Ochsenschwanzragout

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

obwohl es nach dem Kalender Hochsommer ist, fühlen sich die Temperaturen zur Zeit eher herbstlich an. Und wenn es die Sonne gar nicht durch die dunklen Wolken schafft, bekommt man vielleicht wieder einmal Appetit auf etwas richtig Deftiges. Mein Vorschlag wäre dann dieses köstliche Ochsenschwanzragout. Es wird ganz langsam im Römertopf geschmort, d.h. man kann es sich stundenlang selbst überlassen. Auch als Gästeessen ist es ideal, weil man sich in der Zwischenzeit ungestört den weiteren Vorbereitungen widmen kann.

Ihr kanntet Ochsenschwanz bisher nur als -suppe? Dann wird es höchste Zeit, dieses schmackhafte Fleisch auch einmal so zu probieren! 😉

WP_20170702_002

Die Zutaten für 6 – 8 Personen:

1 Ochsenschwanz, zerteilt

2 Zwiebel

2 Möhren

2 Stangen Bleichsellerie

1 Stange Porree

1 EL Tomatenmark

1 große oder 2 kleine Dosen stückige Tomaten

1 Stängel Rosmarin

2 Stängel Thymian

1 Lorbeerblatt

Salz, Pfeffer

1 EL gutes Olivenöl

etwa 1/2 Tasse gehaltvoller Rotwein

Die Zubereitung:

Römertopf wässern.

Das Gemüse würfeln. Rosmarin und Thymian fein hacken. Gemüse, die Kräuter, Lorbeerblatt und Tomatenmark in den Römertopf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl darübergießen. Alles gut vermischen.

Die Ochsenschwanzstücke mit Salz und Pfeffer würzen und auf das Gemüse legen.

Römertopf verschließen. In den kalten Backofen auf die unterste Schiene stellen.

Backofen einschalten: 220 °C Ober-/Unterhitze.

Nach einer halben Stunde alles mit dem Rotwein übergießen.

Römertopf wieder schließen.

Backofen auf 120 °C herunterschalten.

Weitere 2 1/2 Stunden (oder länger) schmoren lassen. Es ist gar, wenn es fast vom Knochen fällt.

Abschmecken und mit einer Beilage nach Belieben servieren.

Guten Appetit!

 

Avocado-Kuchen

Medaillon MamaWP_20170804_001

Ihr Lieben,

schon ganz lange wollte ich diesen Kuchen backen, aber ich traute mich nicht. Denn ich war mir nicht sicher, ob die Familie einen grünen Kuchen überhaupt probieren würde. Nun hatten wir unsere Freunde aus Neuseeland, die Avocado und überhaupt gesundes Essen lieben, wieder einmal zu Besuch. Das war die Gelegenheit! Ich habe mich nach dem Rezept vom Blog Schokohimmel gerichtet und es nur ganz wenig abgeändert. Es ist im Grunde genommen ein ganz normaler Rührkuchen, der jedoch Avocado-Püree enthält. Herausgekommen ist ein saftiger, beinahe cremiger Kuchen: nicht zu süß, aber unheimlich lecker. Das fanden nicht nur unsere neuseeländischen Freunde und ihre Kinder, sondern selbst meine kritische Familie. Und weil er so schnell weg war, konnte ich nur noch die kläglichen Reste fotografieren, bevor auch sie noch verspeist wurden.

Zunächst habe ich die Zutaten abgewogen und bereitgestellt:

225 g Butter

200 g braunen Rohrzucker

1 TL Vanillezucker

1 Prise Salz

1 TL abgeriebene Zitronenschale oder einige Tropfen Bio-Zitronenöl

4 Eier

350 g Mehl

1/2 Päckchen Backpulver

50 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln)

1 reife Avocado (reif ist sie, wenn sie auf Druck nachgibt)

1 TL Zitronensaft

Die Zubereitung:

Eine Kastenform buttern und mit etwas Mehl ausstäuben.

Die Avocado halbieren und den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausheben und in einen Mixbecher geben. Sofort den Zitronensaft dazugeben. Mit einem Pürierstab fein pürieren und beiseite stellen.

Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Butter kurz verrühren, bis sie Spitzen zieht. Zucker, Vanillezucker und Salz darunterrühren. Die Eier einzeln dazugeben und immer wieder alles gut vermischen, bis eine homogene Masse entstanden ist und der Zucker sich aufgelöst hat.

Dann Mehl, Nüsse und Avocado zügig darunterrühren.

Den Teig in die Form füllen und auf der untersten Schiene des Backofens etwa eine Stunde backen. Wenn kein Teig mehr an einem hineingesteckten Holzstäbchen hängenbleibt, den Kuchen aus dem Ofen nehmen. 1/2 Stunde auf einem Gitter stehen lassen und erst dann auf das Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Ich habe die Oberseite mit 2 EL meines frisch gekochten Apfelgelees abgeglänzt, das ich mit etwas Wasser in der Mikrowelle flüssig gemacht hatte, und dann mit gehackten Pistazienkernen bestreut. Wer es mag, kann aber auch einen Guss aus Puderzucker und Zitronensaft herstellen.

Der dezente nussige Geschmack einer Avocado wird durch die Haselnüsse hervorgehoben und gibt dem Kuchen meiner Meinung nach „Charakter“, ohne hervorzustechen. Aber probiert es doch einfach selbst aus!

Schmorgurken

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

nach wochenlanger Trockenheit hat es endlich wieder geregnet. Das heißt, ich brauche erst einmal nicht mehr jeden Tag 1 1/2 Stunden meinen Garten zu wässern, sondern kann mich wieder mehr dem Kochen widmen, neue Gerichte ausprobieren oder alte hervorholen. Und vor allem habe ich wieder Zeit, Euch hier im Blog daran teilhaben zu lassen.

Sohnemann versucht sich neuerdings als Gärtner und hat neben Radieschen, Erdbeeren, Pflücksalat und Kartoffeln auch einige Gurken- und Tomatenpflanzen herangezogen. Obwohl unsere Tomaten reichlich tragen, sind sie noch grün. Unser Biobauer auf dem Markt verkauft jedoch schon die ersten eigenen Tomaten, und so köchelt das erste selbstgemachte Sugo dieses Jahres auf meinem Herd.

Von den Gurkenpflanzen konnten wir bereits regelmäßig ernten. So lecker die eigenen Mini- und Schlangengurken in Bioqualität auch sind, wurden sie uns zuletzt im Salat doch ein wenig über. Als nun wieder eine große Schlangengurke am Strauch hing, beschloss ich, diesmal Schmorgurken auf den Tisch zu bringen. Das erste Mal seit vielen Jahren übrigens. Wüsstet Ihr auf Anhieb, wie man Schmorgurken zubereitet? Ich wusste es nicht mehr und musste mir im Internet erst einmal Anregungen suchen.

Doch dann wagte ich mich an dieses „exotische Gericht“, wie Sohnemann meinte, heran. Und siehe da: der Familie hat es geschmeckt.

Die Zutaten für 3-4 Personen als Beilage:

1 große, feste Schlangengurke oder 2 Schmorgurken (gibt es auf dem Wochenmarkt)

1 Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Gemüsebrühe (aus gekörnter Bio-Gemüsebrühe)

1/2 Becher Sahne

1/2 Becher Crème fraîche

Salz, Pfeffer

evtl. eine Prise Zucker zur Geschmacksabrundung

Dill

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten.

In der Zwischenzeit die Gurke schälen und längs halbieren. Mit einem Teelöffel die Kerne herauskratzen. Die Gurkenhälften in 1 cm breite Stücke schneiden.

Crème fraîche mit Gemüsebrühe und Sahne verrühren.

Sobald die Zwiebeln glasig sind, Hitze heraufschalten. Die Gurkenstücke zu den Zwiebeln geben, kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Sahnemischung ablöschen und die Herdplatte sofort auf die kleinste Stufe schalten, so dass die Sauce nur gerade eben aufkocht. Dann die Gurkenstücke garziehen lassen. (Wir mögen sie gerne bissfest, aber das ist natürlich Geschmackssache.)

Vor dem Servieren noch einmal abschmecken und mit gehacktem Dill bestreuen.

