Veganer „Käsekuchen“ mit Beeren

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute haben mein Schatz und ich bei einer Radtour ins Blaue Brombeeren gepflückt. Stellenweise hingen die Beeren bereits vor der Reife vertrocknet an den Sträuchern; schließlich hat es bei uns seit Wochen nicht mehr ausgiebig geregnet. Ein Stückchen weiter wurden wir jedoch fündig und kamen schließlich mit fast 2 kg Brombeeren nach Hause! Die habe ich bereits aufgekocht, durch ein Sieb passiert, um die Kerne zu entfernen, und mit Zucker vermischt. Morgen werde ich sie dann zu Konfitüre verarbeiten. Und ich kann Euch schon jetzt versprechen, dass man ein solch köstliches Aroma in keiner gekauften Konfitüre findet.

Für die Deko meines veganen „Käsekuchens“, den ich vor einer Woche zu einem kleinen Familientreffen mitnahm, wären die Brombeeren ideal gewesen. Ich habe dafür auf gefrorene Heidel- und Himbeeren zurückgegriffen. Der Sohn eines Cousins ernährt sich seit einiger Zeit vegan und sollte auch einen Kuchen haben. Ein richtiger Kuchen ist das allerdings nicht, eher ein cremiger Nachtisch voll gesunder Zutaten. Und das Beste: er wird nicht gebacken, was mir bei dieser Hitze sehr entgegenkam. Wenn man von der Einweichzeit der Nüsse absieht, ist er schnell und einfach zubereitet. Allerdings solltet Ihr eine leistungsfähige Küchenmaschine bzw. einen guten Mixer haben und am Ende noch einige Stunden Kühlzeit einrechnen.

Das Rezept für diese basische Leckerei stammt vom Zentrum der Gesundheit, ist vegan, glutenfrei und enthält keinen Haushaltszucker.

Die Zutaten für den Boden:

2 Tassen Mandeln

1 Tasse entsteinte Datteln

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die „Käse“-Füllung:

3 Tassen Cashewkerne

Schale einer Orange, fein gerieben

3/4 Tasse frisch gepresster Orangensaft

1/2 Tasse Ahornsirup (oder Reissirup)

1/2 Tasse flüssiges (vorsichtig geschmolzenes) Kokosöl

Saft einer Zitrone

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die Blaubeerschicht:

2 Tassen Blaubeeren (evtl. TK)

1/4 Tasse Orangen -Käse-Füllung

Für die Deko:

Beeren nach Wahl, Orangenscheiben oder sonstige Früchte

Zubereitung:

Einige Stunden vor der Zubereitung müsst Ihr die Mandeln und Cashewkerne getrennt in Wasser einweichen. Die eingeweichten Nüsse, bevor Ihr anfangt, getrennt abtropfen lassen.

Für den Boden die abgetropften Mandeln, Datteln und das Salz im Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Masse in einer Springform flach drücken (Das geht gut mit einem Löffelrücken). Die Form in den Kühlschrank stellen.

WP_20180707_005

Für die Orangen-„Käse“-Füllung die abgetropften Cashewkerne mit allen weiteren Zutaten (außer der Orangenschale) zu einer sehr feinen Creme mixen. (Das dauert etwas!) Zum Schluss die abgeriebene Orangenschale unterheben. 1/4 Tasse beiseite stellen. Den Rest auf den Boden in der Springform gießen, gleichmäßig verstreichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen.

WP_20180707_007

Für die Blaubeer-Schicht die Beeren mit der beiseite gestellten Orangen-„Käse“-Creme im Mixer vermischen. Die Beeren dürfen noch etwas stückig bleiben. Diese Mischung auf die Orangen-Cashew-Schicht streichen. Den „Kuchen“ einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank – wenn es schnell gehen soll, eine halbe Stunde in den Gefrierschrank stellen.

Den Kuchen vor dem Servieren mit Früchten Eurer Wahl garnieren.

WP_20180708_001

Natürlich dürfen hier auch Nichtveganer nach Herzenslust schlemmen, und zwar ganz ohne schlechtes Gewissen 😉

 

Advertisements

Rote-Bete-Hummus

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

mein runder Geburtstag ist nun schon einige Wochen her, aber mit meinen Töpfer-Kolleginnen, die schon sehr lange dieses Hobby mit mir teilen, hatte ich noch nicht gefeiert. Das wurde nun endlich mit Sekt und Knabbereien nachgeholt.

