Schoko-Blitzdessert, glutenfrei

Medaillon Mama

An Festtagen und wenn wir Gäste bewirten, gehört selbstredend auch ein Dessert zum Menü dazu. Viele Desserts sind ziemlich zeitaufwändig. Manchmal hat man sie jedoch nicht, und da ist es schön, eine schnelle Variante in der Hinterhand zu haben. Und wer von uns hat außerdem im Alltag nicht einmal Appetit auf etwas Besonderes, das ohne großen Aufwand genossen werden kann? Hier also ein Vorschlag für ein Blitz-Dessert aus der Mikrowelle. Dafür sind nur wenige Zutaten erforderlich, und man braucht noch nicht einmal eine Waage:

1 Pckg. gemahlene Mandeln (100 g)

2 EL Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Prise Salz

1 EL Kakao

1/2 Päckchen Backpulver

werden in einer Schüssel vermischt.

Dazu kommen

1 Ei

2 EL neutrales Öl (z.B. Rapsöl)

3 EL Milch

1 El Zitronensaft

evtl. ein wenig Zitronenschale

Alles gut verrühren. Den Teig knapp zur Hälfte in gebutterte Tassen füllen. Er geht in der Mikrowelle sehr stark auf!

Bei meinen Tassen (Sie fassen 175 ml Flüssigkeit.) reicht die Teigmenge für 3 Portionen, wenn die Tassen am Ende voll sein sollen.

Die Tassen in die Mikrowelle stellen und bei 600 Watt 4 Minuten garen.

Der Tassenkuchen kann auch schon im Voraus zubereitet werden und wird dann vor dem Servieren nur noch ganz kurz  in der Mikrowelle erwärmt.

Mit einer Kugel Vanilleeis und/oder Schlagsahne etc. serviert, habt Ihr ein leckeres Dessert, das schnell geht und etwas hermacht.

Tassenkuchen

Ich finde, es spricht absolut nichts dagegen, sich hin und wieder auch selbst damit zu belohnen 😉

Bärlauch is back… in unserer Küche mit einer Bärlauch-Pizza

Auf die gute (alte) Art

Medaillon Mama
Ihr Lieben, bei uns ist es jetzt wirklich Frühling geworden: Man wacht mit Vogelgezwitscher auf, seit Tagen scheint die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel und mein Vorgarten ist ein einziges Blumenmeer. Nur der eisige Nordostwind stört ein wenig. Sonne und Wind bedeuten aber auch: viel gießen. Deshalb sieht man mich jetzt wieder jeden Abend mit der Gießkanne kreuz und quer durch den Garten laufen. Zum Frühling gehört für mich ebenfalls: der Bärlauch ist wieder da. Pünktlich wie in jedem Jahr. Mein Bärlauch-Appetit ebenfalls. Also stand mein Belag für unsere obligatorische Samstagabendpizza fest.
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Ich bereite ja seit einiger Zeit meinen Pizzateig aus Dinkelmehl zu. Das Rezept ist das gleiche wie mit Weizenmehl. Diesmal habe ich aber 30 ml Wasser durch Sahne ersetzt. Der Teig wird damit etwas luftiger. Probiert es einmal aus.
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Als Belag nahm ich:
2 gehäufte EL saure Sahne in Bioqualität, die ich mit
je 1 Prise Salz…

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Möhren-Thunfisch-Aufstrich

Medaillon Mama

Einen Vorschlag für den Osterbrunch respektive für ein Buffet haben wir noch: unser Möhren-Thunfisch-Aufstrich. Er lässt sich schon am Vortag vorbereiten und ist deshalb ideal dafür. Bei den Zutaten kommt es nicht auf genaue Mengen an; ihr könnt sie beliebig erweitern.

Es geht folgendermaßen: 

1 Zwiebel würfeln und in etwas Butter kurz andünsten,

2 mittelgroße Möhren schälen und fein reiben, zur Zwiebel geben,

mit Salz und Pfeffer würzen, mit 2 EL frisch gepresstem Orangensaft ablöschen. Sobald der Orangensaft verkocht ist, Deckel auflegen und bei geringer Hitze weichdünsten. Abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit 5 EL Salat-Mayonnaise (50 % Fettgehalt) mit einem Spritzer Zitronensaft und 1 TL Sojasauce herzhaft abschmecken.

2 hartgekochte Eier schälen und würfeln.

