Traditioneller Apfelkuchen

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Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Ich liebe die Fülle an frisch geerntetem Obst und Gemüse, Kräutertees und warme Socken. Und ich habe viel mehr Lust, in der Küche zu werkeln.

Für unseren Kaffeeklatsch-Besuch habe ich daher einen ganz traditionellen Apfelkuchen gebacken – ohne Exotik, ohne Schnickschnack, aber mit den ganz frisch geernteten Boskop-Äpfeln einfach superlecker.

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Ihr braucht:

50g gemahlene Mandeln

50g Dinkel-Vollkornmehl

100g Weizenmehl

2 gestrichene TL Backpulver

125g Butter

125g brauner Zucker

eine Prise Salz

2-3 Eier

ein paar EL Milch

Zitronenabrieb oder ein paar Tropfen Zitronenöl

500-750g Äpfel

wp_20161002_10_29_35_proEine 26er Springform fetten, beiseite stellen. Den Ofen auf 175°C vorheizen.

Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und mehrfach der Länge nach einschneiden, sodass sie beim Backen schön auffächern. Die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren, anschließend die Eier eins nach dem anderen unterrühren, den Zitronenabrieb oder das Zitronenöl dazugeben. Die Mandeln, das Mehl und das Backpulver vorsichtig unterheben. Wenn der Teig zu zäh ist, ein paar EL Milch einrühren.

In die Springform geben und grob verteilen. Die Apfel-Viertel mit der eingeschnittenen Seite nach oben kranzförmig auf den Teig legen.

Den Kuchen 40-50 Minuten bei 175°C backen.

Vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäuben. Et voilà.

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Apfel-Holunderkuchen: Glutenfrei, ohne Weißmehl und ohne Zucker

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… und trotzdem sehr lecker 🙂

Diesen Kuchen gab es für meine Kollegen anlässlich meines Geburtstags. Leider ohne Foto, dazu bin ich nicht gekommen.

Alle wissen, dass ich gerne süß backe (und esse), daher dachte ich, ich überrasche sie mal mit etwas anderem. Deswegen habe ich mich für zwei Kuchen aus dem Buch Kuchenwunder von GU entschieden. Zum Einen gab es einen Pumpkin Cheesecake und zum anderen diesen Apfel-Holunder-Kuchen. Regelmäßige Auf die gute (alte) Art-Leser wissen, dass Holunder zu meinen absoluten Lieblingen gehört. Daher stand dieses Rezept schon lange auf meiner Nachback-Liste. Abgewandelt wurde das Rezept natürlich trotzdem 🙂

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Ihr braucht:

(Für den Teig):

3 Eier

1 Prise Salz

4 EL Ahornsirup

75g Buchweizenmehl

(Für den Belag und die Garnitur):

200 g Creme Fraiche

3 EL Ahornsirup

750 g Boskop-Äpfel

200ml Apfelsaft

1/4 l Holundersaft

Zimt, Nelken

1 Pkg. Vanillepuddingpulver

Backofen vorheizen und eine 28er Springform fetten.

Für den Biskuit die Eier mit dem Salz und dem Ahornsirup sehr cremig aufschlagen (je länger ihr schlagt, desto mehr schöner wird Euer Biskuit). Das Buchweizenmehl ganz sanft und vorsichtig unter die Eiermasse heben.

Im Ofen bei 180°C ca. 15 Minuten backen.

Die Äpfel schälen und vierteln. Den Apfel- und den Holundersaft mit den Gewürzen aufkochen. Dann die Äpfel dazugeben und ca. 5 Minuten im heißen Saft weichwerden lassen.

Dann die Äpfel herausfischen und abtropfen, den Saft braucht ihr noch. Im Originalrezept wird der Saft nicht weiter gesüßt, ich habe aber noch einen guten Spritzer Ahornsirup dazugegeben. Insgesamt brauchen wir 450ml Saft, falls ihr zu wenig habt, mit Holunder- oder Apfelsaft aufgießen.

Während die Äpfel und der Saft auskühlen, die Creme Fraiche mit 3 EL Ahornsirup verrühren und gleichmäßig auf den Biskuitboden streichen. Die Äpfel darauf verteilen.

Für den Guss das Puddingpulver nach Gebrauchsanleitung statt mit Milch mit dem Holundersaft zubereiten.

Diese Masse wird dann über die Äpfel verteilt. Achtet darauf, dass die Äpfel bedeckt sind und arbeitet schnell, der Guss hat bei mir sofort anfangen, fest zu werden.

