Leichter Sommer-Sattmacher: Süßkartoffelsalat mit Avocado

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

kalendarisch ist es noch nicht ganz Sommer, aber das scheint der Frühling nicht mitbekommen zu haben und fährt sein schönstes Wetter auf. Es ist warm, es ist sonnig, ein Traum 🙂

Und bei der Wärme bleibt der Ofen am besten kalt (in meiner Dachgeschosswohnung sowieso).

Dieser Salat ist perfekt für heiße Tage geeignet. Er ist leicht und gesund und macht trotzdem satt.

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Ihr braucht:

1 Lauchzwiebel

2 Süßkartoffeln

Saft von 1/2 Zitrone

ca. 1 Handvoll Champignons

1 Avocado

2 gekochte oder pochierte Eier

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Pesto nach Wahl (zum Beispiel dieses hier)

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Die Süßkartoffeln in Scheiben schneiden und entweder auf einem Blech mit Olivenöl beträufelt oder in etwas Kokosöl in der Pfanne weich rösten.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen und vierteln. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Avocado ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel habe ich in Ringe geschnitten und mit etwas Olivenöl in der Mikrowelle kurz angedünstet (ich vertrage rohe Zwiebeln einfach nicht).

Aus dem Zitronensaft, Olivenöl und Salz und Pfeffer ein Dressing anrühen.

Wenn die Süßkartoffeln weich sind, alles schön auf einem Teller anrichten, das Dressing und etwas Pesto darauf träufeln.

Vegetarisch, lowcarb und (trotzdem) richtig lecker 🙂

 

Glücksrollen – Geheimtipp für heiße Tage

medaillon tatjana

Ich liebe Sommerrollen. Bei Vivu, meinem Lieblingsasiaten in Düsseldorf, esse ich jedes Mal eine zur Vorspeise. Und da es am Wochenende so heiß werden sollte, habe ich mich letzte Woche vorsorglich schon mal mit Reispapier und Reisnudeln eingedeckt, um für die Familie selbst welche zu machen.

Sehr praktisch, so bleibt bei der Hitze der Ofen kalt und erfrischend und leicht sind sie außerdem.

Und das Schöne daran: Ihr könnt sie mit allem füllen, was ihr mögt.

Ich habe mich für Garnelen, Hühnchen und geräucherten Lachs entschieden. Mit Tofu oder einfach nur Gemüse gefüllt, lassen sie sich aber auch vegetarisch und vegan ganz leicht abwandeln.

Bevor Ihr loslegt, empfiehlt es sich, sich alles schon geschnippelt, abgekühlt und vorbereitet zurecht zu stellen, dann geht das Rollen ganz leicht von der Hand.

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Ihr braucht (auf jeden Fall):

Reispapier

Reisnudeln

Für die Füllung eignen sich:

Hähnchenbrust

Garnelen

Gravad Lachs

Und sonst so:

Gurke

Paprika

Blattsalat

Möhrchen

Kräuter (original sind Thai-Basilikum und Koriander, ich hatte rotes Basilikum und Schnittlauch)

Sushi-Ingwer

Sesam

Ich habe zunächst die Garnelen und die in dünne Scheiben geschnittene Hähnchenbrust mariniert: Für die Garnelen eine Knoblauchzehe und ein kleines Stück Ingwer durch die Presse drücken, mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren, über die Garnelen geben und kalt stellen.

Für das Hähnchen Currypulver, Salz, Pfeffer, Olivenöl und einen Spritzer Zitronensaft verrühren, über das Fleisch geben und kalt stellen.

Sommerrollen sind eine klebrige Angelegenheit, daher habe ich ein paar EL Sesam ohne Öl in einer Pfanne angeröstet. Darin lassen sich die fertigen Sommerrollen später wälzen, dann kleben sie nicht zusammen.

Dann die Reisnudeln in kochendes Wasser legen, drei Minuten ziehen lassen, abgießen und kalt abbrausen und abtropfen lassen.

Das Fleisch und die Garnelen anbraten, ebenfalls abkühlen lassen.