Zusätzlich zur Lachs-Frischkäse-Creme für meine kleine Feier wollte ich noch einen Hummus-Dip  anbieten. Der gewöhnliche Hummus ist hierzulande nicht jedermanns Sache und schmeckt außerdem manchmal ein bisschen muffig. Also suchte ich nach einer anderen Zubereitungsart. Ganz häufig findet man im Internet Hummusrezepte mit roten Beten, allerdings meist mit gekochten. Veronika von „Carrots for Claire“ nimmt rohe rote Bete, und das gefiel mir sehr.

Die Zutaten waren leicht zu bekommen. Ich nahm:

etwa 300 g gekochte Kichererbsen aus der Dose. (Man kann sie auch selbst kochen. Sie schmecken besser, müssen allerdings vorher eingeweicht werden.)

1 rote-Bete-Knolle

4 Snackmöhren (die sind leichter zu „zermusen“)

Saft je einer halben Orange und Limette

2 TL Tahin (das ist Sesampaste)

1 Knoblauchzehe

etwas Agavensirup zum Abschmecken (Zucker geht natürlich auch)

Salz, Pfeffer

1 EL Olivenöl

je eine Prise Cumin und gemahlenen Koriander (nach Geschmack auch mehr)

Für die Zubereitung benötigt man einen sehr guten Mixer oder Pürierstab:

Die Kichererbsen abgießen, in einem Sieb mit klarem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.

Rote Bete schälen und in grobe Würfel schneiden. (Weil sie stark färben, geht das am besten mit Einmalhandschuhen).

Die Möhren ebenfalls grob würfeln.

Rote Bete und Möhren im Mixer oder mit dem Pürierstab zu Brei zerkleinern, Orangen- und Limettensaft zugeben, daruntermixen. Die Kichererbsen ebenfalls daruntermixen. Tahin hinzufügen, die Knoblauchzehe dazupressen und das Püree würzen. Weitermixen, so dass eine schöne sämige Masse entsteht. Abschmecken und am Schluss das Olivenöl darunterrühren.

Bei den Gewürzen braucht Ihr euch nicht genau an die Mengen zu halten. Hauptsache, das Ergebnis schmeckt Euch 😉

Wie Ihr seht, hatte das fertige Hummus eine appetitliche, leuchtend rote Farbe. Ganz frisch und überhaupt nicht muffig schmeckt es zum Dippen mit Kräckern, Gemüsechips, Radieschen, Grissini u.v.m.

wp_20180222_004.jpg

Weil ich nur eine große Dose Kichererbsen in meinem Vorrat hatte, verarbeitete ich den Rest zu Falafeln. Sie ergaben mit dem übrig gebliebenen Hummus eine sättigende vegetarische Mahlzeit.

wp_20180222_0041.jpg

Burgerbrötchen aus Süßkartoffel-Hefeteig

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

Tatjana ist gerade auf dem Nachhauseweg von der Ostsee, wo sie an diesem Wochenende zusammen mit ihren Freunden ihren dreißigsten Geburtstag mit einer Burgerparty gefeiert hat. Die Brötchen dazu habe ich gebacken, und zwar 12 Süßkartoffel-Burger-Brötchen und 12 „normale“. Beide Rezepte stammen von BBQPit, wobei ich die „perfekten Brioche Burger“, wie er sie nennt, also die hellen Burger-Brötchen genau so gebacken habe, wie er es hier ausführlich beschreibt. Und Ihr könnt es mir glauben: sie sind wirklich perfekt. Dagegen könnt Ihr die gekauften vergessen.

Die Süßkartoffel Burger Buns hatte ich vorher auch schon einmal ausprobiert. Allerdings war mir der Teig damals zu flüssig geworden, so dass ich ihn in einer Backform zu Broten backen musste. Diesmal war ich mit der Flüssigkeitszugabe vorsichtiger und habe das Rezept ein wenig abgewandelt. Das Ergebnis: weiche, saftige, großartig schmeckende Brötchen, die man nicht nur herzhaft belegt, sondern auch mit einem süßen Aufstrich genießen kann. Das gilt natürlich auch für die hellen.

