Süßkartoffel-Chia-Brot

Medaillon Mama

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Lange wollte ich nicht glauben, dass ein lange gereifter Hefeteig besser schmeckt als der herkömmliche, bis ich vor einiger Zeit ein Dinkelbaguette auf diese Weise gebacken habe – und es dann wirklich einsah. Auf der Suche nach einem Brotrezept für unsere Grillparty gefiel mir besonders ein Rezept für Süßkartoffelbrötchen, bei dem der Vorteig ebenfalls über Nacht reifen sollte.

Ich habe ja an anderer Stelle bereits meine neue Vorliebe für dieses Gemüse erwähnt. Deshalb hatte ich mir auch ein Kochbuch mit dem schlichten Titel „Süßkartoffel“ gekauft. Die Rezepte darin stammen von Sonja Schubert; die ansprechenden Fotos von Barbara Lutterbeck. Äußerlich recht unscheinbar ist es eine Fundgrube, wie man Süßkartoffeln auf  vielfältige Art zubereiten kann, z.B. mit Rezepten wie Süßkartoffel-Gnocchi oder Süßkartoffel-Pie.

Das erste Rezept, das ich nun daraus ausprobiert habe, war das der Süßkartoffelbrötchen; allerdings sollten es eigentlich zwei Baguettes statt der Brötchen werden. Dass die Teigmenge dafür zu groß war, habe ich erst beim Formen festgestellt. Das Ergebnis erinnert deshalb eher an Ciabatta. Die Chiasamen sind im Originalrezept nicht enthalten. Ich vergaß nämlich, die Süßkartoffel vor der Zubereitung zu wiegen. So stimmte offensichtlich das Mehl-Flüssigkeits-Verhältnis nicht und der Teig war nach dem Knetvorgang viel zu flüssig, um ihn ohne Form zu backen. Mehl nach dem Kneten hinzuzufügen, hätte den Teig nur mehlig schmecken lassen. So habe ich einfach zwei Esslöffel Chiasamen vor dem Gehen unter den Teig gerührt. Sie sind gequollen und haben dabei Flüssigkeit herausgezogen, so dass sich der Teig am Ende gut formen ließ.

Dies ist kein „schnelles“ Brot, aber eines, das sich wegen der langen Vorbereitungszeit sehr gut für eine Party eignet.

Nun aber endlich zum Rezept:

Die Zutaten:

10 – 15 g frische Hefe

600 g Mehl (ich habe eine Mischung aus Weizen- und Dinkelmehl verwendet)

2 TL Salz

1/2 TL Zucker

1 mittelgroße Süßkartoffel (350 g)

150 ml Wasser für den Vorteig

100 ml Wasser + 1 EL Milch für den Hauptteig

2 EL Chiasamen

2 EL Olivenöl zum Bestreichen

Am Abend vorher:

5 g Hefe in 150 ml lauwarmem Wasser auflösen und in einer großen Schüssel mit 150 g Mehl verrühren. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank reifen lassen.

Am nächsten Vormittag :

Süßkartoffel im Backofen bei 200 °C 40 – 50 Minuten backen, bis sie weich ist. Dann schälen, zerstampfen und abkühlen lassen.

5-10 g Hefe (= 1/4 Würfel) mit dem Zucker  in dem Wasser-Milch-Gemisch auflösen.

450 g Mehl mit 2 TL Salz mischen. Flüssigkeit, Vorteig und Süßkartoffelpüree zugeben und in etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Er soll noch recht weich sein und kleben. Den Chiasamen hinzufügen und unterrühren. Schüssel abdecken und im Kühlschrank gehen lassen, bis er sich mindestens verdoppelt hat.

Teig auf einem bemehlten Backbrett durchkneten,  zu zwei gleich langen Strängen formen und diese auf Backpapier setzen. Mit einem Küchentuch bedeckt so lange gehen lassen, bis sie sich nicht mehr kühl anfühlen. Das dauert mindestens eine Stunde!

Backofen mit dem Backblech auf 250 °C vorheizen. In einer feuerfesten Schale Wasser mit erhitzen. Sobald die Hitze erreicht ist, Brote mit dem Backpapier auf das heiße Blech ziehen. Wasserschale entfernen, das Blech auf die unterste Schiene schieben. Die Hitze auf 200 °C reduzieren und die Brote in 30 – 40 Minuten goldbraun backen. (Hitze nach 20 Minuten auf 175 °C zurückstellen.)  Die Brote sind gar, wenn man auf ihre Unterseite klopft und sie hohl klingen.

Die noch heißen Brote mit Olivenöl bestreichen.

Das Ergebnis: Ein richtig wohlschmeckendes Brot mit „Gesundheitsfaktor“, das es so bestimmt nicht zu kaufen gibt!

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Ein Kommentar zu “Süßkartoffel-Chia-Brot

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