Dann den Guss erkalten lassen.

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Im Originalrezept wurde Apfeldicksaft verwendet, wahrscheinlich stimmten bei mir deshalb die Mengenangaben nicht genau. Wenn Ihr Ahornsirup verwendet, achtet daher darauf, dass ihr bei allen Teilschritten probiert, ob Euch die jeweilige Masse süß genug ist. Mir war das Originalrezept an vielen Stellen nicht süß genug und ich habe nachgesüßt. Aber das ist natürlich Eurem persönlichen Empfinden überlassen 🙂

Apfel-Preiselbeer-Kuchen mit Gewürzen

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Sobald es draußen etwas kälter wird, bekomme ich immer einen unbändigen Appetit nach Äpfeln, ob als Apfelmus, -pfannkuchen, Bratapfel – einfach in jeder Form. Wie gut, dass jetzt überall die frisch gepflückten Äpfel angeboten werden! Wenn man mir dann noch einen ganzen Eimer schenkt, wie kürzlich des Öfteren geschehen, hat man mich so richtig glücklich gemacht. Selbstredend wird auch der Gast zum Kaffee mit einem Apfelkuchen beglückt. Diesmal hatte ich mir einen Apfel-Preiselbeer-Kuchen mit Gewürzen ausgedacht. Wenn Ihr die einzelnen Gewürze nicht zur Hand habt, könnt Ihr den Teig alternativ auch mit einem fertig gemischten Apfelstrudel- oder Lebkuchengewürz aromatisieren.
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Die Zutaten
für den Teig:
200 g Weizen- oder Dinkelmehl
50 g gemahlene Mandeln
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlener Cardamom
1 Messerspitze gemahlene Nelken
125 g Butter
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
für die Füllung:
6 – 8 mittelgroße Äpfel (am besten Boskop oder Elstar)
Saft einer halben Zitrone
80 g Zucker
5 gehäufte EL Preiselbeeren aus dem Glas
1 gute Handvoll Amarettini
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Zubereitung:
Mehl, Mandeln, Backpulver und Gewürze in einer Schüssel gut vermischen. Zucker und Butter in Stückchen sowie das Ei darauf geben. Mit dem Handrührgerät alles auf niedrigster Stufe verrühren, bis sich die Zutaten gut vermischt haben und Streusel entstanden sind. (Falls Ihr zu lange gerührt habt und es keine Streusel, sondern eine homogene Masse geworden ist, macht das auch nichts.) 3/4 des Teiges in eine Springform oder wie ich in eine Quicheform geben und mit den Fingern flachdrücken. Sollte der Teig kleben, einfach ein Stück Frischhaltefolie darauflegen und ihn so glattdrücken. (Das geht auch mit der gewölbten Seitel eines Esslöffels.) Den Teig am Rand etwas hochziehen.
Den Rest des Teiges kalt stellen.
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Backofen auf 190 °C vorheizen.
Für die Füllung die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse und Blüte entfernen und die Äpfel in etwa 1,5 cm große Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und sofort mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Mit dem Zucker vermischen. Die Preiselbeeren verrühren und ebenfalls mit den Apfelstücken vermischen.
Die Amarettini in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Fleischklopfer, einer Pfanne o.Ä. zerkrümeln, anschließend auf dem Teigboden verteilen. Das Apfel-Preiselbeer-Gemisch daraufgeben, etwas andrücken. Den restlichen Teig darüberstreuseln und auf der untersten Schiene in etwa 45 Minuten goldbraun backen.
P1010903 Backtemperatur: 190 °C
Backzeit: ca. 45 Minuten
Den fertigen Kuchen in der Form erkalten lassen. Nach Belieben vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und mit geschlagener Sahne servieren. Lauwarm schmeckt er auch mit einer Kugel Vanilleeis ganz köstlich. Allerdings entfalten die Gewürze ihr Aroma am besten nach einem Tag.
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Gestern brachte Tatjana übrigens zwei weitere Eimer voller Äpfel mit. Einen Eimer haben wir bereits zu Saft und zu noch mehr Apfelgelee verarbeitet, was ich mit dem Rest „anstelle“, weiß ich noch nicht. Most würde mich reizen. Sollte jemand ein „todsicheres“, einfaches Rezept haben, immer her damit!

Rote-Bete-Salat

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Unser Beitrag ist einen Tag zu spät dran (den Rüffel von Mama hol ich mir noch ab), aber: Es gibt einen guten Grund, den ich Euch in den nächsten Tagen verraten werde. 🙂

Jetzt aber erst mal zum heutigen Beitrag.

