Zwetschgenmus, Röster-Style

medaillon tatjana

Ihr Lieben,

unsere Sommer- und Urlaubspause ist, pünktlich zum Herbstanfang, zu Ende und wir starten die gemütliche Jahreszeit mit einem Familien-Liebling: Pflaumen- oder in unserem Fall: Zwetschgen-Mus.

Wenn man, wie ich als Facebook-Junkie, in Dutzenden Gruppen unterwegs ist, trifft man immer wieder auf kurz aufflackernde und ebenso schnell wieder verschwundene Trends. Einer davon: Röster. Ein Gericht, wahrscheinlich so alt wie die Geschichte des Kochens selbst, aber seit Kurzem wieder in aller Munde. Gemäß österreichischem Lebensmittelbuch ist ein Röster eine „breiig-stückige Zubereitung aus entsteinten Früchten. Sie werden mit einem Zusatz von maximal 10 % – bei Früchten mit saurem Saft (u.a. Marille, Weichsel oder Holunderbeere) von maximal 20 % – des Ansatzfruchtgewichtes mit Zucker, Zuckerarten, Fruchtsüße oder Honig sowie Gewürzen, wie Zimt oder Gewürznelken, gekocht.“

Und aufgrund der diesjährigen Zwetschgen-Schwemme kocht also auf den Herden Tausender Facebook-Hausfrauen Röster.

Davon habe ich mich inspirieren lassen und mein Pflaumenmus-Rezept entsprechend abgewandelt.

Ich koche das am liebsten im Slow Cooker, weil es da, einmal angesetzt, bei geringem Strom-Verbrauch über Stunden oder sogar Tage weitgehend unbeaufsichtigt vor sich hin schmurgeln kann. Ich wiederhole mich, aber gerade der Herbst bietet sich als fantastische Gelegenheit, sich einen Schongarer zuzulegen. Besonders in der kalten Jahreszeit läuft er bei mir zu Hochtouren auf.

Ihr könnt das Pflaumenmus aber natürlich auch traditionell auf dem Herd oder im Backofen zubereiten.

Ich nehme pro Kilo entkernter und in Stücke geschnittener Zwetschgen 150g braunen Roh-Rohrzucker. Normaler weißer Haushaltszucker geht auch, aber ich mag das karamellige Aroma des braunen Zuckers.

Ich hatte zwei Kilo Zwetschgen, meine Mengenangaben beziehen sich also auf diese Menge.

Also benötigt ihr:

2 kg Zwetschgen (entsteint und halbiert)

300 g braunen Roh-Rohrzucker

Gewürze nach Wunsch, zum Beispiel:

Zimtstange

Nelken

Sternanis

Muskat

ca. 100 ml guten Rotwein

2 EL Agavendicksaft

ca. 50 g Butter

Die Hälfte der Pflaumen im Slow Cooker schichten, mit einem Drittel des Zuckers bedecken, die andere Hälfte darauf geben und ebenfalls mit einem Drittel des Zuckers bedecken.

Während die Zwetschgen Wasser ziehen, ein Butter-Karamell herstellen. Dafür das restliche Drittel des Zuckers mit dem Agavendicksaft und der Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Dabei stehen bleiben, Zucker verbrennt schneller, als ihr „Karamell“ sagen könnt. 🙂

Den Trick mit dem Agavendicksaft habe ich von Jamie Oliver. Er gibt bei der Karamell-Herstellung immer einen Schuss Agavendicksaft mit zum schmelzenden Zucker, das verhindert Klümpchenbildung.

Wenn der Zucker goldbraun geworden ist, mit dem Rotwein ablöschen und bei geringer Hitze kurz einreduzieren lassen, bis die Konsistenz sirupartig ist.

Das Rotwein-Karamell über die Pflaumen im Slow Cooker geben, einmal kräftig umrühren und zunächst eine Stunde auf „High“, dann am besten über Nacht auf „Low“ schmurgeln lassen. Wenn das Pflaumenmus fast schwarz ist, den Deckel abnehmen und wieder auf „High“ schalten. Eine genaue Zeitangabe habe ich hier nicht, lasst einfach so lange Flüssigkeit reduzieren, bis das Mus die gewünschte Konsistenz hat.

In mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser abfüllen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kocht das Pflaumenmus noch zusätzlich ein. Ansonsten rasch verbrauchen (oder verschenken).