Das Süßkartoffelpüree, das Ihr für den Teig benötigt, solltet Ihr am besten schon am Vortag zubereiten, denn es muss vor der Weiterverarbeitung abkühlen.

Die Zutaten

für das Süßkartoffelpüree:

2 große Süßkartoffeln

1-2 EL Kokos- oder Rapsöl

Salz

je 1 Prise Zimt und Muskatnuss

Für den Hefeteig sollten alle Zutaten Zimmertemperatur haben:

250 g Süßkartoffelpüree (s.o.)

1 Würfel Hefe

50 ml Milch

500 g Weizenmehl Type 550

10 g Salz

1 Ei

35 g milden Honig oder Zucker

40 g weiche Butter

ca. 100 ml Wasser

Zum Bestreichen der Brötchen:

1 Eigelb

2 EL Milch

2 EL Wasser

ein paar Körnchen Salz (Bäckertrick, damit die Eistreiche schön glänzt)

Zum Bestreuen:

Schwarzkümmel oder schwarzer Sesam

Zubereitung des Süßkartoffel-Pürees (am besten am Vortag):

Die Süßkartoffeln schälen, vierteln (das geht am besten mit einem großen Messer) und in Stücke schneiden. In einem Topf gerade so viel Kokos- oder Rapsöl erhitzen, dass der Topfboden benetzt ist. Die Süßkartoffeln hineingeben und unter Wenden kurz anrösten. Die Herdplatte auf die niedrigste Stufe stellen. Die Süßkartoffeln salzen. Den Deckel auflegen und die Süßkartoffelstücke bei niedrigster Stufe weichdünsten. Sobald sie weich sind, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Süßkartoffelstücke dann in ein hohes Gefäß geben, mit Zimt und Muskat würzen und mit einem Pürierstab zu einem feinen Püree verarbeiten. Sollte es faserig sein, Püree mit einem Esslöffel durch ein feines Sieb streichen. Abkühlen lassen und vor der Weiterverarbeitung 250 g Püree abwiegen.

Weiterverarbeitung:

Für den Hefeteig die Hefe mit der Milch verrühren.

In einer Schüssel Mehl mit Salz vermischen. In die Mehlmitte eine Mulde drücken, Süßkartoffel-Püree, Honig, Ei, Butter und Milch-Hefe-Mischung hineingeben. Mit den Knethaken von der Mitte aus alles vermengen. Weiterrühren, dabei langsam so viel Wasser hinzufügen, dass ein homogener Teig entsteht. Kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und nicht mehr klebt. (Er muss sich zu einer Kugel formen lassen.)

WP_20180124_002

Die Teigkugel zugedeckt mindestens 1 Stunde bei Zimmertemperatur zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Teig dann auf einem leicht bemehlten Backbrett mit den Händen(!) noch einmal durchkneten. Zu einer Rolle formen. In 12 gleichmäßige Stücke schneiden. Jedes Stück in der hohlen Hand zu einer Kugel drehen. Mit genügend Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche verteilen. Die Teigstücke platt drücken, bis sie etwa 9 cm Durchmesser   haben.

Mit Eistreiche bestreichen. Noch einmal mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Ein zweites Mal mit Eistreiche bestreichen. Mit schwarzem Sesam oder Schwarzkümmel bestreuen.

WP_20180124_005

Jetzt dürfen sie in den Backofen.

Bei 175 °C ca. 25 – 30 Minuten goldgelb backen.

WP_20180124_008

Wenn Ihr einmal selbst Burgerbrötchen gebacken habt, werdet Ihr nie wieder fertige kaufen. Und solltet Ihr während der kommenden tollen Tage eine Party feiern, wie wäre es dann mit einer Burger-Party?

 

Himbeeren im Schnee

Medaillon Mama

Als der Kuchen mit dem ungewöhnlichen Namen im Fernsehen vorgestellt wurde, wollte ich ihn sofort nachbacken, denn Himbeeren gehören zu meinen absoluten Lieblingsfrüchten. Doch es dauerte fast ein Jahr, bis es endlich klappte, denn irgendetwas fehlte immer: entweder der Anlass, eine Zutat oder einfach die Zeit. Der Geburtstag meiner Lieblingstante war nun die passende Gelegenheit.