Das Gemüse in feine Streifen schneiden. Die Möhrchen (mein Vater verträgt sie nicht roh) habe ich mit dem Sparschäler in feine Streifen gehobelt, in der Pfanne mit ca. 1 EL Zucker und einem Stich Butter ein Karamell hergestellt und die Möhren kurz darin geschwenkt. Ein EL Sesam darüber sorgt für einen schönen Crunch.

Den Blattsalat waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden.

Und dann kann es auch schon losgehen: Für das Reispapier braucht ihr einen tiefen Teller (oder eine Schüssel) mit kaltem Wasser und ein nasses (sauberes 😉 ) Geschirrtuch.

Das Reispapier einige Sekunden in das Wasser tauchen, und ca. 1 Minute zwischen das nasse Tuch legen, bis das Papier weich und geschmeidig ist. Nach Geschmack füllen, die Enden des Reispapiers an den kurzen Seiten nach innen einklappen und eng zusammenrollen. Das erfordert ein bisschen Übung und Geschick, aber nach einigen Versuchen habt ihr sicher den Dreh raus 🙂

Die Unterseite der gefüllten Rollen in den Sesam tunken und auf einer Platte ablegen.

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Zwischen die einzelnen Rollen habe ich etwas Blattsalat „gestopft“, denn wenn die Rollen einmal zusammenkleben, bekommt ihr sie kaum wieder auseinander.

Bis zum Servieren abgedeckt kalt stellen.

Zum Dippen gab es Soja-Sauce, einen Avocado-Dip (eine Avocado mit dem Saft einer Zitrone, Salz, Pfeffer, einer in Röllchen gehackten Frühlingszwiebel und 2 EL Frischkäse mit dem Stabmixer pürieren) und einen Erdnuss-Kokos-Dip dazu.

Dafür braucht ihr:

1 Knoblauchzehe

einen EL Öl zum Braten

150ml Kokosmilch

2 EL Erdnussbutter oder -mus

1 EL Sojasauce

1 EL Hoisin-Sauce

1 TL Rohrzucker

Salz und Pfeffer

Den Knoblauch durch die Presse drücken, im Öl kurz anschwitzen. Mit der Kokosmilch ablöschen, die Pfanne von der Herdplatte ziehen, alle weiteren Zutaten dazugeben, glattrühren. Abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.

Et voilà 🙂 Ein gesundes, leichtes und erfrischendes Essen. Dank Fingerfood auch schön auf Partybuffets oder als Picknick-Food 🙂

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Carpaccio mit Rettich und Radieschen

medaillon tatjana

Es ist wieder soweit. Wie formulierte meine Freundin Alwy es letztens? Fröhliches Lästern mit Freunden des Unterschichtenfernsehens – aka Germany’s next Topmodel. Aber es ist und bleibt nun mal Tradition seit nunmehr 10 Jahren (puh), dass wir Mädels uns Donnerstags zum Kochen, Quatschen und Essen zu GNTM treffen. Und aus mir unerfindlichen Gründen ist es die einzige Zeit des Jahres, wo wir uns regelmäßig einmal die Woche treffen. Der Kreis erweitert sich manchmal, mal ist er wieder kleiner. Aber noch jedes Jahr kam und kommt er zustande.

Letzten Donnerstag war ich an der Reihe mit der Bewirtung – was bedeutet, dass ich schon Wochen vorher nach Rezepten Ausschau halte und Kochbücher wälze. Irgendwie war ich diesmal aber mit keinem Rezept so richtig glücklich und so entschied ich mich für eine Brotzeit – oder Brettljause, für alle unterhalb des Weißwurst-Äquators.

Meine Kollegin hat mir ein Jausenbrettl geliehen und ich habe mich auf hochwertige Produkte meiner Lieblingsbäckerei Herkules, der Bio-Metzgerei meines Vertrauens Gläser und Schicki-Micki-Bioladens TEMMA konzentriert.

Dips und Beilagen habe ich selbst gemacht, unter anderem dieses Rettich-Radieschen-Carpaccio.

