Wirsingterrine

Es ist Herbst geworden. Die bunten Blätter auf den Bäumen und am Boden lassen keine Zweifel mehr. Auch wenn die Sonne tagsüber von einem strahlendblauen Himmel lacht, sind die Nächte doch schon empfindlich kühl. Nun steht uns der Sinn auch … Weiterlesen

Zucchini mit Lachsfüllung

Medaillon Mama

Wenn im Spätsommer überall bergeweise heimische Zucchini angeboten werden, ärgere ich mich oft, dass mir spontan nichts einfällt, was ich daraus zubereiten könnte. Diesmal war es anders: ich hatte beim Surfen im Internet bei „essen & trinken“ dieses Rezept entdeckt. Schon das Bild ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Also erstand ich bei unserem Biobauern auf dem Wochenmarkt zwei etwa gleich große Zucchini und beim Discounter um die Ecke ein Stück frischen Biolachs. Die restlichen benötigten Zutaten hatte ich vorrätig oder ersetzte sie, z.B. den angegebenen Dill durch Petersilie. Es entstand ein etwas abgewandeltes, aber dennoch äußerst delikates Gericht für den Liebsten und mich (Sohnemann aß nämlich auswärts).

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Meine Zutaten für zwei Portionen waren:

2 ca. 20 cm lange Zucchini

1 Knoblauchzehe

1-2 EL Rapsöl

200 g frischer Biolachs

100 g Creme fraîche

1 EL Tafelmeerrettich (aus dem Glas oder aus der Tube)

50 g Räucherlachs

1/2 Bund glatt Petersilie

Salz, Pfeffer

(evtl. ein Schuss Zitronensaft)

Die Zubereitung:

Zucchini der Länge nach halbieren, Kerne und das weiche Innere mit einem Löffel herauskratzen.

Die halbierten Zucchini auf ein mit Backpapier belegtes oder gefettetes Blech setzen. (Falls sie nicht geradestehen, Boden mit einem Messer vorsichtig begradigen.)

Knoblauchzehe schälen und pressen. Zucchini-Inneres klein hacken.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Zucchini-Inneres zusammen mit dem Knoblauch andünsten und abkühlen lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Petersilie grob hacken.

Creme fraîche, Meerrettich, Räucherlachs und das abgekühlte Zucchini-Innere im Blitzhacker oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Petersilie unterheben. (Ich kann mir vorstellen, dass ein Schuss Zitronensaft etwas Frische in die Masse bringt.)

Das Lachsfilet in 1 1/2 cm große Würfel schneiden. Unter die Creme fraîche-Masse heben, vorsichtig mit Salz würzen (der Räucherlachs enthält schon Salz!) und pfeffern.

In die ausgehöhlten Zucchinihälften füllen und im Backofen etwa 20-25 Minuten backen, bis die Füllung leicht gebräunt ist.

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Dazu passt eigentlich alles, worauf man gerade Appetit hat: Baguette, Kartoffelpüree, Reis, Nudeln, Quinoa, Bulgur etc., etc.

 Wenn mich das nächste Mal knackige Zucchini „anlachen“, weiß ich sofort, was ich daraus machen werde!

Traditioneller Apfelkuchen

medaillon tatjana

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Ich liebe die Fülle an frisch geerntetem Obst und Gemüse, Kräutertees und warme Socken. Und ich habe viel mehr Lust, in der Küche zu werkeln.

Für unseren Kaffeeklatsch-Besuch habe ich daher einen ganz traditionellen Apfelkuchen gebacken – ohne Exotik, ohne Schnickschnack, aber mit den ganz frisch geernteten Boskop-Äpfeln einfach superlecker.

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Ihr braucht:

50g gemahlene Mandeln

50g Dinkel-Vollkornmehl

100g Weizenmehl

2 gestrichene TL Backpulver

125g Butter

125g brauner Zucker

eine Prise Salz

2-3 Eier

ein paar EL Milch

Zitronenabrieb oder ein paar Tropfen Zitronenöl

500-750g Äpfel

wp_20161002_10_29_35_proEine 26er Springform fetten, beiseite stellen. Den Ofen auf 175°C vorheizen.

Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und mehrfach der Länge nach einschneiden, sodass sie beim Backen schön auffächern. Die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, anschließend die Eier eins nach dem anderen unterrühren, den Zitronenabrieb oder das Zitronenöl dazugeben. Die Mandeln, das Mehl und das Backpulver vorsichtig unterheben. Wenn der Teig zu zäh ist, ein paar EL Milch einrühren.

In die Springform geben und grob verteilen. Die Apfel-Viertel mit der eingeschnittenen Seite nach oben kranzförmig auf den Teig legen.

Den Kuchen 40-50 Minuten bei 175°C backen.

Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben. Et voilà.

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Kulinarische Überraschung ganz hoch oben

Medaillon Mama

Ihr Lieben, Ihr habt lange nichts von uns gehört. Wir waren in Urlaub und haben viele neue Eindrücke gesammelt. Nun sind wir wieder zu Hause, und was mich betrifft, so habe ich nach dem langen Faulenzen wieder richtig Lust, zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren. Doch zunächst möchte ich Euch berichten, was uns auf dem Predigtstuhl bei Bad Reichenhall so beeindruckt hat.

Wenn Menschen in eine Seilbahn steigen und sich über dem Abgrund in schwindelerregende Höhen bringen lassen, dann geschieht das überwiegend wegen des schönen Ausblicks oben. Das trifft natürlich auch auf den Predigtstuhl zu. Nach der 8 1/2 Minuten langen Fahrt mit der denkmalgeschützten Predigstuhlbahn erwartet den Besucher in über 1600 m Höhe bei klarem Wetter ein atemberaubender Ausblick hinunter auf Bad Reichenhall und die umliegenden Berge. Sogar das nahe Salzburg mit seiner Feste kann man erkennen.

Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb die älteste original erhaltene Großkabinenbahn der Welt im Viertelstundentakt oder nach Bedarf 25 Personen nach oben befördert. Ein anderer Grund ist das gute Essen dort oben. Seit das Bergrestaurant im März 2014 nach umfangreichen Renovierungsarbeiten mit einem engagierten Team wieder eröffnet wurde, hat es sich zu einem Geheimtipp für gutes Essen in einer spektakulären Umgebung entwickelt. Der monatliche Sonntagsbrunch und diverse Events zum Beispiel sind regelmäßig ausgebucht.

Wir haben es in diesem Urlaub endlich auch gewagt und sind hinaufgefahren. Der Fahrpreis ist mit 21 Euro zugegebenermaßen nicht gerade niedrig. Hatte uns die herrliche Aussicht bei einem Gipfelrundgang schon reichlich für das doch etwas mulmige Gefühl während der Bergfahrt entschädigt, war das anschließende Mittagessen auf der Sonnenterrasse der absolute Höhepunkt. Selten wurden wir irgendwo zuvorkommender und freundlicher bedient. Und das Essen war wunderbar angerichtet und superlecker.

Da gibt es zum Beispiel „In Ahornsirup karamellisierten Ziegenkäse auf Radicchio-Nuss-Salat in Balsamico-Walnussmarinade“. Der Liebste genoss einen delikaten Blattsalat mit gebratener Entenleber, ich einen bayerischen Kartoffelsalat, verfeinert mit Pesto, begleitet von Hähnchenbrust in einer außergewöhnlichen Kruste. Zum Abschluss stellte uns die Küche ein köstliches Nachtisch-Potpourri mit so herrlichen Dingen wie Blaubeerröllchen, Beerensorbet und Prosecco-Creme zusammen. Und die Preise? Wirklich angemessen im Hinblick auf die gebotene Qualität.

Gerne hätte ich Euch ein paar Fotos von unserem Essen präsentiert, aber leider ist es mir einfach nicht gelungen, sie vom Handy auf meinen PC zu schicken. Deshalb müsst Ihr Euch heute leider mit dem großartigen Panorama auf Bad Reichenhall begnügen. Das ist doch auch schon etwas, nicht wahr?

Solltet Ihr einmal im Berchtesgadener Land sein, so fahrt auf den Predigtstuhl hinauf und genießt die gute Luft und den herrlichen Ausblick dort oben und kehrt auf jeden Fall im Restaurant ein. Es lohnt sich in jeder Hinsicht!

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