Schmorg

Wie Ihr auf dem Bild seht, haben wir Salzkartoffeln und Schnitzel dazu gegessen. Klassisch ist auch Lachs mit Kartoffelpüree.

Bei uns müssen jetzt die nächsten Gurken erst reif werden. Bis dahin freuen wir uns dann auch wieder auf Gurkensalat 😉

 

 

Grillage-Torte – Genuss mit Hindernissen

medaillon tatjana

Wir hatten heute Mittag Besuch und ich sollte mich um die Nachspeise kümmern. Auf unserer Blog-To-Do-Liste steht schon seit längerem eine Grillage-Torte – oder Grillasch-Torte, wieder Rheinländer sagt. Eine typische Krefelder Spezialität, auch wenn der Rest des Niederrheins ebenfalls Ansprüche anmeldet. Als Original-Krefelder (ich zumindest, meine Mutter hat ihre Wurzeln weiter südlich) beanspruchen wir diese sahnige Sünde aber ganz klar für uns.

IMG_0808

Es gibt gefühlte 1000 verschiedene Rezepte und sogar eine Homepage namens „Rettet die Grillage-Torte“, denn gemäß besorgter Niederrheiner stirbt sie langsam aus. Das können wir natürlich nicht zulassen!

Eigentlich war sie als Schicht-Dessert im Glas geplant, das Rezept auch bereits herausgesucht, aber Mama meinte, eigentlich hätte sie für den Blog doch eine richtige Torten-Form verdient. Also hieß es nochmal Rezepte wälzen. Ich habe mich an einem Chefkoch-Rezept orientiert).

Aber irgendwie hatte ich schon Samstag früh schlechte Laune, das Wetter war doof und… überhaupt! Normalerweise bringt mich Backen immer wieder ins Gleichgewicht, aber am Samstag hat das irgendwie so überhaupt nicht funktioniert.

Aber obwohl so einiges schief ging (Baiser klebte, Biskuit war dafür bretthart und die Sahne fast abgeschmiert) überzeugte das End-Ergebnis, sodass wir Euch das Rezept trotzdem nicht vorenthalten möchten.

Die Torte wird gefroren serviert, das heißt ihr müsst sie auf jeden Fall einen Tag vor dem Servieren zubereiten. Nehmt Euch lieber nichts anderes vor, die Zubereitung ist doch ziemlich aufwendig.

IMG_0811

Starten wir mit dem Baiser.

Ihr braucht:

5 Eiweiß

400g Zucker

60g gemahlene Haselnüse

1 TL Vanille-Zucker

1 Pk. Vanille-Pudding-Pulver

1 Prise Salz

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 140°C vorheizen.

Die Eiweiß in einer großen Schüssel steif schlagen, 200g Zucker und Salz einrieseln lassen und mit aufschlagen. Die restlichen 200g Zucker mit den Haselnüssen und dem Puddingpulver mischen und vorsichtig unter den Eischnee heben.

Gleichmäßig auf das Blech streichen und mindestens eine Stunde trocknen. (Bei mir war der Baiser danach noch klebrig, sodass er später noch mal für ca. eine halbe Stunde in den Ofen musste – Panne Nr. 1).

IMG_0810

Auskühlen lassen und in der Zwischenzeit den Biskuit backen.

Dafür braucht Ihr:

1 Ei

1 EL heißes Wasser

30 g Zucker

1 Prise Salz

1 TL Vanillezucker

25g Mehl

25g Speisestärke

1/2 TL Backpulver

Eine 26er Springform mit Butter einfetten und mit Paniermehl einstäuben.

Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Das Ei mit dem heißen Wasser ca. eine Minute lang über heißem Wasser aufschlagen. Zucker, Vanillezucker und Salz dazu geben und nochmal kräftig aufschlagen. Wenn die Masse fast weiß und ganz luftig ist, vorsichtig das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterheben.

In die Springform füllen und ca. 20 Minuten backen. (Da der Teig kaum bräunte und man bei Biskuit ja auch den Ofen nicht dauernd öffnen soll, hatte ich ihn wesentlich länger drin, was ihn in einen ziemlich knusprigen Keks verwandelte – Panne Nr. 2).