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Ihr braucht:

Einen Rettich

Ein Bund Radieschen

Schnittlauch

Salz & Pfeffer

Olivenöl

einen hochwertigen weißen Balsamico

Den Rettich und die Radieschen hobeln und auf einem schönen Teller anrichten. Salzen, Pfeffern und kurz Wasser ziehen lassen. Mit Essig und Öl beträufeln und mit frisch geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Et voilà. So einfach wie hübsch ist dieses Gericht ein echter Hingucker auf jedem Brotzeit-Tisch.

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Kimchi

Fermentieren liegt im Trend, und das ist gut so. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass unsere Nahrung arm an lebenswichtigen Mikroorganismen ist. Diese finden sich in eben den fermentierten Nahrungsmitteln (auch in Getränken wie Kombucha, Wein, Bier, Sekt u.v.a.mehr). Ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit Mikroorganismen für die Gesundheit und probiere immer wieder eine andere Art zu fermentieren aus. Über hausgemachtes Sauerkraut und Kombucha  sowie eine Kombucha-Variante mit Waldmeister habe ich ja schon geschrieben. Diesmal wollte ich das vielgepriesene Kimchi, eine koreanische Spezialität, probieren. Kimchi gilt übrigens als eines der gesündesten Nahrungsmittel der Welt.

Interessant fand ich die Herstellung in kleineren Portionen, nämlich in Einmachgläsern. Das habe ich schon ausprobiert und es funktioniert, ist aber nicht ideal. Dann sah ich Gläser mit Fermentierröhrchen im Deckel. Die jedoch muss man sich selbst basteln. Das ist mir zu umständlich. Schließlich entdeckte ich die geniale Art zu fermentieren: Silikondeckel mit einer winzigen Öffnung, die lediglich die Gase heraus-, aber keinen Sauerstoff hineinlassen. Sauerkraut und Kimchi werden nämlich anaerob, d.h. ohne Sauerstoff, fermentiert. Die passende Ausrüstung musste erst angeschafft werden. Aber wozu hat man denn Geburtstag? Die Familie legte zusammen, und dann konnte ich loslegen.

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Meine Fermentierausstattung. Jedes Glas fasst etwa 0,75 l. Die Gläser gibt es in verschiedenen Größen.

Bei der Zubereitung habe ich mich größtenteils an das Rezept von Andrée Lee gehalten. Er stammt aus Korea und führt eine Kochschule in Kaiserslautern.

Die Zutaten:

1 Chinakohl

Der Chinakohl wird halbiert und über Nacht in einer Salzlake mit 15 % Salz (also 150 g Salz pro Liter Wasser) eingelegt.

Weiter brauchen wir:

1 Stück Rettich (etwa 10 cm)

3 Frühlingszwiebeln oder 1 kleine Stange Lauch

1 – 2 Möhren

1 Kohlrabi (optional)

1 – 2 Knoblauchzehen

1 Stück Ingwer (etwa 2 cm)

1/2 Birne

Chili nach Geschmack

100 ml Fischsoße

Salzwasser (4-5 EL Salz pro Liter Wasser)

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Der eingelegte Chinakohl wird gründlich gewaschen. (Es gibt eine Variante, bei dem die Füllung zwischen die Chinakohlblätter gestrichen wird. Ich habe den Chinakohl grob zerkleinert und mit der Füllung gemischt.)

Zubereitung der Füllung:

Rettich, Karotten, Frühlingszwiebeln in mit der Küchenmaschine zu feinen Streifen zerkleinern oder hobeln. In eine ausreichend große Schüssel geben.

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Den zerkleinerten Chinakohl dazugeben.

Knoblauch, Ingwer und Birne schälen. Das Kerngehäuse der Birne entfernen. Zusammen pürieren. Chili und Fischsoße hinzufügen und verrühren. Zum Gemüse geben und alles gründlich vermischen. Das geht am besten mit den Händen (Einmalhandschuhe!).

