Thai-Curry – bergeweise!

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Ihr Lieben,

am Donnerstag-Abend war ich bei meiner Freundin zum Klönen (Quatschen, für die Nicht-Rheinländer) und Baby kuscheln eingeladen. Der kleine Kerl wächst und gedeiht so schnell, dass man einfach keine Sekunde verpassen darf. Und damit die schwer beschäftigte Mama nicht auch noch kochen musste, wollte ich ein Thai-Curry mitbringen. Mit viel frischem Gemüse, Kokosmilch und Hühnchen.

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Meine Kollegin hatte mir rote, gelbe und grüne Thai-Currypaste mitgebracht, und da die stillende Mama nicht scharf essen darf, hieß es zunächst, todesmutig jede Currypaste nach Schärfegrad zu testen. Gelb fiel am mildesten aus, grün und rot fielen eher in die Kategorie „Tränen in den Augen und Schweiß auf der Stirn“. Alter Schwede… äh… Thailänder!

Ein richtiges Rezept habe ich nicht zur Hand, generell gilt: Alles, was gemüsig und genießbar ist: Hinein damit!

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Ich hatte frische Paprika, Zucchini, natürlich Zwiebeln, Zuckerschoten und Möhren und TK-Brokkoli. Dazu eine Packung Hähnchen Geschnetzeltes, 1 Dose Kokosmilch, etwas Milch und Sahne und natürlich meine Thai-Currypaste.

Das Gemüse habe ich (zum Teil) geschält und geschnitten und einzeln in einer (sehr) großen Pfanne angebraten, bis auf Brokkoli und Zuckerschoten, die wurden nur ganz kurz blanchiert – mir ist bei Gemüse immer wichtig, dass es noch Biss hat, deswegen nicht weich garen!

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Zum Schluss wurde dann das Fleisch angebraten (auch hier gilt, nicht tot braten). Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und in dem Fleischsud ca. 3 TL Thai-Currypaste kurz anrösten bis sie duftet. Mit Kokosmilch ablöschen, je einen Schuss Milch und / oder Sahne dazugeben. Mir fehlten Würze und Säure, deswegen habe ich noch den Saft zweier frisch ausgepresster Orangen und einen Schuss Soja-Sauce dazu gegeben. Dann das Gemüse und das Fleisch wieder hineingeben… et voilà!

Tja, dachte ich zumindest. Zu unserem Mädelsabend hat es mein Thai-Curry nämlich nie geschafft, das liegt weiterhin einsam und verlassen im Kühlschrank bei mir im Büro… Hatte ich doch am Abend nach der Arbeit vergessen, es wieder heraus- und mitzunehmen.

Gedächtnis und Sieb und so. Ihr wisst schon…

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Umzugscurry – oder Rindfleischcurry auf bengalische Art

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Vorwort (von Tatjana): Ich bin umgezogen (was ein Stress) und Mama hat für alle freiwilligen Helfer gekocht. Es gab ein Curry – weil ich keine Lust hatte auf das omnipräsente Gulasch oder Chili. Und zum Nachtisch Zimtschnecken (aber die kennt ihr ja schon) 🙂

Und der Beitrag (von Brigitte):

