Veganer „Käsekuchen“ mit Beeren

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute haben mein Schatz und ich bei einer Radtour ins Blaue Brombeeren gepflückt. Stellenweise hingen die Beeren bereits vor der Reife vertrocknet an den Sträuchern; schließlich hat es bei uns seit Wochen nicht mehr ausgiebig geregnet. Ein Stückchen weiter wurden wir jedoch fündig und kamen schließlich mit fast 2 kg Brombeeren nach Hause! Die habe ich bereits aufgekocht, durch ein Sieb passiert, um die Kerne zu entfernen, und mit Zucker vermischt. Morgen werde ich sie dann zu Konfitüre verarbeiten. Und ich kann Euch schon jetzt versprechen, dass man ein solch köstliches Aroma in keiner gekauften Konfitüre findet.

Für die Deko meines veganen „Käsekuchens“, den ich vor einer Woche zu einem kleinen Familientreffen mitnahm, wären die Brombeeren ideal gewesen. Ich habe dafür auf gefrorene Heidel- und Himbeeren zurückgegriffen. Der Sohn eines Cousins ernährt sich seit einiger Zeit vegan und sollte auch einen Kuchen haben. Ein richtiger Kuchen ist das allerdings nicht, eher ein cremiger Nachtisch voll gesunder Zutaten. Und das Beste: er wird nicht gebacken, was mir bei dieser Hitze sehr entgegenkam. Wenn man von der Einweichzeit der Nüsse absieht, ist er schnell und einfach zubereitet. Allerdings solltet Ihr eine leistungsfähige Küchenmaschine bzw. einen guten Mixer haben und am Ende noch einige Stunden Kühlzeit einrechnen.

Das Rezept für diese basische Leckerei stammt vom Zentrum der Gesundheit, ist vegan, glutenfrei und enthält keinen Haushaltszucker.

Die Zutaten für den Boden:

2 Tassen Mandeln

1 Tasse entsteinte Datteln

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die „Käse“-Füllung:

3 Tassen Cashewkerne

Schale einer Orange, fein gerieben

3/4 Tasse frisch gepresster Orangensaft

1/2 Tasse Ahornsirup (oder Reissirup)

1/2 Tasse flüssiges (vorsichtig geschmolzenes) Kokosöl

Saft einer Zitrone

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die Blaubeerschicht:

2 Tassen Blaubeeren (evtl. TK)

1/4 Tasse Orangen -Käse-Füllung

Für die Deko:

Beeren nach Wahl, Orangenscheiben oder sonstige Früchte

Zubereitung:

Einige Stunden vor der Zubereitung müsst Ihr die Mandeln und Cashewkerne getrennt in Wasser einweichen. Die eingeweichten Nüsse, bevor Ihr anfangt, getrennt abtropfen lassen.

Für den Boden die abgetropften Mandeln, Datteln und das Salz im Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Masse in einer Springform flach drücken (Das geht gut mit einem Löffelrücken). Die Form in den Kühlschrank stellen.

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Für die Orangen-„Käse“-Füllung die abgetropften Cashewkerne mit allen weiteren Zutaten (außer der Orangenschale) zu einer sehr feinen Creme mixen. (Das dauert etwas!) Zum Schluss die abgeriebene Orangenschale unterheben. 1/4 Tasse beiseite stellen. Den Rest auf den Boden in der Springform gießen, gleichmäßig verstreichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen.

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Für die Blaubeer-Schicht die Beeren mit der beiseite gestellten Orangen-„Käse“-Creme im Mixer vermischen. Die Beeren dürfen noch etwas stückig bleiben. Diese Mischung auf die Orangen-Cashew-Schicht streichen. Den „Kuchen“ einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank – wenn es schnell gehen soll, eine halbe Stunde in den Gefrierschrank stellen.

Den Kuchen vor dem Servieren mit Früchten Eurer Wahl garnieren.

