Beerenauflauf mit Dinkelschrot nach Hildegard von Bingen

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Für ein mittelalterliches Krimidinner im Kollegenkreis sollte (bzw. wollte) ich ein Dessert mitbringen.

Also habe ich zunächst überlegt, was in Frage kommt. Ananas und Weißmehl standen im Mittelalter sicher nicht zur Verfügung.

Über google habe ich dann ein Rezept für einen Apfelauflauf mit Dinkelschrot gefunden und einfach saisonal in einen Beerenauflauf umgewandelt.

Dinkelschrot könnt ihr Euch übrigens im Bioladen Eures Vertrauens frisch schroten lassen, wenn Ihr (wie ich) keine Getreidemühle zu Hause habt.

Beerenauflauf 2

Ihr braucht:

ca. 2 Tassen frische Beeren

4 Eier

60 g Rohrzucker

100 g gemahlene Mandeln

60 g Dinkelschrot

1/2 TL Zimt

1 Prise Salz

Mandelblättchen und Puderzucker

ggf. ein Schuss Rum

Beerenauflauf 3

Die Eier trennen, das Eigelb, Salz und Zimt (und ggf. Rum) verrühren, mit dem Zucker schaumig schlagen. Dinkelschrot und Mandeln darunterrühren.

Die Eiweiß zu Eischnee schlagen und vorsichtig unter die Teigmischung heben.

Eine Auflaufform fetten und den Teig hineingeben. Die Beeren darüberstreuen und leicht in den Teig drücken.

Die Mandelblättchen darüber verteilen und mit ein wenig Puderzucker bestäuben.

Im auf 180°C vorgeheizten Ofen backen bis die Mandelblättchen goldbraun sind.

Noch warm servieren.

Wenn es nicht ganz so mittelalterlich sein soll, passt eine Kugel Vanilleeis bestimmt auch herrlich dazu.

Beerenauflauf 1

Das Rezept kann saisonal toll variiert werden. Ob geröstete Nüsse, Nektarinen oder Pfirsiche, oder im Herbst Äpfel oder Birnen… Tobt Euch aus 🙂

 

Beeren-Kokos-Kuchen mit Streuseln

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Oft verbinden wir mit bestimmten Bildern, Gerüchen oder Geschmäckern ganz besondere Erinnerungen. So ergeht es mir, wenn ich jetzt über den Markt gehe und die vielen verschiedenen Beeren sehe: Meine Schulfreundin Martina und ich sehen uns sehr selten. Sie wohnt nämlich in München und ich am Niederrhein. Deshalb ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn wir uns wieder einmal treffen. Bei meinem letzten Besuch bei ihr empfing mich der Duft von frisch gebackenem Kuchen, und er schmeckte einfach unvergleichlich aromatisch nach Beeren, wie er da noch warm auf meinem Teller lag: süß-säuerlich frisch, saftig und gleichzeitig knusprig. Natürlich musste sie mir das Rezept geben. Bei unserem Familientreffen vor ein paar Wochen hatte ich dann endlich die Gelegenheit, ihn selbst zu backen, denn es sind schon einige Esser nötig, ein ganzes Blech voll Kuchen zu schaffen. Frisch gebacken oder sogar noch leicht warm schmeckt er nämlich tatsächlich am besten.
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Im Originalrezept werden Boden und Streusel getrennt zubereitet. Ich habe einfach etwas mehr Teig gemacht und etwa 1/3 davon für die Streusel zurückbehalten. So hält sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen, denn es muss außerdem noch die Quarkmasse zusammengerührt werden.
Doch nun zum Rezept:
Zutaten für Boden und Streusel:
450 g Mehl
1 gehäufter TL Backpuler
300 g Butter
250 g Puderzucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
zusätzlich für Streusel und Belag: 200 g Kokosflocken
Zutaten für den Belag:
150 g Johannisbeer- oder eine andere säuerliche Marmelade
100 g Kokosflocken
600 g gemischte frische Beeren wie Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Jostabeeren etc.
(oder TK-Beeren)
500 g Magerquark
50 g zimmerwarme Butter
120 g Puderzucker
1 Pckg. Vanillepuddingpulver
2 Eier
1/4 l Schlagsahne
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Zubereitung für den Teig:
Mehl mit Backpulver vermischen und mit den übrigen Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten.
2/3 davon auf ein gefettetes Backblech geben. Unter das übrige Drittel 100 g Kokosflocken mischen und kalt stellen.
Den Teig auf dem Backblech mit Frischhaltefolie bedecken und ihn mit einem Löffelrücken glattstreichen. Kühl stellen.
In der Zwischenzeit die Quarkmasse zubereiten:
Quark mit Butter und Puderzucker glattrühren. Vanillepuddingpulver und Eier, am Schluss die flüssige Sahne darunterrühren.
Frischhaltefolie vom Teigboden abnehmen 😉 und den Boden mit Marmelade bestreichen, mit den restlichen Kokosflocken bestreuen und die Beeren darauf verteilen.
Quarkmasse auf die Beeren geben und vorsichtig verstreichen. Den gekühlten Streuselteig darüberbröseln.
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Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C auf der ersten Schiene etwa 40 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
Kurz abkühlen lassen, evtl. mit Puderzucker bestreuen – und genießen!

