Erdbeerkonfitüre mit Holunderblütensirup

Medaillon Mama
Unter meinen 150 Kochbüchern ist auch eine Reihe von Time Life mit Rezeptklassikern aus der ganzen Welt. Hin und wieder nehme ich eines zur Hand, um einfach darin zu stöbern oder um ein bestimmtes Rezept zu suchen. Als ich neulich bei unserem Discounter eine Schale voll kleiner Erdbeeren sah, fiel mir eine Konfitüre aus einem Band der Reihe ein, in dem gerade die kleinen Früchte verarbeitet werden.
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Die Zubereitung unterscheidet sich von der herkömmlichen Art: Man kocht zunächst einen Zuckersirup und darin dann portionsweise die Erdbeeren. Durch jede Portion wird das Aroma des Sirups intensiver und ergibt laut Beschreibung eine Konfitüre, „die nicht zu süß ist, eine tiefrote Farbe und ein erstaunlich intensives Aroma hat“. Klingt doch gut, oder?
Außerdem steht noch eine Flasche von Tatjanas Holunderblütensirup in meinem Kühlschrank. Ebenfalls mit einem intensiven Aroma – nach Holunderblüten. Der ist im Originalrezept nicht angegeben. Doch wie wir von unserem Erdbeer-Holunderblüten-Sirup wissen, passen die beiden ausgezeichnet zusammen. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und ein kulinarisches Experiment wagen? Im Originalrezept werden 5 Kilogramm(!) Erdbeeren verarbeitet. Ich habe es erst einmal mit 500 Gramm versucht und die weiteren Zutaten ebenfalls auf ein Zehntel heruntergerechnet.
Die Zutaten:
500 g möglichst kleine Erdbeeren (die größeren habe ich halbiert oder geviertelt)
100 g Zucker (das ist kein Tippfehler!)
100 ml Wasser
außerdem:
100 ml Holunderblütensirup
Saft einer Zitrone
evtl noch:
1 EL Vanillezucker
1 gestrichener EL Apfelpektin (aus dem Reformhaus oder Bioladen)
Ich habe die Erdbeeren vorsichtig gewaschen, versäubert und in 5 etwa gleich große Portionen aufgeteilt. (Die 5 kg im Originalrezept werden in 10 Portionen geteilt.) Außerdem stellte ich eine Schüssel bereit, über die ich ein Edelstahl-Sieb hängte. Und natürlich die Twist-off-Gläser für die fertige Konfitüre. (Es wurden 3 Gläser a ca. 200 ml.)
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In einem Edelstahl-Kochtopf mit dickem Boden löste ich das Wasser und den Zucker bei kleiner Hitze unter Rühren auf und ließ den Sirup anschließend bei stärkerer Hitze 1 Minute kochen.
Dann gab ich die erste Portion Erdbeeren dazu, die ich ebenfalls 1 Minute kochen ließ. Danach nahm ich die Erdbeeren mit einem Schaumlöffel heraus und gab sie in den Durchschlag über der Schüssel.
Darauf wurde die zweite Portion zum Sirup gegeben, ebenfalls 1 Minute gekocht und wieder herausgenommen, anschließend die dritte Portion usw.
Sobald die letzten Portion Erdbeeren aufgebraucht war, goss ich den Holunderblütensirup zusammen mit dem aufgefangenen Erdbeersaft in den Topf und ließ den Sirup wieder 1 Minute einkochen.
Schließlich gab ich die ganzen Früchte dazu. Dies alles wurde noch einmal etwa 10 Minuten bei schwacher Hitze gekocht. Hin und wieder rührte ich vorsichtig um und schmeckte die Konfitüre mit dem Zitronensaft ab.
Um festzustellen, ob sie gelierte, gab ich etwa 1 TL davon auf einen Teller und beobachtete, ob sich eine Haut darauf bildete. Als dies nicht geschah, mischte ich 1 EL Apfelpektin mit 1 EL Vanillezucker, rührte dies unter die heiße Masse und ließ alles noch 1 weitere Minute kochen. Man kann sie natürlich noch weiter einkochen, bis die Gelierprobe mit dem Teller klappt. Ich versuche die Garzeiten aber immer so kurz wie möglich zu halten, damit auch noch Nährstoffe erhalten bleiben.
Schließlich wurde die Konfitüre in die sauberen Twist-off-Gläser gefüllt, die auf einem feuchten Tuch standen.
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Dass sie trotz des Pektins nicht fest, sondern eher dickflüssig ist, stört uns nicht weiter. Dabei ist sie wirklich nicht zu süß, hat aber ein herrliches Erdbeer-Holunder-Aroma. Und die ganzen Früchte darin – einfach lecker!

