Faschingsküchlein mit „süßem Starter“

Medaillon Mama

In den vergangenen Wochen habe ich ein wenig mit Sauerteig herumexperimentiert. Gebäck mit Sauerteig und einer langen Reifezeit gilt als äußerst bekömmlich und schmackhaft. Außer dem bekannten Roggensauerteig gibt es auch noch andere Sauerteige wie „Lievito Madre“ oder dem „Süßen Starter“, die sich für Weizen- oder Dinkelgebäck sehr gut eignen. Deshalb habe ich mir einen süßen Starter nach der Anweisung angesetzt, wie sie im Blog „Hefe und mehr“ ausführlich beschrieben wird.

Weil gerade Karneval ist, wollte ich nach langer Zeit wieder einmal Faschingsküchlein backen. In Bayern und Österreich findet man sie häufig. Dort heißen sie auch „Ausgezogene Nudeln“ oder Bauernkrapfen. Sie bestehen traditionell aus Hefeteig ohne oder auch mit Rosinen und werden in Fett ausgebacken. Wenn ihr sie auch zubereiten möchtet und Euch die Zubereitung mit süßem Starter zu mühsam ist, nehmt einfach einen gut gekneteten, mittelfesten Hefeteig, den ihr aus normalem, also weißem Weizen- oder Dinkelmehl zubereitet. Auch ihn lasst über Nacht im Kühlschrank reifen und verarbeitet ihn dann wie angegeben.

Hier aber die Variante mit meinem süßem Starter. Der Teig wird am Vorabend zubereitet und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Die Zutaten:

150 g süßer Starter (klick)

10 g Frischhefe (= 1/4 Würfel)

500 g Bio-Weizenmehl Type 550

1 gehäufter TL Salz

60 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Ei

1 TL abgeriebene Zitronenschale oder Bio-Zitronenöl (gibt es im Bioladen)

150 ml Sahne mit 100 ml Wasser mischen

Zum Frittieren:

1-2 l Erdnussöl

Die Zubereitung:

Die Hefe mit einem TL Zucker auflösen und mit ein wenig von der angegebenen Wassermenge verrühren.

Alle Zutaten bis auf das Wasser-/Sahnegemisch in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken vermischen und langsam die Flüssigkeit dazugeben. Zunächst alles auf der mittleren Stufe durchrühren und dann auf der höchsten Stufe so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. Falls der Teig zu trocken oder zu fest ist, noch etwas Wasser dazugeben.

Zugedeckt bei Zimmertemperatur 1 Stunde ruhen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig auf einem Backbrett zu einer Rolle formen. In knödelgroße Stücke teilen und in der hohlen Hand zu Kugeln formen. Zugedeckt 1/2 Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Erdnussöl in einem Topf mit mind. 25 cm ø auf 170 °C erhitzen. Die nötige Temperatur ist erreicht, wenn sich an einem Kochlöffelstiel, den man in das Öl hält, Bläschen bilden.

Die Teigkugeln zu Küchlein formen, indem man außen ringsherum einen Rand stehen lässt und den Teig in der Mitte so auseinanderzieht, dass ein „Fenster“ aus ganz dünnem Teig entsteht (Vorsicht: er darf nicht reißen!). Das Küchlein vorsichtig in das heiße Fett gleiten lassen, 1- bis 2-mal mit heißem Fett übergießen.

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Sobald die Unterseite goldbraun ist, vorsichtig wenden, so dass kein Fett in die entstandene Mulde läuft: Das „Fenster“ soll schön hell bleiben.

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Die Vorder- und Rückseite

Sobald auch die andere Seite goldbraun ist, mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

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Die Faschingsküchlein schmecken wie alles Fettgebackene frisch am besten, aber natürlich nicht nur an den tollen Tagen 😉

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