Apfelkuchen mit Marzipanstreuseln, low carb

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

Tatjana findet, dass wir schon genug Honig- oder Lebkuchen-Rezepte hier im Blog haben. Deshalb warten wir noch ein wenig damit, weitere Plätzchen zu backen, die nicht so lange haltbar sind. Heute möchte ich Euch deshalb einen Apfelkuchen ans Herz legen, der fast ohne Mehl und mit ganz wenig Zucker auskommt und trotzdem superlecker ist. Außerdem ist er einfach und schnell zubereitet.

Das Mehl habe ich durch Mandeln, den Zucker zum Teil mit Xylitol ersetzt. Da ich Xylitol das erste Mal verwendet habe, war ich ein wenig vorsichtig, weil es Blähungen und Durchfall verursachen kann, wenn man gleich zu viel davon isst. Deshalb habe ich zwar den Teig, nicht aber die Äpfel damit gesüßt. Einen Unterschied im Geschmack konnte ich nicht feststellen.

Im Gegensatz zu den meisten Zuckerarten wird der Zuckeraustauschstoff Xylit (oder Xylitol) von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern in Maßen als unbedenklich angesehen. Für Zähne und Mundflora soll es sogar sehr gesund sein. Xylit, das aus Holzzucker gewonnen und insulinunabhängig vom Körper verwertet wird, ist auch für Diabetiker geeignet. Hunde dürfen kein Xylitol bekommen: für sie es ist tödlich!

WP_20171021_006

Nun aber zum Rezept:

Die Zutaten:

Für den Boden:

200 g gemahlene Mandeln

50 g Dinkelmehl

150 g Butter

70 g Xylitol

1 Ei

1 Prise Salz

etwas abgeriebenen Bio-Zitronenschale

Zusätzlich für die Streusel: 120 g Marzipanrohmasse (aus dem Gefrierfach)

Belag:

750 g Boskop-Äpfel

Saft einer halben Zitrone

1 Vanillezucker

3 EL Zucker

(1 TL Zimt)

Zubereitung:

Die Zutaten für den Boden in eine Rührschüssel geben, mit dem Handrührgerät vermischen, bis sich alles zu einer Masse verbunden hat.

2/3 des Teiges in einer gebutterte Pie-Form (26 cm ø) verteilen, mit den Fingern glattdrücken.

Über das restliche Drittel des Teiges die Marzipanrohmasse grob reiben und mit dem Teig vermischen. Das werden unsere Streusel.

Boden und Streuselteig kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Äpfel (ich nehme am liebsten die säuerlichen, mürben Boskop-Äpfel) schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden. Den Zitronensaft sofort über die Äpfelwürfel geben; Vanillezucker, Zucker und nach Geschmack den Zimt daruntermischen.

Die Äpfel auf dem Teig verteilen, die Streusel darübergeben.

Auf die unterste Schiene des Backofens stellen.

Den Backofen auf 175 °C einschalten. Hitze nach 25 Minuten auf 160 °C reduzieren.

Den Kuchen backen, bis er goldbraun ist. Das dauert etwa 45 Minuten. Danach noch 10 Minuten im ausgeschalteten Backofen lassen.

WP_20171021_001

Advertisements

Honigkuchen mit Roggenmehl und Gewürzen

Ihr Lieben,

der Advent naht mit großen Schritten. Und scheinbar gefallen Euch unsere Plätzchen-Rezepte, sie werden nämlich zur Zeit wieder fleißig gelesen 🙂 Danke dafür.

Um Euch die Suche zu erleichtern, haben wir all unsere Weihnachts-Rezepte auf einer Extra-Seite zusammengefasst – schaut mal hier.

Und damit wir Euch vor Weihnachten noch mit vielen neuen Rezepten versorgen können, haben wir dieses Jahr den Start unserer Weihnachtsbäckerei nach vorne verlegt.

Wir starten traditionell mit Printen- und Lebkuchenrezepten, weil diese besser schmecken, je länger sie liegen – und damit man sich nicht an brettharten Keksen die Zähne ausbeißt.

Mein absolutes Lieblingsbuch zu Weihnachten ist die Weihnachtsbäckerei von Rosenmehl. Alte Rezepte, eingereicht von mit Rosenmehl backenden Hausfrauen, über Jahrzehnte überliefert, nachgebacken und verfeinert. Oft werden die Rezepte begleitet von einer Anekdote oder Geschichte dazu. Ein Buch zum Schwelgen und sich in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen 🙂 Hier handelt es sich übrigens nicht um Werbung oder eine Kooperation, sondern um meine ganz private und unbeeinflusste Meinung. 🙂

IMG_1881

Aber es liegt natürlich nahe, dass auch das erste Rezept unserer diesjährigen Weihnachtsbäckerei aus diesem Buch stammt – und wie immer haben wir das Rezept ein bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:

250g Roggenmehl (Type 1150)

250g Weizenmehl (Type 550 oder 405)

1/2 Päckchen Weinstein-Backpulver

125g Butter

250g Zucker

1/2 TL Salz

250g Honig (ich hatte eine 1:1 Mischung aus Tannenhonig und Blütenhonig)

2 Eier

100g Zitronat

200g Orangeat

65g gehackte Mandeln

65g gemahlene Mandeln

1 TL Zimt

1 TL gemahlene Nelken

1 TL gemahlenen Kardamom

ganze, abgezogene Mandeln nach Belieben

Zunächst ein Tipp: Orangeat und Zitronat sind eine klebrige Angelegenheit. Sie lassen sich besser verarbeiten, wenn sie gefroren sind. Für dieses Rezept brauchen wir möglichst fein gehacktes Zitronat und Orangeat, deswegen flog es bei uns im gefrorenen Zustand auf das laufende Messer des Thermomix. Ein guter Küchenmixer sollte das aber auch schaffen 🙂

Zunächst die Butter, den Zucker und den Honig in einem Topf vorsichtig auf dem Herd erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat, das gemahlene Zitronat und Oreangeat dazugeben, unterrühen und dann alles abkühlen lassen.

Das Mehl mit dem Backpulver in eine große Schüssel sieben, alle trockenen Zutaten (bis auf die gehackten und ganzen Mandeln) dazu geben und unterrühren.

Mit den Knethaken des Handrührers die Butter-Honig-Mischung unterkneten, die Eier dazu geben und zum Schluss die gehackten Mandeln unterrühren.

Laut Originalrezept soll der fertige Teig zunächst eine Stunde kalt gestellt, dann ausgerollt und auf ein Backblech gelegt werden. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass sich diese zähe, klebrige Masse – egal bei welcher Temperatur – ausrollen lässt, also habe ich sie direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen. Wenn man die Palette oder den Teigschaber (der bei uns seit jeher Schleck-Schleck heißt) immer wieder in Wasser tunkt, geht das sehr gut.

Dann habe ich mit einem Messer den Teig in ca 4x4cm große Würfel aufgeteilt (aber nur einritzen, nicht durchtrennen) und die einzelnen Stücke mit den abgezogenen Mandeln verziert.

IMG_1870

Dann das Blech ca. 1 Stunde lang kalt stellen und dann im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.

Wenn der Kuchen im Ofen ist, die Glasur vorbereiten: Dafür benötigt ihr:

3 EL Puderzucker

2 EL Zitronensaft

1 EL Rum

Daraus eine Glasur anrühren. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und noch heiß bestreichen.

IMG_1875

Abkühlen lassen, in Stücke schneiden und in Keksdosen lagern. Es lohnt sich, diese Plätzchen eine Weile durchziehen zu lassen, damit die Gewürze Zeit haben, sich zu entfalten.