Rote-Bete-Salat ist in Skandinavien allgegenwärtig. Man bekommt ihn in jedem Supermarkt, in jedem Restaurant, in jeder Bäckerei.

Jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Da mir aber leider niemand seins verraten hat, bin ich selbst auf die Suche gegangen. Aus einem Mix verschiedener Rezepte aus dem Internet und ein paar eigenen Veränderungen ist schließlich dieses Rezept entstanden.

Ihr braucht:

5-6 frische, rohe Rote Bete

1 säuerlicher Apfel, gewürfelt

1 Schalotte, fein gewürfelt

einige Cornichons, gewürfelt

2 EL Schmand

3 EL Joghurt

ggf. ein Spritzer Agaven-Dicksaft

ein paar Spritzer Balsamico und Olivenöl

Salz und Pfeffer

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Ich hasse, hasse, HASSE gekaufte und vakuumierte vorgekochte Rote Bete. Also eigentlich hasse ich generell rote Bete, besonders wenn man sie kocht.

Grillt man sie hingegen auf einem Blech im Ofen, behält sie viel mehr Geschmack und verwässert nicht.

Die Rote Bete also in ca. 1cm große Würfel schneiden und auf einem Blech verteilen.

Mit ein paar Spritzern Balsamico und Olivenöl beträufeln, salzen.

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen weich werden lassen.

Abkühlen lassen und mit dem entstandenen Saft in eine Schüssel geben.

Die Apfel-, Zwiebel- und Cornichon-Würfel dazugeben, mit Schmand und Joghurt vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. tut dem Ganzen auch ein Spritzer Agaven-Dicksaft gut.

Dieser Salat schmeckt hervorragend pur oder auf Brot, oder auch in Kombination mit unserem Heringssalat.

Weihnachtsmenu-Special – Dessert

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Bratapfel-Parfait

So, ihr Lieben, weiter geht es mit unserem Weihnachtsmenu.

Zur Hauptspeise gab es Gans mit Rotkohl und Klößen, das eignet sich nicht so richtig zum Bloggen. Daher lassen wir das erst einmal aus, dafür habe ich aber demnächst ein tolles Rezept für Wintergemüse von Jamie Oliver für Euch. Also lasst Euch überraschen 🙂

Heute gibt es also erst mal das Rezept für das Bratapfel-Parfait, zu dem es echte Bratäpfel gab. Ich finde, im Winter gibt es nichts Besseres, als einen heißen Bratapfel aus dem Kaminofen. 🙂

Das Parfait bereitet Ihr am besten einen Tag vor dem Servieren vor, damit es Zeit hat, richtig zu gefrieren.

Ihr braucht:

4 säuerliche Äpfel

40 g Marzipan (nach Belieben)

30 g gemahlene Mandeln

Zimt

einen Schuss Amaretto

50 ml Apfelsaft

1 Vanilechote

3 sehr frische Eigelb

150 g Zucker

400 g Schlagsahne

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Den Backofen auf 200°C vorheizen. Dann die geschälten und fein gewürfelten Äpfel in eine feuerfeste Form geben. Fein gewürfeltes Marzipan, die gemahlenen Mandeln, Zimt, Amaretto und den Apfelsaft über die Äpfel geben und im Backofen weich kochen.

Dann herausnehmen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Vanillemark auslösen und mit dem Eigelb und 150 g Zucker schaumig schlagen.

Die abgekühlten Äpfel pürieren und unter die Eigelbmasse rühren.

400 g Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Eigelbmasse heben.

In eine mit Frischhaltefolie ausgekleidete Kastenform geben und gefrieren.

Zum Servieren in Scheiben schneiden (ich habe mit einer gewöhnlichen Ausstechform für Plätzchen noch Sterne ausgestochen). Das macht das Ganze so richtig schön weihnachtlich.

Für den Bratapfel gibt es demnächst einen Extra Post. Also seid gespannt 🙂

Weihnachtsmenü-Special

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Ihr Lieben!

Das Neue Jahr hat begonnen, wir hoffen, Ihr hattet ein paar besinnliche Feiertage und seid gut ins Neue Jahr geschlittert.

Wir haben die freie Zeit sinnvoll genutzt, nämlich damit, lauter neue Rezepte zu probieren. Und da sie gelungen sind, wollen wir sie Euch natürlich nicht vorenthalten.

Los gehts mit einem Last-Minute-Experiment.