Erdbeer-Holunderblüten-Sirup

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It’s this time of the year again 🙂 Meine Lieblingszeit, wenn der Holunder in voller Blüte steht… Da traue ich mich sogar auf die Leiter und aufs Gartenhausdach, um die schönsten und vollsten Dolden zu ergattern – auch wenn die Knie beim Sirup-Kochen dann zittern 🙂 Denn es gibt für mich nichts Schlimmeres als Leitern. Wirklich!

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Aber beim Genuss dieses Sirups ist das schnell vergessen.

Und so gehts.

Ihr braucht:

1kg Erdbeeren

1 Bio-Zitrone

1 Handvoll Holunderblüten

1 Daumennagel großes Stück Ingwer

ca. 100 g Zucker

100 ml Wasser

Die Erdbeeren putzen, den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden, die Zitrone auspressen (sowohl Saft als auch die ausgepresste Frucht aufheben), die Holunderblüten auslesen und von den Stielen zupfen.

Erdbeeren, Ingwer, Zitronensaft und Zitrone, Wasser und Zucker in einen Topf geben, bei kleiner bis mittlerer Hitze vorsichtig und nur ganz kurz aufkochen. Schmeckt Euren Sirup zwischendurch ab und süßt bei Bedarf nach. Die hier angegebene Zuckermenge ist auch nur eine ca.-Angabe, da ich genauso verfahren bin.

Nach dem Aufkochen von der Herdplatte nehmen, den Holunder dazugeben, unterrühren und mindestens eine Stunde stehen lassen.

Dann durch ein Mulltuch ausseihen (das dauert mindestens 3 Stunden) und dann die Erdbeeren in dem Tuch noch gut mit ausdrücken.


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In sterilisierte Flaschen (oder zum Beispiel auch in Eiswürfelbehälter) füllen.

Kalt stellen und nicht zu lange lagern. Durch die geringe Zuckermenge und Hitze hält sich der Sirup wahrscheinlich nicht allzu lange – nicht dass er bei uns alt werden würde 😉

Er macht sich hervorragend mit Mineralwasser oder natürlich Sekt aufgegossen 🙂

(und natürlich auch im Kombucha.)

