Osterlämmchen aus Nusskuchen mit (selbstgemachtem) Eierlikör

medaillon tatjana

Frohe Ostern, liebe Leser!

In unserem letzten Beitrag haben wir Eierlikör selbst gemacht – und dann einen Teil direkt zum Backen verwendet.

Ich hatte im Internet ein Rezept für Nusskuchen mit Eierlikör gefunden und was lag näher, als, eine Woche vor Ostern, ein Lämmchen zu backen.

Ihr braucht:

100g Mehl

50g Speisestärke

1 Pck. Backpulver

200g Nüsse

5 Eier

200g Butter

180g Zucker

1 Pck. Vanille-Zucker

1 Prise Salz

1 Tasse (200ml) Eierlikör

2 EL weißen Rum

100g Raspel-Schokolade (dunkel)

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Unsere Lämmchen-Formen sind aus Weißblech, also haben wir mit Umluft gebacken. Die modernen Antihaft-Förmchen sind in der Regel für Ober-/Unterhitze gemacht. Stellt den Ofen also entsprechend eurer Form ein.

Die Förmchen gründlich buttern und mit Paniermehl auskleiden.

Mehl, Stärke, Nüsse und Backpulver in einer Schüssel verrühren und beiseite stellen.

In einer Rührschüssel die Eier, Butter, Zucker und Salz schaumig rühren. Dann den Eierlikör und den Rum dazugeben und kurz verrühren.

Die Mehl-Nuss-Mischung unterheben, bis ein glatter Teig entsteht. Zum Schluss noch die Raspelschokolade unterrühren.

Den Teig in die vorbereiteten Förmchen geben und bei 180°C ca. 45 Minuten backen. Die Länge ist von der Größe Eurer Form abhängig, also immer mal wieder nachschauen und die Stäbchen-Probe machen.

Vor dem Servieren das fertige Lämmchen mit reichlich Puderzucker bestäuben.

 

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Traumpaar – Eierlikör und Tonkabohne

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

Ostern ist bei uns Eier-Saison: gekochte Eier, bunte Eier, Kuchen… und natürlich Eierlikör.

In der letzten „essen & trinken“ war ein Rezept für einen Chai-Eierlikör; den wollten wir eigentlich ausprobieren. Da er durch die Gewürze aber zwei Tage in der Herstellung braucht und nicht pasteurisiert wird, haben wir ihn abgewandelt und unser eigenes Rezept kreiert.

Unser Rezept ist mit dem Thermomix in ein paar Minuten zusammengerührt; auf dem Wasserbad macht es ein wenig mehr Mühe. Wenn ihr frische Bio-Eier verwendet, könnt Ihr das Pasteurisieren auch auslassen, aber uns behagte der Gedanke nicht.

Ihr braucht:

100g Zucker

50g Puderzucker

7 Eigelb

75g Wasser

400ml weißer Rum

300ml Kondensmilch

1/2 Vanillestange

Abrieb ca. 1/4 Tonkabohne

Den Puderzucker mit dem Wasser  in einem kleinen Topf zu einem Sirup einkochen und dann abkühlen lassen. Den Rum in den abgekühlten Sirup rühren.

Wir haben die Eigelb im Thermomix pasteurisiert. Dafür den Schlageinsatz einsetzen, die Eigelb mit dem Zucker, dem Mark der Vanilleschote und dem Tonka-Abrieb bei 70°C 7 Minuten  auf Stufe 2 rühren.

Wer keinen Thermomix hat, kann das Pasteurisieren auch im Wasserbad machen. Auch hier das Wasser im Topf erhitzen und die Eigelb-Zucker-Gewürz-Mischung unter ständigem Rühren auf 70°C erhitzen.

Von der Hitze nehmen und unter Rühren erst die Kondensmilch und dann die Sirup-Rum-Mischung hinzugeben. Wir haben dies wieder im Thermomix gemacht und ihn ohne Hitze 4 Minuten auf Stufe 2 rühren lassen.

