Leber in Balsamico-Honig-Sauce

Medaillon Mama

Es gibt kaum etwas, das uns Esser so spaltet wie Leber. Für die einen ist sie eine Delikatesse, während die anderen sich allein bei ihrem Geruch schon schütteln. Mein Mann gehört zur ersten Fraktion. Ihm mache ich mit einem Lebergericht immer eine Freude. Allzu oft passiert das aber nicht, denn irgendwie ist immer noch in meinem Hinterkopf gespeichert, dass tierische Leber sehr belastet sei. Angeblich stimmt das nicht mehr, weil die Tiere heutzutage jünger geschlachtet werden als früher. Deshalb könnten sich auch nicht mehr so viele Schadstoffe darin anreichern. Um auf der sicheren Seite zu sein, achte ich bei Leber besonders auf Qualität, d.h. es kommt bei uns nur Kalbsleber und Hähnchenleber auf den Tisch, vorzugsweise in Bio-Qualität.

Unbestritten jedoch ist, dass Leber viel Eisen und Kalium enthält und darüber hinaus reichlich Vitamin A und verschiedene B-Vitamine liefert. Deshalb unterstützt sie unseren Muskelaufbau, hilft bei der Bildung von roten Blutkörperchen und stärkt das Immunsystem.

Nach diesem Rezept bereite ich sowohl Kalbs- wie auch Hähnchenleber zu – die ich jedoch unterschiedlich abschmecke: Kalbsleber lasse ich mild, während Hähnchenleber gerne etwas kräftiger süß-sauer sein darf.

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Die Zutaten für 2 Personen:

200-300 g Kalbs- oder Hähnchenleber

1 kleine Zwiebel

2 Bund Frühlingszwiebeln

1-2 TL Honig

1/2 Tasse Gemüsebrühe

2 EL Sojasauce

1-2 EL dunklen Balsamico

Salz

Pfeffer

Butter, Öl

2 EL Pfeilwurzelmehl (gibt es im Reformhaus oder Bioladen), notfalls geht auch ganz normale Speisestärke

Die Zubereitung:

Bevor die Leber in die Pfanne kommt, stelle ich mir alle Zutaten bereit, damit es nachher ganz zügig geht. Wenn die Leber zu lange gebraten wird, ist sie am Ende nämlich zäh und schmeckt nicht mehr.

Die Zwiebel schälen, klein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Dann beiseite stellen.

In der Zwischenzeit die Kalbsleber in etwa 5 cm lange und 1 cm breite Streifen bzw. die Hähnchenleber in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen und ebenfalls in 2-3 cm lange Stücke schneiden.

Gemüsebrühe erwärmen und den Honig darin auflösen, Sojasauce und Balsamico darunterrühren. Probieren und nach Geschmack noch etwas mehr Honig und/oder Balsamico dazugeben.

Etwas Öl in einer genügend großen Pfanne erhitzen. Nicht zu heiß werden lassen!

Die Leberstücke mit dem Pfeilwurzelmehl vermischen und portionsweise in der Pfanne  kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Sie müssen so viel Platz haben, dass sie nebeneinander liegen. Dank des Pfeilwurzelmehls nehmen sie schnell Farbe an. Leberstücke herausnehmen, leicht mit Salz und Pfeffer würzen und warm halten.

Zwiebelwürfel und Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben und kurz zusammen anbraten. Mit der vorbereiteten Brühe-Sojasauce-Balsamico-Mischung ablöschen und aufkochen. Hitze auf kleinste Stufe schalten, die Leber hinzufügen und durchziehen lassen. Abschmecken und servieren!

Dazu passt, ganz klassisch, Kartoffelpüree, aber auch Reis, Nudeln etc.

Wenn es nach dem Liebsten ginge, könnte ich ihm ruhig jede Woche Leber servieren. Doch wir wollen ja nicht übertreiben …

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