Blitzlebkuchen-Schnitten – ohne Mehl

Medaillon Mama

Einen schönen ersten Advent wünsche ich Euch, Ihr Lieben. Bis Weihnachten sind es nur noch drei Wochen, und ich habe gerade erst angefangen, Plätzchen zu backen. Meine Liste ist ellenlang, deshalb muss ich mich jetzt wirklich sputen. Weil Lebkuchen gewöhnlich einige Zeit brauchen, bis sie ihr volles Aroma entfalten, fange ich immer damit an. Der folgende Lebkuchen kann allerdings schon am folgenden Tag verzehrt werden, obwohl er ein paar Tage später noch aromatischer geworden ist. Auf keinen Fall muss er wochenlang „reifen“. Aber so alt wird er ohnehin nicht 🙂

Für ein Backblech bereitet Ihr vor:

150 g weiche Butter

1 Zitrone auspressen und Schale abreiben

150 g feinen Zucker

1 Prise Salz

6 Eier trennen

150 g mit Schale gemahlene Mandeln

80 g gemahlene Haselnüsse

1 EL Lebkuchengewürz

1 Pckg. Kuvertüre, Zartbitter oder Vollmilch nach Geschmack

gehackte Pistazien zum Bestreuen

Und so geht es:

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zunächst schlagt Ihr das Eiweiß mit dem Salz und dem Zitronensaft mit dem Handrührgerät schaumig und lasst langsam die Hälfte des Zuckers einrieseln. Sobald das Eiweiß fest und glänzend ist, stellt Ihr es beiseite.

Nun rührt Ihr die zimmerwarme Butter glatt, bis sie Spitzen bildet, und mischt sie mit der anderen Hälfte des Zuckers und der Zitronenschale. Nach und nach rührt Ihr die Eigelbe darunter. Die Butter-Zucker-Masse so lange rühren, bis Ihr eine schöne, glatte Crème habt.

Die gemischten Nüsse und das Lebkuchengewürz gut mit der Buttermasse vermischen.

Am Ende den Eischnee vorsichtig unterheben.

Den Teig auf ein Backblech mit Backpapier streichen und auf der 2. Schiene von unten etwa 1/2 Stunde hellbraun backen.

Nach dem Abkühlen mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen. Erkalten lassen und in etwa 4×4 cm große Stücke schneiden (ergibt ca. 60 Stück). Mit gehackten Pistazien bestreuen.

Lebkuchen

In einer gut schließenden Dose kühl lagern. Oder gleich aufessen 😉

 

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Magenbrot-Cantuccini

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Hallo, Ihr Lieben! Kennt Ihr Magenbrot? Wenn Ihr aus dem Süden Deutschlands stammt, vermutlich ja. Vor allem in Baden-Württemberg und auch in der Schweiz wird es auf jedem Weihnachtsmarkt angeboten. Zumindest hat man mir das so gesagt. Hier bei uns im Westen ist dieses Gebäck jedoch kaum bekannt. Ich habe ein wenig herumgefragt und bei vielen ein Kopfschütteln als Antwort bekommen. Das muss sich ändern, finde ich. Deshalb habe ich Magenbrot in meine diesjährige Weihnachtsbäckerei aufgenommen und möchte sie Euch hier vorstellen. Die großen Mandelstücke darin sind nicht original. Ich habe sie mir von den italienischen Cantuccini abgeschaut, weil ich finde, sie geben dem Gebäck zusätzlich etwas Biss.

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Magenbrot besteht aus einem dunklen Honigteig, der an einem Tag zubereitet und erst am nächsten gebacken wird. So kann man sich die Arbeit gut einteilen.

Hier die Zutaten für ca. 70 Stck:

150 g abgezogene ganze Mandeln

125 g Honig

50 g…

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Linsensalat

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam wird es Zeit für die Weihnachtsbäckerei. Doch hier, wie versprochen, zunächst noch mein Vorschlag für einen Linsensalat. Dazu lässt sich prima ein Rest Linseneintopf, z.B. dieser, verwerten, aber natürlich kann man die Linsen auch speziell dafür kochen.