Die Masse schäumt ziemlich, daher am besten zunächst im Kühlschrank abkühlen lassen, immer mal wieder umrühren und den Schaum abschöpfen, bevor ihr den Eierlikör in sterilisierte Flaschen füllt.

Die Kombination mit der Tonkabohne hat sich als Traumpaar herausgestellt. Sie gibt eine leicht herbe, nussige Note und harmonisiert perfekt mit der cremigen Süße des Eierlikörs.

Eierlikör

Und jetzt wünschen wir Euch traumhaft schöne Ostertage!

 

 

„Ausgezogene Küchlein“ oder Bauernkrapfen oder Faschingsküchlein …

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

was wäre der Karneval oder Fasching ohne Schmalzgebäck? Gerade gestern bekam ich nach getaner Arbeit so richtig Lust auf einen Krapfen (o. dgl.). Vor Karneval werde ich es wohl nicht mehr schaffen, aber wo steht eigentlich geschrieben, dass Fettgebackenes nach den tollen Tagen nicht mehr schmeckt? Und wenn Ihr jetzt auch auf den Geschmack gekommen seid, empfehle ich Euch unsere Faschingskrapfen (klick). Den süßen Starter müsst Ihr drei Tage im Voraus ansetzen. Oder Ihr bereitet einfach einen „normalen“ Hefeteig zu, diesen zum Beispiel: klick. Wenn Ihr es mögt, könnt Ihr auch Rosinen darunter kneten.

Und so sehen die Küchlein aus, wenn sie fertig sind:

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Hier noch einmal der Link zum ausführlichen Rezept: klick.

Gutes Gelingen und Helau, Alaaf oder was auch immer … 😉

 

Abdruckte mit Mohn aus Hefeteig

Hallo, Ihr Lieben! Mein Schatz liebt Mohngebäck. Von dem Mohnkuchen seiner Tante Carola aus Oberschlesien schwärmt er heute noch. Seit ich ihm neulich ein Stück Mohnstrudel von einer Kollegin mitgebracht hatte, lag er mir in den Ohren, wie lecker solch … Weiterlesen

Herbstlicher Apfelkuchen mit Haselnussfüllung

medaillon tatjana

Bei uns im Garten steht ein Zierapfelbäumchen, dessen Äpfel essbar sind. Dieses Jahr hing er über- und übervoll mit Äpfeln, wir wussten gar nicht, wie wir sie alle verarbeiten sollten.

Ich habe schon zwei Ladungen Bratapfel-Likör angesetzt, wir verbacken sie in Kuchen und machen Apfelgelee.

Dieser Apfelkuchen ist eine Eigenkreation, die darauf basiert, dass Mama Nusshörnchen gebacken hat und noch eine Tupperschüssel Nussfülle übrig war.

Ich habe zunächst die Äpfel gewaschen und dann die Kerngehäuse entfernt. In einer Schüssel habe ich

den Saft einer Zitrone

einen Schuss Rum und

einen Schuss Butterscotch-Likör

gemischt und die Äpfelchen darin mariniert. Für eine kinderfreundliche Version könnt ihr auch nur Zitrone oder Zitronen- und Apfelsaft nehmen.

Für die Nussfüllung benötigt ihr:

30 g Semmelbrösel

100 g Haselnüsse (gemahlen)

50 g Haselnüsse (gehackt)

1 EL Honig

60 g Sahne

50 g Zucker

50 g Eiweiß

Den Honig in der Sahne auflösen, mit Semmelbröseln, Haselnüssen und Zucker vermischen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, die Nussmischung unterheben. Beiseite stellen.

Für den Rührteig braucht ihr:

200g weiche Butter

200g Braunen Zucker

eine Prise Salz

4 Eier

220g Mehl

30g Speisestärke

1/2 TL Backpulver

1/2 TL Zimt

einen Schuss Milch

optional einen Schuss Rum, Zitronenabrieb

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgeräts zu einem glatten Teig rühren.

Diesen in eine gebutterte Springform füllen. Die ausgehöhlten Äpfel mit der Nussfülle füllen und auf den Teig setzen.

