Aprikosenkäsekuchen mit knusprigen Streuseln

Medaillon Mama

Es ist schon ein wenig verrückt, bei +28 °C Außen- und fast so viel Innentemperatur einen Kuchen zu backen. Aber was sollte ich machen? Die Aprikosen warteten darauf, verarbeitet zu werden, nachdem der Wetterbericht jeden Tag Abkühlung vorhergesagt hatte, die einfach nicht kommen wollte. Aprikosenmarmelade hatte ich genug im Keller und außerdem hatte ich sooo Appetit auf Aprikosenkuchen! Ein fruchtiger Käsekuchen sollte es sein. Ich ließ mich dabei von meinem Marmor-Quark-Kuchen inspirieren. Die Käsemasse auf Rührteigboden hatte uns allen sehr gut geschmeckt. Diesmal wollte ich allerdings einen hellen Rührteig als Boden und zur Freude meines Mannes knusprige Streusel als Krönung nehmen. Das Wochenende stand vor der Tür, also: frisch gewagt (auf das bisschen zusätzlich Schwitzen kam es schließlich auch nicht mehr an)!

Aprikosenkuchen

Die Zutaten

für die Quark-Füllung:

150 g Doppelrahmfrischkäse

150 g Magerquark

150 g saure Sahne

110 g Zucker

1 TL Zitronensaft

2 EL Speisestärke

1 Ei

für den Boden:

100 g weiche Butter

2 Eier

100 g Zucker

1 P. Vanillezucker

1 Prise Salz

1 TL abgeriebene Zitronenschale

160 g Mehl

1 TL Backpulver

für die Streusel:

100 g Butter

200 g Puderzucker

100 g Mehl

wer mag: 1 Prise Zimt

Und natürlich etwa 12 – 15 Aprikosen.

Zubereitung:

Eine Springform von 26 cm ø fetten.

Die Füllung vorbereiten: Zunächst Frischkäse, Quark und saure Sahne in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren. Die restlichen Zutaten hinzufügen und so lange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Füllung beiseite stellen.

Für den Teig die Butter verrühren, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz hinzufügen und mit den Quirlen des Handrührgerätes schön schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln dazugeben und unterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Mehl mit dem Backpulver darübersieben und zügig mit der Eimasse vermischen.

Den Teig mit einem Esslöffel in die Springform füllen und mit dem Löffelrücken verstreichen. Die Quarkmasse darübergeben.

Jetzt schon einmal die Butter für die Streusel schmelzen und abkühlen lassen.

Die gewaschenen Aprikosen halbieren, Kern entfernen und mit der gewölbten Seite nach oben Quarkmasse damit belegen.

Alle Zutaten für die Streusel einschließlich der geschmolzenen Butter in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät auf niedrigster Stufe zu einem krümeligen Teig verrühren. Auf dem Kuchen verteilen. (Falls es zu viele Streusel sind, friert sie einfach ein.)

Den Kuchen im nicht vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 160 °C Ober-/Unterhitze ca. 60 – 65 Minuten backen, bis die Streusel schön braun sind. Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Erst dann aus der Springform lösen.

Seit neuerdings selbst beim Discounter problemlos Dinkelmehl zu bekommen ist, backe ich fast ausschließlich damit. Auch diesen Kuchen habe ich mit Dinkelmehl gebacken. Es lässt sich genauso gut verarbeiten, hat aber gegenüber Weizenmehl einige Vorzüge – welche, findet Ihr hier:  Dinkel, ein altes Getreide mit vielen Vorzügen

Leber in Balsamico-Honig-Sauce

Medaillon Mama

Es gibt kaum etwas, das uns Esser so spaltet wie Leber. Für die einen ist sie eine Delikatesse, während die anderen sich allein bei ihrem Geruch schon schütteln. Mein Mann gehört zur ersten Fraktion. Ihm mache ich mit einem Lebergericht immer eine Freude. Allzu oft passiert das aber nicht, denn irgendwie ist immer noch in meinem Hinterkopf gespeichert, dass tierische Leber sehr belastet sei. Angeblich stimmt das nicht mehr, weil die Tiere heutzutage jünger geschlachtet werden als früher. Deshalb könnten sich auch nicht mehr so viele Schadstoffe darin anreichern. Um auf der sicheren Seite zu sein, achte ich bei Leber besonders auf Qualität, d.h. es kommt bei uns nur Kalbsleber und Hähnchenleber auf den Tisch, vorzugsweise in Bio-Qualität.

Unbestritten jedoch ist, dass Leber viel Eisen und Kalium enthält und darüber hinaus reichlich Vitamin A und verschiedene B-Vitamine liefert. Deshalb unterstützt sie unseren Muskelaufbau, hilft bei der Bildung von roten Blutkörperchen und stärkt das Immunsystem.

Nach diesem Rezept bereite ich sowohl Kalbs- wie auch Hähnchenleber zu – die ich jedoch unterschiedlich abschmecke: Kalbsleber lasse ich mild, während Hähnchenleber gerne etwas kräftiger süß-sauer sein darf.

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Die Zutaten für 2 Personen:

200-300 g Kalbs- oder Hähnchenleber

1 kleine Zwiebel

2 Bund Frühlingszwiebeln

1-2 TL Honig

1/2 Tasse Gemüsebrühe

2 EL Sojasauce

1-2 EL dunklen Balsamico

Salz

Pfeffer

Butter, Öl

2 EL Pfeilwurzelmehl (gibt es im Reformhaus oder Bioladen), notfalls geht auch ganz normale Speisestärke

Die Zubereitung:

Bevor die Leber in die Pfanne kommt, stelle ich mir alle Zutaten bereit, damit es nachher ganz zügig geht. Wenn die Leber zu lange gebraten wird, ist sie am Ende nämlich zäh und schmeckt nicht mehr.

Die Zwiebel schälen, klein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Dann beiseite stellen.

In der Zwischenzeit die Kalbsleber in etwa 5 cm lange und 1 cm breite Streifen bzw. die Hähnchenleber in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen und ebenfalls in 2-3 cm lange Stücke schneiden.

Gemüsebrühe erwärmen und den Honig darin auflösen, Sojasauce und Balsamico darunterrühren. Probieren und nach Geschmack noch etwas mehr Honig und/oder Balsamico dazugeben.

Etwas Öl in einer genügend großen Pfanne erhitzen. Nicht zu heiß werden lassen!

Die Leberstücke mit dem Pfeilwurzelmehl vermischen und portionsweise in der Pfanne  kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Sie müssen so viel Platz haben, dass sie nebeneinander liegen. Dank des Pfeilwurzelmehls nehmen sie schnell Farbe an. Leberstücke herausnehmen, leicht mit Salz und Pfeffer würzen und warm halten.

Zwiebelwürfel und Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben und kurz zusammen anbraten. Mit der vorbereiteten Brühe-Sojasauce-Balsamico-Mischung ablöschen und aufkochen. Hitze auf kleinste Stufe schalten, die Leber hinzufügen und durchziehen lassen. Abschmecken und servieren!

Dazu passt, ganz klassisch, Kartoffelpüree, aber auch Reis, Nudeln etc.

Wenn es nach dem Liebsten ginge, könnte ich ihm ruhig jede Woche Leber servieren. Doch wir wollen ja nicht übertreiben …