Für unser Dessert brauchte ich ganze 50 ml naturtrüben Apfelsaft. Den trinkt bei uns in der Regel niemand, daher waren 950 ml übrig. Ein paar Gewürze dazu, aufkochen, einen (oder zwei) Schuss Amaretto und fertig war ein schneller Apfelpunsch. Zum Baumschmücken und nach einem nasskalten Weihnachtsspaziergang genau das Richtige.

Hier also das Blitzrezept:

ca. 1 Liter Apfelsaft

3 Gewürznelken

1/2 Zimtstange

ca. 2 TL Honig

ein Schuss Amaretto

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Den Apfelsaft mit den Nelken, dem Zimt und dem Honig aufkochen.

Die Gewürze herausfischen (oder abseihen), in Tassen füllen, einen Schuss Amaretto nach Belieben hinzugeben.

Wer mag, kann noch etwas geschlagene Sahne obendrauf geben.

Lecker, fruchtig, heiß und herrlich zimtig 🙂

Erntedank-Special

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Ihr Lieben,

wir haben wieder ein Special für Euch vorbereitet.

Und zwar dreht sich diesmal alles um unseren (oder eigentlich eher Mamas) Garten – bzw. um alles, was darin wächst und sich ernten lässt. Denn auch in einem Stadtrand-, Vorstadt- und hauptsächlichen Ziergarten wächst so einiges, was bei uns in der Küche Verwendung findet.

Deshalb waren wir fleißig, haben gesät, gepflanzt und geerntet – und Rezepte für Euch gesammelt, die wir Euch nun im Laufe der nächsten Wochen vorstellen möchten.

Jetzt überlasse ich der Mama das Wort, die Euch zu Beginn zeigt, wie sich aus im (Angst-)Schweiße meines Angesichts vom Gartenhausdach aus geernteten Äpfeln ein tolles Apfelgelee zaubern lässt. 🙂

Kann man Zieräpfelchen eigentlich essen? – oder warum mein Apfelgelee dieses Jahr pink ist