Für eine Springform von 24 cm ø nahm ich folgende Zutaten:

Für den Teig:

150 g Mehl

100 g gemahlene Mandeln

2 TL Backpulver

40 g Puderzucker

1 Prise Salz

3 Eigelb

150 g kalte Butter

Für den Schnee:

3 Eiweiß

1 Prise Salz

1 EL Zitronensaft

180 g Zucker

1 Pckg. Vanillepudding-Pulver, vermischt mit 1 gehäufter EL Speisestärke

100 ml neutral schmeckendes Rapsöl

etwa 500 g gefrorene Himbeeren

Zubereitung:

Den Boden der Springform fetten und evtl. mit Backpapier auslegen.

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel gut vermischen.

Eigelb und Butter dazugeben und mit den Rührhaken eines Handrührgerätes schnell zu einem glatten Teig rühren.

3/4 des Teiges mit einem Löffel portionsweise in die Springform geben. Mit den Fingern den Boden vorsichtig auskleiden. Nicht zu sehr drücken, sonst wird Teig später zu fest. Sollte er kleben, ein wenig Mehl darüberstäuben. Der Teigboden muss nicht ganz eben sein.

Die restlichen 1/4 des Teiges in das Gefrierfach stellen. Er lässt sich so später besser über die Himbeeren „streuseln“.

Für den Schnee die 3 Eiklar in eine ausreichend große Rührschüssel geben. Mit den Schneebesen des Handrührgerätes das Eiweiß zu Schnee schlagen. Gleich zu Beginn das Salz, dann den Zitronensaft hinzufügen. Langsam den Zucker einrieseln lassen. Sobald der Schnee fest zu werden beginnt, das Puddingpulver esslöffelweise unterschlagen. Zum Schluss das Öl darunterrühren. Der Schnee sollte nun dickflüssig am Schneebesen  hängen bleiben und schön glänzen.

Nun den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Schnee gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen.

Die Himbeeren mit der Öffnung nach oben schön dicht in den Schnee stecken. So kann sich der Saft im Inneren der Himbeeren sammeln und läuft nicht so stark heraus.

P1020922

Zum Schluss den restlichen Teig als Streusel darübergeben.

P1020924

Den Kuchen auf der untersten Schiene 45 – 50 Minuten backen, bis die Streusel leicht gebräunt sind.

P1020927

Der Kuchen geht zunächst auf, fällt aber während des Abkühlens wieder etwas zusammen. Er schmeckt am besten, wenn er einen Tag durchziehen konnte.

P1020929

Der Schnee erinnert ein wenig an Marshmallows und harmoniert sehr gut mit den säuerlichen Himbeeren.

P1020933

Wäre das nicht ein Kuchen für Eure Ostertafel?

Meine Lieblingstante fand ihn jedenfalls sehr lecker 😉

Milder Avocado-Tzatziki

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute hatten wir Freunde zum Brunch bei uns. Von allen besonders gelobt wurde dabei eine Avocado-Crème, die dem allgemein bekannten griechischen Tzatziki nachempfunden war. Entdeckt hatte ich das Rezept auf dem Blog „herzelieb“ von Michaela Hoechst-Lühr. Sie nennt die Crème Avoziki. Und was soll ich sagen: eine tolle Idee, liebe Michaela!

Tzatziki

Hier nun meine Version:

Zutaten:

1 reife Avocado

1 Mini-Gurke

ca. 2 TL Zitronensaft

1/2 Becher milder griechischer Joghurt (= ca. 75 Gramm)

1 kleine Knoblauchzehe

1 EL fein gehackter Dill

Salz und Pfeffer

evtl. 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Die Minigurke schälen und ganz fein reiben. Durch ein Küchentuch gut ausdrücken und beiseite stellen.

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel herausheben und in einen Mixbecher geben. Sofort den Zitronensaft darübergießen. Joghurt hinzufügen. Die geschälte Knoblauchzehe dazupressen. Alles mit dem Pürierstab zu einer sämigen Masse verarbeiten.

Die geriebene Gurke und den Dill unterrühren.

Mit Salz und Pfeffer und evtl. 1 Prise Zucker abschmecken.

Tz.Sand

Besonders lecker schmeckte uns die Crème zusammen mit gekochtem Ei. Der Phantasie und Kreativität sind dabei natürlich keine Grenzen gesetzt.