1 Dose Thunfisch in Öl abtropfen lassen, mit einer Gabel zerkleinern.

Nun die vorbereiteten Zutaten in einem durchsichtigen Schüssel oder, wie ich, in einen Ring schichten:

Als unterste Lage die Möhren geben, etwas festdrücken, darauf eine dünne Schicht Mayonnaise. Darüber den Thunfisch, ebenfalls leicht festdrücken. Darauf folgt wieder eine Schicht Mayonnaise. Als Letztes kommen die Eiwürfel. Ring vorsichtig abziehen.

Mit Schnittlauchröllchen oder Bärlauch, der jetzt gerade Saison hat, garnieren. Das gibt dem Ganzen einen Frischekick.

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Und damit wünschen wir Euch ein wunderschönes Osterfest!

Ideen für den Oster-Brunch

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Ihr Lieben,

Ostern kommt, wie jedes Familienfest, jedes Jahr so plötzlich.

Und für ein paar Last Minute-Ideen dachten wir, wir erinnern Euch noch mal an einige Rezepte, die sich für einen schönen Oster-Brunch eignen.

Unsere gefüllten Eier – ganz nobel mit Kaviar 🙂

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Oder wie wäre es mit folgenden Brotaufstrichen?

Eiersalat

eiersalat

Milder Avocado-Tzatziki

Tz.Sand

Schöne Salat-Ideen

Rote-Bete-Salat

rote bete salat

Heringssalat

heringssalat

Wir wünschen Euch tolle Ostertage, ruht Euch aus, genießt die freie Zeit!

Himbeeren im Schnee

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Als der Kuchen mit dem ungewöhnlichen Namen im Fernsehen vorgestellt wurde, wollte ich ihn sofort nachbacken, denn Himbeeren gehören zu meinen absoluten Lieblingsfrüchten. Doch es dauerte fast ein Jahr, bis es endlich klappte, denn irgendetwas fehlte immer: entweder der Anlass, eine Zutat oder einfach die Zeit. Der Geburtstag meiner Lieblingstante war nun die passende Gelegenheit.

Für eine Springform von 24 cm ø nahm ich folgende Zutaten:

Für den Teig:

150 g Mehl

100 g gemahlene Mandeln

2 TL Backpulver

40 g Puderzucker

1 Prise Salz

3 Eigelb

150 g kalte Butter

Für den Schnee:

3 Eiweiß

1 Prise Salz

1 EL Zitronensaft

180 g Zucker

1 Pckg. Vanillepudding-Pulver, vermischt mit 1 gehäufter EL Speisestärke

100 ml neutral schmeckendes Rapsöl

etwa 500 g gefrorene Himbeeren

Zubereitung:

Den Boden der Springform fetten und evtl. mit Backpapier auslegen.

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel gut vermischen.

Eigelb und Butter dazugeben und mit den Rührhaken eines Handrührgerätes schnell zu einem glatten Teig rühren.

3/4 des Teiges mit einem Löffel portionsweise in die Springform geben. Mit den Fingern den Boden vorsichtig auskleiden. Nicht zu sehr drücken, sonst wird Teig später zu fest. Sollte er kleben, ein wenig Mehl darüberstäuben. Der Teigboden muss nicht ganz eben sein.

Die restlichen 1/4 des Teiges in das Gefrierfach stellen. Er lässt sich so später besser über die Himbeeren „streuseln“.

Für den Schnee die 3 Eiklar in eine ausreichend große Rührschüssel geben. Mit den Schneebesen des Handrührgerätes das Eiweiß zu Schnee schlagen. Gleich zu Beginn das Salz, dann den Zitronensaft hinzufügen. Langsam den Zucker einrieseln lassen. Sobald der Schnee fest zu werden beginnt, das Puddingpulver esslöffelweise unterschlagen. Zum Schluss das Öl darunterrühren. Der Schnee sollte nun dickflüssig am Schneebesen  hängen bleiben und schön glänzen.

Nun den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Schnee gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen.

Die Himbeeren mit der Öffnung nach oben schön dicht in den Schnee stecken. So kann sich der Saft im Inneren der Himbeeren sammeln und läuft nicht so stark heraus.

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Zum Schluss den restlichen Teig als Streusel darübergeben.

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Den Kuchen auf der untersten Schiene 45 – 50 Minuten backen, bis die Streusel leicht gebräunt sind.

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Der Kuchen geht zunächst auf, fällt aber während des Abkühlens wieder etwas zusammen. Er schmeckt am besten, wenn er einen Tag durchziehen konnte.