Apfel-Holunder-Gelee

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

so langsam füllt sich unser Vorratskeller mit allerlei selbstgemachten Köstlichkeiten. Neben der Brombeerkonfitüre steht ein ganzes Regalbrett voll mit Aprikosenkonfitüre und Apfelgelee. Daneben stapeln sich Gläser mit unserem beliebten Tomatensugo. Vor ein paar Tagen dachte ich noch, das reiche wohl für dieses Jahr. Bis … ja bis Sohnemann mir eine Tasche voll selbstgepflückter Äpfel auf die Terrasse gestellt hat. Es waren ca. 15 kg! Also noch einmal Apfelgelee! Übrig blieben trotzdem noch 10 kg Äpfel. Dann ergab es sich, dass wir im Zuge von Gartenarbeiten Holunderzweige abschneiden mussten. Und daran hingen noch reife Holunderbeeren. Eine große Schüssel voller Dolden kam da zusammen. Also entschloss ich mich, beide Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Apfel-Holunder-Gelee zu kochen.

Ich brauchte dafür:

Äpfel

Holunderbeeren

Gelierzucker für Gelee 1:1

(und natürlich Marmeladengläser!)

Dazu kam mein Dampfentsafter zum Einsatz.

Den gelochten Dampfeinsatz füllte ich zunächst zu 3/4 mit gewaschenen, geviertelten Äpfeln. Schale und Kerngehäuse durften bleiben, denn darin befindet sich reichlich das zum Gelieren notwendige Pektin. Nur der Stiel, die Blüte und etwaige Wurmgänge mit Würmern wurden entfernt ;-).

Die ebenfalls gewaschenen Holunderbeeren löste ich mit einer Gabel von den Dolden und streute sie über die Apfelstücke. (Ein paar verbliebene Zweiglein stören nicht!) Dann füllte ich den Dampfeinsatz mit weiteren Äpfelstücken bis kurz unter den Rand und legte den Deckel auf.

Nachdem der unterste Topf zur Hälfte mit Wasser gefüllt und der Dampfgarer ordnungsgemäß zusammengesetzt war, brachte ich das Wasser auf dem Herd zum Kochen. Mit kleiner Hitze durfte es nun einige Stunden köcheln. Den heißen Saft, der im Schlauch sichtbar wurde, ließ ich von Zeit zu Zeit mit der gebotenen Vorsicht (!) in ein extra Gefäß laufen.

Sobald die Früchte keinen Saft mehr abgaben, wurde der Saft abgemessen und in einen ausreichen großen Topf geschüttet. Nun kam der berühmte Dreisatz zum Einsatz. Erinnert Ihr Euch? Wenn man für 1 Liter Saft 750 g Gelierzucker nimmt, dann benötigt man wie viel Gramm Gelierzucker für 1800 ml Saft? Heraus kam: 1350 Gramm! (Es kann auch etwas mehr genommen werden, je nachdem, wie sauer die Äpfel sind. Doch da kann man später noch abschmecken und  „nachbessern“. )

Der Saft zusammen mit dem Gelierzucker wurde unter Rühren aufgekocht und durfte bis zum Gelierpunkt köcheln. Dies kann durchaus 15 bis 30 Minuten dauern. Sobald aber der letzte Tropfen am Kochlöffel wie an einem „Faden“ hängen bleibt, gebe ich noch etwas Gelee auf einen Teller, um zu sehen, ob sich auf dieser „Pfütze“ so etwas wie eine Haut bildet. Wenn ja, fülle ich das Gelee kochendheiß und zügig in vorbereitete, mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser, die ich sofort verschließe.

Äpfel und Holunder harmonisieren geschmacklich perfekt, und so habe ich ein nicht alltägliches, köstliches Gelee bekommen, das sich auch als besonderes Weihnachtsgeschenk eignet.

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Die übrig gebliebenen Äpfel versuche ich erst einmal zu lagern und überlege mir in der Zwischenzeit, wie ich sie noch verwende.

 

 

Ideen für den Oster-Brunch

Medaillon Mamamedaillon tatjana

Ihr Lieben,

Ostern kommt, wie jedes Familienfest, jedes Jahr so plötzlich.

Und für ein paar Last Minute-Ideen dachten wir, wir erinnern Euch noch mal an einige Rezepte, die sich für einen schönen Oster-Brunch eignen.

Unsere gefüllten Eier – ganz nobel mit Kaviar 🙂

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Oder wie wäre es mit folgenden Brotaufstrichen?

Eiersalat

eiersalat

Milder Avocado-Tzatziki

Tz.Sand

Schöne Salat-Ideen

Rote-Bete-Salat

rote bete salat

Heringssalat

heringssalat

Wir wünschen Euch tolle Ostertage, ruht Euch aus, genießt die freie Zeit!