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Natürlich dürfen hier auch Nichtveganer nach Herzenslust schlemmen, und zwar ganz ohne schlechtes Gewissen 😉

 

Schnelle Blaubeerschnittchen

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

eigentlich sollte an dieser Stelle – saisongemäß – ein Rezept für eine Spargelquiche stehen. Tatjana hat sich gestern bei der Zubereitung große Mühe gegeben und nach Anleitungen aus dem Internet gearbeitet. Geschmacklich war die Quiche in Ordnung, aber der Spargel hat gesaftet und dadurch die Sahne-Eier-Masse verwässert, d. h. sie muss die Zubereitung erst noch optimieren. Deshalb stelle ich Euch heute die Heidelbeerschnittchen vor, die ich kürzlich gebacken habe.

Nach dem Mittagessen trinken wir gewöhnlich eine Tasse Kaffee, meist ohne Kuchenbegleitung. Manchmal jedoch steht uns der Sinn nach etwas Gebackenem. Und da kommen die Blaubeerschnittchen ins Spiel. Heidelbeeren, und zwar die wilden, liebe ich seit meiner Kindheit. Ich verbinde mit ihrem Geschmack die Erinnerung an Sonntagsspaziergänge mit meinen Eltern und Geschwistern in den nahegelegenen Wald, wo wir immer nach Walderdbeeren und -heidelbeeren Ausschau hielten. Meist reichte unsere Ausbeute zwar nur für ein halbes Schälchen pro Kind (wir waren sechs Geschwister!), die wir mit Milch und etwas Zucker löffelten. Aber was war das für ein Genuss! Meist habe ich heute Waldheidelbeeren im Gefrierschrank, denn ich mag Blaubeerkonfitüre, Blaubeerkuchen – eigentlich alles aus Blaubeeren. Kulturheidelbeeren, die man jetzt fast immer und überall bekommt, können da geschmacklich überhaupt nicht mithalten.

Die Heidelbeerschnittchen sind schnell zubereitet, nicht allzu süß, haben durch die Haferflocken ordentlich Biss und lassen sich prima portionsweise einfrieren.

Ich habe ein Backblech von 30 x 25 cm verwendet. Auf einem größeren könnt Ihr diese Fläche mit einem doppelt gefalteten Streifen Alufolie abtrennen.

Meine Zutaten für den Boden und die Streusel:

150 g Butter

100 g grobe Haferflocken

150 g Weizenmehl oder Dinkelmehl Type 630

1 TL Backpulver

100 g gemahlene Mandeln

150 g Zucker

1 Ei

außerdem:

300 – 350 g Waldheidelbeeren (frisch oder TK)

2 EL Zitronensaft

100 g Zucker

1 Prise Salz

1 EL Speisestärke

Zuerst die Butter vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen.

Das Backblech mit Backpapier belegen.

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die trockenen Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und vermengen. Die geschmolzene Butter und das Ei darunterrühren, bis eine krümelige, aber homogene Masse entsteht. Knapp 2/3 davon auf dem Backblech verteilen und mit den Händen oder einem Esslöffel grob festdrücken (es muss keine ebene Fläche sein).

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Den Rest Teig für die Streusel kühl stellen.

Die (gefrorenen) Heidelbeeren mit den übrigen Zutaten vermischen. Auf dem Teig verteilen. Mit der Hand dicke Streusel darüberkrümeln.

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Bei 175 °C etwa 40 – 45 Min. backen, bis die Streusel schön gebräunt sind. Keine Angst: die Speisestärke bindet den austretenden Saft, so dass der Teig nicht durchweicht.