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Der Schnee erinnert ein wenig an Marshmallows und harmoniert sehr gut mit den säuerlichen Himbeeren.

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Wäre das nicht ein Kuchen für Eure Ostertafel?

Meine Lieblingstante fand ihn jedenfalls sehr lecker 😉

Milder Avocado-Tzatziki

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute hatten wir Freunde zum Brunch bei uns. Von allen besonders gelobt wurde dabei eine Avocado-Crème, die dem allgemein bekannten griechischen Tzatziki nachempfunden war. Entdeckt hatte ich das Rezept auf dem Blog „herzelieb“ von Michaela Hoechst-Lühr. Sie nennt die Crème Avoziki. Und was soll ich sagen: eine tolle Idee, liebe Michaela!

Tzatziki

Hier nun meine Version:

Zutaten:

1 reife Avocado

1 Mini-Gurke

ca. 2 TL Zitronensaft

1/2 Becher milder griechischer Joghurt (= ca. 75 Gramm)

1 kleine Knoblauchzehe

1 EL fein gehackter Dill

Salz und Pfeffer

evtl. 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Die Minigurke schälen und ganz fein reiben. Durch ein Küchentuch gut ausdrücken und beiseite stellen.

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel herausheben und in einen Mixbecher geben. Sofort den Zitronensaft darübergießen. Joghurt hinzufügen. Die geschälte Knoblauchzehe dazupressen. Alles mit dem Pürierstab zu einer sämigen Masse verarbeiten.

Die geriebene Gurke und den Dill unterrühren.

Mit Salz und Pfeffer und evtl. 1 Prise Zucker abschmecken.

Tz.Sand

Besonders lecker schmeckte uns die Crème zusammen mit gekochtem Ei. Der Phantasie und Kreativität sind dabei natürlich keine Grenzen gesetzt.

Wäre der Avocado-Tzatziki nicht eine Idee für Euren Osterbrunch?

Nachgemacht! Cremigstes Oreo-Eis – ohne Eismaschine!

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Für unseren Topmodels-Abend bei mir habe ich nach einem Dessert gesucht, das ich am Tag vorher vorbereiten kann und das, obwohl einfach und schnell gemacht, richtig was hermacht.

In Kochmädchen’s Blog bin ich schnell fündig geworden. Oreo-Eis sollte es werden.

Ich habe das Rezept minimal abgewandelt, weil meine Dose gezuckerte Kondensmilch 400g statt 380g enthielt und meine Flasche Sahne 500g statt 450. Und da ich so Mini-Reste doof finde,  habe ich einfach alles komplett verwendet.

Ihr braucht also:

500g Sahne

400g Milchmädchen

1 TL Vanillepaste

1 Packung Oreos

Eis

Die Oreos grob hacken – ich liebe diese Stückchen im Eis 🙂

Um sicherzustellen, dass Eure Sahne schön fest wird, sollten alle Zutaten richtig kalt sein. Inklusive Schlagbesen und Schüssel.

Die Sahne also steif schlagen, dann die Kondensmilch und die Vanillepaste dazu geben und vorsichtig unterrühren.

Dann die Oreos unterheben und einfrieren. Es muss nicht zwischendurch gerührt werden, das Eis wird durch das Milchmädchen auch so schön cremig und kristallisiert nicht.

Zum Anrichten habe ich ein paar frische Beeren dazugegeben. Et voilà 🙂

Carpaccio mit Rettich und Radieschen

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Es ist wieder soweit. Wie formulierte meine Freundin Alwy es letztens? Fröhliches Lästern mit Freunden des Unterschichtenfernsehens – aka Germany’s next Topmodel. Aber es ist und bleibt nun mal Tradition seit nunmehr 10 Jahren (puh), dass wir Mädels uns Donnerstags zum Kochen, Quatschen und Essen zu GNTM treffen. Und aus mir unerfindlichen Gründen ist es die einzige Zeit des Jahres, wo wir uns regelmäßig einmal die Woche treffen. Der Kreis erweitert sich manchmal, mal ist er wieder kleiner. Aber noch jedes Jahr kam und kommt er zustande.

Letzten Donnerstag war ich an der Reihe mit der Bewirtung – was bedeutet, dass ich schon Wochen vorher nach Rezepten Ausschau halte und Kochbücher wälze. Irgendwie war ich diesmal aber mit keinem Rezept so richtig glücklich und so entschied ich mich für eine Brotzeit – oder Brettljause, für alle unterhalb des Weißwurst-Äquators.

