Dinkel-Aprikosenkuchen mit Streuseln, histaminarm

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

hattet Ihr auch so ein traumhaftes Wetter an Pfingsten? Wir haben es richtig genossen und viel Zeit draußen verbracht.

Wir hatten Besuch von einer Schulfreundin (lang, lang ist’s her 🙂 ) aus Bayern , die eine Histamintoleranz hat. Damit ihr  mein Essen keine Probleme bereitet, habe ich mich vorher darüber informiert, was sie verträgt und was nicht. Weizen z.B. ist tabu, aber Dinkel bekommt ihr. Der Erdbeerkuchen, den ich ursprünglich geplant hatte, kam ebenfalls nicht in Frage. Als ich jedoch die ersten frischen Aprikosen sah und herausfand, dass Aprikosen unproblematisch sind, entschied ich mich für einen Aprikosenkuchen aus Dinkelteig. Zufällig habe ich mir vor kurzem ein Dinkel-Backbuch* ausgeliehen, in dem ich eine Teigart entdeckte, die ich so vorher noch nicht kannte. Und das, obwohl ich schon so ziemlich alle Teigarten verbacken habe, die es gibt – oder zumindest weiß, dass es sie gibt! Danach entstand mein histaminarmer Kuchen, der uns allen vorzüglich geschmeckt hat und meiner Freundin bestens bekommen ist.

Hier die Zutaten für eine 28-cm-Springform:

Teig:

200 ml Bio-Schlagsahne

3 Bio-Eier

100 g Zucker

1 Pckg. Vanillezucker

1 Prise Salz

abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone oder 2 Tropfen Bio-Zitronenöl

200 g Bio-Dinkelmehl Type 630

1 TL Bio-Weinstein-Backpulver

Belag:   750 g frische Aprikosen

Streusel:

50 g Butter, geschmolzen und abgekühlt

100 g feiner Zucker oder Puderzucker

1 Prise Salz

100 g Dinkelmehl

1 Prise Zimt

Zubereitung:

Zunächst die Aprikosen für eine Minute in kochendes Wasser legen, herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken und die Schale abziehen. Die Früchte halbieren, Stein entfernen und die Aprikosenhälften in einem Sieb beiseite stellen.

Dann die trockenen Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben, die Butter hinzufügen und mit den Schlagbesen des Handrührers auf niedriger Stufe zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Streusel kalt stellen.

Die Schlagbesen gut reinigen. Springform buttern und mit Paniermehl ausstreuen.

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Kuchenteig die Schlagsahne mit den Schlagbesen steif schlagen und kalt stellen.

Eier mit Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitrone so lange schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine helle, feinporige Masse entstanden ist. Die geschlagene Sahne daraufgeben. Mehl mit Backpulver daraufsieben und alles mit einem Gummischaber oder einem Schneebesen vorsichtig, aber gründlich vermengen.

Teig in die vorbereitete Springform füllen, etwas glatt streichen. Die Aprikosenhälften mit der gewölbten Seite nach oben darauf verteilen. Zum Schluss die Streusel darüberstreuen.

Auf der untersten Schiene bei 175 °C eine knappe Stunde backen.

Nach dem Auskühlen evtl. mit Puderzucker bestreuen und mit geschlagener Sahne servieren.

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Einen Teig, bei dem man unter die Zucker-Ei-Masse geschlagene Sahne mischt, kannte ich bisher noch nicht; Ihr denn? Über Eure Antworten würde mich mich sehr freuen.

*Bei dem Dinkelbackbuch handelt es sich um das „UrDinkel Backbuch“ mit Rezepten von Judith Gmür-Stalder, schweizer Rezeptautorin, Foodstylistin und Hauswirtschaftslehrerin.

 

 

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No-Bake Passionsfrucht-Törtchen

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

der Sommer ist nach einem eiskalten Frühling mit ganzer Kraft und viel Sonnenschein eingetroffen, das bedeutet: Mama ist viel im Garten und ich bin viel unterwegs. Deswegen ist es bei uns ein wenig stiller im Moment.

Aber heute habe ich, pünktlich zu Muttertag, ein hübsches und sehr leckeres Törtchen für Euch.

Da ich Mirror Glaze verwendet habe, müssen die Törtchen gefroren verarbeitet werden. Deshalb braucht Ihr auf jeden Fall eine bzw. zwei Silikon-Formen und müsst reichlich Zeit einplanen. Ich habe mir letztens bei Aldi Süd das Set aus Mini Muffins und normal großen Muffins besorgt und das war perfekt dafür 🙂

Mein Rezept basiert auf dem Maracuja-Cheesecake von Malu, ich habe mir aber die Komponenten selbst zusammengebastelt 🙂

Zunächst werden die Böden und „Kerne“ vorbereitet.

