Grünkohl modern und doch klassisch

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

wenn man jetzt bei uns über den Markt geht, sieht man überall die auffälligen Rosetten des Grünkohls liegen. Ich gebe zu, bis vor kurzem habe ich Grünkohl immer tiefgekühlt, bereits kleingeschnitten und blanchiert gekauft. Durch unsere Lieblingsgartensendung im Fernsehen inspiriert, wollte ich ihn aber auch einmal frisch zubereiten.

Zunächst war ich etwas überrascht von dem Volumen, das da für 2 Portionen vor mir lag, obwohl der Bauer auf dem Markt die Blätter bereits vom Strunk geschnitten hatte. Nach der Zubereitung blieb aber tatsächlich nur so viel übrig, wie wir auch bewältigen konnten.

Und dann stellte sich die Frage, was man daraus macht. Im Internet wird Grünkohl ja als „Superfood“ in den abenteuerlichsten Varianten beworben. Roh genossen soll er unschlagbar gesund sein (was vermutlich auch stimmt), aber ein Leckerbissen ist er so bestimmt nicht. Die meisten modernen Vorschläge finde ich nicht sehr verlockend, und meinem Schatz, der von Kindheit an die rheinische Art gewohnt ist, brauche ich damit schon gar nicht zu kommen. Also habe ich mir einen Kompromiss überlegt: die Zutaten sind klassisch, die Zubereitung ist modern. Grünkohl-Gratin zum Beispiel isst er sehr gerne (das Rezept dazu findet Ihr hier).

 

Für die moderne Variante der rheinischen Grünkohl-Zubereitung benötigt Ihr für 4 Portionen folgende Zutaten:

ca. 1 kg geputzten Grünkohl (also die Blätter ohne Strunk und dicke Stiele)

2 Zwiebeln

2 EL neutrales Öl zum Braten, z.B. Rapsöl

100 bis 200 g gewürfelten geräucherten Speck

Salz, Pfeffer,

je 1 Prise Zimt und Muskat

nach Belieben: 1-2 EL feine Haferflocken für eine leichte Bindung

Die Zubereitung:

Die Grünkohlblätter zunächst in reichlich kaltem Wasser waschen. Die restlichen noch vorhandenen groben Stiele entfernen.

In einem ausreichend großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Das Kochwasser großzügig salzen. Den Grünkohl in das kochende Wasser geben und 3 Minuten blanchieren.

Eine große Schüssel Eiswasser bereit halten und den blanchierten Grünkohl hineingeben. Danach in einem Durchschlag abtropfen lassen.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. In dem Öl leicht andünsten. Den Speck dazugeben und weiterdünsten, bis die Zwiebeln glasig und weich sind.

In der Zwischenzeit den blanchierten Grünkohl in beliebig grobe oder feine Stücke schneiden. Zum Zwiebel-Speck-Gemisch geben. Mit Salz, Pfeffer und je einer Prise Zimt und Muskat würzen. Evtl. die Haferflocken hinzufügen. Alles gut vermischen und bei geringer Hitze bis zum gewünschten Garpunkt weiterdünsten.

Wir mögen den Grünkohl gerne mit ein wenig Biss. Dann hat er auch noch seine appetitlich grüne Farbe. Mettwürstchen und Bratkartoffeln sind klassische Beilagen wie zur rheinischen Variante. Das Gemüse selbst schmeckt aber frischer, sogar ein klein wenig süßlich – modern eben!

Grünkohl modern

Natürlich schmeckt auch diese Variante (vorsichtig) aufgewärmt ausgezeichnet.

 

Resteverwertung 2: Sauce Bolognese wird zu Blumenkohlgratin

Habt Ihr auch noch Käse vom Raclette übrig? Dann habe ich hier einen Vorschlag, wie Ihr ihn verwerten könnt.

 

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Heute verrate ich Euch wie versprochen eine weitere Art, übbriggebliebene Sauce Bolognese zu verwerten, und zwar zusammen mit Blumenkohl. Man kann natürlich auch sofort die doppelte Menge Sauce Bolognese kochen …

Noch vielseitiger als Sauce Bolognese ist Blumenkohl. Für sich alleine etwas langweilig lassen sich mit ein paar weiteren Zutaten wahre Köstlichkeiten aus ihm zaubern, sogar Kuchen, wie man mir gesagt hat (Probiert habe  ich das aber noch nicht.)  Blumenkohl mit übriggebliebener Sauce Bolognese und Raclettekäse ergibt jedoch fast im Handumdrehen ein herzhaftes Gratin.

Die Zutaten für 4 Personen:

1 mittelgroßer Blumenkohl

ein ordentlicher Rest Sauce Bolognese (mind. 2 Tassen voll)

200 g Raclettekäse nach Wahl (französischer Raclettekäse schmeckt mild, schweizer herzhaft)

Zubereitung:

Den Blumenkohl in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Den Backofen auf 225 °C vorheizen.

Blumenkohl 1

Die Sauce Bolognese in eine Auflaufform geben. Blumenkohlröschen darauf verteilen. Raclettekäse in Streifen schneiden, den…

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