Süße Christrosen mit Mandel-Pistazien-Füllung und Cranberries

Medaillon Mama

Im Sommer ein Weihnachtsbackbuch zu kaufen, ist schon ein wenig verrückt. Weil es sich dabei aber um eine Sammlung alter Familienrezepte handelt, konnte ich nicht widerstehen. Denn leider gehen solche Rezepte allzu oft verloren, und das ist sehr schade. Die Firma „Rosenmehl“ hatte die Idee, traditionelle Rezepte zu sammeln, sie zeitgemäß zu bearbeiten und als Backbücher herauszugeben. Bei der „Weihnachtsbäckerei“ musste ich nicht lange überlegen, denn gerade die Adventszeit ist verbunden mit wunderschönen Kindheitserinnerungen an den Duft von Weihnachtsgebäck mit all den Gewürzen, die dazu benötigt werden. Ein Bild sprang mir bei der Durchsicht sofort ins Auge: es waren die „süßen Christrosen“, die ich bis jetzt noch nicht kannte. Sie mussten auf jeden Fall ausprobiert werden! Und als Tatjana am letzten Wochenende wieder einmal frei hatte, gingen wir spontan ans Werk. Wie immer haben wir einige der Zutaten geändert: Das Ergebnis ist sicherlich nicht weniger delikat als die originalen Christrosen.

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Zunächst benötigt man ein Mini-Muffinblech. Alternativ kann man sich die Förmchen auch selbst basteln, indem man ca. 8 x 8 cm große Quadrate aus Alufolie schneidet. Diese werden jeweils um einen Flaschenhals gedrückt, so dass man die Form erhält. Wir haben allerdings das Glück, ein Mini-Muffinblech zu besitzen 🙂 So oder so: Beides muss vor dem Backen gefettet werden.

Wir haben aus den angegebenen Zutaten für die Füllung 48 Christrosen herausbekommen und noch etwas Teig übrig behalten, den wir im Kühlschrank aufbewahren und anderweitig verwenden.

Hier unsere Zutaten:

Für den Teig:

300 g Mehl

1 gehäufter TL Backpulver

160 g weiche Butter

100 g Puderzucker

1 Prise Salz

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eigelb

1 EL Rum

1 TL Amaretto (alternativ 3 Tropfen Bittermandel-Aroma)

Für die Füllung:

150 g Marzipan-Rohmasse

1 Eiweiß

60 g Puderzucker

30 g gemahlene Pistazienkerne

30 g gemahlene Mandeln  (im Originalrezept sind es 60 g gemahlene, geröstete Haselnüsse)

evtl. 1-2 EL Rum

Außerdem:

einen Blütenausstecher bzw. einen Ausstecher mit geriffeltem Rand

48 Cranberries (im Originalrezept sind es Belegkirschen)

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Zusammen mit den weiteren Zutaten zügig zu einem glatten Teig verkneten. 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Die Mandeln in einer trockenen Pfanne vorsichtig rösten, bis sie duften; erkalten lassen. Marzipan in kleine Stücke schneiden. (Wenn man es im Gefrierfach kurz anfriert, lässt es sich stattdessen auf einer groben Küchenreibe gut hobeln.) Das Eiweiß dazugeben und zusammen glattrühren. Puderzucker, Mandeln und Pistazien unterrühren. Sollte die Masse zu trocken sein, etwas Rum hinzufügen, bis eine formbare Masse entsteht. (Falls sie zu weich und klebrig ist, vor dem Verarbeiten ebenfalls kühl stellen!)

Backofen auf 190 °C  Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm ausrollen. Mit dem Ausstecher Kreise bzw. Blüten ausstechen und vorsichtig in die gefetteten Förmchen drücken. (Die selbstgebastelten Förmchen auf ein Backblech setzen.)

Aus der Füllung kleine Kugeln formen, etwas flach drücken und in die Förmchen legen (oder die Füllung mit 2 Teelöffeln in die Förmchen setzen), jeweils eine Cranberry leicht in die Füllung drücken. Wenn möglich, noch einmal kurz kühl stellen.

Die Christrosen auf der untersten Schiene etwa 12 – 15 Minuten nicht zu dunkel backen.

Die Christrosen nach dem Backen ein paar Minuten im Muffinblech lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen. Sie haben sich bei uns ohne Probleme gelöst.

Das Muffinblech erkalten lassen, dann erneut buttern und die nächste Charge backen.

Die Christrosen entfalten erst nach ein paar Tagen ihr volles Aroma und halten sich gut verschlossen in einem kühlen Raum etwa 2 Wochen.

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5 Kommentare zu “Süße Christrosen mit Mandel-Pistazien-Füllung und Cranberries

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