Resteverwertung 2: Sauce Bolognese wird zu Blumenkohlgratin

Medaillon Mama

Heute verrate ich Euch wie versprochen eine weitere Art, übbriggebliebene Sauce Bolognese zu verwerten, und zwar zusammen mit Blumenkohl. Man kann natürlich auch sofort die doppelte Menge Sauce Bolognese kochen …

Noch vielseitiger als Sauce Bolognese ist Blumenkohl. Für sich alleine etwas langweilig lassen sich mit ein paar weiteren Zutaten wahre Köstlichkeiten aus ihm zaubern, sogar Kuchen, wie man mir gesagt hat (Probiert habe  ich das aber noch nicht.)  Blumenkohl mit übriggebliebener Sauce Bolognese und Raclettekäse ergibt jedoch fast im Handumdrehen ein herzhaftes Gratin.

Die Zutaten für 4 Personen:

1 mittelgroßer Blumenkohl

ein ordentlicher Rest Sauce Bolognese (mind. 2 Tassen voll)

200 g Raclettekäse nach Wahl (französischer Raclettekäse schmeckt mild, schweizer herzhaft)

Zubereitung:

Den Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Den Backofen auf 225 °C vorheizen.

Blumenkohl 1

Die Sauce Bolognese in eine Auflaufform geben. Blumenkohlröschen darauf verteilen. Raclettekäse in Streifen schneiden, den Blumenkohl damit belegen. Im Backofen auf der mittleren Einschubleiste überbacken, bis der Käse hellbraun ist.

Dazu passen Salzkartoffeln, Reis, Brot etc., etc.

Das Rezeptidee stammt übrigens aus „Das große Buch der Blitzrezepte“ von essen & trinken, das ich mir vor vielen Jahren gekauft habe. Auch heute hole ich mir daraus noch so manche Anregung, wenn es wieder einmal schnell gehen muss.

Blumenkohl 2

Kunterbunte Frühlingspfanne

Medaillon Mama

Endlich gibt es wieder reichlich frisches heimisches Gemüse. Ich finde ja, dass Kohlrabi zum Beispiel nie wieder so gut schmeckt wie im Frühjahr. Na ja, und heimischen Spargel gibt es sowieso nur jetzt. Was liegt da also näher, als alles zusammen in einer gemischten Gemüsepfanne zu genießen? Für die Farbe sorgt bunter Paprika. Die Mengen könnt Ihr je nach Lust, Laune und Appetit variieren.

Die Zutaten für ca. 4 Personen:

1 Zwiebel

etwas Butter zum Andünsten

Öl

2 Kohlrabi, die zarten Herzblättchen beiseitelegen

1 Bund grüner Spargel

6 Stangen weißer Spargel

je 1 rote und gelbe Paprikaschote

1 EL granulierte beste Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt oder sonstige Zusatzstoffe)

Frühlingspfanne

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und kleinschneiden. In einer hohen Pfanne mit etwas Butter bei kleiner Hitze dünsten.

In der Zwischenzeit die Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Hitze ein wenig heraufschalten, die Kohlrabi zu den Zwiebeln geben, anschwitzen, zwischendurch umrühren.

Beim grünen Spargel die holzigen Enden abbrechen, das untere Drittel schälen.

Weißen Spargel ebenfalls schälen. Spargel in etwa 4 cm lange Stücke schneiden.

Die Paprikaschoten vierteln, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden.

Die Herzblättchen vom Kohlrabi kleinschneiden.

Herdplatte auf hohe Stufe stellen, das restliche Gemüse und die kleingeschnittenen Herzblättchen in die Pfanne geben. Alles zusammen unter Rühren kurz anbraten, mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer würzen. Mit etwa 50 ml  Wasser ablöschen. Hitze auf kleinste Stufe zurückschalten. Deckel auflegen und, je nach Belieben, mehr oder weniger weich dünsten lassen. Wer mag, kann vor dem Servieren noch kleingeschnittene Petersilie hinzufügen.

Fr.pfanne

Dazu passt Reis, Quinoa, Bulgur, Couscous, Fisch, Schnitzel, Steak oder, oder …

Die Spargelzeit geht bald zu Ende, also sputet Euch!

Giabatta mit Tomaten und Basilikum

Medaillon Mama

Unser Nachbar hat sich einen neuen Grill gekauft. Einen richtig edlen Gasgrill. Zum Geburtstag bekam er dann noch ein Grillseminar geschenkt. Er ist also jetzt Spezialist und lud uns an Christi Himmelfahrt zum Grillnachmittag ein.

