Linsensalat

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam wird es Zeit für die Weihnachtsbäckerei. Doch hier, wie versprochen, zunächst noch mein Vorschlag für einen Linsensalat. Dazu lässt sich prima ein Rest Linseneintopf, z.B. dieser, verwerten, aber natürlich kann man die Linsen auch speziell dafür kochen.

Mein Rezept ist ausreichend für eine Portion als Hauptmahlzeit; für mehrere Esser nimmt man entsprechend mehr von allem. Die Mengen der einzelnen Zutaten dürfen je nach Geschmack variieren.

Ich nahm:

2 gehäufte EL gekochte Linsen, fertig gewürzt

1 EL eingelegte rote Bete, kleingewürfelt

1/2 Apfel, geschält und kleingewürfelt

1 Frühlingszwiebel oder ein Stück Porree (vom weißen Teil), kleingeschnitten

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Für das Dressing habe ich

2 EL weißen Balsamico,

1 Prise Salz,

1 Prise Zucker,

1 TL geriebener Meerrettich

mit etwas Wasser herzhaft abgeschmeckt, dann

4 EL Rapsöl daruntergerührt

und alles gut vermischt.

Etwas durchziehen lassen, und schon hat man einen sättigenden Salat als Hauptgericht oder Beilage, ganz wie gewünscht.

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Linseneintopf, italienisch inspiriert

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

was war das für ein großartiger Sommer! Das Einzige, was hier über Monate wirklich gefehlt hat, war hin und wieder ein Regenguss. Das bedeutete für mich, fast jeden Tag 1 1/2 Stunden den Garten zu wässern. Wie gut, dass wir einen Brunnen haben! Salat war in dieser Zeit unsere Hauptnahrung, denn zum Kochen war es meist einfach zu heiß. Nun ist die Hitze vorbei und uns verlangt wieder nach Deftigem. Nach Eintopf zum Beispiel.

Linseneintopf kann man spontan zubereiten, weil Linsen im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten nicht eingeweicht müssen. Für unseren Linseneintopf habe ich Berglinsen genommen; sie behalten etwas mehr Biss im Gegensatz zu Tellerlinsen und sind nicht so mehlig. Natürlich schmeckt er auch mit „normalen“ Tellerlinsen.

Für 4 Personen braucht Ihr:

2 Tassen Berg- oder Tellerlinsen

2 EL gutes Olivenöl (oder Rapsöl)

1 mittelgroße Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

1-2 Möhren

1 Stange Porree

1 kleine Dose stückige Tomaten oder Kirschtomaten

1 Zweig Rosmarin oder/und Thymian

etwa 4 Tassen Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

Mettwürstchen oder ersatzweise durchwachsenen Speck

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Und so geht es:

Zwiebel schälen und fein würfeln, in dem Öl glasig schwitzen.

Knoblauch ebenfalls schälen, zu den Zwiebeln pressen. (Wer Speck nimmt, sollte den gewürfelten Speck jetzt zu dem Zwiebel-Knoblauch-Gemisch geben.)

Möhren schälen und in beliebige Würfel schneiden. Porree waschen, die hellen Teile ebenfalls in beliebige Stücke schneiden. Beides zu dem Zwiebel-Knoblauch-Gemisch geben.

Die Linsen in einem Sieb kurz abspülen, mit Rosmarin oder/und Thymian ebenfalls hinzufügen. Alles kurz weiterschwitzen lassen, dann die Tomaten untermischen.

Den Eintopf mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen, zugedeckt etwa 1 Stunde leicht köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Falls der Eintopf zu dick ist, noch etwas Brühe oder Wasser hinzufügen.

10 Minuten vor Ende der Garzeit gebe ich die Mettwürstchen in den Eintopf und lasse sie darin garziehen. Wiener oder andere Würstchen schmecken natürlich auch.

Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich serviere Salzkartoffeln dazu. Wer mag, kann Kartoffelwürfel gleich im Eintopf mitkochen. Der Schwabe reicht Spätzle dazu 😉

Wie alle Eintöpfe schmeckt er aufgewärmt fast noch besser als frisch, so dass wir gerne zweimal davon essen. Sollte dann noch etwas übrig bleiben, verwerte ich den Rest zu einem sättigenden und erfrischenden Linsensalat. Das Rezept dafür verrate ich Euch das nächste Mal 🙂

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Rettich-Kimchi

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

jetzt ist es doch endlich Frühling geworden, und nach dem langen Winter sehnen wir uns alle nach frischer „Kost“. Bei uns gibt es sogar schon den ersten heimischen Spargel. Den lasse ich allerdings noch links liegen, da er erstens sehr teuer und zweitens in beheizten Beeten und unter Folie gezogen ist. Da essen wir doch lieber erst unsere fermentierten Vorräte auf, seien es die grünen Bohnen oder die grünen Tomaten.

Auch Chinakohl-Kimchi , den die ganze Familie liebt, habe ich noch einmal angesetzt. Danach hat man immer ein großes Stück Rettich übrig, und diesmal war der Rettich wirklich riesig gewesen. Wie es der Zufall wollte, war ich neulich in dem Blog „Wilde Fermente“ auf ein Rezept für Rettich-Kimchi gestoßen. Man benötigt zum Teil die gleichen Zutaten wie beim Chinakohl-Kimchi; die Zubereitung geht schnell und ist ganz einfach. So konnte ich den Rest des Rettichs auch gleich verwerten und es war, wie man bei uns sagt, „ein Tun“.

Zuerst wird der Rettich entwässert. Dazu nimmt man:

1 großen weißen Rettich

1 EL Meersalz

1 EL Zucker

Der geschälte Rettich wird in 2 – 3 cm große Würfel geschnitten, in einer Schüssel mit dem Salz und dem Zucker vermischt und darf dann 30 Minuten Wasser ziehen.

In der Zwischenzeit bereitet man die übrigen Zutaten vor:

2 cm Ingwer, schälen und fein hacken

2 – 3 Knoblauchzehen, schälen und ebenfalls fein hacken

2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden

2 EL Fischsauce

1 bis 3 EL koreanisches Chilipulver (hatte ich leider nicht, dafür nahm ich nur 1 TL Harissa-Pulver, damit der Rettich nicht zu scharf wird.)

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Sobald der Rettich Wasser gezogen hat, wird die Lake abgegossen und aufgefangen. Die Rettichwürfel mit den weiteren Zutaten sowie 3 EL der aufgefangenen Lake mischen und in ein genügend großes Bügelglas geben. Die Würfel sollen möglichst wenig Zwischenräume haben. Das Glas jedoch nicht bis ganz oben füllen, damit für den Gärprozess noch Platz bleibt. Das Glas verschließen und bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort 4 – 5 Tage blubbern lassen. Anschließend in den Kühlschrank stellen und als gesunden Snack genießen.

 

Rote-Bete-Hummus

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben,

mein runder Geburtstag ist nun schon einige Wochen her, aber mit meinen Töpfer-Kolleginnen, die schon sehr lange dieses Hobby mit mir teilen, hatte ich noch nicht gefeiert. Das wurde nun endlich mit Sekt und Knabbereien nachgeholt.

Zusätzlich zur Lachs-Frischkäse-Creme für meine kleine Feier wollte ich noch einen Hummus-Dip  anbieten. Der gewöhnliche Hummus ist hierzulande nicht jedermanns Sache und schmeckt außerdem manchmal ein bisschen muffig. Also suchte ich nach einer anderen Zubereitungsart. Ganz häufig findet man im Internet Hummusrezepte mit roten Beten, allerdings meist mit gekochten. Veronika von „Carrots for Claire“ nimmt rohe rote Bete, und das gefiel mir sehr.

Die Zutaten waren leicht zu bekommen. Ich nahm:

etwa 300 g gekochte Kichererbsen aus der Dose. (Man kann sie auch selbst kochen. Sie schmecken besser, müssen allerdings vorher eingeweicht werden.)

1 rote-Bete-Knolle

4 Snackmöhren (die sind leichter zu „zermusen“)

Saft je einer halben Orange und Limette

2 TL Tahin (das ist Sesampaste)

1 Knoblauchzehe

etwas Agavensirup zum Abschmecken (Zucker geht natürlich auch)

Salz, Pfeffer

1 EL Olivenöl

je eine Prise Cumin und gemahlenen Koriander (nach Geschmack auch mehr)

Für die Zubereitung benötigt man einen sehr guten Mixer oder Pürierstab:

Die Kichererbsen abgießen, in einem Sieb mit klarem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.