Für die Verpflegung ihres Umzugsteams hatte sich Tatjana von mir statt der obligatorischen Gulaschsuppe ein Currygericht gewünscht. In meiner Rezeptesammlung wurde ich schließlich fündig und entschied mich für ein bengalisches Rindfleischcurry, das ich ein wenig unserem europäischen Geschmack angepasst habe. Man kann es natürlich sofort servieren, doch ich musste es aus zeitlichen Gründen schon zwei Tage vor dem Umzug zubereiten. Das Fleisch wurde dadurch ganz zart und die Gewürze konnten in dieser Zeit ihr Aroma noch besser entfalten. Vor dem Servieren habe ich es dann auf der Herdplatte bei geringer Hitze langsam erhitzt und noch einmal abgeschmeckt.
Die Zutaten für etwa 10 Personen:
2 kg Rindfleisch (Gulaschfleisch)
4 Zehen Knoblauch
6 mittelgroße Zwiebeln
2 große Dosen Tomaten, stückig
1 Stück Ingwer, daumengroß
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL Kurkuma
(1/2 TL Chili, nach Geschmack)
(1 frische Chilischote entkernt und kleingeschnitten, nach Geschmack)
3 – 5 EL guten Curry
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Das Fleisch in etwa 2×4 cm große, und 1 cm dicke Stücke schneiden. (Man kann natürlich auch fertig geschnittenes Gulasch nehmen. Mir sind die Stücke aber zu groß.)
Die Zwiebeln schälen und würfeln. Den Knoblauch ebenfalls schälen und würfeln oder durchpressen. Den Ingwer schälen und fein reiben.
In einem großen Schmortopf auf der Kochplatte etwa 5 EL Rapsöl oder Ghee (das ist indisches Butterschmalz) erhitzen.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer etwa 5 Minuten anbraten.
Die Gewürze 2 Minuten bei schwacher Hitze mitbraten, bis alles duftet.
Die Fleischstücke hinzufügen und bei starker Hitze unterrühren, bis alles gut vermischt ist
Die Tomaten und die Chilischote hinzufügen und untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Bräter in den Backofen stellen. Backofen auf 220 °C stellen. Nach 40 Minuten die Hitze auf 150 °C reduzieren und das Curry weitere 1 1/2 Stunden schmoren lassen.
Falls es nicht sofort serviert wird, erkalten lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
Das Curry eignet sich natürlich auch für eine Party. Die Zutaten lassen sich ganz einfach nach Anzahl der Gäste reduzieren oder erhöhen.
Liebe Kathrin, lieber Dirk, lieber Sandro: Ihr habt Euch gewünscht, dass ich das Rezept blogge. Hier ist es also.
Ganz herzlichen Dank noch einmal an alle Helfer, die uns so tatkräftig beim Umzug unterstützt haben.

Flusskrebs-Curry mit Avocado und Grapefruit – dazu Pasta

Ihr Lieben,

meine Freundin Alwy und ich hecken etwas aus. Etwas Weihnachtliches. Ohne jetzt mehr verraten zu wollen 🙂

Na ja, auf jeden Fall habe ich dafür mal wieder in der Küche experimentiert – auf Basis eines Rezepts, das ich mal aus einer Zeitschrift ausgerissen und mit dem Smartphone abfotografiert hatte. Und dann hab ich einfach hier ein bisschen was geändert und dort etwas anderes gemacht… Und herausgekommen ist ein durchaus gesellschaftsfähiges Gericht. 🙂

Ihr braucht (für 4 Personen):

2 Avocados

1 Grapefruit

1 Bio Zitrone

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Stück Ingwer (in etwa so groß wie eine Knoblauchzehe)

1 (besagte) Knoblauchzehe

2 Päckchen Flusskrebsfleisch

1 Becher Sahne

1 TL Curry (ein paar Chiliflocken nach Belieben)

1 Paket Nudeln

etwas Basilikum

Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und sie nach Packungsanweisung al dente kochen.

Die Grapefruit filettieren (mit dem Messer schälen, bis die weiße Haut komplett entfernt ist und dann die Filets herausschneiden). Die Avocados in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Beides in eine Schüssel geben, den Saft einer halben Zitrone dazugeben, beiseite stellen.

Die Frühlingszwiebeln in feine Scheibchen schneiden, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken (oder durch eine Presse drücken), in einer Pfanne mit Olivenöl alles andünsten.

Das Flusskrebsfleisch dazugeben, kurz mitbraten, dann den Curry und ggf. den Chili dazugeben und kurz anrösten, bis er duftet. Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen, dann mit Sahne aufgießen.