Es war natürlich klar, dass ich meine selbstgemachte Kräuterbutter mitbringe. Außerdem besitze ich seit kurzem zwei neue Brotbackbücher: „Kapps Brot“ von Peter Kapp und „Brot“ von Bernd Armbrust. Beide Verfasser sind gelernte Bäcker und Meister ihres Fachs. Die Einladung war die Gelegenheit, ein Rezept auszuprobieren und das Brot ebenfalls mitzubringen. Ich entschied mich für Giabatta. Das passt immer zu Gegrilltem.

In den beiden Büchern fand ich zwei unterschiedliche Varianten von Giabatta: ein klassisches Giabatta im einen, Tomaten-Basilikum-Giabatta im anderen. Warum also nicht beide backen? Da ich nicht ganz unerfahren im Backen mit Hefeteig bin, fiel es mir nicht schwer, beide Rezepte zu kombinieren.

Erstaunlicherweise backt Bernd Armbruster sein Giabatta mit Weizensauerteig, Peter Kapp seines ohne. Da mir Guido vom Blog „tischundgarten“ vor kurzem freundlicherweise Trockensauerteig sowohl aus Roggen wie auch aus Weizen zukommen ließ, hatte ich den geforderten Weizensauerteig im Haus. Ich entschied mich deshalb für die Variante mit Sauerteig. Es geht offensichtlich aber auch ohne.

Solltet Ihr Weizensauerteig verwenden, müssen die Zutaten dafür schon am Vortag gut miteinander vermischt werden und 15-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen.

Giabatta

Die Zutaten für den Weizensauerteig:

50 g Weizenmehl

5 g Weizensauerteig (gibt es auch als Trockenprodukt aus dem Reformhaus)

50 ml Wasser

Für den Brotteig benötigt man:

500 g Weizenmehl

10 g Salz

10 g Hefe (das ist 1/4 Würfel)

3 EL Olivenöl

etwa 275 ml Wasser

außerdem:

etwa 1 Handvoll getrocknete Tomaten in Öl

etwa 1 Handvoll Basilikumblätter

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten gut abtropfen lassen (das Öl auffangen) und klein schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein schneiden.

Für den Brotteig die Hefe mit ein wenig von dem lauwarmen Wasser auflösen.

Mehl in eine Rührschüssel geben, Salz, evtl. den angesetzten Sauerteig vom Vortag, das Olivenöl und die aufgelöste Hefe dazugeben. Alles langsam mit den Knethaken vermischen und das Wasser hinzufügen. Sobald eine homogene Masse entstanden ist, das Rührgerät auf die höchste Knetstufe stellen und 5-6 Minuten kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.

(Es ist besser, zunächst etwas weniger Wasser zu nehmen und, falls der Teig zu trocken ist, später noch ein wenig Wasser hinzuzufügen. Ein gekneteter Teig, der zu weich ist, schmeckt „mehlig“, wenn man weiteres Mehl unterknetet.)

Ich habe dann die Hälfte vom Teig abgenommen und die Tomaten sowie das Basilikum von Hand unter die Teighälfte geknetet.

Die beiden Teigstücke abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur 1 Stunde gehen lassen.

Den fertig gegangenen Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. Jedes Teigstück (das mit den Tomaten zuerst) rundherum von allen Seiten in die Mitte drücken, damit die Gase herausgedrückt werden. Dann länglich formen, die Mitte nach unten. Noch einmal 30 Minuten ruhen lassen. Schließlich in die endgültige Form bringen (nicht zu sehr drücken: die größeren Löcher in der Krume sind typisch für Giabatta). Das Brot mit den Tomaten habe ich wie eine Spirale gedreht (ein Tipp von Bernd Armbrust). So sah es ein wenig rustikaler aus. Die Brote auf einem mit Backpapier belegten Blech noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache feuerfeste Form mit etwa 300 ml Wasser miterhitzen. Sobald die Hitze erreicht ist, die Form entfernen, die Brote (bzw. nur das Brot „ohne Drehung“) schräg einschneiden. Die Brote in den Ofen schieben, die Temperatur auf 220 °C herunterdrehen. In ca. 30 Minuten goldbraun backen. Wer mag, kann das Tomaten-Basilikum-Giabatta noch heiß mit dem aufgefangenen Tomatenöl bestreichen.

Giabatta1

Unser Nachbar hat uns nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, Brot und Kräuterbutter haben geschmeckt, das Wetter hat mitgespielt. Kurzum, es war ein rundum gelungenes Grillfest.