Schnelle Blaubeerschnittchen

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

eigentlich sollte an dieser Stelle – saisongemäß – ein Rezept für eine Spargelquiche stehen. Tatjana hat sich gestern bei der Zubereitung große Mühe gegeben und nach Anleitungen aus dem Internet gearbeitet. Geschmacklich war die Quiche in Ordnung, aber der Spargel hat gesaftet und dadurch die Sahne-Eier-Masse verwässert, d. h. sie muss die Zubereitung erst noch optimieren. Deshalb stelle ich Euch heute die Heidelbeerschnittchen vor, die ich kürzlich gebacken habe.

Nach dem Mittagessen trinken wir gewöhnlich eine Tasse Kaffee, meist ohne Kuchenbegleitung. Manchmal jedoch steht uns der Sinn nach etwas Gebackenem. Und da kommen die Blaubeerschnittchen ins Spiel. Heidelbeeren, und zwar die wilden, liebe ich seit meiner Kindheit. Ich verbinde mit ihrem Geschmack die Erinnerung an Sonntagsspaziergänge mit meinen Eltern und Geschwistern in den nahegelegenen Wald, wo wir immer nach Walderdbeeren und -heidelbeeren Ausschau hielten. Meist reichte unsere Ausbeute zwar nur für ein halbes Schälchen pro Kind (wir waren sechs Geschwister!), die wir mit Milch und etwas Zucker löffelten. Aber was war das für ein Genuss! Meist habe ich heute Waldheidelbeeren im Gefrierschrank, denn ich mag Blaubeerkonfitüre, Blaubeerkuchen – eigentlich alles aus Blaubeeren. Kulturheidelbeeren, die man jetzt fast immer und überall bekommt, können da geschmacklich überhaupt nicht mithalten.

Die Heidelbeerschnittchen sind schnell zubereitet, nicht allzu süß, haben durch die Haferflocken ordentlich Biss und lassen sich prima portionsweise einfrieren.

Ich habe ein Backblech von 30 x 25 cm verwendet. Auf einem größeren könnt Ihr diese Fläche mit einem doppelt gefalteten Streifen Alufolie abtrennen.

Meine Zutaten für den Boden und die Streusel:

150 g Butter

100 g grobe Haferflocken

150 g Weizenmehl oder Dinkelmehl Type 630

1 TL Backpulver

100 g gemahlene Mandeln

150 g Zucker

1 Ei

außerdem:

300 – 350 g Waldheidelbeeren (frisch oder TK)

2 EL Zitronensaft

100 g Zucker

1 Prise Salz

1 EL Speisestärke

Zuerst die Butter vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen.

Das Backblech mit Backpapier belegen.

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und vermengen. Die geschmolzene Butter und das Ei darunterrühren, bis eine krümelige, aber homogene Masse entsteht. Knapp 2/3 davon auf dem Backblech verteilen und mit den Händen oder einem Esslöffel grob festdrücken (es muss keine ebene Fläche sein).

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Den Rest Teig für die Streusel kühl stellen.

Die (gefrorenen) Heidelbeeren mit den übrigen Zutaten vermischen. Auf dem Teig verteilen. Mit der Hand dicke Streusel darüberkrümeln.

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Bei 175 °C etwa 40 – 45 Min. backen, bis die Streusel schön gebräunt sind. Keine Angst: die Speisestärke bindet den austretenden Saft, so dass der Teig nicht durchweicht.

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Mit den Blaubeerschnittchen habe ich jetzt immer ein Stück Kindheit im Gefrierschrank, und ich genieße sie, so oft mir danach ist – und mindestens ein Mit-Esser ebenfalls 🙂

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Kunterbunte Frühlingspfanne

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Endlich gibt es wieder reichlich frisches heimisches Gemüse. Ich finde ja, dass Kohlrabi zum Beispiel nie wieder so gut schmeckt wie im Frühjahr. Na ja, und heimischen Spargel gibt es sowieso nur jetzt. Was liegt da also näher, als alles zusammen in einer gemischten Gemüsepfanne zu genießen? Für die Farbe sorgt bunter Paprika. Die Mengen könnt Ihr je nach Lust, Laune und Appetit variieren.

Die Zutaten für ca. 4 Personen:

1 Zwiebel

etwas Butter zum Andünsten

Öl

2 Kohlrabi, die zarten Herzblättchen beiseitelegen

1 Bund grüner Spargel

6 Stangen weißer Spargel

je 1 rote und gelbe Paprikaschote

1 EL granulierte beste Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt oder sonstige Zusatzstoffe)

Frühlingspfanne

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und kleinschneiden. In einer hohen Pfanne mit etwas Butter bei kleiner Hitze dünsten.