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Mit den Blaubeerschnittchen habe ich jetzt immer ein Stück Kindheit im Gefrierschrank, und ich genieße sie, so oft mir danach ist – und mindestens ein Mit-Esser ebenfalls 🙂

Ausflug nach Bullerbü – Blaubeer-Cheesecake

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Ihr Lieben,

hat Euch Astrid Lindgren auch durch Eure Kindheit begleitet? Bei uns waren Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Karlsson vom Dach und all die anderen wunderbaren Helden und Heldinnen aus Schweden immer im Kinderzimmer präsent. Mein absolutes Lieblingsbuch von Astrid Lindgren war – und ist – übrigens „Die Kinder aus Büllerbü“. Und deswegen würde ich Euch gern mitnehmen auf einen Ausflug nach Bullerbü. Packt Eure Koffer und kommt mit – in Eure Küche. Denn jetzt könnt Ihr Euch (zumindest das kulinarische) Bullerbü nach Hause holen – zum Beispiel mit diesem traumhaften Blaubeer-Cheesecake.

Das Original-Rezept stammt aus diesem Büchlein:

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Und so gehts 🙂

Für den Boden habe ich einen ganz normalen Mürbteig verwendet und einen Teil des Mehls durch gemahlene Haselnüsse ersetzt. Ein Rezept findet Ihr zum Beispiel hier.

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Für die Füllung braucht Ihr:

450g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

200g Blaubeeren

3 Eier

100g Zucker

Abgeriebene Schale einer Zitrone

Für das Topping:

430g Creme Fraiche

50g Zucker

das Mark einer Vanilleschote

Und für den Fruchtspiegel:

200g Blaubeeren

30 ml Wasser

50g Honig

1 TL Pfeilwurzelmehl

Abgeriebene Schale 1/2 Zitrone

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Und dann gehts los: Eine 26er Springform fetten, den Mürbteig hineindrücken (am besten geht es, wenn er sehr kalt ist). Den Backofen auf 175°C vorheizen. Dann für die Creme den Frischkäse, die Eier, den Zucker und den Zitronenabrieb verquirlen. Blaubeeren vorsichtig unterheben.

Auf den Mürbteig geben, glatt streichen und (laut Originalrezept) 30 Minuten backen. Bei mir stimmten die angegebenen Backzeiten allerdings überhaupt nicht, ich hatte ihn fast eine Stunde im Ofen.

In der Zwischenzeit die Creme Fraiche mit der Vanille und dem Zucker cremig rühren. Auf den vorgebackenen Kuchen geben und weitere 15 Minuten backen. (Bei mir war es wieder mindestens die doppelte Zeit.

Für das Gelee das Wasser, den Honig und das PFeilwurzelmehl in einem Topf bei mittlerer Hitze verrühren. Blaubeeren unterrühren und langsam aufkochen. Dann den Zitronenabrieb dazu geben und abkühlen lassen.

Den abgekühlten Kuchen mit dem Blaubeer-Gelee bestreichen. Am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

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Und dann genießen – die blauen Lippen und Zähne gehören übrigens dazu 🙂

Schau mir in den Backofen, Kleines! …

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… denn es gibt eine waschechte (na ja, fast) amerikanische Blueberry Pie, die quasi auf den letzten Drücker noch an dem filmischen Blogevent von Becky’s Diner teilnimmt.

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Ich starte mit einem Zitat aus einem ganz wunderbaren Film: „…Aber, es bleibt immer ein ganzer Blueberry Pie übrig.“ – „Und was stimmt nicht mit dem Blueberry Pie?“ – „Es ist alles in Ordnung mit dem Blueberry Pie! Die Leute treffen nur eine andere Wahl. Der Blueberry Pie kann nichts dafür. Es will ihn nur keiner.“

Aber da hat er Unrecht, der nette (und ausnehmend hübsche) Jude Law.

Diesen Blueberry Pie will jeder, versprochen 🙂

Warum dieser Film ein Geheimtipp geblieben ist, ist mir ein Rätsel. Eine wunderschöne Geschichte, zauberhaft erzählt von Norah Jones, Jude Law und Nathalie Portman.

Aber vielleicht machen Euch der Trailer – und mein Blueberry Pie – ja Lust auf den Film.