Wäre der Avocado-Tzatziki nicht eine Idee für Euren Osterbrunch?

Nachgemacht! Cremigstes Oreo-Eis – ohne Eismaschine!

medaillon tatjana

Für unseren Topmodels-Abend bei mir habe ich nach einem Dessert gesucht, das ich am Tag vorher vorbereiten kann und das, obwohl einfach und schnell gemacht, richtig was hermacht.

In Kochmädchen’s Blog bin ich schnell fündig geworden. Oreo-Eis sollte es werden.

Ich habe das Rezept minimal abgewandelt, weil meine Dose gezuckerte Kondensmilch 400g statt 380g enthielt und meine Flasche Sahne 500g statt 450. Und da ich so Mini-Reste doof finde,  habe ich einfach alles komplett verwendet.

Ihr braucht also:

500g Sahne

400g Milchmädchen

1 TL Vanillepaste

1 Packung Oreos

Eis

Die Oreos grob hacken – ich liebe diese Stückchen im Eis 🙂

Um sicherzustellen, dass Eure Sahne schön fest wird, sollten alle Zutaten richtig kalt sein. Inklusive Schlagbesen und Schüssel.

Die Sahne also steif schlagen, dann die Kondensmilch und die Vanillepaste dazu geben und vorsichtig unterrühren.

Dann die Oreos unterheben und einfrieren. Es muss nicht zwischendurch gerührt werden, das Eis wird durch das Milchmädchen auch so schön cremig und kristallisiert nicht.

Zum Anrichten habe ich ein paar frische Beeren dazugegeben. Et voilà 🙂

Ein Spaziergang durch einen herbstlichen Wald – Quiche mit Maronen und Pfifferlingen

medaillon tatjana

Heute habe ich schon wieder ein Rezept aus dem Sonderheft „Die besten Rezepte Herbst und Winter“ der Zeitschrift „Mein schönes Land“.

Sobald ich das Rezept für diese Quiche gesehen habe, wusste ich, dass es nachgebacken werden wird. Und an einem freien Samstag war es dann soweit.

Diese Quiche dauert ein wenig, aber ist die Arbeit definitiv wert. Besonders mit hochwertigen Zutaten vom lokalen Wochenmarkt ist sie ein Genuss.

6tag_211016-134029

Ihr braucht:

Für den Teig:

1/2 Würfel Hefe

180ml warmes Wasser

350g Mehl

100g gehackte Walnusskerne (optional)

Salz

2 EL Öl

für die Füllung: 

250g Pfifferlinge

250g Schalotten

250g vorgegarte Maronen

80g Bacon (in Scheiben)

Pfeffer

4 Eier

200g Sahne

250g milder Blauschimmelkäse

wp_20161021_16_49_34_pro

Die Hefe im warmen Wasser auflösen, dann mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und warm stellen. Der Teig ist bereit zur Weiterverarbeitung, wenn er seine Größe ca. verdoppelt hat.

Für die Füllung die Pfifferlinge putzen. Die Schalotten schälen und achteln, die Maronen grob hacken. Den Speck grob zerrupfen, in etwas heißem Öl kurz anbraten. Herausnehmen und im übrig gebliebenen Fett die Pfifferlinge und die Pilze anbraten. In eine Schüssel umfüllen, die Maronen anbraten und zu der Schalotten-Pfifferling-Mischung geben.

Den gegangenen Teig einmal gründlich durchkneten, dass die Luft entweicht, ausrollen und eine gefettete Quiche-Form gleichmäßig auslegen.

Die Maronen-Pfifferling-Schalotten-Mischung gleichmäßig darauf verteilen, noch mal kurz gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne mit den Eiern verquirlen und den Käse zerbröckeln.

Die Quiche leicht salzen und ordentlich pfeffern (ich liebe Pfeffer :)) und die Sahne-Ei-Masse gleichmäßig darüber gießen.

Den Speck und den Käse dekorativ obenauf verteilen.

wp_20161021_15_52_19_pro

Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30-40 Minuten backen (je nach Dicke des Teigs und Größe der Quiche-Form dauert es evtl. länger, also immer wieder nachschauen).

Mit frisch gehackten Kräutern bestreuen und mit einem Glas Federweißer (oder Cidre, Riesling, etc.) genießen.