Im auf 180°C vorgeheizten Ofen ca. 40-50 Minuten backen. Im Auge behalten!

Am besten noch lauwarm servieren. Mmmmmh 🙂

Zwetschgenmus, Röster-Style

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

unsere Sommer- und Urlaubspause ist, pünktlich zum Herbstanfang, zu Ende und wir starten die gemütliche Jahreszeit mit einem Familien-Liebling: Pflaumen- oder in unserem Fall: Zwetschgen-Mus.

Wenn man, wie ich als Facebook-Junkie, in Dutzenden Gruppen unterwegs ist, trifft man immer wieder auf kurz aufflackernde und ebenso schnell wieder verschwundene Trends. Einer davon: Röster. Ein Gericht, wahrscheinlich so alt wie die Geschichte des Kochens selbst, aber seit Kurzem wieder in aller Munde. Gemäß österreichischem Lebensmittelbuch ist ein Röster eine „breiig-stückige Zubereitung aus entsteinten Früchten. Sie werden mit einem Zusatz von maximal 10 % – bei Früchten mit saurem Saft (u.a. Marille, Weichsel oder Holunderbeere) von maximal 20 % – des Ansatzfruchtgewichtes mit Zucker, Zuckerarten, Fruchtsüße oder Honig sowie Gewürzen, wie Zimt oder Gewürznelken, gekocht.“

Und aufgrund der diesjährigen Zwetschgen-Schwemme kocht also auf den Herden Tausender Facebook-Hausfrauen Röster.

Davon habe ich mich inspirieren lassen und mein Pflaumenmus-Rezept entsprechend abgewandelt.

Ich koche das am liebsten im Slow Cooker, weil es da, einmal angesetzt, bei geringem Strom-Verbrauch über Stunden oder sogar Tage weitgehend unbeaufsichtigt vor sich hin schmurgeln kann. Ich wiederhole mich, aber gerade der Herbst bietet sich als fantastische Gelegenheit, sich einen Schongarer zuzulegen. Besonders in der kalten Jahreszeit läuft er bei mir zu Hochtouren auf.

Ihr könnt das Pflaumenmus aber natürlich auch traditionell auf dem Herd oder im Backofen zubereiten.

Ich nehme pro Kilo entkernter und in Stücke geschnittener Zwetschgen 150g braunen Roh-Rohrzucker. Normaler weißer Haushaltszucker geht auch, aber ich mag das karamellige Aroma des braunen Zuckers.

Ich hatte zwei Kilo Zwetschgen, meine Mengenangaben beziehen sich also auf diese Menge.

Also benötigt ihr:

2 kg Zwetschgen (entsteint und halbiert)

300 g braunen Roh-Rohrzucker

Gewürze nach Wunsch, zum Beispiel:

Zimtstange

Nelken

Sternanis

Muskat

ca. 100 ml guten Rotwein

2 EL Agavendicksaft

ca. 50 g Butter

Die Hälfte der Pflaumen im Slow Cooker schichten, mit einem Drittel des Zuckers bedecken, die andere Hälfte darauf geben und ebenfalls mit einem Drittel des Zuckers bedecken.

Während die Zwetschgen Wasser ziehen, ein Butter-Karamell herstellen. Dafür das restliche Drittel des Zuckers mit dem Agavendicksaft und der Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Dabei stehen bleiben, Zucker verbrennt schneller, als ihr „Karamell“ sagen könnt. 🙂

Den Trick mit dem Agavendicksaft habe ich von Jamie Oliver. Er gibt bei der Karamell-Herstellung immer einen Schuss Agavendicksaft mit zum schmelzenden Zucker, das verhindert Klümpchenbildung.

Wenn der Zucker goldbraun geworden ist, mit dem Rotwein ablöschen und bei geringer Hitze kurz einreduzieren lassen, bis die Konsistenz sirupartig ist.