Das Gemüse in die Gläser füllen und gut festdrücken. Ich habe es mit Glasscheiben beschwert; das ist aber nicht unbedingt nötig. Salzwasser darübergießen, so dass die Füllung gut bedeckt ist. Deckel schließen.

Mindestens 2 Tage bei Zimmertemperatur dunkel stehenlassen. Sobald die erste, heftige Gärung abgeschlossen ist, an einen kühlen Ort stellen (z. B. in den Keller). Nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren.

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Kimchi kann pur als Beilage gegessen werden. Ich selbst mische ihn auch gerne unter einen frischen Salat. Dann braucht man entweder gar kein oder nur ein mildes Salatdressing.

Es gibt unzählige Kimchi-Varianten. Die eine oder andere werde ich sicher noch ausprobieren.

Bosnischer Topf

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Es war ein außergewöhnlich kalter und schneereicher Winter im Süden Europas. Wir, die wir es gewohnt sind, fast alle Sorten Obst und Gemüse das ganze Jahr über zu niedrigen Preisen zu bekommen, müssen jetzt für unsere Tomaten, Gurken usw. ganz ordentlich in die Tasche greifen. Oder unsere heimischen Gemüsesorten häufiger auf den Tisch bringen. Kohl und Möhren zum Beispiel sind preiswert und ergeben zusammen mit aromatischen Tomaten aus der Dose einen leckeren Bosnischen Topf. Die 2 grünen Paprikaschoten, die wir ebenfalls dazu brauchen, strapazieren unser Haushaltsbudget nicht allzu sehr. Und beim Fleisch können wir die preiswerteren Stücke wählen. Sobald alles im Römertopf ist, brauchen wir uns nicht mehr darum zu kümmern und holen nach 2 1/2 Stunden ein deftiges, wärmendes Gericht aus dem Backofen. Das Schöne an diesem Gericht ist, dass man sich nicht exakt an die Mengenangaben halten muss; Hauptsache, es passt alles in den Römertopf.

Der Bosnische Topf ist ein Familiengericht, das wir früher sehr gerne gegessen haben. Leider geriet es irgendwann einmal in Vergessenheit. Umso glücklicher bin ich, dass ich vor kurzem zufällig wieder auf das Rezept gestoßen bin. Und jetzt werde ich dafür sorgen, dass es nicht wieder in Vergessenheit gerät!

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Zutaten für 6 Portionen:

ca. 1 kg Spitz- oder Weißkohl

2 grüne Paprikaschoten

150 g Möhren

1 große Dose geschälte Tomaten

600 – 800 g durchwachsenes Kalbfleisch (oder zur Hälfte mit Schweinenacken gemischt)

1 Rinder-Beischeibe (oder 1 Scheibe Schweinebauch)

Salz, Pfeffer, gekörnte Bio-Brühe (ohne Geschmacksverstärker etc.)

Zubereitung:

Den Kohl vierteln und grob vom Strunk abschneiden. Waschen und gut abtropfen lassen.

Die Paprikaschoten vierteln, Stiel, Kerne und alles Weiße entfernen, waschen und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

Die Möhren schälen und in Scheiben schneiden.

Kohl, Paprika und Möhren in einer großen Schüssel mischen. Mit Salz, Pfeffer und Brühe-Pulver würzen.

Die Tomaten abtropfen lassen und grob zerteilen.

Das Kalbfleisch grob würfeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Schuss Öl vermischen.

Die Beinscheibe ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen und mit wenig Öl einreiben. In einen großen gewässerten Römertopf (oder in einen eisernen Topf mit gut verschließbarem Deckel) legen. Gemüse und Tomaten darauf geben. Zum Schluss das gewürfelte Fleisch darüber verteilen. Alles gut festdrücken.

Den Deckel auflegen und bei 175 °C im Backofen 2 Stunden garen. Nach einer weiteren 1/2 Stunde bei 100 °C darf serviert werden.

Schlichte Salzkartoffeln passen, wie ich finde, am besten dazu.