Ich habe ihn „gerettet“, indem ich mir aus einem Rest Kaffee, etwas Rum und Schokolikör eine Tunke angerührt, den abgekühlten Biskuit mehrfach eingepiekst und ihn dann damit bestrichen habe.

Für den Baiser und die Deko ca. 1/2 Tafel Blockschokolade schmelzen.

IMG_0808

Den Baiser habe ich in der Größe der Springform ausgeschnitten und dann mit der flüssigen Schokolade eingepinselt. Für die Deko habe ich aus dem restlichen Baiser kleine Schmetterlinge ausgestochen und ebenfalls in die Schokolade getaucht. Außerdem habe ich noch ein paar Schoko-Gitter hergestellt.

Und dann könnt ihr auch schon mit der Sahne-Creme starten.

Ihr braucht insgesamt:

800g Sahne

80g Zucker

2 Päckchen Sahnesteif oder San-Apart

1 Päckchen Schoko-Raspel

1 Päckchen Krokant

400g Sahne mit Sahnesteif und 40g Zucker steif schlagen – wenn es heiß oder schwül ist darauf achten, dass die Sahne richtig kalt ist. Ggf. vorher auch die Schlagbesen des Handrührers oder der Küchenmaschine kurz ins Eisfach legen. (Bei mir war scheinbar die Sahne zu warm oder die Laune zu schlecht, jedenfalls ist sie mir fast zu Butter geworden – Panne Nr. 3.)

Nach Belieben Schokoraspel unterheben und in der Springform auf den getränkten Biskuit streichen. Eine Weile anfrieren lassen (ich hatte für diesen Tag genug und habe früh morgens weiter gemacht).

Die restlichen 400g Sahne mit Sahnesteif und 40g Zucker steif schlagen. Ca. 1/4 davon abnehmen und beiseite stellen (wird später für die Seiten und die Deko benötigt).

Unter den größeren Teil nach Belieben Krokant heben, den Baiserboden auf die gefrorene Torte legen, und die Sahne darauf verstreichen.

Ich habe für die Deko mit Spritzbeutel und Sterntülle kleine Sahneküsschen obenauf gespritzt.

Dann die Torte wieder einfrieren.

Ca. 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Eisfach nehmen, vorsichtig aus der Form lösen und die Ränder mit der restlichen (vorher kaltgestellten) geschlagenen Sahne einstreichen. Mit Deko nach Wahl verzieren und servieren.

Ein süßer, sahniger, schokoladiger und sehr kalorienreicher Genuss – der die ganzen Strapazen auf jeden Fall wert ist 🙂

IMG_0805

 

 

 

Leichter Sommer-Sattmacher: Süßkartoffelsalat mit Avocado

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

kalendarisch ist es noch nicht ganz Sommer, aber das scheint der Frühling nicht mitbekommen zu haben und fährt sein schönstes Wetter auf. Es ist warm, es ist sonnig, ein Traum 🙂

Und bei der Wärme bleibt der Ofen am besten kalt (in meiner Dachgeschosswohnung sowieso).

Dieser Salat ist perfekt für heiße Tage geeignet. Er ist leicht und gesund und macht trotzdem satt.

IMG_0392 (1)

Ihr braucht:

1 Lauchzwiebel

2 Süßkartoffeln

Saft von 1/2 Zitrone

ca. 1 Handvoll Champignons

1 Avocado

2 gekochte oder pochierte Eier

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Pesto nach Wahl (zum Beispiel dieses hier)

IMG_0390

Die Süßkartoffeln in Scheiben schneiden und entweder auf einem Blech mit Olivenöl beträufelt oder in etwas Kokosöl in der Pfanne weich rösten.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen und vierteln. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Avocado ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel habe ich in Ringe geschnitten und mit etwas Olivenöl in der Mikrowelle kurz angedünstet (ich vertrage rohe Zwiebeln einfach nicht).

Aus dem Zitronensaft, Olivenöl und Salz und Pfeffer ein Dressing anrühen.

Wenn die Süßkartoffeln weich sind, alles schön auf einem Teller anrichten, das Dressing und etwas Pesto darauf träufeln.