Einmal aufkochen lassen, dann die Avocados und Grapefruit dazugeben. Ein paar Esslöffel von dem Nudelwasser dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in die Pfanne mit der Sauce geben, alles vermengen und mit gehacktem Basilikum garnieren. Voila 🙂

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Ich hatte mich übrigens für Frischei-Nudeln aus dem Kühlregal entschieden, was aber gar nicht so einfach war, da ich ein „Keine-Eier-aus-Bodenhaltung“-Prinzip habe.

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Bei einer einzigen Sorte wurden statt Bodenhaltungs-Eiern Freiland-Eier verwendet. Bio wäre zwar noch idealer, aber na ja. Jedenfalls musste ich jede einzelne Sorte aus dem Regal nehmen und die Rückseite durchlesen. Warum kann man so eine Info nicht auf die Vorderseite schreiben? Jedenfalls erspare ich Euch die Suche, die Marke heißt Steinhaus 🙂

Erntedank-Special mit großem Finale…

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… Süßkartoffel-Curry mit Garnelen

Seit einiger Zeit habe ich die Süßkartoffel für mich entdeckt. Sie ist allerdings ziemlich teuer: für ein Kilo bezahlt man schon einmal gut und gerne 3,99 €. Damit sie kein Essen für besondere Gelegenheiten bleibt, kam ich auf die Idee, sie selbst anzupflanzen. Nachdem ich mich im Internet rauf- und runtergelesen hatte, wagte ich den Versuch. Das Ergebnis meines Tests könnt Ihr auf dem Bild sehen.
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Ich bin schon ein wenig stolz. Holunder-, schwarze Johannisbeeren und Nüsse wachsen ja quasi von alleine. Aber für Süßkartoffeln muss man Setzlinge ziehen, sie dann einpflanzen und reichlich gießen. Ein warmes Plätzchen ist ein unbedingtes Muss. Für ein Gemüse, das eigentlich nur in warmen Gegenden wächst, finde ich meine erste Ernte gar nicht schlecht.
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Süßkartoffeln schmecken ein wenig wie Möhren und ein wenig wie Kartoffeln. Obwohl sie mit den Kartoffeln gar nicht verwandt sind, kann man sie wie diese verwenden und auch die gleichen Gerichte daraus zubereiten. Sie sind sehr gesund und haben einen niedrigeren glykämischen Index, d.h. sie lassen den Blutzuckerspiegel nicht so hoch ansteigen, was gut für die Figur ist. Außerdem haben sie fast doppelt so viel Vitamin C wie Kartoffeln. Und sie enthalten reichlich Inulin (nicht Insulin!). Inulin ist Nahrung für die Darmbakterien, was sich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Vor allem aber sind Süßkartoffeln megalecker, wie ich finde. Als Beilage esse ich sie am liebsten in Kokosöl gedünstet oder im Ofen gebacken.
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Süßkartoffel und Kokos sind nach meinem Geschmack sowieso ein Traumpaar. Deshalb hier ein Rezept für ein Curry mit Kokosmilch.
Für 4 Personen benötigt man:
2 große Süßkartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
2 EL Kokosöl
2 EL guten Curry
Salz, Pfeffer
1 Dose ungesüßte Kokosmilch
1 Schuss Weißwein
400 g Bio-Garnelen
Die Zwiebel klein schneiden, Knoblauch und Ingwer klein hacken oder durch die Presse drücken;
zusammen in dem Kokosöl glasig dünsten.
In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen, mit einem großen Messer in Stücke schneiden,
zu der Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben und weitere 5 Minuten dünsten.
Den Curry hinzufügen, alles gut vermischen und bei kleiner Hitze kurz anrösten, bis er duftet.
Mit Salz und Pfeffer herzhaft würzen. Die Kokosmilch hinzufügen. Alles gut verrühren. Den Weißwein hinzufügen.
Den Deckel auflegen und das Curry köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind (ich mag sie am liebsten, wenn sie noch etwas Biss haben).
Die Garnelen vorsichtig unterheben, bei geringer Hitze ein paar Minuten garziehen lassen – und alles servieren.
Guten Appetit!
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Nächstes Jahr will ich versuchen, meinen Ertrag zu steigern. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wie und ob es mir gelingt.