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Es war ein gutes Apfeljahr am Niederrhein –  sogar ein Rekordapfeljahr. Zwar hat der alte Apfelbaum an unserer Grundstückgrenze in diesem Sommer nicht so gut getragen wie im Vorjahr, aber mein Miniapfelbäumchen, das ich erst im letzten Herbst gepflanzt habe, hing voll. Wir waren uns zunächst nicht sicher, ob man diese hübschen Äpfelchen auch essen kann, deshalb haben wir ein wenig im Internet geforscht. Dort hieß es, ja, und so haben wir mutig in eines gebissen – und überlebt. Es schmeckte sogar richtig lecker. Irgendwo las ich auch, dass daraus gekochtes Apfelgelee pink wird. Das hörte sich interessant an und musste ausprobiert werden.
Apfelgelee ist äußerst beliebt in unserer Familie. Das bedeutet, wir verbrauchen etliche Gläser im Laufe eines Jahres. Für mich ist ein halbes Brötchen mit Butter und Apfelgelee am Samstagmorgen der höchste Genuss. Nun musste ich nur noch jemanden finden, der die Früchte pflückt. Tatjana hat sich „geopfert“. Ein richtiges Opfer war es allerdings nicht, denn das Bäumchen reicht ihr gerade bis zu den Schultern. Die Ernte würde für etliche Gläser Apfelgelee reichen und ich hätte so auch schon ein paar Weihnachtsgeschenke.
Apfelgelee zu kochen ist relativ stressfrei, denn man kann die einzelnen Arbeitsstufen auf mehrere Tage aufteilen.
Und so mache es schon seit Jahren:
Erst einmal hole ich mir den 5-Liter-Topf aus dem Keller. Die Äpfel werden natürlich gewaschen, aber nicht geschält. Dann halbiere oder viertele ich sie, je nach Größe. Stiel und Blüte werden entfernt, das Kerngehäuse nicht. (Die Babyäpfel werden lediglich halbiert, Blüte und Stiel dürfen bleiben.) In der Schale und im Kerngehäuse befindet sich nämlich ebenso wie in der Schale Pektin, das zum Gelieren unbedingt notwendig ist. Ich schichte die Apfelstücke in den Topf, bis er zu zwei Dritteln gefüllt ist (nicht mehr, sie quellen beim Kochen!). Dann füge ich kaltes Wasser hinzu, so dass die Äpfel knapp bedeckt sind.
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Den Deckel auflegen und alles zum Kochen bringen. Sobald es anfängt zu kochen, zurückschalten und leise weiterkochen lassen, bis die Äpfel weich sind (und die ganze Wohnung herrlich duftet). Sie dürfen nun auf der ausgeschalteten Herdplatte über Nacht stehenbleiben.
Am nächsten Morgen folgt Teil 2: Ich nehme ein großes Sieb und kleide es mit einem sauberen Geschirrtuch aus. Das Sieb hänge ich in eine Schüssel. Dann gieße ich die gekochten Äpfel mit dem Saft in das Sieb. Zugedeckt dürfen sie nun in aller Ruhe abtropfen.
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(Man kann den Saft natürlich auch mit dem Dampf-Entsafter gewinnen, doch dann muss man während der ganzen Zeit dabei bleiben.)
Nach mehreren Stunden messe ich den Saft ab und gieße ihn zurück in den (mittlerweile gesäuberten) Topf. Hier kommt dann immer der gute alte Dreisatz zum Zug: Pro 1 Liter Saft benötige ich 0,75 kg Gelierzucker. Wie viel Zucker brauche ich dann für 1,75 Liter (oder so ähnlich, je nachdem, wie viel Saft ich habe)?
Nachdem ich die benötigten Marmeladengläser mit kochendem Wasser sterilisiert habe, bringe ich den gezuckerten Saft unter häufigem Rühren zum Kochen. Der zunächst trübe Saft wird so lange gekocht, bis er klar und bernsteinfarben wird. Das kann bis zu einer halben Stunde dauern. (Bei den Babyäpfeln bekam der Saft einen satten erdbeerfarbenen Ton.)
Sobald ein Tropfen nicht mehr flüssig vom Kochlöffel fällt, sondern mit einem langgezogenen Faden hängenbleibt, wird es Zeit für die erste Gelierprobe: Etwas Saft auf einen Teller und sehen, ob sich eine Haut bildet. Dann kann ich die duftende Köstlichkeit in die Gläser füllen. Kurz vorher schmecke ich das Gelee noch mit etwas Zitronensaft ab. Denn, wie sagte meine Kochlehrerin immer: Zitrone hebt das Aroma.
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Mit einem Stück Zimtstange und etwas Sternanis gekocht, bekommt das Apfelgelee einen weihnachtlichen Geschmack. Dann gebe ich ganz kurz vor dem Abfüllen noch kleingewürfelte Apfelstücke hinzu und schon heißt das Ergebnis: „Apfelgelee Winterzauber“.
Ich entdeckte im Supermarkt ein paar Dosen mit eingelegten Babyäpfelchen. Von denen legte ich je eines in jedes Schraubglas, bevor ich das pinke Gelee einfüllte. Das sieht interessant aus und macht etwas her, wenn man das Apfelgelee verschenkt.
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Übrigens: Ich benutze Apfelgelee auch gerne, um einen Braten zu glasieren oder für ein Salatdressing.

Vernunftsverlust – zumindest temporär

Kennt Ihr das auch? Wenn man 100 andere Sachen tun müsste, ist die Lust, sich in der Küche auszutoben, am größten. Und was soll ich sagen? Jaaa, die Küchengelüste haben triumphiert, die Vernunft war mal wieder chancenlos. Tja. Egal! Das Ergebnis war es wert. 🙂

Als ich das letzte Mal nach einem gesunden, schnellen und kreativen Abendessen gesucht habe, bin ich durch Zufall auf dem Blog von My Yummy Projects gelandet. Und hatte mich für ein Avocado-Ei-Rezept entschieden. Aber schon damals war mir auch dieses Rezept für einen Avocado-Lachs-Salat aufgefallen. Das war heute fällig 🙂

Und was soll ich sagen? Schon wieder so ein tolles Rezept!

Schnell gemacht, gesund und vor allem sehr lecker.

Ich habe das Rezept (natürlich) ein bisschen abgewandelt.

Ihr braucht:

100g Räucherlachs

1 Avocado

1/2 Apfel

1 Becher Naturjoghurt

Zitronensaft

Salz, Pfeffer, Zucker

2 gekochte Eier

Im Grunde ist die Zubereitung denkbar einfach: Alles würfeln, in eine Schüssel geben, Joghurt dazu, mischen und mit Zitrone, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Voila 🙂

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Zerfledderte Apfeltörtchen

Liebe Leser, 🙂

in der Zeit zwischen November und Januar kommt unsere Familie aus dem Feiern nicht heraus. Mein Bruder hat im November Geburtstag, die Mama im Dezember und ich im Januar. Weihnachten und Silvester wollen natürlich auch gefeiert werden. 🙂

An meinem (Tatjana) Geburtstag war ich normal arbeiten. Keine Frage, dass ich den Kollegen etwas Selbstgebackenes mitgebracht habe.