Vegetarisch, lowcarb und (trotzdem) richtig lecker 🙂

 

Glücksrollen – Geheimtipp für heiße Tage

medaillon tatjana

Ich liebe Sommerrollen. Bei Vivu, meinem Lieblingsasiaten in Düsseldorf, esse ich jedes Mal eine zur Vorspeise. Und da es am Wochenende so heiß werden sollte, habe ich mich letzte Woche vorsorglich schon mal mit Reispapier und Reisnudeln eingedeckt, um für die Familie selbst welche zu machen.

Sehr praktisch, so bleibt bei der Hitze der Ofen kalt und erfrischend und leicht sind sie außerdem.

Und das Schöne daran: Ihr könnt sie mit allem füllen, was ihr mögt.

Ich habe mich für Garnelen, Hühnchen und geräucherten Lachs entschieden. Mit Tofu oder einfach nur Gemüse gefüllt, lassen sie sich aber auch vegetarisch und vegan ganz leicht abwandeln.

Bevor Ihr loslegt, empfiehlt es sich, sich alles schon geschnippelt, abgekühlt und vorbereitet zurecht zu stellen, dann geht das Rollen ganz leicht von der Hand.

IMG_0704

Ihr braucht (auf jeden Fall):

Reispapier

Reisnudeln

Für die Füllung eignen sich:

Hähnchenbrust

Garnelen

Gravad Lachs

Und sonst so:

Gurke

Paprika

Blattsalat

Möhrchen

Kräuter (original sind Thai-Basilikum und Koriander, ich hatte rotes Basilikum und Schnittlauch)

Sushi-Ingwer

Sesam

Ich habe zunächst die Garnelen und die in dünne Scheiben geschnittene Hähnchenbrust mariniert: Für die Garnelen eine Knoblauchzehe und ein kleines Stück Ingwer durch die Presse drücken, mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren, über die Garnelen geben und kalt stellen.

Für das Hähnchen Currypulver, Salz, Pfeffer, Olivenöl und einen Spritzer Zitronensaft verrühren, über das Fleisch geben und kalt stellen.

Sommerrollen sind eine klebrige Angelegenheit, daher habe ich ein paar EL Sesam ohne Öl in einer Pfanne angeröstet. Darin lassen sich die fertigen Sommerrollen später wälzen, dann kleben sie nicht zusammen.

Dann die Reisnudeln in kochendes Wasser legen, drei Minuten ziehen lassen, abgießen und kalt abbrausen und abtropfen lassen.

Das Fleisch und die Garnelen anbraten, ebenfalls abkühlen lassen.

Das Gemüse in feine Streifen schneiden. Die Möhrchen (mein Vater verträgt sie nicht roh) habe ich mit dem Sparschäler in feine Streifen gehobelt, in der Pfanne mit ca. 1 EL Zucker und einem Stich Butter ein Karamell hergestellt und die Möhren kurz darin geschwenkt. Ein EL Sesam darüber sorgt für einen schönen Crunch.

Den Blattsalat waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden.

Und dann kann es auch schon losgehen: Für das Reispapier braucht ihr einen tiefen Teller (oder eine Schüssel) mit kaltem Wasser und ein nasses (sauberes 😉 ) Geschirrtuch.

Das Reispapier einige Sekunden in das Wasser tauchen, und ca. 1 Minute zwischen das nasse Tuch legen, bis das Papier weich und geschmeidig ist. Nach Geschmack füllen, die Enden des Reispapiers an den kurzen Seiten nach innen einklappen und eng zusammenrollen. Das erfordert ein bisschen Übung und Geschick, aber nach einigen Versuchen habt ihr sicher den Dreh raus 🙂

Die Unterseite der gefüllten Rollen in den Sesam tunken und auf einer Platte ablegen.

IMG_0694

Zwischen die einzelnen Rollen habe ich etwas Blattsalat „gestopft“, denn wenn die Rollen einmal zusammenkleben, bekommt ihr sie kaum wieder auseinander.

Bis zum Servieren abgedeckt kalt stellen.