Meine Kollegin hat mir ein Jausenbrettl geliehen und ich habe mich auf hochwertige Produkte meiner Lieblingsbäckerei Herkules, der Bio-Metzgerei meines Vertrauens Gläser und Schicki-Micki-Bioladens TEMMA konzentriert.

Dips und Beilagen habe ich selbst gemacht, unter anderem dieses Rettich-Radieschen-Carpaccio.

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Ihr braucht:

Einen Rettich

Ein Bund Radieschen

Schnittlauch

Salz & Pfeffer

Olivenöl

einen hochwertigen weißen Balsamico

Den Rettich und die Radieschen hobeln und auf einem schönen Teller anrichten. Salzen, Pfeffern und kurz Wasser ziehen lassen. Mit Essig und Öl beträufeln und mit frisch geschnittenem Schnittlauch bestreuen.

Et voilà. So einfach wie hübsch ist dieses Gericht ein echter Hingucker auf jedem Brotzeit-Tisch.

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Faschingsküchlein mit „süßem Starter“

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In den vergangenen Wochen habe ich ein wenig mit Sauerteig herumexperimentiert. Gebäck mit Sauerteig und einer langen Reifezeit gilt als äußerst bekömmlich und schmackhaft. Außer dem bekannten Roggensauerteig gibt es auch noch andere Sauerteige wie „Lievito Madre“ oder dem „Süßen Starter“, die sich für Weizen- oder Dinkelgebäck sehr gut eignen. Deshalb habe ich mir einen süßen Starter nach der Anweisung angesetzt, wie sie im Blog „Hefe und mehr“ ausführlich beschrieben wird.

Weil gerade Karneval ist, wollte ich nach langer Zeit wieder einmal Faschingsküchlein backen. In Bayern und Österreich findet man sie häufig. Dort heißen sie auch „Ausgezogene Nudeln“ oder Bauernkrapfen. Sie bestehen traditionell aus Hefeteig ohne oder auch mit Rosinen und werden in Fett ausgebacken. Wenn ihr sie auch zubereiten möchtet und Euch die Zubereitung mit süßem Starter zu mühsam ist, nehmt einfach einen gut gekneteten, mittelfesten Hefeteig, den ihr aus normalem, also weißem Weizen- oder Dinkelmehl zubereitet. Auch ihn lasst über Nacht im Kühlschrank reifen und verarbeitet ihn dann wie angegeben.

Hier aber die Variante mit meinem süßem Starter. Der Teig wird am Vorabend zubereitet und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Die Zutaten:

150 g süßer Starter (klick)

10 g Frischhefe (= 1/4 Würfel)

500 g Bio-Weizenmehl Type 550

1 gehäufter TL Salz

60 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Ei

1 TL abgeriebene Zitronenschale oder Bio-Zitronenöl (gibt es im Bioladen)

150 ml Sahne mit 100 ml Wasser mischen

Zum Frittieren:

1-2 l Erdnussöl

Die Zubereitung:

Die Hefe mit einem TL Zucker auflösen und mit ein wenig von der angegebenen Wassermenge verrühren.

Alle Zutaten bis auf das Wasser-/Sahnegemisch in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken vermischen und langsam die Flüssigkeit dazugeben. Zunächst alles auf der mittleren Stufe durchrühren und dann auf der höchsten Stufe so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. Falls der Teig zu trocken oder zu fest ist, noch etwas Wasser dazugeben.

Zugedeckt bei Zimmertemperatur 1 Stunde ruhen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig auf einem Backbrett zu einer Rolle formen. In knödelgroße Stücke teilen und in der hohlen Hand zu Kugeln formen. Zugedeckt 1/2 Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Erdnussöl in einem Topf mit mind. 25 cm ø auf 170 °C erhitzen. Die nötige Temperatur ist erreicht, wenn sich an einem Kochlöffelstiel, den man in das Öl hält, Bläschen bilden.

Die Teigkugeln zu Küchlein formen, indem man außen ringsherum einen Rand stehen lässt und den Teig in der Mitte so auseinanderzieht, dass ein „Fenster“ aus ganz dünnem Teig entsteht (Vorsicht: er darf nicht reißen!). Das Küchlein vorsichtig in das heiße Fett gleiten lassen, 1- bis 2-mal mit heißem Fett übergießen.

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Sobald die Unterseite goldbraun ist, vorsichtig wenden, so dass kein Fett in die entstandene Mulde läuft: Das „Fenster“ soll schön hell bleiben.