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Ein Spaziergang durch einen herbstlichen Wald – Quiche mit Maronen und Pfifferlingen

medaillon tatjana

Heute habe ich schon wieder ein Rezept aus dem Sonderheft „Die besten Rezepte Herbst und Winter“ der Zeitschrift „Mein schönes Land“.

Sobald ich das Rezept für diese Quiche gesehen habe, wusste ich, dass es nachgebacken werden wird. Und an einem freien Samstag war es dann soweit.

Diese Quiche dauert ein wenig, aber ist die Arbeit definitiv wert. Besonders mit hochwertigen Zutaten vom lokalen Wochenmarkt ist sie ein Genuss.

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Ihr braucht:

Für den Teig:

1/2 Würfel Hefe

180ml warmes Wasser

350g Mehl

100g gehackte Walnusskerne (optional)

Salz

2 EL Öl

für die Füllung: 

250g Pfifferlinge

250g Schalotten

250g vorgegarte Maronen

80g Bacon (in Scheiben)

Pfeffer

4 Eier

200g Sahne

250g milder Blauschimmelkäse

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Die Hefe im warmen Wasser auflösen, dann mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und warm stellen. Der Teig ist bereit zur Weiterverarbeitung, wenn er seine Größe ca. verdoppelt hat.

Für die Füllung die Pfifferlinge putzen. Die Schalotten schälen und achteln, die Maronen grob hacken. Den Speck grob zerrupfen, in etwas heißem Öl kurz anbraten. Herausnehmen und im übrig gebliebenen Fett die Pfifferlinge und die Pilze anbraten. In eine Schüssel umfüllen, die Maronen anbraten und zu der Schalotten-Pfifferling-Mischung geben.

Den gegangenen Teig einmal gründlich durchkneten, dass die Luft entweicht, ausrollen und eine gefettete Quiche-Form gleichmäßig auslegen.

Die Maronen-Pfifferling-Schalotten-Mischung gleichmäßig darauf verteilen, noch mal kurz gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne mit den Eiern verquirlen und den Käse zerbröckeln.

Die Quiche leicht salzen und ordentlich pfeffern (ich liebe Pfeffer :)) und die Sahne-Ei-Masse gleichmäßig darüber gießen.

Den Speck und den Käse dekorativ obenauf verteilen.

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Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30-40 Minuten backen (je nach Dicke des Teigs und Größe der Quiche-Form dauert es evtl. länger, also immer wieder nachschauen).

Mit frisch gehackten Kräutern bestreuen und mit einem Glas Federweißer (oder Cidre, Riesling, etc.) genießen.

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Wirsingterrine

Es ist Herbst geworden. Die bunten Blätter auf den Bäumen und am Boden lassen keine Zweifel mehr. Auch wenn die Sonne tagsüber von einem strahlendblauen Himmel lacht, sind die Nächte doch schon empfindlich kühl. Nun steht uns der Sinn auch … Weiterlesen

Zucchini mit Lachsfüllung

Medaillon Mama

Wenn im Spätsommer überall bergeweise heimische Zucchini angeboten werden, ärgere ich mich oft, dass mir spontan nichts einfällt, was ich daraus zubereiten könnte. Diesmal war es anders: ich hatte beim Surfen im Internet bei „essen & trinken“ dieses Rezept entdeckt. Schon das Bild ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Also erstand ich bei unserem Biobauern auf dem Wochenmarkt zwei etwa gleich große Zucchini und beim Discounter um die Ecke ein Stück frischen Biolachs. Die restlichen benötigten Zutaten hatte ich vorrätig oder ersetzte sie, z.B. den angegebenen Dill durch Petersilie. Es entstand ein etwas abgewandeltes, aber dennoch äußerst delikates Gericht für den Liebsten und mich (Sohnemann aß nämlich auswärts).

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Meine Zutaten für zwei Portionen waren:

2 ca. 20 cm lange Zucchini

1 Knoblauchzehe

1-2 EL Rapsöl

200 g frischer Biolachs

100 g Creme fraîche

1 EL Tafelmeerrettich (aus dem Glas oder aus der Tube)

50 g Räucherlachs

1/2 Bund glatt Petersilie

Salz, Pfeffer

(evtl. ein Schuss Zitronensaft)

Die Zubereitung:

Zucchini der Länge nach halbieren, Kerne und das weiche Innere mit einem Löffel herauskratzen.