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Los gehts 🙂

In der Regel wird für Blueberry Pie ein Mürbteig verwendet. Ich mag ihn allerdings nicht besonders und da ich zeitgleich eine Zwiebelquiche in Arbeit hatte (das Rezept gibt es dann demnächst), habe ich mich für Hefeteig entschieden. Das Rezept findet ihr beispielsweise hier. Mamas Rezept enthält Dinkelmehl, ich hatte nur Weizenmehl verwendet.

Während der Teig geht, können wir bereits die Füllung vorbereiten.

Dafür brauchen wir:

750 g Blaubeeren

50 g gehackte Walnusskerne

25 g Mehl

150 g Zucker + Vanillezucker

1 Prise Salz

Zimt (nach Belieben)

1 EL Orangensaft

15 g Butter

etwas Eigelb

Butter, Zucker, Mehl, Salz, Zimt und O-Saft verrühren, die Walnüsse und die gewaschenen und verlesenen Blaubeeren vorsichtig unterrühren – aber Vorsicht, sonst wird es Matsch. 😉

Den Backofen auf 220°C vorheizen, in der Zwischenzeit den Hefeteig teilen, die eine Hälfte dünn ausrollen und in eine gefettete Pie-Form geben (ich hab keine und hab mich daher für eine runde Auflaufform entschieden, das ging genauso gut). Den Boden mit Paniermehl bedecken (so wird die austretende Feuchtigkeit der Blaubeeren aufgesogen und der Boden weicht nicht so durch) und die Füllung darauf geben. Die Ränder des Teigs mit Eigelb bepinseln.

Aus dem restlichen Hefeteig eine dünne Platte rollen, diese als Deckel auf die Pie geben, zuschneiden und mit einer Gabel festdrücken.

Dann den Deckel ebenfalls mit Eigelb bepinseln, für einen schönen Glanz und im Ofen 10 Minuten backen. Dann auf 180°C zurück schalten und noch ca. eine halbe Stunde weiter backen. Haltet ihn im Auge, je nachdem wie dick ihr den Teig rollt, geht es schneller oder dauert länger.

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So, aber nun genug gequatscht – ab in die Küche. Und den DVD Player 🙂

Beerentörtchen Variationen

Heute geht es mit meinem Geburtstagsgebäck weiter.

Aus dem gleichen Mürbteig, dessen Rezept ihr im Blog „Zerfledderte Apfeltörtchen“ findet, habe ich zusätzlich noch Törtchen mit Blaubeeren und Erdbeeren gebacken. (Ja ja, ich weiß, regional und saisonal mussten diesmal leider hinten anstehen, aber ich glaube, einmal im Jahr zum Geburtstag darf man das.)

Jedenfalls habe ich den Mürbteig wieder ausgerollt und Kreise ausgestochen. Ich habe mich zum Einen wieder für mein Muffinblech und zum anderen für mein Mini-Muffin-Blech in Herzform entschieden.

Die Törtchen habe ich dann zunächst blind gebacken, also mit Backpapier ausgekleidet und mit Reis gefüllt, damit sie schön in Form bleiben und nicht aufgehen.

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Und – ich gebe es zu – ich habe es mir mit der Füllung einfach gemacht und eine Dr. Oetker-Paradiescreme mit Vanillegeschmack genommen. Zum ersten weil ich da nicht mit Gelatine oder Ähnlichem arbeiten muss, damit sie in Form bleibt und zum anderen, weil ich die Kombination von Paradiescreme und Beeren einfach liebe.

Die ausgekühlten Mürbteigtörtchen mit der Creme füllen und mit Beeren (ich habe mich für Erd- und Blaubeeren entschieden, garnieren.

Hmmmm.

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Und nochmal: hmmmm!

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Im nächsten Blog geht es dann mit meinen Mini-Cupcakes weiter. Seid gespannt 🙂

Ach ja, ich habe mich ganz spontan dazu entschlossen, bei dem Blaubeer-Blog-Event von Schokohimmel mitzumachen.

Drückt mir also die Daumen 🙂