Mein Rezept ist ausreichend für eine Portion als Hauptmahlzeit; für mehrere Esser nimmt man entsprechend mehr von allem. Die Mengen der einzelnen Zutaten dürfen je nach Geschmack variieren.

Ich nahm:

2 gehäufte EL gekochte Linsen, fertig gewürzt

1 EL eingelegte rote Bete, kleingewürfelt

1/2 Apfel, geschält und kleingewürfelt

1 Frühlingszwiebel oder ein Stück Porree (vom weißen Teil), kleingeschnitten

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Für das Dressing habe ich

2 EL weißen Balsamico,

1 Prise Salz,

1 Prise Zucker,

1 TL geriebener Meerrettich

mit etwas Wasser herzhaft abgeschmeckt, dann

4 EL Rapsöl daruntergerührt

und alles gut vermischt.

Etwas durchziehen lassen, und schon hat man einen sättigenden Salat als Hauptgericht oder Beilage, ganz wie gewünscht.

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Linseneintopf, italienisch inspiriert

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

was war das für ein großartiger Sommer! Das Einzige, was hier über Monate wirklich gefehlt hat, war hin und wieder ein Regenguss. Das bedeutete für mich, fast jeden Tag 1 1/2 Stunden den Garten zu wässern. Wie gut, dass wir einen Brunnen haben! Salat war in dieser Zeit unsere Hauptnahrung, denn zum Kochen war es meist einfach zu heiß. Nun ist die Hitze vorbei und uns verlangt wieder nach Deftigem. Nach Eintopf zum Beispiel.

Linseneintopf kann man spontan zubereiten, weil Linsen im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten nicht eingeweicht müssen. Für unseren Linseneintopf habe ich Berglinsen genommen; sie behalten etwas mehr Biss im Gegensatz zu Tellerlinsen und sind nicht so mehlig. Natürlich schmeckt er auch mit „normalen“ Tellerlinsen.

Für 4 Personen braucht Ihr:

2 Tassen Berg- oder Tellerlinsen

2 EL gutes Olivenöl (oder Rapsöl)

1 mittelgroße Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

1-2 Möhren

1 Stange Porree

1 kleine Dose stückige Tomaten oder Kirschtomaten

1 Zweig Rosmarin oder/und Thymian

etwa 4 Tassen Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

Mettwürstchen oder ersatzweise durchwachsenen Speck

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Und so geht es:

Zwiebel schälen und fein würfeln, in dem Öl glasig schwitzen.

Knoblauch ebenfalls schälen, zu den Zwiebeln pressen. (Wer Speck nimmt, sollte den gewürfelten Speck jetzt zu dem Zwiebel-Knoblauch-Gemisch geben.)

Möhren schälen und in beliebige Würfel schneiden. Porree waschen, die hellen Teile ebenfalls in beliebige Stücke schneiden. Beides zu dem Zwiebel-Knoblauch-Gemisch geben.

Die Linsen in einem Sieb kurz abspülen, mit Rosmarin oder/und Thymian ebenfalls hinzufügen. Alles kurz weiterschwitzen lassen, dann die Tomaten untermischen.

Den Eintopf mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen, zugedeckt etwa 1 Stunde leicht köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Falls der Eintopf zu dick ist, noch etwas Brühe oder Wasser hinzufügen.

10 Minuten vor Ende der Garzeit gebe ich die Mettwürstchen in den Eintopf und lasse sie darin garziehen. Wiener oder andere Würstchen schmecken natürlich auch.

Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich serviere Salzkartoffeln dazu. Wer mag, kann Kartoffelwürfel gleich im Eintopf mitkochen. Der Schwabe reicht Spätzle dazu 😉

Wie alle Eintöpfe schmeckt er aufgewärmt fast noch besser als frisch, so dass wir gerne zweimal davon essen. Sollte dann noch etwas übrig bleiben, verwerte ich den Rest zu einem sättigenden und erfrischenden Linsensalat. Das Rezept dafür verrate ich Euch das nächste Mal 🙂

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Apfel-Holunder-Gelee

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam füllt sich unser Vorratskeller mit allerlei selbstgemachten Köstlichkeiten. Neben der Brombeerkonfitüre steht ein ganzes Regalbrett voll mit Aprikosenkonfitüre und Apfelgelee. Daneben stapeln sich Gläser mit unserem beliebten Tomatensugo. Vor ein paar Tagen dachte ich noch, das reiche wohl für dieses Jahr. Bis … ja bis Sohnemann mir eine Tasche voll selbstgepflückter Äpfel auf die Terrasse gestellt hat. Es waren ca. 15 kg! Also noch einmal Apfelgelee! Übrig blieben trotzdem noch 10 kg Äpfel. Dann ergab es sich, dass wir im Zuge von Gartenarbeiten Holunderzweige abschneiden mussten. Und daran hingen noch reife Holunderbeeren. Eine große Schüssel voller Dolden kam da zusammen. Also entschloss ich mich, beide Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Apfel-Holunder-Gelee zu kochen.

Ich brauchte dafür:

Äpfel

Holunderbeeren

Gelierzucker für Gelee 1:1

(und natürlich Marmeladengläser!)

Dazu kam mein Dampfentsafter zum Einsatz.

Den gelochten Dampfeinsatz füllte ich zunächst zu 3/4 mit gewaschenen, geviertelten Äpfeln. Schale und Kerngehäuse durften bleiben, denn darin befindet sich reichlich das zum Gelieren notwendige Pektin. Nur der Stiel, die Blüte und etwaige Wurmgänge mit Würmern wurden entfernt ;-).

Die ebenfalls gewaschenen Holunderbeeren löste ich mit einer Gabel von den Dolden und streute sie über die Apfelstücke. (Ein paar verbliebene Zweiglein stören nicht!) Dann füllte ich den Dampfeinsatz mit weiteren Äpfelstücken bis kurz unter den Rand und legte den Deckel auf.

Nachdem der unterste Topf zur Hälfte mit Wasser gefüllt und der Dampfgarer ordnungsgemäß zusammengesetzt war, brachte ich das Wasser auf dem Herd zum Kochen. Mit kleiner Hitze durfte es nun einige Stunden köcheln. Den heißen Saft, der im Schlauch sichtbar wurde, ließ ich von Zeit zu Zeit mit der gebotenen Vorsicht (!) in ein extra Gefäß laufen.

Sobald die Früchte keinen Saft mehr abgaben, wurde der Saft abgemessen und in einen ausreichen großen Topf geschüttet. Nun kam der berühmte Dreisatz zum Einsatz. Erinnert Ihr Euch? Wenn man für 1 Liter Saft 750 g Gelierzucker nimmt, dann benötigt man wie viel Gramm Gelierzucker für 1800 ml Saft? Heraus kam: 1350 Gramm! (Es kann auch etwas mehr genommen werden, je nachdem, wie sauer die Äpfel sind. Doch da kann man später noch abschmecken und  „nachbessern“. )

Der Saft zusammen mit dem Gelierzucker wurde unter Rühren aufgekocht und durfte bis zum Gelierpunkt köcheln. Dies kann durchaus 15 bis 30 Minuten dauern. Sobald aber der letzte Tropfen am Kochlöffel wie an einem „Faden“ hängen bleibt, gebe ich noch etwas Gelee auf einen Teller, um zu sehen, ob sich auf dieser „Pfütze“ so etwas wie eine Haut bildet. Wenn ja, fülle ich das Gelee kochendheiß und zügig in vorbereitete, mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser, die ich sofort verschließe.

Äpfel und Holunder harmonisieren geschmacklich perfekt, und so habe ich ein nicht alltägliches, köstliches Gelee bekommen, das sich auch als besonderes Weihnachtsgeschenk eignet.

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Die übrig gebliebenen Äpfel versuche ich erst einmal zu lagern und überlege mir in der Zwischenzeit, wie ich sie noch verwende.

