Süßkartoffel-Chia-Brot

Lange wollte ich nicht glauben, dass ein lange gereifter Hefeteig besser schmeckt als der herkömmliche, bis ich vor einiger Zeit ein Dinkelbaguette auf diese Weise gebacken habe – und es dann wirklich einsah. Auf der Suche nach einem Brotrezept für … Weiterlesen

Giabatta mit Tomaten und Basilikum

Medaillon Mama

Unser Nachbar hat sich einen neuen Grill gekauft. Einen richtig edlen Gasgrill. Zum Geburtstag bekam er dann noch ein Grillseminar geschenkt. Er ist also jetzt Spezialist und lud uns an Christi Himmelfahrt zum Grillnachmittag ein.

Es war natürlich klar, dass ich meine selbstgemachte Kräuterbutter mitbringe. Außerdem besitze ich seit kurzem zwei neue Brotbackbücher: „Kapps Brot“ von Peter Kapp und „Brot“ von Bernd Armbrust. Beide Verfasser sind gelernte Bäcker und Meister ihres Fachs. Die Einladung war die Gelegenheit, ein Rezept auszuprobieren und das Brot ebenfalls mitzubringen. Ich entschied mich für Giabatta. Das passt immer zu Gegrilltem.

In den beiden Büchern fand ich zwei unterschiedliche Varianten von Giabatta: ein klassisches Giabatta im einen, Tomaten-Basilikum-Giabatta im anderen. Warum also nicht beide backen? Da ich nicht ganz unerfahren im Backen mit Hefeteig bin, fiel es mir nicht schwer, beide Rezepte zu kombinieren.

Erstaunlicherweise backt Bernd Armbruster sein Giabatta mit Weizensauerteig, Peter Kapp seines ohne. Da mir Guido vom Blog „tischundgarten“ vor kurzem freundlicherweise Trockensauerteig sowohl aus Roggen wie auch aus Weizen zukommen ließ, hatte ich den geforderten Weizensauerteig im Haus. Ich entschied mich deshalb für die Variante mit Sauerteig. Es geht offensichtlich aber auch ohne.

Solltet Ihr Weizensauerteig verwenden, müssen die Zutaten dafür schon am Vortag gut miteinander vermischt werden und 15-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen.

Giabatta

Die Zutaten für den Weizensauerteig:

50 g Weizenmehl

5 g Weizensauerteig (gibt es auch als Trockenprodukt aus dem Reformhaus)

50 ml Wasser

Für den Brotteig benötigt man:

500 g Weizenmehl

10 g Salz

10 g Hefe (das ist 1/4 Würfel)

3 EL Olivenöl

etwa 275 ml Wasser

außerdem:

etwa 1 Handvoll getrocknete Tomaten in Öl

etwa 1 Handvoll Basilikumblätter

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten gut abtropfen lassen (das Öl auffangen) und klein schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein schneiden.

Für den Brotteig die Hefe mit ein wenig von dem lauwarmen Wasser auflösen.

Mehl in eine Rührschüssel geben, Salz, evtl. den angesetzten Sauerteig vom Vortag, das Olivenöl und die aufgelöste Hefe dazugeben. Alles langsam mit den Knethaken vermischen und das Wasser hinzufügen. Sobald eine homogene Masse entstanden ist, das Rührgerät auf die höchste Knetstufe stellen und 5-6 Minuten kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.

(Es ist besser, zunächst etwas weniger Wasser zu nehmen und, falls der Teig zu trocken ist, später noch ein wenig Wasser hinzuzufügen. Ein gekneteter Teig, der zu weich ist, schmeckt „mehlig“, wenn man weiteres Mehl unterknetet.)

Ich habe dann die Hälfte vom Teig abgenommen und die Tomaten sowie das Basilikum von Hand unter die Teighälfte geknetet.

Die beiden Teigstücke abgedeckt in einer Schüssel bei Zimmertemperatur 1 Stunde gehen lassen.