Rote Bete schälen und in grobe Würfel schneiden. (Weil sie stark färben, geht das am besten mit Einmalhandschuhen).

Die Möhren ebenfalls grob würfeln.

Rote Bete und Möhren im Mixer oder mit dem Pürierstab zu Brei zerkleinern, Orangen- und Limettensaft zugeben, daruntermixen. Die Kichererbsen ebenfalls daruntermixen. Tahin hinzufügen, die Knoblauchzehe dazupressen und das Püree würzen. Weitermixen, so dass eine schöne sämige Masse entsteht. Abschmecken und am Schluss das Olivenöl darunterrühren.

Bei den Gewürzen braucht Ihr euch nicht genau an die Mengen zu halten. Hauptsache, das Ergebnis schmeckt Euch 😉

Wie Ihr seht, hatte das fertige Hummus eine appetitliche, leuchtend rote Farbe. Ganz frisch und überhaupt nicht muffig schmeckt es zum Dippen mit Kräckern, Gemüsechips, Radieschen, Grissini u.v.m.

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Weil ich nur eine große Dose Kichererbsen in meinem Vorrat hatte, verarbeitete ich den Rest zu Falafeln. Sie ergaben mit dem übrig gebliebenen Hummus eine sättigende vegetarische Mahlzeit.

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Steckrüben-Eintopf

Ihr Lieben,

sind Euch auf dem Markt schon einmal diese Rüben aufgefallen, die entfernt an Futterrüben erinnern, aber nicht länglich, sondern rund sind? Viele, die den Krieg noch erlebt haben, schütteln sich bei dem Anblick. Waren Steckrüben damals doch oft das einzige Nahrungsmittel, das zur Verfügung stand und ihren Hunger stillen musste. Die junge Generation kennt dieses Gemüse deshalb in den meisten Fällen nicht, hat deswegen auch keine Abneigung dagegen. Nun ist Gemüse im Zuge der Gesundheitswelle ja sowieso „in“. Die alten, traditionellen Rezepte sind es ebenfalls. Und damit ist auch die Steckrübe richtig „im Kommen“, sogar in der gehobenen Gastronomie.

Als ich kürzlich auf dem Blog „herzelieb“ ein Bild von Rübenmus nach Omas Rezept sah, bekam ich richtig Appetit darauf. Nun hat mein Schatz seit seiner Kindheit eine Abneigung gegen „zermustes“ Gemüse: das Rübenmus kam also nicht in Frage. Gegen einen stückigen Eintopf aber sprach nichts. Und wirklich: Mit seiner geliebten rheinischen Mettwurst war er ein voller Erfolg.

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Außerdem verwendete ich folgende Zutaten:

1 Zwiebel

1 Stück durchwachsenen Speck

1 Steckrübe

4 Möhren

Bio-Instant-Brühe

Salz

Pfeffer

4 Mettwürste

 

Die Zubereitung:

Speck würfeln oder in Streifen schneiden, in einem großen Topf bei Mittelhitze auslassen.

Zwiebel schälen, würfeln und zum Speck geben. Bei kleiner Hitze glasig dünsten.

In der Zwischenzeit die Steckrübe schälen und in beliebig große Würfel schneiden; zu der Speck-Zwiebel-Mischung geben.

Möhren ebenfalls schälen und würfeln. Zu den Rüben geben. Unter Rühren leicht anrösten.

Im Wasserkocher 1 Liter Wasser erhitzen. Das Gemüse damit ablöschen, so dass es eben bedeckt ist. Mit 1 EL Brühe und Salz würzen.

Alles aufkochen lassen, dann die Hitze herunterschalten und leicht köcheln lassen, bis das Gemüse so weich ist, wie man es haben möchte. Nach etwa 25 Minuten die Mettwürste anstechen und dazugeben. Vor dem Servien mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es bei uns Salzkartoffeln. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr Kartoffelwürfel auch sofort im Eintopf mitkochen. Statt der Mettwürste bzw. Kochwürste könnt Ihr natürlich auch Kassler nehmen. Wir haben zweimal davon gegessen und die restliche Portion Eintopf eingefroren.