Abdruckte mit Mohn aus Hefeteig

Hallo, Ihr Lieben! Mein Schatz liebt Mohngebäck. Von dem Mohnkuchen seiner Tante Carola aus Oberschlesien schwärmt er heute noch. Seit ich ihm neulich ein Stück Mohnstrudel von einer Kollegin mitgebracht hatte, lag er mir in den Ohren, wie lecker solch … Weiterlesen

Pichelsteiner, modern

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

dieses ungemütliche Wetter verlangt, wie ich finde, nach einem wärmenden Gemüse-Eintopf: Pichelsteiner zum Beispiel. Wenn ich früher Pichelsteiner gekocht habe, war das immer irgendwie stressig. Bis das ganze Gemüse vorbereitet war und zusammen in den Topf kam, wurde die Zeit, die zum Garen blieb, immer knapp. Denn wir hatten relativ feste Essenszeiten und die Familie war dann hungrig. So kam der Schnellkochtopf zum Einsatz, und am Ende war das Gemüse blass und oft zerkocht, was wir gar nicht mögen.

Dieser Pichelsteiner steht in gut einer Stunde auf dem Tisch und die Zubereitung verläuft recht entspannt, da die einzelnen Zutaten nach und nach in den Topf gegeben werden. Das Ergebnis ist ein köstlicher Eintopf, der bei niedriger Temperatur gegart wird, so dass das Gemüse Farbe und Biss behält und jede Gemüseart noch an ihrem Geschmack zu erkennen ist. Auf die Art bleiben auch mehr von den guten Inhaltsstoffe erhalten.

pichelsteiner

Ich nahm folgende Zutaten:

500 g Kalbsgulasch (Schwein oder Rind, auch gemischt, ist ebenfalls möglich)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

4 mittelgroße Kartoffeln

4 mittelgroße Möhren

1 Stück Sellerie, wie es in abgepacktem Suppengemüse enthalten ist

2 Petersilienwurzeln

1 Stange Porree

ca. 1/8 l Brühe

2 EL Sojasauce

1 Lorbeerblatt

1 TL Majoran

1 TL Kümmel, gemahlen

Salz, Pfeffer

1 – 2 EL gehackte Petersilie

1 TL Butterschmalz

Und so geht es:

Die Zwiebel schälen und würfeln. Die Knoblauchzehe ebenfalls schälen und nur andrücken.

Das Kalbsgulasch mit der Sojasauce vermischen.

In einem ausreichend großen Topf das Butterschmalz bei Mittelhitze zerlassen. Zwiebeln kurz angehen lassen. Knoblauchzehe und Kalbfleisch dazugeben. Unter Rühren kurz anbraten. Lorbeerblatt und Majoran zufügen. Das Fleisch bei niedriger Temperatur und geschlossenem Deckel 20 Minuten dünsten.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in etwa 2×2 cm große Würfel schneiden. Nach 20 Minuten auf das Kalbfleisch schichten. Mit wenig Salz und dem Kümmel bestreuen. Die warme Gemüsebrühe angießen, so dass die Kartoffeln knapp bedeckt sind. Deckel erneut schließen und leise simmernd weitergaren lassen.

Dann Sellerie und Petersilienwurzel schälen und würfeln. Die Möhren ebenfalls. Nach weiteren 20 Minuten das Wurzelgemüse auf die Kartoffeln schichten. Wieder leicht salzen. Bei geschlossenem Topf weitersimmern lassen. (Es muss nicht mit Flüssigkeit bedeckt sein, sondern gart im aufsteigenden Dampf und behält so seine Farbe.)

Die Porreestange halbieren, waschen und in beliebig große Stücke schneiden. Nach 10 Minuten auf das Wurzelgemüse geben. Deckel auflegen und so lange weitergaren, bis das Gemüse die gewünschte Bissfestigkeit hat.

Am Ende die Petersilie zufügen, alles vorsichtig vermischen, mit Pfeffer und evtl. Salz abschmecken.

So ein bunter Eintopf sieht nicht nur appetitlich aus, sondern schmeckt und tut gut. Ein echter Seelenwärmer eben!

 Die angegebene Menge reicht für 2 – 3 Portionen und kann beliebig erweitert werden. Auch bei den Gemüsesorten kann man ganz nach den eigenen Vorlieben variieren:  Kohlrabi, Blumenkohl, Wirsing, Weißkraut, Grünkohl! passen zum Beispiel ebenfalls gut und bringen Abwechslung.

