Grünkohl-Gratin

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

die Feiertage liegen hinter uns. Wir haben gefeiert, gelacht, gespielt, uns ausgeruht und natürlich ausgiebig geschlemmt. Jetzt haben wir uns vorgenommen, wieder mehr auf gesundes Essen zu achten. Die ersten Vorbereitungen dazu habe ich noch „zwischen den Jahren“ getroffen, indem ich einen kleinen Vorrat unseres beliebten Kimchis angesetzt habe. Es ist nun fertig, schmeckt köstlich und wartet im Kühlschrank darauf, uns gesund durch den Winter zu bringen.

Hier habe ich gleich noch einen gesunden Vorschlag für Euch: Grünkohl gehört für die Briten und Amerikaner zu den neuen Superfoods. Dort heißt er „kale“ und wird vor allem roh verzehrt. Bei uns ist Grünkohl nicht neu: man kennt und isst ihn schon seit 500 Jahren. Früher wartete man, bis er Frost bekommen hatte, weil er dadurch milder im Geschmack geworden war. Heute weiß man, dass nicht Frost, sondern niedrige Temperaturen die enthaltenen Bitterstoffe abmildern. Von November bis März ist Grünkohl frisch erhältlich. Den Rest des Jahres oder wenn man im Süden unseres Landes wohnt, wo Grünkohl eher nicht angebaut wird, steht TK-Ware zur Verfügung.

Gesund ist Grünkohl allerdings: Bei nur 31 Kilokalorien pro 100 g enthält er reichlich die Vitamine C, A und E sowie Folsäure, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink,  reichlich Ballaststoffe und, wichtig für die Muskeln, 4 Gramm Protein. Er soll entgiften, Entzündungen hemmen und angeblich sogar Krebs vorbeugen. Ich gebe zu: in roher Form, wie die Briten und Amerikaner ihren „kale“ hypen, ist er gar nicht mein Fall. Als fettreicher Eintopf, triefend vor Schmalz, aber auch nicht.

Dieser Grünkohleintopf ist nach meiner Meinung ein guter Kompromiss und schmeckt vielleicht sogar jemandem, der Grünkohl sonst überhaupt nicht mag.

Für 4 Portionen braucht Ihr:

6 mittelgroße Pellkartoffeln, frisch gekocht oder als Rest

1 kg frischen bzw. 500 g TK-Grünkohl

5 EL Butterschmalz oder Rapsöl

Salz

Pfeffer

1 Prise Muskatnuss

1/2 TL Zimt

1 gute Prise Zucker

insges. 4 Zwiebeln (zum Überbacken nach Geschmack auch mehr)

2 EL Semmelbrösel

4 geräucherte Bauernknacker (Vegetarier können stattdessen mit Rauchsalz würzen)

Zubereitung:

Frischen Grünkohl verlesen, waschen und grob hacken.

1 Zwiebel schälen, würfeln und in 3 EL Fett glasig dünsten. Grünkohl hinzufügen, kurz mit anrösten, salzen und pfeffern. Evtl. etwas Wasser oder, falls vorhanden, Brühe zugeben, damit der Grünkohl nicht ansetzt. In etwa 30 Minuten bissfest dünsten lassen. Dann mit Muskat, Zimt, Zucker und evtl. (Rauch-)Salz abschmecken. Vorsicht: die Bauernknacker salzen nach!

In der Zwischenzeit die restlichen Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Im restlichen Fett glasig dünsten. Semmelbrösel hinzufügen und salzen. Beiseite stellen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Eine Auflaufform fetten.

Die gekochten Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in die Auflaufform geben. Den Grünkohl darauf schichten. Die Bauernknacker in den Grünkohl drücken. Mit dem Zwiebel-Semmelbrösel-Gemisch bedecken.

Auf der untersten Schiene des Backofens in ca. 30 Minuten goldbraun backen.

Grünkohl

In diesem Sinn wünschen wir Euch ein gesundes, glückliches und insgesamt wundervolles Jahr.

 

 

3 Kommentare zu “Grünkohl-Gratin

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