Das Rotwein-Karamell über die Pflaumen im Slow Cooker geben, einmal kräftig umrühren und zunächst eine Stunde auf „High“, dann am besten über Nacht auf „Low“ schmurgeln lassen. Wenn das Pflaumenmus fast schwarz ist, den Deckel abnehmen und wieder auf „High“ schalten. Eine genaue Zeitangabe habe ich hier nicht, lasst einfach so lange Flüssigkeit reduzieren, bis das Mus die gewünschte Konsistenz hat.

In mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser abfüllen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kocht das Pflaumenmus noch zusätzlich ein. Ansonsten rasch verbrauchen (oder verschenken).

Apfel-Holunder-Gelee

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam füllt sich unser Vorratskeller mit allerlei selbstgemachten Köstlichkeiten. Neben der Brombeerkonfitüre steht ein ganzes Regalbrett voll mit Aprikosenkonfitüre und Apfelgelee. Daneben stapeln sich Gläser mit unserem beliebten Tomatensugo. Vor ein paar Tagen dachte ich noch, das reiche wohl für dieses Jahr. Bis … ja bis Sohnemann mir eine Tasche voll selbstgepflückter Äpfel auf die Terrasse gestellt hat. Es waren ca. 15 kg! Also noch einmal Apfelgelee! Übrig blieben trotzdem noch 10 kg Äpfel. Dann ergab es sich, dass wir im Zuge von Gartenarbeiten Holunderzweige abschneiden mussten. Und daran hingen noch reife Holunderbeeren. Eine große Schüssel voller Dolden kam da zusammen. Also entschloss ich mich, beide Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Apfel-Holunder-Gelee zu kochen.

Ich brauchte dafür:

Äpfel

Holunderbeeren

Gelierzucker für Gelee 1:1

(und natürlich Marmeladengläser!)

Dazu kam mein Dampfentsafter zum Einsatz.

Den gelochten Dampfeinsatz füllte ich zunächst zu 3/4 mit gewaschenen, geviertelten Äpfeln. Schale und Kerngehäuse durften bleiben, denn darin befindet sich reichlich das zum Gelieren notwendige Pektin. Nur der Stiel, die Blüte und etwaige Wurmgänge mit Würmern wurden entfernt ;-).

Die ebenfalls gewaschenen Holunderbeeren löste ich mit einer Gabel von den Dolden und streute sie über die Apfelstücke. (Ein paar verbliebene Zweiglein stören nicht!) Dann füllte ich den Dampfeinsatz mit weiteren Äpfelstücken bis kurz unter den Rand und legte den Deckel auf.

Nachdem der unterste Topf zur Hälfte mit Wasser gefüllt und der Dampfgarer ordnungsgemäß zusammengesetzt war, brachte ich das Wasser auf dem Herd zum Kochen. Mit kleiner Hitze durfte es nun einige Stunden köcheln. Den heißen Saft, der im Schlauch sichtbar wurde, ließ ich von Zeit zu Zeit mit der gebotenen Vorsicht (!) in ein extra Gefäß laufen.

Sobald die Früchte keinen Saft mehr abgaben, wurde der Saft abgemessen und in einen ausreichen großen Topf geschüttet. Nun kam der berühmte Dreisatz zum Einsatz. Erinnert Ihr Euch? Wenn man für 1 Liter Saft 750 g Gelierzucker nimmt, dann benötigt man wie viel Gramm Gelierzucker für 1800 ml Saft? Heraus kam: 1350 Gramm! (Es kann auch etwas mehr genommen werden, je nachdem, wie sauer die Äpfel sind. Doch da kann man später noch abschmecken und  „nachbessern“. )

Der Saft zusammen mit dem Gelierzucker wurde unter Rühren aufgekocht und durfte bis zum Gelierpunkt köcheln. Dies kann durchaus 15 bis 30 Minuten dauern. Sobald aber der letzte Tropfen am Kochlöffel wie an einem „Faden“ hängen bleibt, gebe ich noch etwas Gelee auf einen Teller, um zu sehen, ob sich auf dieser „Pfütze“ so etwas wie eine Haut bildet. Wenn ja, fülle ich das Gelee kochendheiß und zügig in vorbereitete, mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser, die ich sofort verschließe.

