Schlaaaand! Choux au Craquelin mit Creme Patissiere

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

es ist WM. Heute gab es leider noch nichts zu feiern für uns. Aber da wir ja generell positiv sind, ist es für mich trotzdem ein Grund, etwas in Deutschland-Farben zu backen 🙂

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(Einen Grund zu backen finde ich eigentlich immer).

Die „Choux“ ist ein französischer Brandteig, „Craquelin“ bezeichnet einen Mürbteig, der beim Backen auf dem Teig aufbricht und eine Art Streusel bildet. Gefüllt sind die Windbeutel mit drei verschiedenen Creme Patissiere-Varianten.

Die Craquelin sowie die Basis für die Creme Pat (auf Deutsch Konditorcreme) lassen sich sehr gut am Tag vorher zubereiten.

Für die Craquelin braucht ihr:

50g Butter

50g braunen Zucker

50g Mehl

Lebensmittelfarbe (optional)

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten – könnte nicht einfacher sein 🙂 Ich habe den Teig danach noch in drei Teile geteilt und entsprechend mit Puderfarbe eingefärbt.

In Frischhaltefolie einwickeln und kühl stellen.

Für die Creme-Patissiere-Basis habe ich (Asche über mein Haupt) handelsübliches Puddingpulver verwendet. Für den Schokopudding habe ich nur die Hälfte der Tüte verwendet, den Zucker leicht reduziert und noch 2 EL Backkakao eingerührt. Und dann nach Packungsanweisung kochen.

Den Vanillepudding benötigen wir für die roten und die gelben Windbeutel, da habe ich eine Tüte Vanillepudding nach Packungsanweisung gekocht.

In Tupper umfüllen, die Oberfläche mit einer Lage Frischhaltefolie schützen und kühl stellen.

Hier war für mich an Tag 1 Schluss, weiter ging es an Tag 2 mit der Choux.

Für die Choux braucht ihr:

100 ml Wasser

100 ml Milch

100 g Butter

100 g Mehl

2 EL Zucker

1/3 TL Salz

3 Eier

Tonkabohne

Wasser, Milch, Butter, Zucker, Salz und eine Prise geriebene Tonkabohne in einen Topf geben, auf kleiner Flamme schmelzen, aber nicht kochen lassen.

Den Topf von der Flamme ziehen, das Mehl dazu geben, zurück auf die Platte und bei mittlerer Hitze den Teig mit einem Holzlöffel mindestens 1 Minute abbrennen. Das bedeutet eigentlich nur Rühren, Rühren, Rühren. Am Boden des Topfes bildet sich eine verbrannte Schicht, daher nicht zu fest am Topfboden kratzen. Der Teig ist fertig, wenn er homogen und zäh ist. Beim Abbrennen geht es darum, möglichst viel Feuchtigkeit aus dem Teig verdampfen zu lassen, daher lieber zu lang als zu kurz auf der Platte lassen.

Danach den Teig in eine Schüssel umfüllen und mit den Rührbesen des Handrührers nacheinander die Eier unter arbeiten.

Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer runder oder Sterntülle füllen und ca. 3-4cm große „Küsschen“ oder Häufchen 😉 auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech dressieren.

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Brandteig tut es sehr gut, erst mal an der Luft zu trocknen, bevor er in den Ofen kommt, daher keine Eile, während ihr die Craquelin auf 2-3mm ausrollt und Kreise (etwas kleiner als Eure Choux-Küsschen) ausstecht. Die Kreise mittig auf die Choux legen und leicht andrücken.

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Im auf 200° C Backofen 40-50 Minuten goldbraun backen. Um die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen zu lassen, einen Holzlöffel in die Tür klemmen.

Die Windbeutel auf einem Rost auskühlen lassen und in der Zwischenzeit die Cremes fertig machen.

Dafür benötigt ihr noch 500g Sahne.

Für die Schoko-Variante den Pudding glattrühren, 200g Sahne steif schlagen und vorsichtig unter den Pudding heben. Wieder kühl stellen, wenn ihr sie nicht sofort benötigt.

Für die Erdbeer-Variante die Hälfte des Vanillepuddings glatt rühren, 150g Sahne steif schlagen und diese vorsichtig unter den Pudding heben. Für den Erdbeer-Geschmack hatte ich 200g gefrorene Erdbeeren, die ich aufgetaut und püriert habe und ebenfalls in die Creme gerührt habe. Ebenfalls kühl stellen.

Für die Vanille-Variante die andere Hälfte des Vanillepuddings glatt rühren und wieder 150g steif geschlagene Sahne unterheben.

In die Windbeutel von unten ein kleines Loch bohren, und die Cremes mit dem Spritzbeutel und langer schmaler Tülle in die Windbeutel spritzen. Sanft vorgehen, sonst platzen euch oben die Deckel ab.

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Brandteig verspeist man am besten sofort. Sollte das nicht möglich sein, luftdicht verpacken und bis zum Servieren kühl stellen.

Klein, erfrischend, leicht und rund, sind sie mit einem Haps in Eurem Mund 😀

Und jetzt lasst uns weiter die Mannschaft anfeuern. Schlaaaand!

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Glücksrollen – Geheimtipp für heiße Tage

Auf die gute (alte) Art

medaillon tatjana

Ich liebe Sommerrollen. Bei Vivu, meinem Lieblingsasiaten in Düsseldorf, esse ich jedes Mal eine zur Vorspeise. Und da es am Wochenende so heiß werden sollte, habe ich mich letzte Woche vorsorglich schon mal mit Reispapier und Reisnudeln eingedeckt, um für die Familie selbst welche zu machen.

Sehr praktisch, so bleibt bei der Hitze der Ofen kalt und erfrischend und leicht sind sie außerdem.

Und das Schöne daran: Ihr könnt sie mit allem füllen, was ihr mögt.

Ich habe mich für Garnelen, Hühnchen und geräucherten Lachs entschieden. Mit Tofu oder einfach nur Gemüse gefüllt, lassen sie sich aber auch vegetarisch und vegan ganz leicht abwandeln.

Bevor Ihr loslegt, empfiehlt es sich, sich alles schon geschnippelt, abgekühlt und vorbereitet zurecht zu stellen, dann geht das Rollen ganz leicht von der Hand.

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Ihr braucht (auf jeden Fall):

Reispapier

Reisnudeln

Für die Füllung eignen sich:

Hähnchenbrust

Garnelen

Gravad Lachs

Und sonst so:

Gurke

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