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Die Vorder- und Rückseite

Sobald auch die andere Seite goldbraun ist, mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

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Die Faschingsküchlein schmecken wie alles Fettgebackene frisch am besten, aber natürlich nicht nur an den tollen Tagen 😉

Kimchi

Fermentieren liegt im Trend, und das ist gut so. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass unsere Nahrung arm an lebenswichtigen Mikroorganismen ist. Diese finden sich in eben den fermentierten Nahrungsmitteln (auch in Getränken wie Kombucha, Wein, Bier, Sekt u.v.a.mehr). Ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit Mikroorganismen für die Gesundheit und probiere immer wieder eine andere Art zu fermentieren aus. Über hausgemachtes Sauerkraut und Kombucha  sowie eine Kombucha-Variante mit Waldmeister habe ich ja schon geschrieben. Diesmal wollte ich das vielgepriesene Kimchi, eine koreanische Spezialität, probieren. Kimchi gilt übrigens als eines der gesündesten Nahrungsmittel der Welt.

Interessant fand ich die Herstellung in kleineren Portionen, nämlich in Einmachgläsern. Das habe ich schon ausprobiert und es funktioniert, ist aber nicht ideal. Dann sah ich Gläser mit Fermentierröhrchen im Deckel. Die jedoch muss man sich selbst basteln. Das ist mir zu umständlich. Schließlich entdeckte ich die geniale Art zu fermentieren: Silikondeckel mit einer winzigen Öffnung, die lediglich die Gase heraus-, aber keinen Sauerstoff hineinlassen. Sauerkraut und Kimchi werden nämlich anaerob, d.h. ohne Sauerstoff, fermentiert. Die passende Ausrüstung musste erst angeschafft werden. Aber wozu hat man denn Geburtstag? Die Familie legte zusammen, und dann konnte ich loslegen.

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Meine Fermentierausstattung. Jedes Glas fasst etwa 0,75 l. Die Gläser gibt es in verschiedenen Größen.

Bei der Zubereitung habe ich mich größtenteils an das Rezept von Andrée Lee gehalten. Er stammt aus Korea und führt eine Kochschule in Kaiserslautern.

Die Zutaten:

1 Chinakohl

Der Chinakohl wird halbiert und über Nacht in einer Salzlake mit 15 % Salz (also 150 g Salz pro Liter Wasser) eingelegt.

Weiter brauchen wir:

1 Stück Rettich (etwa 10 cm)

3 Frühlingszwiebeln oder 1 kleine Stange Lauch

1 – 2 Möhren

1 Kohlrabi (optional)

1 – 2 Knoblauchzehen

1 Stück Ingwer (etwa 2 cm)

1/2 Birne

Chili nach Geschmack

100 ml Fischsoße

Salzwasser (4-5 EL Salz pro Liter Wasser)

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Der eingelegte Chinakohl wird gründlich gewaschen. (Es gibt eine Variante, bei dem die Füllung zwischen die Chinakohlblätter gestrichen wird. Ich habe den Chinakohl grob zerkleinert und mit der Füllung gemischt.)

Zubereitung der Füllung:

Rettich, Karotten, Frühlingszwiebeln in mit der Küchenmaschine zu feinen Streifen zerkleinern oder hobeln. In eine ausreichend große Schüssel geben.

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Den zerkleinerten Chinakohl dazugeben.

Knoblauch, Ingwer und Birne schälen. Das Kerngehäuse der Birne entfernen. Zusammen pürieren. Chili und Fischsoße hinzufügen und verrühren. Zum Gemüse geben und alles gründlich vermischen. Das geht am besten mit den Händen (Einmalhandschuhe!).

Das Gemüse in die Gläser füllen und gut festdrücken. Ich habe es mit Glasscheiben beschwert; das ist aber nicht unbedingt nötig. Salzwasser darübergießen, so dass die Füllung gut bedeckt ist. Deckel schließen.

Mindestens 2 Tage bei Zimmertemperatur dunkel stehenlassen. Sobald die erste, heftige Gärung abgeschlossen ist, an einen kühlen Ort stellen (z. B. in den Keller). Nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren.

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Kimchi kann pur als Beilage gegessen werden. Ich selbst mische ihn auch gerne unter einen frischen Salat. Dann braucht man entweder gar kein oder nur ein mildes Salatdressing.

Es gibt unzählige Kimchi-Varianten. Die eine oder andere werde ich sicher noch ausprobieren.