Äpfel und Holunder harmonisieren geschmacklich perfekt, und so habe ich ein nicht alltägliches, köstliches Gelee bekommen, das sich auch als besonderes Weihnachtsgeschenk eignet.

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Die übrig gebliebenen Äpfel versuche ich erst einmal zu lagern und überlege mir in der Zwischenzeit, wie ich sie noch verwende.

 

 

Brombeerkonfitüre

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

nach wochenlanger extremer Hitze können wir heute ein wenig durchatmen. Geregnet hat es aber leider immer noch nicht. Das bedeutet, heute Abend ist wieder kräftiges Gießen angesagt. Wie gut, dass wir einen Brunnen haben, sonst würden unsere Wasserkosten ins Unermessliche schießen!

Da die Wohnung sich mittlerweile auch ziemlich aufgeheizt hat, vermeide ich es, so gut es geht, den Herd einzuschalten. Unsere gesammelten Wildbrombeeren habe ich ja zum Glück sofort zu Konfitüre verarbeitet:

Zunächst habe ich sie ganz kurz in eine große Schüssel mit Wasser gegeben, so dass sie gut bedeckt waren, damit etwaige Maden an die Oberfläche steigen. Glücklicherweise war es nur eine einzige. In einem großen Sieb durften die Beeren dann gut abtropfen.

Darauf bedeckte ich den Boden eines ausreichend großen Topfes mit Wasser und gab die Brombeeren hinein. Im geschlossenen Topf ließ ich sie nun kurz aufkochen.

Sobald sie wieder etwas abgekühlt waren, passierte ich sie portionsweise durch ein Sieb. Wen die Kerne nicht stören, der braucht sich die Arbeit nicht zu machen.

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Das Fruchtmark wog ich ab und fügte die gleiche Menge Zucker hinzu, aufgeteilt in 50% normalen Haushaltszucker und 50% Gelierzucker 1:1.

Nun sterilisierte ich die bereits sauberen Marmeladengläser: Sie wurden auf ein feuchtes Tuch gestellt und mit kochendem Wasser gefüllt. Danach goss ich das Wasser vorsichtig wieder aus, um mich nicht zu verbrühen.

Die Zucker-Frucht-Mischung wurde jetzt in einem ausreichend großen Topf unter Rühren zum Kochen gebracht und durfte bis zum Gelierpunkt kochen. Etwas Zitronensaft verfeinerte das Aroma zusätzlich. Der Gelierpunkt ist erreicht, sobald ein Tropfen Konfitüre nicht mehr vom Kochlöffel tropft, sondern hängenbleibt.

Dann musste die Konfitüre nur noch in die sterilen Gläser abgefüllt und gut verschlossen werden.

Tatjanas Freundin und deren Mutter, die gerade bei uns zu Besuch waren, nahmen gerne ein Glas mit nach Hause. Ich vermute, es hat nicht lange überlebt 🙂

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Übrigens: Ganz köstlich schmeckt die Konfitüre auch, wenn man den Brombeeren einige Himbeeren zufügt.

 

 

 

 

 

Magenbrot-Cantuccini

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben! Kennt Ihr Magenbrot? Wenn Ihr aus dem Süden Deutschlands stammt, vermutlich ja. Vor allem in Baden-Württemberg und auch in der Schweiz wird es auf jedem Weihnachtsmarkt angeboten. Zumindest hat man mir das so gesagt. Hier bei uns im Westen ist dieses Gebäck jedoch kaum bekannt. Ich habe ein wenig herumgefragt und bei vielen ein Kopfschütteln als Antwort bekommen. Das muss sich ändern, finde ich. Deshalb habe ich Magenbrot in meine diesjährige Weihnachtsbäckerei aufgenommen und möchte sie Euch hier vorstellen. Die großen Mandelstücke darin sind nicht original. Ich habe sie mir von den italienischen Cantuccini abgeschaut, weil ich finde, sie geben dem Gebäck zusätzlich etwas Biss.