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Erdbeerkuchen à la Famille‏

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Erdbeerkuchen ist doch immer wieder lecker. Sobald die ersten roten Früchtchen aus der Region gekostet und für gut befunden wurden, verlangt die Familie nach „unserem“ Erdbeerkuchen. Es muss genau dieser sein. Ausgerechnet zu der Zeit gibt es aber auch besonders viel im Garten zu tun. Schließlich schießt und sprießt das Grün und will im Zaum gehalten werden. Wie froh bin ich da, dass sich der Aufwand bei der Zubereitung einigermaßen in Grenzen hält! Wenn wir dann den ersten Bissen genießen, ist der Aufwand sowieso vergessen. Und wenn ein Kuchen süchtig macht, dann dieser! Da bei uns am Niederrhein die Erdbeersaison dank neuer Züchtungen und Techniken seit einigen Jahren ganze 6 Monate dauert, werde ich in den nächsten Wochen und Monaten noch des Öfteren die Gartenschere mit dem Rührgerät tauschen – Gartenarbeit hin oder her.
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Doch nun zu unserem Familienrezept:
Für den Tortenboden benötigt ihr:
1 EL Essig
2 EL Öl
3 Eier
4 gehäufte EL Zucker
5 gehäufte EL Mehl
1 TL Backpulver
1 Pckg. Vanillezucker
1 Prise Salz
Backofen auf 175 °C vorheizen.
Die Eier zusammen mit Essig, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührgerät zu einer cremigen Masse schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Hälfte des Mehls unter die Eimasse heben, dann das Öl und das restliche Mehl hinzufügen und alles zügig, aber vorsichtig vermischen.
Den Teig in eine gebutterte Obstkuchenform füllen. (Am besten eignet sich dazu eine beschichtete Form.) Bei 175 °C im vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, kurz auf einem Gitter abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und vollständig erkalten lassen.
Creme:
1 Becher Sahne (200 ml)
1/2 Pckg. Paradiescreme Vanille oder Zitrone
Sobald der Tortenboden erkaltet ist, die Sahne mit dem Handrührgerät auf Stufe 2 kurz anschlagen, das Paradiescreme-Pulver hinzufügen und weiterschlagen, bis eine cremige Masse entstanden ist. Creme auf den Tortenboden streichen.
500 g Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, versäubern und den Kuchen damit belegen.
Ein Päckchen Tortenguss nach Anweisung kochen, auf den Erdbeeren verteilen. Sobald er fest geworden ist, kann der Kuchen auch schon gegessen werden.
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Übrigens: das Öl im Tortenbodenteig verhindert ein Durchweichen. Man kann den Boden natürlich auch mit jedem anderen Obst belegen, ob mit oder ohne Creme. Unbelegt lässt er sich wunderbar einfrieren, so dass man immer ganz schnell einen Obstkuchen auf dem Tisch hat. Ich werde jedenfalls dafür sorgen, dass ich immer einen auf Vorrat habe.

Erdbeer-Spargelsalat mit Quinoa

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Zu besonderen Zeiten darf es auch einmal etwas Außergewöhnliches sein. Die Erdbeer- und Spargelsaison ist so eine besondere Zeit. Was liegt da näher, als Spargel und Erdbeeren auf den Tisch zu bringen? Wer es noch nicht probiert hat: die Beiden passen hervorragend zusammen, zum Beispiel in unserem Erdbeer-Spargelsalat, der eine feine Vorspeise oder zusammen mit Quinoa ein sättigendes vegetarisches Hauptgericht ist.
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Für 2 Portionen als Hauptgericht oder 4 Portionen als Vorspeise benötigt Ihr:
(1 Tasse Quinoa)
500 g Spargel
500 g Erdbeeren
1 Avocado
einige Blättchen Basilikum, grob geschnitten
Salz
eine Prise Zucker
1 Avocado
Für das Dressing:
2 EL Himbeeressig
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker
2 EL Rapsöl
Zubereitung:
(Den Quinoa in einem Sieb abspülen und mit knapp der doppelten Menge Wasser und einer Prise Salz aufkochen und leise köchelnd weich garen.)
Spargel schälen, in etwa 3 – 4 cm lange Stücke schneiden und in ganz wenig Salzwasser, dem man eine Prise Zucker zufügt, bissfest kochen. Spargel abgießen und etwas abkühlen lassen.
Die Erdbeeren waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Stücke sollen in etwa so groß sein wie die Spargelabschnitte.
Aus den Zutaten für das Dressing eine herzhafte Vinaigrette rühren.
Spargel, Erdbeeren und evtl. den etwas abgekühlten Quinoa vorsichtig mit der Vinaigrette vermischen.
Ansprechend anrichten.
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Die Avocado in Stücke schneiden, zum Salat geben. Das Ganze mit dem Basilikum bestreuen.
Noch edler wirkt der Salat, wenn man ihn mit Granatapfelkernen bestreut.
Als Vorspeise macht Ihr damit bei Euren Gästen bestimmt Eindruck!