Und nun: Lasst es Euch schmecken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konfekt aus übriggebliebenem Weihnachtsgebäck

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama
Es ist jedes Jahr das Gleiche: der Plätzchenteller ist leergegessen, in den Dosen mit dem Weihnachtsgebäck sind nur noch Krümel, da finden sich irgendwo noch Plätzchen, auf die niemand mehr Appetit hat. In manchen Jahren lagen sie bei uns monatelang im Keller, bis sie schließlich doch im Müll oder in der Komposttonne landeten. Diesmal sollte mir das nicht passieren: die verschmähten Lebkuchen wurden zusammen mit angebrochenen Backzutaten-Packungen zu leckeren Pralinen. „Upcycling“ nennt man das, glaube ich.
Das Rezept funktioniert übrigens auch mit fast allen anderen Gebäcksorten wie z.B. Spekulatius, Butterplätzchen, Spritzgebäck, Printen etc.
Bei den anderen Zutaten kann man ebenfalls variieren und muss sich nicht exakt an die angegebenen Mengen halten.
Pr.ausschnitt
Ich hatte noch folgende Zutaten für meine Pralinen:
260 g Lebkuchen
150 g dunkle Kuvertüre
70 g Butter
eine angebrochene Packung gehackte Haselnüsse
Kakao zum Wälzen
Zum Tränken der Lebkuchen stellte ich eine Mischung aus je 2 EL Kaffeelikör…

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Grünkohl-Gratin

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

die Feiertage liegen hinter uns. Wir haben gefeiert, gelacht, gespielt, uns ausgeruht und natürlich ausgiebig geschlemmt. Jetzt haben wir uns vorgenommen, wieder mehr auf gesundes Essen zu achten. Die ersten Vorbereitungen dazu habe ich noch „zwischen den Jahren“ getroffen, indem ich einen kleinen Vorrat unseres beliebten Kimchis angesetzt habe. Es ist nun fertig, schmeckt köstlich und wartet im Kühlschrank darauf, uns gesund durch den Winter zu bringen.

Hier habe ich gleich noch einen gesunden Vorschlag für Euch: Grünkohl gehört für die Briten und Amerikaner zu den neuen Superfoods. Dort heißt er „kale“ und wird vor allem roh verzehrt. Bei uns ist Grünkohl nicht neu: man kennt und isst ihn schon seit 500 Jahren. Früher wartete man, bis er Frost bekommen hatte, weil er dadurch milder im Geschmack geworden war. Heute weiß man, dass nicht Frost, sondern niedrige Temperaturen die enthaltenen Bitterstoffe abmildern. Von November bis März ist Grünkohl frisch erhältlich. Den Rest des Jahres oder wenn man im Süden unseres Landes wohnt, wo Grünkohl eher nicht angebaut wird, steht TK-Ware zur Verfügung.

Gesund ist Grünkohl allerdings: Bei nur 31 Kilokalorien pro 100 g enthält er reichlich die Vitamine C, A und E sowie Folsäure, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink,  reichlich Ballaststoffe und, wichtig für die Muskeln, 4 Gramm Protein. Er soll entgiften, Entzündungen hemmen und angeblich sogar Krebs vorbeugen. Ich gebe zu: in roher Form, wie die Briten und Amerikaner ihren „kale“ hypen, ist er gar nicht mein Fall. Als fettreicher Eintopf, triefend vor Schmalz, aber auch nicht.

Dieser Grünkohleintopf ist nach meiner Meinung ein guter Kompromiss und schmeckt vielleicht sogar jemandem, der Grünkohl sonst überhaupt nicht mag.

Für 4 Portionen braucht Ihr:

6 mittelgroße Pellkartoffeln, frisch gekocht oder als Rest

1 kg frischen bzw. 500 g TK-Grünkohl

5 EL Butterschmalz oder Rapsöl

Salz

Pfeffer

1 Prise Muskatnuss

1/2 TL Zimt

1 gute Prise Zucker

insges. 4 Zwiebeln (zum Überbacken nach Geschmack auch mehr)

2 EL Semmelbrösel

4 geräucherte Bauernknacker (Vegetarier können stattdessen mit Rauchsalz würzen)

Zubereitung:

Frischen Grünkohl verlesen, waschen und grob hacken.

1 Zwiebel schälen, würfeln und in 3 EL Fett glasig dünsten. Grünkohl hinzufügen, kurz mit anrösten, salzen und pfeffern. Evtl. etwas Wasser oder, falls vorhanden, Brühe zugeben, damit der Grünkohl nicht ansetzt. In etwa 30 Minuten bissfest dünsten lassen. Dann mit Muskat, Zimt, Zucker und evtl. (Rauch-)Salz abschmecken. Vorsicht: die Bauernknacker salzen nach!

In der Zwischenzeit die restlichen Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Im restlichen Fett glasig dünsten. Semmelbrösel hinzufügen und salzen. Beiseite stellen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Eine Auflaufform fetten.

Die gekochten Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in die Auflaufform geben. Den Grünkohl darauf schichten. Die Bauernknacker in den Grünkohl drücken. Mit dem Zwiebel-Semmelbrösel-Gemisch bedecken.

Auf der untersten Schiene des Backofens in ca. 30 Minuten goldbraun backen.

Grünkohl

In diesem Sinn wünschen wir Euch ein gesundes, glückliches und insgesamt wundervolles Jahr.