Erntedank-Special – Cassis-Likör

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Ihr Lieben,
fast 3 Wochen kein neuer Blogbeitrag mehr. Asche über unsere Häupter! Aber einige Reisen, eine damit verbundene Hochzeit, eine Convention und schlussendlich sogar eine Magen-Darm-Erkrankung haben uns gemeinerweise vom Bloggen abgehalten.
Aber als Dankeschön für Eure Geduld gibt es nun endlich einen neuen Blogbeitrag.
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Schwarze Johannisbeeren gehören zu meinen Lieblingsbeeren. Nicht nur, weil sie so gesund, sondern auch, weil sie so vielseitig sind. Ich habe gleich vier Sträucher davon in meinem Garten, die auch dieses Jahr wieder reich getragen haben. Weil ich nicht die Zeit hatte, die Beerenernte gleich zu verarbeiten, habe ich sie eingefroren. Schwarze Johannisbeeren lassen sich nämlich sehr gut einfrieren. In der Zwischenzeit kann ich in aller Ruhe überlegen, was ich daraus mache. Marmelade bzw. Gelee schmeckt ja immer – allerdings außer mir keinem in der Familie. Also brauche ich keine großen Mengen davon. Ein paar Gläschen verschenke ich auch immer, doch nur an diejenigen, von denen ich weiß, dass sie willkommen sind. Sie sind nämlich nicht jedermanns Sache.
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Ich habe auch schon ein paar Mal versucht, Cassis-Likör anzusetzen, war aber mit dem Ergebnis nie zufrieden. Er schmeckte einfach nicht so wie der gekaufte, den ich immer zu Kir oder Kir Royal verwendet habe. Bei der üblichen Internet-Recherche fand ich auch keine Idee, die ich für brauchbar gehalten hätte. Schließlich kam mir der Gedanke, die Beeren nicht wie üblich roh mit Alkohol anzusetzen, sondern sie vorher leicht zu kochen. Sie entfalten dadurch einfach besser ihr Aroma. Gedacht, getan. Nach dem Auftauen kochte ich sie also mit etwas Wasser auf, ließ sie ein wenig weiterköcheln, goss sie dann durch ein engmaschiges Sieb und ließ sie gut abtropfen. Im aufgefangenen Saft löste ich unter Rühren nach und nach Zucker auf, so dass er am Ende kräftig süß-säuerlich schmeckte. Schließlich goß ich ihn mit Wodka auf. Natürlich musste ich dabei immer wieder probieren, bis mir das Ergebnis zusagte 😉 Ich habe es aber ohne Kleckern geschafft, ihn in Flaschen abzufüllen!
Cassislikör
Mein Likör kommt dem gekauften Produkt geschmacklich sehr nahe – ach, was sage ich: er schmeckt noch besser! Wenn ich irgendwann einen Anfall von Verschwendungssucht bekommen sollte, dann besorge ich mir eine Flasche Suze und mixe aus den beiden Likören und einem guten Sekt einen Aperitif, der seinesgleichen sucht. Das Rezept verrate ich euch dann natürlich. Versprochen.

(Enies) Mini-Cupcakes

Cupcakes dürfen in meiner Home-Bäckerei nie fehlen. Ich liebe die Kombination aus Kuchen und Creme und sie sehen auch noch so hübsch aus.

Das Thema meines diesjährigen Für-die-Kollegen-Geburtstags-Back-Programms war ja „Beeren“ und wieder einmal bin ich bei „Sweet & Easy – Enie backt“ fündig geworden. Ich liebe diese Sendung, erstens finde ich Enie super sympathisch und zum Zweiten haben die Rezepte meist etwas ganz Besonderes.

Jedenfalls hat sie auch Beeren-Cupcakes mit Frischkäse-Topping kreiert – und ich habe sie, wie immer etwas abgewandelt, nachgebacken.

Hier findet ihr das Original-Rezept.

Für den Teig braucht ihr:

3 Eier
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100 g Butter
100 ml Milch
200 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Abrieb und Saft von 1 unbehandelten Zitrone

250 g TK Beerenmischung (im Originalrezept werden nur 100 g verwendet)

Dann wie immer: Butter, Salz und Zucker vermischen, die Eier, die Milch und die Zitrone dazu, alles schaumig schlagen, dann Mehl und Backpulver mischen und unterheben. Zum Schluss die Beeren unterheben.

Den Teig in die gewünschten Formen füllen (ich habe mich für Mini-Cupcakes) entschieden und im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Ich habe in der Zwischenzeit das Topping vorbereitet und kalt gestellt.

Ihr braucht:

200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe – wenn schon, denn schon) 🙂

100 g Puderzucker

Lebensmittelfarbe

Einfach alles vermischen und kalt stellen.

So barbie-pink sollte mein Topping eigentlich gar nicht werden, aber irgendwie unterschätze ich immer die Färbkraft von den Rainbow-Dust-Puderfarben. Na ja, pink macht glücklich – auch bei Cupcakes 🙂

Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, einfach ein Küsschen Topping obendrauf spritzen und voila:

Bild

Die Kombination der Säure der Beeren mit der süßen Cremigkeit des Frischkäses ist einfach himmlisch. Hach ja, und glitzern tun sie auch noch. Was will man (frau) mehr?