Von meiner Freundin habe ich zu Weihnachten einen Cakepop-Maker geschenkt bekommen, der musste natürlich ausprobiert werden. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, etwas mit Mürbteig zu backen, da ich diesen sonst fast nie verwende. Na ja. Mein Geburtstag war am Donnerstag, also dachte ich, ich fange am Dienstag schon mal mit der Backerei an, dann werden die Abende vielleicht nicht ganz so lang. Tjaaaa, und dann passierte das:

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Ich muss wohl nicht erwähnen, dass meine Laune nach diesem Missgeschick im Keller und mir die Lust am Backen für diesen Abend so ziemlich vergangen war.

Vorzeigbar war das Ergebnis natürlich nicht mehr, aber lecker waren sie trotzdem. Deswegen hier das Rezept – und den Tipp: Im Förmchen backen, dann bekommt man sie auch aus der Form, ohne dass sie auf dem Fußboden landen. Wie das passiert ist? Erzähl ich Euch später^^

Hier erst mal das Rezept, das übrigens aus dem Buch „Köstliche kleine Kuchen & Pasteten“ von Sara Lewis, erschienen bei LOVE FOOD, stammt.

Für den Mürbteig braucht ihr:

350 g Mehl

80 g Puderzucker, eine Prise Salz

175 g weiche Butter, gewürfelt

4 Eigelb

Dann das Übliche:

Zucker, Salz und Butter mit dem Handrührgerät (Knethaken) mischen, Eigelb und etwas Mehl hinzufügen und glatt rühren. Dann das restliche Mehl unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und kalt stellen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Apfelfüllung zubereiten. Dafür braucht ihr:

450 g Äpfel (ich habe Elstar genommen, die haben eine schöne ausgewogene Mischung aus Süße und Säure)

25 g Butter

50 g Zucker (ich habe Rohrohrzucker genommen)

50 g Rosinen (hab ich weggelassen, die mögen viele nicht)

fein abgeriebene Schale einer Zitrone

3 EL Weinbrand (ich habe Rum genommen)

Die Äpfel schälen und würfeln, mit Butter, Zucker, Rosinen und Zitronenschale in einem Topf unter gelegentlichem Rühren 8-10 Minuten bei kleiner Hitze dünsten, bis sie weich sind. Den Weinbrand zufügen und bis unter den Siedepunkt erhitzen. Anzünden und flambieren, dann abkühlen lassen. (Das Flambieren hat bei mir nicht funktioniert, wahrscheinlich hatte der Rum einen zu geringen Alkohol-Anteil). War aber trotzdem lecker 🙂

Ich habe außerdem noch etwas von dem selbstgemachten Glühweingewürz meiner Freundin untergerührt, etwas Zimt, Nelken und Sternanis tuns aber auch.

Dann den Mürbteig ausrollen, Kreise ausstechen (die Größe müsst ihr ausprobieren, bei mir hat ein Weinglas gut funktioniert).

Wenn ihr risikobereit seid, buttert ihr die Förmchen eines Muffinblechs nur, ansonsten verwendet am besten Papierförmchen. Die Mürbteig-Kreise in die Förmchen legen, mit der Apfelfüllung füllen.

Ich habe aus dem restlichen Teig kleine Blumen und Schmetterlinge ausgestochen und die Küchlein damit bedeckt, aber da sei Eurer Kreativität freiem Lauf gelassen. Weniger Arbeit machen einfache Kreise, mit denen ihr die Küchlein bedeckt.

Dann im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Abkühlen und stürzen (nach Möglichkeit ohne, dass sie auf dem Fußboden landen).

Das Ergebnis war bei mir zwar nicht schön, aber wenigstens lecker:

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Ach ja, wie das passiert ist? Mürbteig ist – tja, nun mal – mürbe. Deshalb ließen sich die Törtchen auch nicht aus der Form nehmen, ohne zu zerbrechen. Was also tun? Stürzen. Backblech auf die Form legen und mit Schwung umdrehen. Das hat auch noch geklappt. Und dann? Lagen die Küchlein natürlich verkehrt herum. Also nochmal stürzen. Tortenretter auf die Küchlein – und wieder mit Schwung… Das hat dann nicht mehr geklappt.

Und die Moral von der Geschicht: Backe Mürbteig ohne Förmchen nicht.