese? Obwohl Sauce Bolognese in Italien niemals zu Spaghetti serviert wird, ist es hierzulande ein Klassiker in italienischen Restaurants und wohl auch in jeder Familie. Wenn es bei uns einmal schnell gehen muss oder wenn mir so gar nichts einfällt, was ich kochen könnte, dann gibt es Spaghetti Bolognese.
Für eine solche Gelegenheit habe ich meist eine Packung Rindergehacktes im Gefrierschrank, das sich sogar im gefrorenen Zustand super braten lässt. Ich lasse dazu eine Edelstahlpfanne richtig heiß werden und lege dann den gefrorenen Hackfleischblock hinein. Nur wenn es sehr mager ist, gebe ich ein wenig Olivenöl dazu. Das angebratene Hackfleisch kratze ich mit dem Kochlöffel immer wieder vom gefrorenen Block, bis alles aufgetaut ist. So bekommt das Fleisch eine schöne braune Kruste und eine wunderbares Röstaroma.
Dann kommen Zwiebel- und hin und wieder auch Möhrenwürfel dazu und dürfen zusammen mit dem Hackfleisch anbraten. Gewürzt wird mit gekörnter Gemüsebrühe (natürlich wie immer ohne künstliche Aromen und Geschmacksverstärker), Pfeffer und ganz zum Schluss erst mit Salz. Sobald alles schön körnig gebraten ist, lösche ich mit einer Packung passierter Tomaten ab und lasse das Ganze einige Minuten durchkochen. In der Zwischenzeit bereite ich die Spaghetti zu. Vor dem Servieren wird die Sauce noch einmal mit Salz und evtl. mit einer Prise Zucker abgeschmeckt. Das Ganze dauert keine halbe Stunde, und schon steht das Essen auf dem Tisch.
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Das Beste an der Sauce Bolognese ist für mich aber, dass man sie noch weitere leckere Gerichten aus ihr machen kann: Lasagne zum Beispiel. Einen Rest kann man aber auch noch anders verwerten:
Resteverwertung 1: Sauce Bolognese wird zu Chili con Carne
Für eine Hausfrau, die jeden Tag eine Familie zu versorgen hat, ist es ideal, wenn aus Resten ganz schnell etwas Neues wird. Übriggebliebene Sauce Bolognese, die nicht mehr für alle ausreicht, lässt sich ganz fix zu Chili con Carne verarbeiten. Mit einer Dose Kidneybohnen und ein paar zusätzlichen Kräutern und Gewürzen entsteht so ohne Aufwand etwas ganz Neues.
Für 4 Portionen benötigt man:
Etwa 1 1/2 Portionen fertige Sauce Bolognese
1 kleine Dose Kidneybohnen
1 rote Paprikaschote, falls vorhanden
eine Portion gegarte Erbsen und Maiskörner, falls vorhanden
außerdem Chilipulver, Cumin, gemahlenen Koriander, getrockneten Oregano und/oder Harissa-Gewürzmischung
Die Zubereitung ist ganz einfach:
Die Paprikaschote ich in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl andünsten. Dazu die Sauce Bolognaise, die abgetropften und abgespülten Kidneybohnen sowie die Erbsen und Maiskörner geben. Alles zusammen vorsichtig erhitzen und schließlich mit den Gewürzen nach Gusto abschmecken.
Wir essen am allerliebsten Reis dazu.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit von Sauce Bolognes ist überbackener Blumenkohl. Das Rezept verrate ich Euch ein andermal

Bunter Belugalinsen-Salat mit Mango und Black-Tiger-Prawns

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… oder wie ich meine Linsen-Phobie überwunden habe.

Denn eigentlich mag ich keine Hülsenfrüchte. Sie fühlen sich im Mund komisch an, schmecken gewöhnungsbedürftig und sehen meist auch nicht viel besser aus.

Aber da meine Kollegin und ich abwechselnd Mittagessen für uns beide vorbereiten und ich nach einer neuen Idee gesucht habe, dachte ich, ich probiere sie einfach mal. Außerdem betont Mama immer wieder, wie gesund Linsen doch sind, und dass ich sie öfter essen sollte.

Entschieden habe ich mich für diesen bunten Linsensalat mit Garnelen. Die Idee dahinter: Wenn ich die Linsen einfach mit so vielen leckeren Sachen überdecke wie nur irgend möglich, sind sie vielleicht gar nicht mehr so schlimm. Und ich hatte Recht!

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Hier also das Rezept:

Ihr braucht:

150 g Beluga-Linsen

Gemüse und Rohkost nach Wahl (Bei mir war es bunte Paprika, Gurke und Tomaten)

1 Mango

1 Limette

Black-Tiger-Prawns

1 Knoblauch-Zehe

frische Kräuter

Balsamico

gutes Olivenöl

Salz, Pfeffer

Wenn ihr gefrorene Garnelen nehmt, diese schon aus dem Gefrierfach holen und in einem Sieb mit eiskaltem Wasser abbrausen und auftauen lassen.

Die Linsen in der doppelten Menge gesalzenem Wasser bissfest garen. Das dauert ca. 20 Minuten. In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und fein würfeln, die Mange schälen und ebenfalls würfeln und die Kräuter hacken. Alles in eine Schüssel geben.

Die Linsen abkühlen lassen.

Die Mengen für das Dressing sind ca.-Angaben. Ich mache meine Salatsaucen immer frei Schn… Hand und schmecke so lange ab, bis ich mit dem Geschmack zufrieden bin. Aber an den Mengen unten könnt Ihr Euch orientieren.

Für das Dressing ca. 5 EL guten Balsamico, den Saft einer halben Limette und 1 EL Honig verquirlen (ich mache das im Cocktail-Shaker), die halbe Menge Wasser dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je besser euer Balsamico, desto besser auch euer Dressing 🙂 3 EL gutes Olivenöl dazu geben und alles über dem Salat verteilen.

Während dieser durchzieht, die Prawns braten. Ich habe tolle ungeschälte Bio-Garnelen bekommen, diese habe ich vor dem Braten nicht gewürzt. In das heiße Öl eine zerdrückte Knoblauch-Zehe geben und die Prawns kurz von beiden Seiten anbraten. Sie brauchen wirklich nicht lange, sobald sie die Farbe verändern, sind sie auch eigentlich schon fertig.

Kurz abkühlen lassen, schälen, mit Salz, Pfeffer und Limettensaft würzen und dekorativ auf den Linsensalat legen.

Et voilà.

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Der Salat ist leicht und frisch, die Linsen geben eine nussige Note dazu und machen satt. Balsamico und Linsen harmonieren wunderbar, genauso wie die Mango und der Honig.

Und die Garnelen sind das Tüpfelchen auf dem i. Mein Tipp: Investiert in richtig gute frische Garnelen. Der geschmackliche Unterschied zu Supermarkt-TK-Ware ist der Wahnsinn.