Den fertig gegangenen Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. Jedes Teigstück (das mit den Tomaten zuerst) rundherum von allen Seiten in die Mitte drücken, damit die Gase herausgedrückt werden. Dann länglich formen, die Mitte nach unten. Noch einmal 30 Minuten ruhen lassen. Schließlich in die endgültige Form bringen (nicht zu sehr drücken: die größeren Löcher in der Krume sind typisch für Giabatta). Das Brot mit den Tomaten habe ich wie eine Spirale gedreht (ein Tipp von Bernd Armbrust). So sah es ein wenig rustikaler aus. Die Brote auf einem mit Backpapier belegten Blech noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache feuerfeste Form mit etwa 300 ml Wasser miterhitzen. Sobald die Hitze erreicht ist, die Form entfernen, die Brote (bzw. nur das Brot „ohne Drehung“) schräg einschneiden. Die Brote in den Ofen schieben, die Temperatur auf 220 °C herunterdrehen. In ca. 30 Minuten goldbraun backen. Wer mag, kann das Tomaten-Basilikum-Giabatta noch heiß mit dem aufgefangenen Tomatenöl bestreichen.

Giabatta1

Unser Nachbar hat uns nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, Brot und Kräuterbutter haben geschmeckt, das Wetter hat mitgespielt. Kurzum, es war ein rundum gelungenes Grillfest.

Rote-Bete-Salat

Brunch Special Banner

medaillon tatjana

Unser Beitrag ist einen Tag zu spät dran (den Rüffel von Mama hol ich mir noch ab), aber: Es gibt einen guten Grund, den ich Euch in den nächsten Tagen verraten werde. 🙂

Jetzt aber erst mal zum heutigen Beitrag.

Rote-Bete-Salat ist in Skandinavien allgegenwärtig. Man bekommt ihn in jedem Supermarkt, in jedem Restaurant, in jeder Bäckerei.

Jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Da mir aber leider niemand seins verraten hat, bin ich selbst auf die Suche gegangen. Aus einem Mix verschiedener Rezepte aus dem Internet und ein paar eigenen Veränderungen ist schließlich dieses Rezept entstanden.

Ihr braucht:

5-6 frische, rohe Rote Bete

1 säuerlicher Apfel, gewürfelt

1 Schalotte, fein gewürfelt

einige Cornichons, gewürfelt

2 EL Schmand

3 EL Joghurt

ggf. ein Spritzer Agaven-Dicksaft

ein paar Spritzer Balsamico und Olivenöl

Salz und Pfeffer

rote bete salat

Ich hasse, hasse, HASSE gekaufte und vakuumierte vorgekochte Rote Bete. Also eigentlich hasse ich generell rote Bete, besonders wenn man sie kocht.

Grillt man sie hingegen auf einem Blech im Ofen, behält sie viel mehr Geschmack und verwässert nicht.

Die Rote Bete also in ca. 1cm große Würfel schneiden und auf einem Blech verteilen.

Mit ein paar Spritzern Balsamico und Olivenöl beträufeln, salzen.

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen weich werden lassen.

Abkühlen lassen und mit dem entstandenen Saft in eine Schüssel geben.

Die Apfel-, Zwiebel- und Cornichon-Würfel dazugeben, mit Schmand und Joghurt vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. tut dem Ganzen auch ein Spritzer Agaven-Dicksaft gut.

Dieser Salat schmeckt hervorragend pur oder auf Brot, oder auch in Kombination mit unserem Heringssalat.