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Magenbrot besteht aus einem dunklen Honigteig, der an einem Tag zubereitet und erst am nächsten gebacken wird. So kann man sich die Arbeit gut einteilen.

Hier die Zutaten für ca. 70 Stck:

150 g abgezogene ganze Mandeln

125 g Honig

50 g brauner Zucker

100 g weißer Zucker

2 EL Wasser

1 Prise Salz

2 EL starker Kaffee

20 g Butter

500 g Mehl

1/2 Pckg. Backpulver

2 EL dunkles Kakaopulver

1 1/2 TL Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz

Abrieb von je 1/2 Zitrone und Orange in Bio-Qualität

1 Paket Orangeat

gut 100 ml warme Milch

1 Ei

 

Für den Guss:

400 g Zucker

100 ml Wasser

2 TL Zitronensaft

2 TL Rum

1 TL Kakaopulver

 

Und so geht es:

In einer trockenen Pfanne röstet Ihr zunächst die Mandeln leicht an, bis sie duften, und lasst sie dann abkühlen.

Für den Teig gebt Ihr Honig, Zucker, Salz, Kaffee und Wasser in einen Topf und erhitzt alles bei mittlerer Hitze. Zwischendurch immer wieder umrühren. Sobald sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, nehmt Ihr den Topf von der Kochstelle und rührt die Butter darunter. Nun die Masse etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit siebt Ihr das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine Schüssel und mischt das Kakaopulver und die Gewürze sowie den Abrieb darunter. Die Mandeln hackt Ihr nur ganz grob und gebt sie ebenfalls dazu.

Das Orangeat zerkleinert Ihr zusammen mit der Milch im Mixer. Rührt die Milch und das Ei  unter die abgekühlte Honigmasse und gebt sie zur Mehlmischung. Verarbeitet dann alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem homogenen Teig. Den Teig stellt über Nacht kalt.

Am nächsten Tag heizt Ihr den Backofen auf 175 °C vor. Dann teilt Ihr den Teig in 6 gleiche Portionen und rollt aus jeder Portion einen Strang, der auf ein Backblech passt. Je 3 Stränge werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt und sie etwas flachgedrückt.

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Nacheinander kommen die beiden Backbleche für etwa 20 Minuten auf die mittlere Schiene des Backofens. Sobald die unteren Ränder leicht bräunen, nehmt Ihr das Backblech heraus und lasst die gebackenen Stränge noch ein paar Minuten auf dem Blech. Dann vorsichtig auf ein Kuchengitter legen. Dort dürfen sie dann weiter, aber nicht ganz abkühlen. Sie lassen sich am besten noch lauwarm in etwa 2 cm dicke schräge Scheiben schneiden.

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Für den Guss alle Zutaten bis auf das Kakaopulver in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse kocht. Lasst sie 2 Minuten köcheln. Danach schaltet Ihr die Hitze auf die kleinste Stufe und rührt das Kakaopulver mit einem Schneebesen darunter.

 

3 oder 4 Magenbrotstücke werden nun jeweils in den Topf gegeben und im Guss gewendet. Mit zwei Gabeln nehmt Ihr die einzelnen Stücke heraus und lasst sie auf einem Gitter ablaufen. (Alufolie darunter fängt die herabtropfende klebrige Masse auf.)

Sobald die Glasur getrocknet ist, könnt Ihr das Magenbrot  in eine Gebäckdose schichten. Zwischen die einzelnen Lagen gebt Ihr am besten Backpapier, damit die Stücke nicht aneinander kleben. Nach ein paar Tagen hat sich das köstliche Aroma vollständig entfaltet und das Magenbrot ist wunderbar mürbe geworden.

 

Honigkuchen mit Roggenmehl und Gewürzen

Ihr Lieben,

der Advent naht mit großen Schritten. Und scheinbar gefallen Euch unsere Plätzchen-Rezepte, sie werden nämlich zur Zeit wieder fleißig gelesen 🙂 Danke dafür.

Um Euch die Suche zu erleichtern, haben wir all unsere Weihnachts-Rezepte auf einer Extra-Seite zusammengefasst – schaut mal hier.