Zum Dippen gab es Soja-Sauce, einen Avocado-Dip (eine Avocado mit dem Saft einer Zitrone, Salz, Pfeffer, einer in Röllchen gehackten Frühlingszwiebel und 2 EL Frischkäse mit dem Stabmixer pürieren) und einen Erdnuss-Kokos-Dip dazu.

Dafür braucht ihr:

1 Knoblauchzehe

einen EL Öl zum Braten

150ml Kokosmilch

2 EL Erdnussbutter oder -mus

1 EL Sojasauce

1 EL Hoisin-Sauce

1 TL Rohrzucker

Salz und Pfeffer

Den Knoblauch durch die Presse drücken, im Öl kurz anschwitzen. Mit der Kokosmilch ablöschen, die Pfanne von der Herdplatte ziehen, alle weiteren Zutaten dazugeben, glattrühren. Abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.

Et voilà 🙂 Ein gesundes, leichtes und erfrischendes Essen. Dank Fingerfood auch schön auf Partybuffets oder als Picknick-Food 🙂

IMG_0702

 

 

 

 

 

 

Muttertagsschmankerl: Himbeer-Rhabarber-Tarte mit Eierlikör-Mascarpone-Creme

medaillon tatjana

Von meiner letzten Pralinenaktion mit meiner Kollegin war noch Eierlikör-Ganache übrig, die Mama aus dem Kühlschrank haben wollte. Für unseren Sonntags-Besuch brauchte es außerdem noch ein frühlingshaftes Dessert. Aus der Google-Suche ergab sich dieses Rezept 🙂

Auch die Deko sah so hübsch aus. Die Mama mag nicht so gerne Mürbeteig, aber ich habe mich durchgesetzt 🙂

IMG_0412

Das Rezept für den Teigboden spare ich mir an dieser Stelle. Ihr könnt den Teig aus dem Original-Rezept verwenden, er hat sich sehr gut verarbeiten lassen, oder ihr greift auf unser bewährtes Mürbteig-Rezept zurück.

Den fertigen Teig dünn ausrollen und in eine gebutterte Tarte- oder Quiche-Form geben. Mit Frischhaltefolie abdecken und kaltstellen.

Dann im auf 180°C vorgeheizten Backofen erst 15 Minuten blind backen (ich verwende geschrubbte Steine aus dem Garten) und dann 10 Minuten ohne Beschwerung zu Ende backen.

Auskühlen lassen.

Für das Kompott benötigt ihr:

400g Rhabarber

120g Himbeeren (ich habe TK verwendet)

80g Zucker

100ml Wasser

etwas Vanille-Extrakt

25g Stärke, in 50ml Wasser aufgelöst

5 Blätter Gelatine

Bewahrt euch eine Stange Rhabarber und ein paar Himbeeren für die Deko auf. 🙂

Für das Kompott die Früchte mit dem Zucker, Wasser und dem Vanilleextrakt aufkochen und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen. Die Gelatine einweichen und kurz VORSICHTIG! in der Mikrowelle flüssig werden lassen. Die Stärke in das Kompott einrühren, die flüssige Gelatine einrühren.

Ebenfalls abkühlen lassen und dann auf dem Tarte-Boden verteilen. Richtig durchkühlen lassen, am besten über Nacht.

IMG_0425

Bei der Eierlikör-Mascarpone-Creme habe ich improvisiert, da, wie gesagt, noch Ganache von meinen Eierlikör-Pralinen übrig war. Ich habe sie einfach mit einer Packung (250g) Mascarpone verrührt und noch einen Schuss Cointreau hinzugegeben. Im Original-Rezept wird aber sehr gut erklärt, wie ihr das Topping auch herstellen könnt.

IMG_0415

Die Creme auf der Tarte verteilen und nach Wunsch dekorieren. Ich hatte ein paar gehackte Pistazien, Zitronenzesten, Himbeeren, Rhabarber (in unterschiedlich große Stücke geschnitten) und Gänseblümchen aus dem Garten.

IMG_0409

Et voilà. So frisch, so lecker und so hübsch auf der muttertäglichen Kaffeetafel – oder schon am Frühstückstisch, wer nicht so lange warten möchte 🙂

Alternativ hätten wir noch dieses Rhabarberkuchen-Rezept für Euch.