Roggen-Dinkel-Brot mit Sauerteig

Eigentlich hätte ich viel lieber Elisenlebkuchen gebacken, aber mein Brot ging zur Neige. So blieb mir nichts anderes übrig, als die Weihnachtsbäckerei vorerst noch ein wenig zu verschieben und frisches Brot zu backen. Diesmal sollte es zur Abwechslung ein kräftiges Sauerteigbrot sein, denn ich liebe Sauerteigbrot. Mit Sauerteig-Extrakt ist es leicht zu backen.
Die Zutaten:
50 g grob geschrotete Bio-Sonnenblumenkerne
50 g grob geschroteter Bio-Leinsamen
400 g Vollkorn-Roggenmehl (aus frisch gemahlenem Bio-Roggen)
200 g Vollkorn-Dinkelmehl (aus frisch gemahlenem Bio-Dinkel)
1 Pckg. Bio-Sauerteig-Extrakt
1 1/2 TL Salz
1/2 Würfel Frischhefe
1 Becher Bio-Joghurt natur (150 g)
1 EL Bio-Apfelessig
400 g lauwarmes Wasser
Die Zubereitung ist ganz einfach:
Backofen auf 50 °C vorheizen.
Sonnenblumen- und Leinsamenschrot in 200 ml Wasser einweichen.
Die Hefe mit etwas lauwarmem Wasser auflösen.
Die trockenen Zutaten vermischen.
Alles zur Mehlmischung hinzufügen und mit den Knethaken gründlich zu einer homogenen Masse vermengen.
Teig etwa 3 Minuten durcharbeiten, dann mit einem Teigschaber vom Rand zur Mitte schieben. Wichtig: Vollkornteig muss kleben!
Teig
Schüssel abdecken. Backofen ausschalten.
Backofentür öffnen und die Schüssel auf einem Korkuntersetzer o.Ä. in den warmen Backofen stellen (siehe meine Erklärung beim Hefezopf).
Nach 45 – 60 Minuten den gegangenen Teig wieder mit dem Teigschaber ringsum vom Schüsselrand in die Mitte drücken, um die Luft herauszudrücken.
Teig in eine gefettete Kastenform füllen. Das geht am besten mit dem Teigschaber (Damit der Teig nicht daran festklebt, kann man den Teigschaber vorher mit kaltem Wasser abspülen.)
Brot gegangen
Backofen auf 225 °C vorheizen. Sobald er die Temperatur erreicht hat, die Kastenform zus. mit einem feuerfesten Gefäß mit Wasser hineinstellen.
Nach 15 Min. die Temperatur auf 175 °C zurückstellen und weitere 45 Min. backen. Das Brot danach noch 10 Min. im ausgeschalteten Backofen lassen.
Brot herausnehmen, nach einigen Minuten auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen.
Brotscheibe
Schon der köstliche Duft lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dieses Brot schmeckt wesentlich kräftiger als das Dinkel-Möhrenbrot, das ich zuletzt gebacken habe. Und mehr Bio geht nun wirklich (fast) nicht mehr!
Wer weiß, vielleicht wage ich mich irgendwann einmal an „richtigen“ Sauerteig. Doch nun ist erst einmal die Weihnachtsbäckerei an der Reihe!

Katharinas Dinkel-Möhren-Brot

Um eine Weizenunverträglichkeit auszuschließen, verzichte ich zur Zeit auf alle Weizenprodukte. Im Internet habe ich vor kurzem einen Lieferanten für reinen Dinkel gefunden und sofort Dinkelkörner und -mehl bestellt. Denn es ist sehr schwierig, Dinkel zu finden, der nicht mit Weizen gekreuzt ist, wie ich es bereits in meinem Artikel darüber geschrieben habe. Und als eine Kollegin mir dann auch noch von dem Dinkel-Möhren-Brot vorgeschwärmt hat, kam mir das Rezept gerade recht für meine derzeitige Diät.
P1010124 (1)
Die Zutaten hatte ich alle im Haus:
500 g Dinkelvollkornmehl (ich habe es mir frisch gemahlen)
2 EL Leinsamen (die ich ebenfalls grob gemahlen habe)
1 Würfel frische Hefe
2 TL Salz
300 g lauwarmes Wasser
100 g Naturjoghurt
200 g Möhren (wurden fein gerieben)
100 g Sonnenblumenkerne
Und so geht es:
Den Backofen auf 50 °C vorheizen.
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Leinsamen mischen. Das Salz und den Joghurt dazugeben. Die Hefe mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Ebenfalls zum Mehl hinzufügen. Mit den Knethaken von der Mitte aus alles vermischen und langsam das Wasser dazugießen. Die Masse bearbeiten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Er sollte nicht zu trocken sein, sondern ruhig etwas kleben. Dann die Möhren und die Sonnenblumenkerne mit den Händen gründlich untermischen.
Wer wenig Zeit hat, kann den Teig nun sofort in eine gefettete Kastenform füllen und nach 30 Minuten in dem auf 200 °C vorgeheizten Backofen 10 Min. vorbacken
und danach bei 175 °C weitere 50 Min. zu Ende backen.
Besser wird das Brot aber, wenn der Teig in der abgedeckten Schüssel in den 50 °C warmen Backofen gestellt wird (auf ein Holzbrettchen). Den Backofen dann sofort ausschalten und die Hitze ein paar Sekunden aus der geöffneten Backofentür entweichen lassen! (Die verbliebene Wärme braucht das Vollkornmehl beim Gehen, damit sich nachher eine schöne Krume bildet.)
Sobald sich das Teigvolumen verdoppelt hat (das dauert etwa eine halbe Stunde), den Teig mit den Händen kurz durchkneten und in eine gefettete Kastenform füllen. Nun darf er noch einmal 10 bis 15 Minuten gehen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Das Brot nach Belieben mit Sonnenblumenkernen bestreuen und 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200 °C  vorbacken, dann die Temperatur auf 175 °C reduzieren und 50 Minuten fertig backen. Ein hitzebeständiges, mit Wasser gefülltes Gefäß mit im Backrohr ergibt eine schöne Kruste.
Wenn kein Teig an einem Holzstäbchen hängen bleibt, das man in das Brot steckt, kann es herausgenommen werden. Nach einigen Minuten auf ein Gitter stürzen und abkühlen lassen. Geübte Bäcker klopfen auf die Kruste und erkennen am hohlen Klang, dass es durchgebacken ist.
Das Dinkel-Möhren-Brot ist saftig, schmeckt mild und wirklich sehr lecker. Wegen seiner guten Bekömmlichkeit eignet es sich für die ganze Familie (auch wenn man keine Weizenunverträglichkeit hat).
 P1010115
Solltet Ihr Euch wundern, dass man die Möhren im Brot nicht erkennt: ich habe gelbe Möhren verwendet. Das hatte aber keinen Einfluss auf den Geschmack

