Burgerbrötchen aus Süßkartoffel-Hefeteig

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

Tatjana ist gerade auf dem Nachhauseweg von der Ostsee, wo sie an diesem Wochenende zusammen mit ihren Freunden ihren dreißigsten Geburtstag mit einer Burgerparty gefeiert hat. Die Brötchen dazu habe ich gebacken, und zwar 12 Süßkartoffel-Burger-Brötchen und 12 „normale“. Beide Rezepte stammen von BBQPit, wobei ich die „perfekten Brioche Burger“, wie er sie nennt, also die hellen Burger-Brötchen genau so gebacken habe, wie er es hier ausführlich beschreibt. Und Ihr könnt es mir glauben: sie sind wirklich perfekt. Dagegen könnt Ihr die gekauften vergessen.

Die Süßkartoffel Burger Buns hatte ich vorher auch schon einmal ausprobiert. Allerdings war mir der Teig damals zu flüssig geworden, so dass ich ihn in einer Backform zu Broten backen musste. Diesmal war ich mit der Flüssigkeitszugabe vorsichtiger und habe das Rezept ein wenig abgewandelt. Das Ergebnis: weiche, saftige, großartig schmeckende Brötchen, die man nicht nur herzhaft belegt, sondern auch mit einem süßen Aufstrich genießen kann. Das gilt natürlich auch für die hellen.

Das Süßkartoffelpüree, das Ihr für den Teig benötigt, solltet Ihr am besten schon am Vortag zubereiten, denn es muss vor der Weiterverarbeitung abkühlen.

Die Zutaten

für das Süßkartoffelpüree:

2 große Süßkartoffeln

1-2 EL Kokos- oder Rapsöl

Salz

je 1 Prise Zimt und Muskatnuss

Für den Hefeteig sollten alle Zutaten Zimmertemperatur haben:

250 g Süßkartoffelpüree (s.o.)

1 Würfel Hefe

50 ml Milch

500 g Weizenmehl Type 550

10 g Salz

1 Ei

35 g milden Honig oder Zucker

40 g weiche Butter

ca. 100 ml Wasser

Zum Bestreichen der Brötchen:

1 Eigelb

2 EL Milch

2 EL Wasser

ein paar Körnchen Salz (Bäckertrick, damit die Eistreiche schön glänzt)

Zum Bestreuen:

Schwarzkümmel oder schwarzer Sesam

Zubereitung des Süßkartoffel-Pürees (am besten am Vortag):

Die Süßkartoffeln schälen, vierteln (das geht am besten mit einem großen Messer) und in Stücke schneiden. In einem Topf gerade so viel Kokos- oder Rapsöl erhitzen, dass der Topfboden benetzt ist. Die Süßkartoffeln hineingeben und unter Wenden kurz anrösten. Die Herdplatte auf die niedrigste Stufe stellen. Die Süßkartoffeln salzen. Den Deckel auflegen und die Süßkartoffelstücke bei niedrigster Stufe weichdünsten. Sobald sie weich sind, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Süßkartoffelstücke dann in ein hohes Gefäß geben, mit Zimt und Muskat würzen und mit einem Pürierstab zu einem feinen Püree verarbeiten. Sollte es faserig sein, Püree mit einem Esslöffel durch ein feines Sieb streichen. Abkühlen lassen und vor der Weiterverarbeitung 250 g Püree abwiegen.

Weiterverarbeitung:

Für den Hefeteig die Hefe mit der Milch verrühren.

In einer Schüssel Mehl mit Salz vermischen. In die Mehlmitte eine Mulde drücken, Süßkartoffel-Püree, Honig, Ei, Butter und Milch-Hefe-Mischung hineingeben. Mit den Knethaken von der Mitte aus alles vermengen. Weiterrühren, dabei langsam so viel Wasser hinzufügen, dass ein homogener Teig entsteht. Kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und nicht mehr klebt. (Er muss sich zu einer Kugel formen lassen.)

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Die Teigkugel zugedeckt mindestens 1 Stunde bei Zimmertemperatur zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Teig dann auf einem leicht bemehlten Backbrett mit den Händen(!) noch einmal durchkneten. Zu einer Rolle formen. In 12 gleichmäßige Stücke schneiden. Jedes Stück in der hohlen Hand zu einer Kugel drehen. Mit genügend Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Die Teigstücke platt drücken, bis sie etwa 9 cm Durchmesser   haben.