Ciabatta mit getrockneten Tomaten

Langsam wird es wärmer. Bald wird wieder überall gegrillt und man bekommt schon Appetit alleine von dem Duft, der zu uns herüberweht. Brot darf natürlich bei keiner Grillparty fehlen. Frisch und selbstgebacken ist es einfach unübertrefflich. Wie wäre es zum Beispiel das nächste Mal mit einem (oder einer) Ciabatta mit getrockneten Tomaten im Teig? Am vergangenen Sonntag, einem herrlich warmen Frühlingstag, haben auch wir wieder einmal den Grill angeheizt. Ein bunter Salat zum Gegrillten sowie je ein Ciabatta mit und eines ohne Tomaten auf der Terrasse genossen, ließen beinahe Urlaubsgefühle aufkommen.

WP_20170430_004

Hierzu war ein wenig Vorplanung erforderlich. Man benötigt Weizensauerteig, den man als Trockenprodukt im Reformhaus oder Bioladen bekommt. Manche haben auch einen selbstgezüchteten zu Hause. (Ersatzweise eignet sich auch Roggensauerteig.) Den Sauerteig muss man schon am Vortag ansetzen, damit er etwa 15 – 20 Stunden reifen kann.

Am Vortag werden dazu 5 g Weizen- oder Roggen-Sauerteig mit 50 g Weizenmehl (frisch gemahlen oder mindestens Type 550) und 50 ml Wasser in einer Schüssel gut vermischt und abgedeckt bei Zimmertemperatur 15 – 20 Stunden stehen gelassen.

Für die beiden Brote verwendete ich außerdem:

1 gehäuften EL getrocknete Tomaten in Öl

1/4 Würfel frische Hefe

250 ml Wasser

1 TL flüssige Schlagsahne (dadurch wurde die Krume weicher und saftiger)

500 g Weizenmehl (Type 550)

2 TL Salz (wenn die Tomaten sehr salzig sind, etwas weniger)

1 TL Zucker

3 EL Olivenöl

evtl. Sesam zum Bestreuen

Am Back- bzw. Grilltag die getrockneten Tomaten abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden.

Die Hefe mit dem Zucker in etwas Wasser auflösen, den Rest des Wassers und die Sahne darunterrühren.

Für den Teig Mehl, Salz, Olivenöl und den angesetzten Sauerteig in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken von der Mitte aus kneten und die Flüssigkeit langsam dazugeben. Solange bearbeiten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und nicht mehr klebt. Sollte er zu trocken sein, esslöffelweise noch etwas Wasser dazugeben. Den Teig halbieren. In eine Hälfte die Tomatenstücke vorsichtig unterkneten. Die beiden Teigstücke nebeneinander in eine Schüssel legen.

Den Teig zugedeckt solange gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Das dauert etwa 2 Stunden.

Die gegangenen Teigstücke auf ein leicht bemehltes Backbrett geben und länglich formen.

Mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Das Brot mit den Tomaten mit Mehl bestäuben. Das zweite Brot mit Wasser bestreichen.

Die Teigstücke noch einmal eine halbe Stunde gehen lassen. Das zweite Brot noch einmal mit Wasser bestreichen und mit Sesam bestreuen.

Den Backofen auf 250 °C vorheizen. Eine flache, feuerfeste Schale mit Wasser miterhitzen. Sobald die 250 °C erreicht sind, die Schale aus dem Backofen nehmen (Vorsicht: heiß!) und das Backblech auf die 2 Schiene von unten schieben. Backofen sofort auf 220 °C herunterschalten. Die Brote eine halbe Stunde backen, bis sie schön gebräunt sind.

Solltet Ihr Wert auf die charakteristischen Löcher in der Krume legen, den Teig beim Formen nicht mehr kneten! Dann nur noch etwa 10 Minuten gehen lassen und gleich den Backofen vorheizen. Andernfalls laufen die Brote zu sehr auseinander.

Bei uns darf auf keinen Fall selbstgemachte Kräuterbutter dazu fehlen. Bon appétit! 😉