Ofengebackener Rosenkohl mit Balsamico

Medaillon Mama
Bei meinem letzten Marktbesuch kündigte unser Biobauer an, dass seine Rosenkohlernte nun zu Ende ginge. Da musste ich zugreifen, denn ich wollte unbedingt ausprobieren, wie ofengebackener Rosenkohl schmeckt. Vor allem interessierte es mich, ob Tatjana ihn so mochte. Sie isst ihn ja bis jetzt nur auf eine einzige Art, nämlich in einzelne Blättchen zerlegt (was für eine Arbeit!) und in der Pfanne geschwenkt. Mein Mann und ich lieben Rosenkohl in jeder Form, aber für die Kinder musste ich immer eine Alternative kochen. Wie schön wäre es, einmal nur eine Gemüsebeilage zubereiten zu müssen! Leider konnte Tatjana ihn dann doch nicht testen, weil sie an diesem Wochenende nicht Zuhause war. Ich bin mir aber sicher, das Rezept gefällt ihr so gut, dass sie es selbst ausprobieren wird. Und das hoffe ich natürlich auch von Euch!
Ihr benötigt folgende Zutaten:
pro Portion etwa 170 – 200 g frischen Rosenkohl
Salz
Pfeffer
Olivenöl
dunklen Balsamicoessig oder Balsamicocreme
Rohrzucker
Und so wird’s gemacht:
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Olivenöl einpinseln.
Den Rosenkohl putzen und waschen. Gut abtropfen lassen und mit einem Küchentuch abtrocknen. Jedes Röschen halbieren. In eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl darübergeben und alles gut vermischen. Die Röschenhälften sollen gut mit dem Öl benetzt sein. Röschenhälften mit der Schnittseite nach unten nebeneinander auf das Backblech legen.
Bild 1
Etwa 20 Minuten auf der 2. Schiene backen, bis die Röschen duften und hellbraune Stellen haben.
Bild 2
Das Blech herausnehmen, jedes Röschen umdrehen, auf der glatten Seite mit dem Balsamico beträufeln und mit ganz wenig Zucker bestreuen. Das Blech wieder in den Ofen schieben und noch einmal für ca. 10 Minuten Farbe nehmen lassen. Am Ende beobachten, damit sie nicht zu dunkel werden. Sofort servieren.
Bild 3
 Das ist eine moderne Art, Rosenkohl zuzubereiten. Ich fand ihn „megalecker“, wie Tatjana es ausdrücken würde. Und ich würde mich freuen, wenn Ihr mich wissen lasst, wie er Euch geschmeckt hat.

Erntedank-Special – Holunder-Balsamico-Essig

erntedank
Nachdem Tatjana Unmengen von Holundersaft hergestellt hat (Anmerkung von Tatjana: Fiese Verleumdung, dies Jahr waren es nur ca. 2 Liter!), den wir unmöglich trinken werden, habe ich mir überlegt, wie man ihn weiter nutzen könnte. Bei meiner Suche bin ich auf die Idee zu diesen Essigen gestoßen, die wunderbar zu herbstlichen Salaten passen.
Holunder
Die Herstellung geht ganz einfach:
Holundersaft-Balsam-Essig
600 ml dunkler Balsamico,
300 ml ungesüßter Holundersaft und
180 ml Rohrohrzucker werden in einem Topf vermischt.
Dazu kommen 1 Stück Zimtstange, 6 Pimentkörner und 2 Gewürznelken.
Das Ganze aufkochen und 15 Min. köcheln lassen. Wenn der Essig etwas eingedickt ist, wird er durch ein Sieb gegossen und in sterilisierte Flaschen oder Fläschchen abgefüllt.
In meinem Gefrierschrank entdeckte ich auch noch schwarze Johannisbeeren und Apfelsaft vom Vorjahr und ließ mich davon zu einer Variante inspirieren, die ich Euch ebenfalls nicht vorenthalten möchte:
Apfel-Holunder-Cassis-Balsamico
750 ml dunklen Balsamico,
750 ml ungesüßten Holundersaft,
750 ml ungesüßten Apfelsaft und
150 g schwarze Johannisbeeren habe ich mit
330 g braunem Zucker vermischt.
Ich fügte 1/2 Zimtstange, 15 Pimentkörner, 5 Gewürznelken, und 1 Spalte Sternanis hinzu
und ließ wieder alles einköcheln. Danach ging es wie oben beschrieben weiter.
Mit beiden Essigen kann man auch wunderbar Wildsaucen abschmecken und ihnen so einen besonderen Pfiff geben. Rotkohl schmeckt ebenfalls sehr delikat damit.
essig
Oder wie wäre es mit einem einfachen und schnellen Feigen-Dessert?
Dazu heize ich zunächst den Backofen auf 200 °C vor. Die Feigen (so viele, wie gewünscht) werden kreuzweise eingeschnitten, ein wenig geöffnet und in ein feuerfestes Gefäß gesetzt. Dann werden sie mit dem Apfel-Holunder-Cassis-Balsamico betreufelt. Darüber etwas flüssigen Honig geben und zum Schluss mit gehackten Cashew- oder anderen Nüssen bestreuen. Ab damit in den Backofen. Sobald die Nüsse leicht gebräunt sind, aus dem Ofen nehmen und servieren. Wer mag, kann sie mit Vanilleeis, Pflaumenkompot o.Dergl. anrichten.