Und damit wir Euch vor Weihnachten noch mit vielen neuen Rezepten versorgen können, haben wir dieses Jahr den Start unserer Weihnachtsbäckerei nach vorne verlegt.

Wir starten traditionell mit Printen- und Lebkuchenrezepten, weil diese besser schmecken, je länger sie liegen – und damit man sich nicht an brettharten Keksen die Zähne ausbeißt.

Mein absolutes Lieblingsbuch zu Weihnachten ist die Weihnachtsbäckerei von Rosenmehl. Alte Rezepte, eingereicht von mit Rosenmehl backenden Hausfrauen, über Jahrzehnte überliefert, nachgebacken und verfeinert. Oft werden die Rezepte begleitet von einer Anekdote oder Geschichte dazu. Ein Buch zum Schwelgen und sich in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen 🙂 Hier handelt es sich übrigens nicht um Werbung oder eine Kooperation, sondern um meine ganz private und unbeeinflusste Meinung. 🙂

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Aber es liegt natürlich nahe, dass auch das erste Rezept unserer diesjährigen Weihnachtsbäckerei aus diesem Buch stammt – und wie immer haben wir das Rezept ein bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:

250g Roggenmehl (Type 1150)

250g Weizenmehl (Type 550 oder 405)

1/2 Päckchen Weinstein-Backpulver

125g Butter

250g Zucker

1/2 TL Salz

250g Honig (ich hatte eine 1:1 Mischung aus Tannenhonig und Blütenhonig)

2 Eier

100g Zitronat

200g Orangeat

65g gehackte Mandeln

65g gemahlene Mandeln

1 TL Zimt

1 TL gemahlene Nelken

1 TL gemahlenen Kardamom

ganze, abgezogene Mandeln nach Belieben

Zunächst ein Tipp: Orangeat und Zitronat sind eine klebrige Angelegenheit. Sie lassen sich besser verarbeiten, wenn sie gefroren sind. Für dieses Rezept brauchen wir möglichst fein gehacktes Zitronat und Orangeat, deswegen flog es bei uns im gefrorenen Zustand auf das laufende Messer des Thermomix. Ein guter Küchenmixer sollte das aber auch schaffen 🙂

Zunächst die Butter, den Zucker und den Honig in einem Topf vorsichtig auf dem Herd erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat, das gemahlene Zitronat und Oreangeat dazugeben, unterrühen und dann alles abkühlen lassen.

Das Mehl mit dem Backpulver in eine große Schüssel sieben, alle trockenen Zutaten (bis auf die gehackten und ganzen Mandeln) dazu geben und unterrühren.

Mit den Knethaken des Handrührers die Butter-Honig-Mischung unterkneten, die Eier dazu geben und zum Schluss die gehackten Mandeln unterrühren.

Laut Originalrezept soll der fertige Teig zunächst eine Stunde kalt gestellt, dann ausgerollt und auf ein Backblech gelegt werden. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass sich diese zähe, klebrige Masse – egal bei welcher Temperatur – ausrollen lässt, also habe ich sie direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gestrichen. Wenn man die Palette oder den Teigschaber (der bei uns seit jeher Schleck-Schleck heißt) immer wieder in Wasser tunkt, geht das sehr gut.

Dann habe ich mit einem Messer den Teig in ca 4x4cm große Würfel aufgeteilt (aber nur einritzen, nicht durchtrennen) und die einzelnen Stücke mit den abgezogenen Mandeln verziert.

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Dann das Blech ca. 1 Stunde lang kalt stellen und dann im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.

Wenn der Kuchen im Ofen ist, die Glasur vorbereiten: Dafür benötigt ihr:

3 EL Puderzucker

2 EL Zitronensaft

1 EL Rum

Daraus eine Glasur anrühren. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und noch heiß bestreichen.

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Abkühlen lassen, in Stücke schneiden und in Keksdosen lagern. Es lohnt sich, diese Plätzchen eine Weile durchziehen zu lassen, damit die Gewürze Zeit haben, sich zu entfalten.