Waldmeister-Kombucha – die klassische Maibowle einmal anders interpretiert

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Ihr Lieben,
zur Zeit liegt in meiner Küche ein Sträußchen Waldmeister, das dort vor sich hintrocknet und den ganzen Raum mit seinem Duft erfüllt. Ein Pflänzchen, das ich vor etlichen Jahren unter unsere Buche gepflanzt habe, hat sich in meinem Garten ausgebreitet und wächst nun überall dort, wo es ihm gefällt. Die Buche gibt es nicht mehr; sie war einfach zu groß geworden. Aber der Waldmeister erscheint jedes Jahr im Frühling ganz zuverlässig. Und manchmal – wenn Regen bevorsteht, so habe ich mir sagen lassen – durchzieht dieser berauschende Vanilleduft unseren ganzen Garten.
Das frisch gepflückte Kraut allerdings duftet noch nicht: es muss erst ein wenig welken. Dann kann man es für die klassische Maibowle,  als Tee oder zum Aromatisieren von Süßspeisen und Öl verwenden.
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Wie Ihr, die Ihr diesem Blog regelmäßig folgt, bestimmt gelesen habt, setze ich seit einiger Zeit regelmäßig Kombucha an. Mittlerweile habe ich schon einige Erfahrung gesammelt und auch ein wenig damit herumexperimentiert. Daher weiß ich, dass man Kombucha ganz wunderbar aromatisieren kann. Warum nicht auch mit Waldmeister? Also habe ich dem fertigen Kombucha, nachdem ich ihn abgefüllt hatte, ungefähr 1 TL voll angewelkte Waldmeisterblättchen zugefügt und ihn so über Nacht im Kühlschrank stehengelassen.
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Am nächsten Tag legte ich einen Kunststofftrichter (Metall schadet dem Kombucha nämlich) mit einem Papierküchentuch aus, so dass die Blättchen beim Umfüllen des Kombuchas in eine andere Flasche herausgefiltert wurden. Da ich immer gut 1 1/2 Liter Kombucha herstelle, steht nun eine ganze Wochenration von dem köstlichen Getränk in meinem Kühlschrank. Mit ein paar ganz leicht gezuckerten Erdbeeren darin schmeckt der Waldmeister-Kombucha nicht nur vorzüglich, sondern hat gegenüber einer echten Maibowle auch den Vorteil, dass er nicht berauscht, also zu jeder Tages- und Nachtzeit genossen werden kann. (Ein klein wenig Alkohol enthält er aber dennoch, und zwar ungefähr so viel wie das sogenannte „alkoholfreie“ Bier.) Als willkommener Nebeneffekt jedoch waren meine Kopfschmerzen, die mich den ganzen Vormittag geplagt hatten, nach der Verkostung verschwunden.
Darüber und was ich noch über den Waldmeister herausgefunden habe, schreibe ich Euch in meinem nächsten Beitrag.

Beerentörtchen Variationen

Heute geht es mit meinem Geburtstagsgebäck weiter.

Aus dem gleichen Mürbteig, dessen Rezept ihr im Blog „Zerfledderte Apfeltörtchen“ findet, habe ich zusätzlich noch Törtchen mit Blaubeeren und Erdbeeren gebacken. (Ja ja, ich weiß, regional und saisonal mussten diesmal leider hinten anstehen, aber ich glaube, einmal im Jahr zum Geburtstag darf man das.)

Jedenfalls habe ich den Mürbteig wieder ausgerollt und Kreise ausgestochen. Ich habe mich zum Einen wieder für mein Muffinblech und zum anderen für mein Mini-Muffin-Blech in Herzform entschieden.

Die Törtchen habe ich dann zunächst blind gebacken, also mit Backpapier ausgekleidet und mit Reis gefüllt, damit sie schön in Form bleiben und nicht aufgehen.

Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Und – ich gebe es zu – ich habe es mir mit der Füllung einfach gemacht und eine Dr. Oetker-Paradiescreme mit Vanillegeschmack genommen. Zum ersten weil ich da nicht mit Gelatine oder Ähnlichem arbeiten muss, damit sie in Form bleibt und zum anderen, weil ich die Kombination von Paradiescreme und Beeren einfach liebe.

Die ausgekühlten Mürbteigtörtchen mit der Creme füllen und mit Beeren (ich habe mich für Erd- und Blaubeeren entschieden, garnieren.

Hmmmm.

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Und nochmal: hmmmm!

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Im nächsten Blog geht es dann mit meinen Mini-Cupcakes weiter. Seid gespannt 🙂

Ach ja, ich habe mich ganz spontan dazu entschlossen, bei dem Blaubeer-Blog-Event von Schokohimmel mitzumachen.

Drückt mir also die Daumen 🙂