 

 

Veganer „Käsekuchen“ mit Beeren

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute haben mein Schatz und ich bei einer Radtour ins Blaue Brombeeren gepflückt. Stellenweise hingen die Beeren bereits vor der Reife vertrocknet an den Sträuchern; schließlich hat es bei uns seit Wochen nicht mehr ausgiebig geregnet. Ein Stückchen weiter wurden wir jedoch fündig und kamen schließlich mit fast 2 kg Brombeeren nach Hause! Die habe ich bereits aufgekocht, durch ein Sieb passiert, um die Kerne zu entfernen, und mit Zucker vermischt. Morgen werde ich sie dann zu Konfitüre verarbeiten. Und ich kann Euch schon jetzt versprechen, dass man ein solch köstliches Aroma in keiner gekauften Konfitüre findet.

Für die Deko meines veganen „Käsekuchens“, den ich vor einer Woche zu einem kleinen Familientreffen mitnahm, wären die Brombeeren ideal gewesen. Ich habe dafür auf gefrorene Heidel- und Himbeeren zurückgegriffen. Der Sohn eines Cousins ernährt sich seit einiger Zeit vegan und sollte auch einen Kuchen haben. Ein richtiger Kuchen ist das allerdings nicht, eher ein cremiger Nachtisch voll gesunder Zutaten. Und das Beste: er wird nicht gebacken, was mir bei dieser Hitze sehr entgegenkam. Wenn man von der Einweichzeit der Nüsse absieht, ist er schnell und einfach zubereitet. Allerdings solltet Ihr eine leistungsfähige Küchenmaschine bzw. einen guten Mixer haben und am Ende noch einige Stunden Kühlzeit einrechnen.

Das Rezept für diese basische Leckerei stammt vom Zentrum der Gesundheit, ist vegan, glutenfrei und enthält keinen Haushaltszucker.

Die Zutaten für den Boden:

2 Tassen Mandeln

1 Tasse entsteinte Datteln

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die „Käse“-Füllung:

3 Tassen Cashewkerne

Schale einer Orange, fein gerieben

3/4 Tasse frisch gepresster Orangensaft

1/2 Tasse Ahornsirup (oder Reissirup)

1/2 Tasse flüssiges (vorsichtig geschmolzenes) Kokosöl

Saft einer Zitrone

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die Blaubeerschicht:

2 Tassen Blaubeeren (evtl. TK)

1/4 Tasse Orangen -Käse-Füllung

Für die Deko:

Beeren nach Wahl, Orangenscheiben oder sonstige Früchte

Zubereitung:

Einige Stunden vor der Zubereitung müsst Ihr die Mandeln und Cashewkerne getrennt in Wasser einweichen. Die eingeweichten Nüsse, bevor Ihr anfangt, getrennt abtropfen lassen.

Für den Boden die abgetropften Mandeln, Datteln und das Salz im Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Masse in einer Springform flach drücken (Das geht gut mit einem Löffelrücken). Die Form in den Kühlschrank stellen.

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Für die Orangen-„Käse“-Füllung die abgetropften Cashewkerne mit allen weiteren Zutaten (außer der Orangenschale) zu einer sehr feinen Creme mixen. (Das dauert etwas!) Zum Schluss die abgeriebene Orangenschale unterheben. 1/4 Tasse beiseite stellen. Den Rest auf den Boden in der Springform gießen, gleichmäßig verstreichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen.

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Für die Blaubeer-Schicht die Beeren mit der beiseite gestellten Orangen-„Käse“-Creme im Mixer vermischen. Die Beeren dürfen noch etwas stückig bleiben. Diese Mischung auf die Orangen-Cashew-Schicht streichen. Den „Kuchen“ einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank – wenn es schnell gehen soll, eine halbe Stunde in den Gefrierschrank stellen.

Den Kuchen vor dem Servieren mit Früchten Eurer Wahl garnieren.

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Natürlich dürfen hier auch Nichtveganer nach Herzenslust schlemmen, und zwar ganz ohne schlechtes Gewissen 😉

 

Glücksrollen – Geheimtipp für heiße Tage

Auf die gute (alte) Art

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Ich liebe Sommerrollen. Bei Vivu, meinem Lieblingsasiaten in Düsseldorf, esse ich jedes Mal eine zur Vorspeise. Und da es am Wochenende so heiß werden sollte, habe ich mich letzte Woche vorsorglich schon mal mit Reispapier und Reisnudeln eingedeckt, um für die Familie selbst welche zu machen.

