Salat aus Porreegrün

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten und wir warten schon sehnsüchtig auf das junge Freilandgemüse. Wer nachhaltig handeln und keinen Spargel aus Südamerika und Dergleichen kaufen möchte, muss sich noch hauptsächlich mit den verschiedenen Kohlsorten, Wurzelgemüse und Porree (auch Lauch genannt) begnügen. Die vielen Kohlsorten essen wir sehr gerne und wärmende Eintöpfe aus unterschiedlichen Gemüsesorten sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan. Die weißen und hellgrünen Teile des Porrees verwende ich ganzjährig für Soßen und Eintöpfe, pur dagegen eher selten. Die dunkelgrünen Abschnitte waren für mich immer Abfall und landeten auf dem Kompost. Ich weiß, dass viele von Euch die dunklen Teile als Suppenzutat nutzen, aber da es bei uns höchst selten Suppe gibt, hatte ich bisher keine Verwendung dafür.

Vor ein paar Tagen sah ich nun, wie Diana Burkel, eine Spitzenköchin aus Nürnberg, in einer Fernsehsendung Porree in drei verschiedenen Zubereitungsarten für ein Gericht verwendete: die weißen Abschnitte wurden gedünstet, die hellgrünen zusammen mit eingelegtem Grillpaprika zu einer stückigen Sauce verarbeitet, und aus den dunklen Abschnitten bereitete sie einen Salat zu. Ich griff die Idee auf und probierte auch den Salat aus den dunkelgrünen Blättern, die ich sonst immer auf dem Kompost entsorgt hatte. Und was soll ich sagen: Dieser Salat ist der Hammer! Und ganz einfach in der Zubereitung ist er obendrein! Tatjana wollte gleich das Rezept dafür. Ich habe ihr versprochen, dass sie es demnächst in unserem Blog findet. Hier ist es also:

Ihr braucht dafür:

die dunkelgrünen Porreeabschnitte, die Ihr nicht für ein Porreegericht verwenden könnt

eine große Pfanne

Rapsöl

Essig

Salz, Pfeffer

eine Prise Zucker

Und so einfach geht es:

Den gewaschenen Porree in feine Streifen schneiden.

Die Pfanne mit ganz wenig Öl richtig heiß werden lassen. Den Porree hineingeben und, zunächst ohne umzurühren, kräftig anbraten. Er darf ruhig braune Stellen bekommen. Dann wenden. Wenn er rundherum angebraten ist, auf einem Teller flach ausbreiten und etwas abkühlen lassen. So behält er seine frische grüne Farbe (und wird nicht, wie Diana meinte, „bundeswehrbraun“).

Die lauwarmen Porreestreifen in eine Schüssel geben. Mit einem Schuss Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Zum Schluss evtl. noch etwas Öl hinzufügen. Lauwarm oder kalt genießen.

Porreesalat

Ich verspreche Euch, bei mir landen die dunklen Porreeblätter nie wieder auf dem Kompost! 😉