Für den Keksboden braucht ihr nur

200 g Butterkekse

80 g weiche Butter

40 g braunen Zucker

An den Butterkeksen könnt Ihr sämtliche gesammelten Aggressionen abarbeiten. Ich habe sie in einen stabilen Gefrierbeutel gepackt, in ein Geschirrtuch gewickelt und das Ganze mit einer Bratpfanne bearbeitet, bis sie schön fein-krümelig waren.

In die großen Förmchen füllen und festdrücken, dann einfrieren.

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Für den Maracuja-Kern:

3 Passionsfrüchte

250 g gekauften Maracuja-Saft oder -Nektar

30 g Zucker

3 Blätter Gelatine

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.

Die Passionsfrüchte aushöhlen, das Mus durch ein Sieb streichen und den Saft auffangen. Zusammen mit dem gekauften Maracuja-Saft und dem Zucker einmal aufkochen, von der Platte ziehen; die Gelatine ausdrücken und einrühren.

Für die Kerne habe ich die kleinen Förmchen verwendet. Die Masse auf 6 Förmchen aufteilen.

Aus den restlichen 6 Förmchen habe ich „Kerne“ aus einem Passionsfrucht-Curd hergestellt.

Dafür braucht ihr:

200 ml Maracuja-Saft oder -Nektar

Mark aus 1/2 Vanille-Schote

150 g Zucker

120 g Butter

3 Eier

Den Passionsfrucht-Saft mit dem Vanillemark, der Butter und dem Zucker einmal aufkochen, von der Platte ziehen und kurz abkühlen lassen. Dann nacheinander die Eier unterrühren und vorsichtig erneut erhitzen, bis die Creme fest wird. Diese auf die restlichen 6 Förmchen aufteilen. Meine „Kerne“ waren je ca. 1cm hoch, damit sie auch beide in die Förmchen passen.

Die „Kerne“ ebenfalls einfrieren.

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Wenn sie hart gefroren sind, könnt Ihr Euch an die Herstellung der Creme machen.

Dafür braucht Ihr:

150 ml Buttermilch

100 g Sahne

200 g Frischkäse

6 Blätter Gelatine

100 ml Maracuja-Saft oder -Nektar

80 g Zucker

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.

Den Frischkäse glatt rühren und die Sahne steif schlagen.

Den Passionsfrucht-Saft mit dem Zucker zusammen aufkochen, von der Platte ziehen und die Buttermilch hinzugeben. Die Gelatine gut ausdrücken und einrühren, solange die Masse noch heiß ist.

Das Ganze zum Frischkäse geben und glattrühren. Dann die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Bei Gelatine arbeitet man immer gegen die Zeit, also zügig arbeiten.

Die Masse in die Muffin-Förmchen gießen und zu ca. 2/3 füllen. Die gefrorenen „Kerne“ aus den Förmchen lösen und je einen  Maracuja-Curd- und einen Maracuja-Gelee-Kern vorsichtig in die Buttermilch-Creme fallen lassen. Als letztes die Keksboden-Böden daraufgeben und möglichst bündig abschließen lassen.

Das Ganze wieder einfrieren, am besten über Nacht: Für das Überziehen mit Mirror-Glaze, also mit Spiegelglasur, müssen die Törtchen hart gefroren sein.

Für die Mirror-Glaze habe ich das Rezept von Ofenkieker verwendet, 1:1, mit Maracuja-Saft statt Wasser angemischt und mit weißer und gelber Lebensmittelfarbe (Rainbow-Dust Puderfarben) eingefärbt.

Die Mirror-Glaze muss zur Verarbeitung handwarm sein, die Zeit, in der sie abkühlt, könnt Ihr dazu nutzen, die Törtchen vorsichtig aus den Silikon-Förmchen zu lösen und auf einem Rost zu platzieren. Ich hatte ein kleines Backblech untergelegt, dann könnt ihr die ablaufende Glasur auffangen und wieder verwenden.

Die Mirror-Glaze füllt Ihr in ein Gefäß, das gut und präzise gießt.

Und dann die geforenen Törtchen gleichmäßig mit der Glasur begießen. Diese kurz anziehen lassen und ein zweites Mal glasieren.

Mit einer kleinen Palette könnt Ihr die Törtchen anheben und die überstehende Glasur mit einem scharfen Messer abschneiden.

Dann nach Wunsch noch weiter verzieren (bei mir mussten Gänseblümchen aus dem Garten herhalten) und bis zum Servieren kühl stellen. Die übrig gebliebene Glasur könnt ihr einfrieren und nach vorsichtigem Erhitzen wieder verwenden.

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Für den Muttertag ist es natürlich schon zu spät, aber man kann seine Mama ja immer verwöhnen – oder den Papa, die/den Liebste/n …  😉

P.S. Passionsfrucht und Maracuja sind zwar verwandt, aber nicht exakt dasselbe. Ihr könnt für die Törtchen aber beides verwenden, müsst dann nur den Zucker nach Eurem Geschmack anpassen, denn Maracuja ist saurer als Passionsfrucht.