Sehr praktisch, so bleibt bei der Hitze der Ofen kalt und erfrischend und leicht sind sie außerdem.

Und das Schöne daran: Ihr könnt sie mit allem füllen, was ihr mögt.

Ich habe mich für Garnelen, Hühnchen und geräucherten Lachs entschieden. Mit Tofu oder einfach nur Gemüse gefüllt, lassen sie sich aber auch vegetarisch und vegan ganz leicht abwandeln.

Bevor Ihr loslegt, empfiehlt es sich, sich alles schon geschnippelt, abgekühlt und vorbereitet zurecht zu stellen, dann geht das Rollen ganz leicht von der Hand.

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Ihr braucht (auf jeden Fall):

Reispapier

Reisnudeln

Für die Füllung eignen sich:

Hähnchenbrust

Garnelen

Gravad Lachs

Und sonst so:

Gurke

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Dinkel-Aprikosenkuchen mit Streuseln, histaminarm

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

hattet Ihr auch so ein traumhaftes Wetter an Pfingsten? Wir haben es richtig genossen und viel Zeit draußen verbracht.

Wir hatten Besuch von einer Schulfreundin (lang, lang ist’s her 🙂 ) aus Bayern , die eine Histamintoleranz hat. Damit ihr  mein Essen keine Probleme bereitet, habe ich mich vorher darüber informiert, was sie verträgt und was nicht. Weizen z.B. ist tabu, aber Dinkel bekommt ihr. Der Erdbeerkuchen, den ich ursprünglich geplant hatte, kam ebenfalls nicht in Frage. Als ich jedoch die ersten frischen Aprikosen sah und herausfand, dass Aprikosen unproblematisch sind, entschied ich mich für einen Aprikosenkuchen aus Dinkelteig. Zufällig habe ich mir vor kurzem ein Dinkel-Backbuch* ausgeliehen, in dem ich eine Teigart entdeckte, die ich so vorher noch nicht kannte. Und das, obwohl ich schon so ziemlich alle Teigarten verbacken habe, die es gibt – oder zumindest weiß, dass es sie gibt! Danach entstand mein histaminarmer Kuchen, der uns allen vorzüglich geschmeckt hat und meiner Freundin bestens bekommen ist.

Hier die Zutaten für eine 28-cm-Springform:

Teig:

200 ml Bio-Schlagsahne

3 Bio-Eier

100 g Zucker

1 Pckg. Vanillezucker

1 Prise Salz

abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone oder 2 Tropfen Bio-Zitronenöl

200 g Bio-Dinkelmehl Type 630

1 TL Bio-Weinstein-Backpulver

Belag:   750 g frische Aprikosen

Streusel:

50 g Butter, geschmolzen und abgekühlt

100 g feiner Zucker oder Puderzucker

1 Prise Salz

100 g Dinkelmehl

1 Prise Zimt

Zubereitung:

Zunächst die Aprikosen für eine Minute in kochendes Wasser legen, herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken und die Schale abziehen. Die Früchte halbieren, Stein entfernen und die Aprikosenhälften in einem Sieb beiseite stellen.

Dann die trockenen Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben, die Butter hinzufügen und mit den Schlagbesen des Handrührers auf niedriger Stufe zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Streusel kalt stellen.

Die Schlagbesen gut reinigen. Springform buttern und mit Paniermehl ausstreuen.

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Kuchenteig die Schlagsahne mit den Schlagbesen steif schlagen und kalt stellen.

Eier mit Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitrone so lange schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine helle, feinporige Masse entstanden ist. Die geschlagene Sahne daraufgeben. Mehl mit Backpulver daraufsieben und alles mit einem Gummischaber oder einem Schneebesen vorsichtig, aber gründlich vermengen.