6tag_221016-144029

Maronen-Mürbteig-Kränzchen

medaillon tatjana

Heute habe ich ein Rezept aus meiner diesjährigen Lieblings-Herbst-Zeitschrift für Euch. Aus dem Sonderheft „Die besten Rezepte“  der Zeitschrift „Mein schönes Land“ habe ich schon so einige Rezepte nachgekocht. Und alle waren vorzüglich.

Diese kleinen Maronen-Kränzchen machen sich perfekt auf einer Kaffeekränzchen-Tafel – oder natürlich auch auf dem weihnachtlichen Plätzchenteller. Zudem sind sie wirklich unglaublich lecker.

wp_20161011_20_53_11_pro

Ihr braucht:

150g vorgegarte Maronen

80g braunen Zucker sowie weitere 20g zum Wenden der Kränzchen

1 TL Zimt

100g Mehl

100g Butter

1 Prise Salz

wp_20161011_20_53_25_pro

Die Maronen mit einem (guten) Stabmixer zu Mehl zermahlen oder manuell fein zerstampfen.

Maronenmehl, Mehl, Butter, Zucker und Salz zu einem Mürbteig verkneten.

Am besten erst mal kühl stellen.

Dann in einem Suppenteller oder eine flache Schale den restlichen braunen Zucker und den Zimt vermischen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Aus dem gekühlten Mürbteig feine Stangen rollen und sie wie auf den Bildern zu Kränzchen formen.

Von beiden Seiten im braunen Zucker wenden und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Ca. 20 Minuten backen.

wp_20161011_20_53_05_pro

Et voilà. Die Maronen verleihen den Kränzchen ein herrlich nussiges Aroma, der karamellierte Zucker gibt den gewissen Crunch. Und ich finde, sie sehen auch sehr hübsch aus 🙂

Und die wunderschöne Platte? Hat Mama getöpfert.

Glutenfreier Nuss-Maronen-Kuchen mit Schokolade

Medaillon Mama
Als mir dieser Kuchen vom Blog Schokohimmel ins Auge fiel, da wusste ich sofort: der wird nachgebacken. Ohne Mehl – also glutenfrei –, mit Maronen und Haselnüssen – das ist ein Rezept, das mir gefällt.
Die Gelegenheit, es auszuprobieren, bot sich für unseren Kaffeebesuch am letzten Wochenende. Was ich dafür benötigte, hatte ich schon vorher besorgt oder vorrätig. Da ich zu solch edlen Zutaten keinen Industriezucker verwenden wollte, nahm ich stattdessen Rohrohrzucker, und um dass Nussaroma noch zu steigern, röstete ich die gemahlenen Haselnüsse vorher leicht an. Ansonsten hielt ich mich genau an das vorgegebene Rezept.
Zu meinem Schrecken befand sich allerdings auf dem sündhaft teuren Maronenpüree ein großer grüner Schimmelpilz, als ich das Glas öffnete. Was für ein Glück, dass ich noch gegarte, vakuumierte Maronen in petto hatte! Mit dem Pürierstab und etwas Wasser wurde ganz schnell ein Maronenpüree daraus. So stand dem Unternehmen „Nuss-Maronen-Kuchen“ nichts mehr im Weg.
MaronenkuchenI
Die Zutaten:
6 Eier, getrennt
240 g Rohrohrzucker
400 g ungesüßtes Maronenpüree (aus 220 g gegarten Maronen + ca. 200 ml Wasser selbst hergestellt)
200 g flüssige Butter
300 g gemahlene Haselnüsse
2/3 geriebene Tonkabohne
150 g dunkle Schokolade, grob gehackt
1 Prise Salz
Zubereitung:
1. Eine Springform (26 cm ø) am Boden mit Backpapier auslegen.
Die gemahlenen Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett unter Rühren vorsichtig rösten, bis sie duften. Dann erkalten lassen.
Die Butter schmelzen und ebenfalls etwas abkühlen lassen.
2. Eigelbe und Zucker schön cremig aufschlagen, bis der Zucker sich gelöst hat.
3. Das Maronenpüree und die flüssige Butter unterrühren.
4. Die „trockenen Zutaten“ Nüsse, Tonkabohnenabrieb und gehackte Schokolade mischen und unter die Maronenmasse heben.
5. Backofen auf 175° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
6. Die Eiweiße mit dem Salz steifschlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
7. Den Teig in die Springform geben (sie wird fast voll!). Den Kuchen 45-55 Minuten backen. (Garprobe!)
8. In der Form auskühlen lassen.
Guten Appetit!