In der Zwischenzeit die Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Hitze ein wenig heraufschalten, die Kohlrabi zu den Zwiebeln geben, anschwitzen, zwischendurch umrühren.

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Rettich-Kimchi

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

jetzt ist es doch endlich Frühling geworden, und nach dem langen Winter sehnen wir uns alle nach frischer „Kost“. Bei uns gibt es sogar schon den ersten heimischen Spargel. Den lasse ich allerdings noch links liegen, da er erstens sehr teuer und zweitens in beheizten Beeten und unter Folie gezogen ist. Da essen wir doch lieber erst unsere fermentierten Vorräte auf, seien es die grünen Bohnen oder die grünen Tomaten.

Auch Chinakohl-Kimchi , den die ganze Familie liebt, habe ich noch einmal angesetzt. Danach hat man immer ein großes Stück Rettich übrig, und diesmal war der Rettich wirklich riesig gewesen. Wie es der Zufall wollte, war ich neulich in dem Blog „Wilde Fermente“ auf ein Rezept für Rettich-Kimchi gestoßen. Man benötigt zum Teil die gleichen Zutaten wie beim Chinakohl-Kimchi; die Zubereitung geht schnell und ist ganz einfach. So konnte ich den Rest des Rettichs auch gleich verwerten und es war, wie man bei uns sagt, „ein Tun“.

Zuerst wird der Rettich entwässert. Dazu nimmt man:

1 großen weißen Rettich

1 EL Meersalz

1 EL Zucker

Der geschälte Rettich wird in 2 – 3 cm große Würfel geschnitten, in einer Schüssel mit dem Salz und dem Zucker vermischt und darf dann 30 Minuten Wasser ziehen.

In der Zwischenzeit bereitet man die übrigen Zutaten vor:

2 cm Ingwer, schälen und fein hacken

2 – 3 Knoblauchzehen, schälen und ebenfalls fein hacken

2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden

2 EL Fischsauce

1 bis 3 EL koreanisches Chilipulver (hatte ich leider nicht, dafür nahm ich nur 1 TL Harissa-Pulver, damit der Rettich nicht zu scharf wird.)

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Sobald der Rettich Wasser gezogen hat, wird die Lake abgegossen und aufgefangen. Die Rettichwürfel mit den weiteren Zutaten sowie 3 EL der aufgefangenen Lake mischen und in ein genügend großes Bügelglas geben. Die Würfel sollen möglichst wenig Zwischenräume haben. Das Glas jedoch nicht bis ganz oben füllen, damit für den Gärprozess noch Platz bleibt. Das Glas verschließen und bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort 4 – 5 Tage blubbern lassen. Anschließend in den Kühlschrank stellen und als gesunden Snack genießen.

 

Rüblikuchen – ohne Gluten mit viel Genuss

medaillon tatjana

Frohe Ostern, Ihr Lieben 🙂

Diesen Rüblikuchen habe ich letzte Woche für die Kollegen gebacken und da das Rezept gut ankam, am Samstag gleich noch mal für unsere Oster-Gäste und den Blog.

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Für den Teig braucht ihr:

450g Möhren

250g gemahlene Mandeln

200g Haselnüsse (ganz oder gemahlen)

1 TL Backpulver

1 TL Zimt

6 Eier

1 Prise Salz

200g Zucker

50ml Öl

 

Die Möhren schälen und fein raspeln. In ein Sieb geben oder leicht mit den Händen ausdrücken. Wenn ihr ganze Haselnüsse verwendet, diese mahlen. Die Möhren mit den geriebenen Mandeln, Haselnüssen, dem Zimt und dem Backpulver mischen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker und Salz ebenfalls schaumig schlagen. Die Eigelb-Masse und das Öl unter die Möhren rühren und den Eischnee unterheben.

Den Teig in eine gefettete 26er Springform geben und im vorgeheizten Ofen mindestens 50 Minuten bei 175°C backen. Der Kuchen ist sehr saftig und braucht ggf. ein bisschen länger. Stäbchenprobe machen!

Den fertigen Kuchen auskühlen lassen.

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Für das Frosting habe ich ein 300g Paket Frischkäse mit einigen Esslöffeln Zitronensaft und Puderzucker glatt gerührt. Die Masse soll streichfähig sein, aber nicht zerfließen. Den Puderzucker dosiert ihr ganz nach eurem Geschmack.

Den Kuchen durchschneiden, den unteren Boden, sofern vorhanden, mit einer passenden Marmelade (Aprikose, Orange etc.) bestreichen, eine geringe Menge des Frischkäse-Frostings daraufgeben und ebenfalls glatt streichen. Den oberen Boden darauflegen und mit dem Rest des Frischkäse-Frostings bestreichen.

Mit Marzipan-Möhrchen dekorieren.