Teig in die vorbereitete Springform füllen, etwas glatt streichen. Die Aprikosenhälften mit der gewölbten Seite nach oben darauf verteilen. Zum Schluss die Streusel darüberstreuen.

Auf der untersten Schiene bei 175 °C eine knappe Stunde backen.

Nach dem Auskühlen evtl. mit Puderzucker bestreuen und mit geschlagener Sahne servieren.

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Einen Teig, bei dem man unter die Zucker-Ei-Masse geschlagene Sahne mischt, kannte ich bisher noch nicht; Ihr denn? Über Eure Antworten würde mich mich sehr freuen.

*Bei dem Dinkelbackbuch handelt es sich um das „UrDinkel Backbuch“ mit Rezepten von Judith Gmür-Stalder, schweizer Rezeptautorin, Foodstylistin und Hauswirtschaftslehrerin.

 

 

No-Bake Passionsfrucht-Törtchen

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

der Sommer ist nach einem eiskalten Frühling mit ganzer Kraft und viel Sonnenschein eingetroffen, das bedeutet: Mama ist viel im Garten und ich bin viel unterwegs. Deswegen ist es bei uns ein wenig stiller im Moment.

Aber heute habe ich, pünktlich zu Muttertag, ein hübsches und sehr leckeres Törtchen für Euch.

Da ich Mirror Glaze verwendet habe, müssen die Törtchen gefroren verarbeitet werden. Deshalb braucht Ihr auf jeden Fall eine bzw. zwei Silikon-Formen und müsst reichlich Zeit einplanen. Ich habe mir letztens bei Aldi Süd das Set aus Mini Muffins und normal großen Muffins besorgt und das war perfekt dafür 🙂

Mein Rezept basiert auf dem Maracuja-Cheesecake von Malu, ich habe mir aber die Komponenten selbst zusammengebastelt 🙂

Zunächst werden die Böden und „Kerne“ vorbereitet.

Für den Keksboden braucht ihr nur

200 g Butterkekse

80 g weiche Butter

40 g braunen Zucker

An den Butterkeksen könnt Ihr sämtliche gesammelten Aggressionen abarbeiten. Ich habe sie in einen stabilen Gefrierbeutel gepackt, in ein Geschirrtuch gewickelt und das Ganze mit einer Bratpfanne bearbeitet, bis sie schön fein-krümelig waren.

In die großen Förmchen füllen und festdrücken, dann einfrieren.

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Für den Maracuja-Kern:

3 Passionsfrüchte

250 g gekauften Maracuja-Saft oder -Nektar

30 g Zucker

3 Blätter Gelatine

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.

Die Passionsfrüchte aushöhlen, das Mus durch ein Sieb streichen und den Saft auffangen. Zusammen mit dem gekauften Maracuja-Saft und dem Zucker einmal aufkochen, von der Platte ziehen; die Gelatine ausdrücken und einrühren.

Für die Kerne habe ich die kleinen Förmchen verwendet. Die Masse auf 6 Förmchen aufteilen.

Aus den restlichen 6 Förmchen habe ich „Kerne“ aus einem Passionsfrucht-Curd hergestellt.

Dafür braucht ihr:

200 ml Maracuja-Saft oder -Nektar

Mark aus 1/2 Vanille-Schote

150 g Zucker

120 g Butter

3 Eier

Den Passionsfrucht-Saft mit dem Vanillemark, der Butter und dem Zucker einmal aufkochen, von der Platte ziehen und kurz abkühlen lassen. Dann nacheinander die Eier unterrühren und vorsichtig erneut erhitzen, bis die Creme fest wird. Diese auf die restlichen 6 Förmchen aufteilen. Meine „Kerne“ waren je ca. 1cm hoch, damit sie auch beide in die Förmchen passen.

Die „Kerne“ ebenfalls einfrieren.

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Wenn sie hart gefroren sind, könnt Ihr Euch an die Herstellung der Creme machen.

Dafür braucht Ihr:

150 ml Buttermilch

100 g Sahne

200 g Frischkäse

6 Blätter Gelatine

100 ml Maracuja-Saft oder -Nektar

80 g Zucker

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.

Den Frischkäse glatt rühren und die Sahne steif schlagen.