Kunterbuntes Wintergemüse (à la Jamie Oliver)

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

zu Silvester hatte ich ja Gäste und zum Hauptgang gab es dieses Gemüse als Beilage.

Und gerade weil der Winter oft so grau und eintönig ist, macht diese Farbenvielfalt auf dem Teller richtig Spaß.

Die Vorbereitung ist aufwendig – hier handelt es sich definitiv nicht um ein schnelles Gericht nach Feierabend. Aber dafür schmeckt das Ergebnis genauso bunt und vielfältig, wie es auf dem Teller aussieht.

Gemuese

Los geht es also 🙂

Bevor Ihr mit der Schnippelei anfangt, sucht Euch die größte ofenfeste Form, die Ihr habt und stellt Euch eine mittelgroße Edelstahl-Schüssel und eine große Flasche Olivenöl bereit (Jamie Oliver liebt Olivenöl). Außerdem könnt Ihr schon den Ofen auf 190°C vorheizen.

Zur Zubereitung der Roten Beete und der lila Karotten empfehlen sich außerdem Gummihandschuhe 🙂

(Die Menge reicht locker für 8-10 Personen)

Für die Rote Beete:

5-6 Rote Beete (sauber geschrubbt, geviertelt)

3 Zweige Thymian

Knoblauch nach Belieben (Jamie verwendet 3-4 Zehen, mir haben 2 gereicht)

ein großer Spritzer dunkler Balsamico

Gebt die geviertelten Rote Beete, den Thymian und die zerdrückten Knoblauchzehen in die Edelstahlschüssel, dann kommen der Balsamico und ein Spritzer Olivenöl darüber. Alles gut vermischen und dann in eine Ecke der Form schichten.

Für den Kürbis:

1 Kürbis, in Spalten geschnitten und entkernt (Jamie hatte einen Eichelkürbis, ich habe ihn durch einen gewöhnlichen Hokkaido ersetzt)

1 TL gemahlene Koriandersamen

1 getrocknete Chilischote, gemahlen

2 Zimtstangen

5 zerdrückte Knoblauchzehen

3 Zweige Rosmarin

Gebt wieder alle Zutaten in die Schüssel, spritzt etwas Olivenöl darüber, rührt gut um und gebt alles in eine andere Ecke Eurer Form.

Für die Möhren und Pastinaken:

5 Karotten, geschält (ich hatte eine Mischung aus gelben, orangen und lila Möhren)

4 Petersilienwurzeln, geschält

Schale und Saft von 2 Clementinen

Gleiches Spiel: In die Schüssel, Olivenöl dazu, mischen und ab in die Form. Verfahrt mit dem restlichen Gemüse genauso.

Für die Roten Zwiebeln:

4 rote Zwiebeln, geschält und halbiert

3 Zweige Thymian

ein Spritzer Balsamico

Für die Rüben:

200 g Rüben, geschält und geviertelt (ich hatte schwarze und gelbe)

4 Lorbeerblätter

Muskat

Achtet darauf, dass alles Gemüse schön separat in der Form liegt.

Bedeckt die Form mit Alufolie und dann ca. 50 Minuten in den heißen Ofen. Je nach Größe Eures Gemüses kann es aber länger dauern oder eben auch nicht so lange. Stecht daher zwischendurch das Gemüse mit einem Messer an und testet, ob es schon weich ist.

Nach ca. 30 Minuten die Alufolie entfernen.

Zum Servieren alles schön bunt auf einer großen Platte anrichten, großzügig mit Salz und Pfeffer würzen, ggf. noch frische gehackte Kräuter darübergeben.

Unten seht Ihr das Bild von Jamie Oliver. Er serviert dazu Polenta, eine Art Pesto und eine Pilzsauce. (Wenn Ihr auf das Bild unten klickt, gelangt Ihr zum Originalrezept).

Veggie Arrosto Misto

Bei mir gab es Rosmarinkartoffeln und Roastbeef dazu.