Mit Eistreiche bestreichen. Noch einmal mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Ein zweites Mal mit Eistreiche bestreichen. Mit schwarzem Sesam oder Schwarzkümmel bestreuen.

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Jetzt dürfen sie in den Backofen.

Bei 175 °C ca. 25 – 30 Minuten goldgelb backen.

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Wenn Ihr einmal selbst Burgerbrötchen gebacken habt, werdet Ihr nie wieder fertige kaufen. Und solltet Ihr während der kommenden tollen Tage eine Party feiern, wie wäre es dann mit einer Burger-Party?

 

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Mini Gugls mit Haselnuss-Eis und beschwipsten Äpfeln

Ihr Lieben,

das war eine lange Blockpause unsererseits. Aber wir können es erklären: Erst war Weihnachten, dann hatte meine Mom einen runden Geburtstag. Anschließend sind wir in Urlaub gefahren und ich wurde 30. Kurz gesagt: Viel Feierei, viel Völlerei. Aber auch wenn zum Bloggen nicht genug Zeit blieb, haben wir zumindest eine Menge neuer Rezepte probiert und gesammelt, sodass Ihr Leser im Nachhinein noch ein kleines bisschen profitiert.

Starten wir traditionellerweise mit unserem Weihnachtsmenu. Am Heiligen Abend wollten meine Eltern vormittags in den Gottesdienst und ich nachmittags. Also mussten es Rezepte sein, die man gut vorbereiten kann. So gab es zur Vorspeise Lachspastetchen aus dem Slow Cooker mit Salat. Das Rezept findet ihr in Gabi Frankemölles neuem Kochbuch „Langsam kocht überall besser„. Diese habe ich am Vortag schon zubereitet.

Zur Hauptspeise gab es Gans, traditionell mit Rotkohl und einem Semmelknödel-Auflauf (ebenfalls aus dem Slow Cooker und ebenfalls aus Gabis neuem Buch). Ich weiß, ich wiederhole mich, aber meine Slowie-Brigade hat uns an Weihnachten so Einiges an Arbeit abgenommen 🙂

Als Nachtisch gab es Mini-Gugls mit selbst gemachtem Haselnuss-Eis und beschwipsten Äpfeln. Auch hier habe ich bis auf die Äpfel alles am Vortag vorbereitet.

Und hier sind die Rezepte der Nachspeise. 🙂

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Für die Mini-Gugls braucht ihr:

100 g Butter

125 g Zucker

eine Prise Salz

3 Eier

200 g Mehl

1/2 Päckchen Backpulver

evtl. 3 EL Milch

etwas geriebene Tonkabohne

Butter, Zucker und Salz schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren. Backpulver und Mehl mischen und unterheben, die Tonkabohne einrühren. Wenn der Teig zu zäh wird, etwas Milch dazu geben.

Den Teig in eine gefettete Mini-Guglform füllen (ich finde, das geht am besten mit einem Spritzbeutel) und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 10 Minuten backen. Achtung, in den kleinen Förmchen geht das wirklich ruckzuck, also lieber dabei bleiben 🙂

Für das Eis braucht ihr:

300 ml Sahne

170 g (eine Tube) Milchmädchen

mindestens 3 EL Haselnuss-Mus

Haselnusskrokant

Für das Eis die Sahne steif schlagen, das Milchmädchen, Haselnuss-Mus und Krokant unterrühren. Mindestens 4 Stunden (besser über Nacht) einfrieren und ca. 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Froster nehmen.

Für die beschwipsten Äpfel braucht ihr:

2 säuerliche Äpfel (Boskop)

100 ml Weißwein

40 g Zucker

6 cl weißen Portwein

Mark einer ausgekratzen Vanillestange

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Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit dem Weißwein, der Vanille und dem Zucker bei mittlerer Hitze die Äpfel leicht weich kochen lassen. Den Portwein dazu geben und noch einmal aufkochen.

Und dann nur noch alles hübsch auf einem schönen Teller anrichten und servieren 🙂