Nachgebacken – Fladenbrot

Der Sommer ist zurück! Mit Sonne und Wärme und an einem Sonntag. 🙂 Von daher wird bei uns heute gegrillt. Bei Euch auch? Dann eignet sich dieses Rezept perfekt als Begleiter. 

Ein Blog, den ich regelmäßig lese, ist der meiner Freundin Anna: The Anna Diaries. Sie hat bereits vor einiger Zeit das Rezept für ein traditionelles Fladenbrot gepostet, das ich unbedingt ausprobieren wollte. Und was soll man sagen? Es hatte nicht mal Zeit, abzukühlen, weil es direkt warm vertilgt wurde. Mit ein bisschen Kräuterbutter oder Zaziki einfach ein Traum.

Ihr braucht allerdings Zeit, also nehmt Euch besser nicht zu viel vor und fangt rechtzeitig an 🙂

fladenbrot

Hier kommt das Rezept – ich konnte aus dieser Menge Teig 4 Brote backen, das heißt ihr braucht eine große Schüssel – oder ihr halbiert einfach die Menge der Zutaten:

Ihr braucht

350 ml Wasser
2 Päckchen Trockenhefe
1 TL Zucker
530-550g Mehl
1 TL Salz
3 EL Olivenöl

Kräuter der Provence oder Sesam

Zunächst setzt Ihr den Vorteig an: Dafür zunächst den Ofen ganz leicht vorheizen. Ich stelle Ober-und Unterhitze an, auf ca. 50°C. Den Ofen 10 Minuten anlassen, dann ausmachen – die Ofentür aber zulassen, damit die Hitze drin bleibt.

125 ml Wasser handwarm erwärmen, die Hefe und den Zucker untermischen und 10 Minuten im Ofen stehen lassen. Aber Achtung, nehmt eine große Schüssel, wenn die Hefe arbeitet, schäumt es. Dann 60 g Mehl unterrühren und erneut 30 Minuten gehen lassen. 

Das restliche Mehl in eine große Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und den Vorteig, das Wasser (ebenfalls lauwarm), das Olivenöl und das Salz dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Konsistenz ist richtig, wenn der Teig nicht mehr klebt und sich von selbst vom Boden löst.Einfach so lange Mehl unterkneten. Ich verrühre die Zutaten immer zu einem groben Teig und knete ihn dann mit der Hand zu Ende. Dann spürt man am besten, wenn er gut ist. 

Den Teig erneut eine Stunde gehen lassen, dann in Portionen aufteilen, auf dem Backblech zu flachen Fladenbroten drücken und erneut 30 Minuten gehen lassen.

Anna hat ihre Brote mit verquirltem Ei bestrichen und mit Sesam bestreut, ich habe mich für Olivenöl und Kräuter der Provence entschieden. 

Den Ofen auf 200°C vorheizen und die Fladen ca. 8 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind. 

fladenbrot 2

Perfekt als Grillbegleiter oder Beilage zu Salat oder anderen Vorspeisen. Oder einfach so 🙂