Die halbierten Zucchini auf ein mit Backpapier belegtes oder gefettetes Blech setzen. (Falls sie nicht geradestehen, Boden mit einem Messer vorsichtig begradigen.)

Knoblauchzehe schälen und pressen. Zucchini-Inneres klein hacken.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Zucchini-Inneres zusammen mit dem Knoblauch andünsten und abkühlen lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Petersilie grob hacken.

Creme fraîche, Meerrettich, Räucherlachs und das abgekühlte Zucchini-Innere im Blitzhacker oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Petersilie unterheben. (Ich kann mir vorstellen, dass ein Schuss Zitronensaft etwas Frische in die Masse bringt.)

Das Lachsfilet in 1 1/2 cm große Würfel schneiden. Unter die Creme fraîche-Masse heben, vorsichtig mit Salz würzen (der Räucherlachs enthält schon Salz!) und pfeffern.

In die ausgehöhlten Zucchinihälften füllen und im Backofen etwa 20-25 Minuten backen, bis die Füllung leicht gebräunt ist.

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Dazu passt eigentlich alles, worauf man gerade Appetit hat: Baguette, Kartoffelpüree, Reis, Nudeln, Quinoa, Bulgur etc., etc.

 Wenn mich das nächste Mal knackige Zucchini „anlachen“, weiß ich sofort, was ich daraus machen werde!

Süßkartoffel-Chia-Brot

Lange wollte ich nicht glauben, dass ein lange gereifter Hefeteig besser schmeckt als der herkömmliche, bis ich vor einiger Zeit ein Dinkelbaguette auf diese Weise gebacken habe – und es dann wirklich einsah. Auf der Suche nach einem Brotrezept für … Weiterlesen

Beerenauflauf mit Dinkelschrot nach Hildegard von Bingen

medaillon tatjana

Für ein mittelalterliches Krimidinner im Kollegenkreis sollte (bzw. wollte) ich ein Dessert mitbringen.

Also habe ich zunächst überlegt, was in Frage kommt. Ananas und Weißmehl standen im Mittelalter sicher nicht zur Verfügung.

Über google habe ich dann ein Rezept für einen Apfelauflauf mit Dinkelschrot gefunden und einfach saisonal in einen Beerenauflauf umgewandelt.

Dinkelschrot könnt ihr Euch übrigens im Bioladen Eures Vertrauens frisch schroten lassen, wenn Ihr (wie ich) keine Getreidemühle zu Hause habt.

Beerenauflauf 2

Ihr braucht:

ca. 2 Tassen frische Beeren

4 Eier

60 g Rohrzucker

100 g gemahlene Mandeln

60 g Dinkelschrot

1/2 TL Zimt

1 Prise Salz

Mandelblättchen und Puderzucker

ggf. ein Schuss Rum

Beerenauflauf 3

Die Eier trennen, das Eigelb, Salz und Zimt (und ggf. Rum) verrühren, mit dem Zucker schaumig schlagen. Dinkelschrot und Mandeln darunterrühren.

Die Eiweiß zu Eischnee schlagen und vorsichtig unter die Teigmischung heben.

Eine Auflaufform fetten und den Teig hineingeben. Die Beeren darüberstreuen und leicht in den Teig drücken.

Die Mandelblättchen darüber verteilen und mit ein wenig Puderzucker bestäuben.

Im auf 180°C vorgeheizten Ofen backen bis die Mandelblättchen goldbraun sind.

Noch warm servieren.

Wenn es nicht ganz so mittelalterlich sein soll, passt eine Kugel Vanilleeis bestimmt auch herrlich dazu.

Beerenauflauf 1

Das Rezept kann saisonal toll variiert werden. Ob geröstete Nüsse, Nektarinen oder Pfirsiche, oder im Herbst Äpfel oder Birnen… Tobt Euch aus 🙂