Den Passionsfrucht-Saft mit dem Zucker zusammen aufkochen, von der Platte ziehen und die Buttermilch hinzugeben. Die Gelatine gut ausdrücken und einrühren, solange die Masse noch heiß ist.

Das Ganze zum Frischkäse geben und glattrühren. Dann die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Bei Gelatine arbeitet man immer gegen die Zeit, also zügig arbeiten.

Die Masse in die Muffin-Förmchen gießen und zu ca. 2/3 füllen. Die gefrorenen „Kerne“ aus den Förmchen lösen und je einen  Maracuja-Curd- und einen Maracuja-Gelee-Kern vorsichtig in die Buttermilch-Creme fallen lassen. Als letztes die Keksboden-Böden daraufgeben und möglichst bündig abschließen lassen.

Das Ganze wieder einfrieren, am besten über Nacht: Für das Überziehen mit Mirror-Glaze, also mit Spiegelglasur, müssen die Törtchen hart gefroren sein.

Für die Mirror-Glaze habe ich das Rezept von Ofenkieker verwendet, 1:1, mit Maracuja-Saft statt Wasser angemischt und mit weißer und gelber Lebensmittelfarbe (Rainbow-Dust Puderfarben) eingefärbt.

Die Mirror-Glaze muss zur Verarbeitung handwarm sein, die Zeit, in der sie abkühlt, könnt Ihr dazu nutzen, die Törtchen vorsichtig aus den Silikon-Förmchen zu lösen und auf einem Rost zu platzieren. Ich hatte ein kleines Backblech untergelegt, dann könnt ihr die ablaufende Glasur auffangen und wieder verwenden.

Die Mirror-Glaze füllt Ihr in ein Gefäß, das gut und präzise gießt.

Und dann die geforenen Törtchen gleichmäßig mit der Glasur begießen. Diese kurz anziehen lassen und ein zweites Mal glasieren.

Mit einer kleinen Palette könnt Ihr die Törtchen anheben und die überstehende Glasur mit einem scharfen Messer abschneiden.

Dann nach Wunsch noch weiter verzieren (bei mir mussten Gänseblümchen aus dem Garten herhalten) und bis zum Servieren kühl stellen. Die übrig gebliebene Glasur könnt ihr einfrieren und nach vorsichtigem Erhitzen wieder verwenden.

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Für den Muttertag ist es natürlich schon zu spät, aber man kann seine Mama ja immer verwöhnen – oder den Papa, die/den Liebste/n …  😉

P.S. Passionsfrucht und Maracuja sind zwar verwandt, aber nicht exakt dasselbe. Ihr könnt für die Törtchen aber beides verwenden, müsst dann nur den Zucker nach Eurem Geschmack anpassen, denn Maracuja ist saurer als Passionsfrucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunterbunte Frühlingspfanne

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama

Endlich gibt es wieder reichlich frisches heimisches Gemüse. Ich finde ja, dass Kohlrabi zum Beispiel nie wieder so gut schmeckt wie im Frühjahr. Na ja, und heimischen Spargel gibt es sowieso nur jetzt. Was liegt da also näher, als alles zusammen in einer gemischten Gemüsepfanne zu genießen? Für die Farbe sorgt bunter Paprika. Die Mengen könnt Ihr je nach Lust, Laune und Appetit variieren.

Die Zutaten für ca. 4 Personen:

1 Zwiebel

etwas Butter zum Andünsten

Öl

2 Kohlrabi, die zarten Herzblättchen beiseitelegen

1 Bund grüner Spargel

6 Stangen weißer Spargel

je 1 rote und gelbe Paprikaschote

1 EL granulierte beste Gemüsebrühe (ohne Hefeextrakt oder sonstige Zusatzstoffe)

Frühlingspfanne

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und kleinschneiden. In einer hohen Pfanne mit etwas Butter bei kleiner Hitze dünsten.

In der Zwischenzeit die Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Hitze ein wenig heraufschalten, die Kohlrabi zu den Zwiebeln geben, anschwitzen, zwischendurch umrühren.

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