Zucchini mit Lachsfüllung

Medaillon Mama

Wenn im Spätsommer überall bergeweise heimische Zucchini angeboten werden, ärgere ich mich oft, dass mir spontan nichts einfällt, was ich daraus zubereiten könnte. Diesmal war es anders: ich hatte beim Surfen im Internet bei „essen & trinken“ dieses Rezept entdeckt. Schon das Bild ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Also erstand ich bei unserem Biobauern auf dem Wochenmarkt zwei etwa gleich große Zucchini und beim Discounter um die Ecke ein Stück frischen Biolachs. Die restlichen benötigten Zutaten hatte ich vorrätig oder ersetzte sie, z.B. den angegebenen Dill durch Petersilie. Es entstand ein etwas abgewandeltes, aber dennoch äußerst delikates Gericht für den Liebsten und mich (Sohnemann aß nämlich auswärts).

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Meine Zutaten für zwei Portionen waren:

2 ca. 20 cm lange Zucchini

1 Knoblauchzehe

1-2 EL Rapsöl

200 g frischer Biolachs

100 g Creme fraîche

1 EL Tafelmeerrettich (aus dem Glas oder aus der Tube)

50 g Räucherlachs

1/2 Bund glatt Petersilie

Salz, Pfeffer

(evtl. ein Schuss Zitronensaft)

Die Zubereitung:

Zucchini der Länge nach halbieren, Kerne und das weiche Innere mit einem Löffel herauskratzen.

Die halbierten Zucchini auf ein mit Backpapier belegtes oder gefettetes Blech setzen. (Falls sie nicht geradestehen, Boden mit einem Messer vorsichtig begradigen.)

Knoblauchzehe schälen und pressen. Zucchini-Inneres klein hacken.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Zucchini-Inneres zusammen mit dem Knoblauch andünsten und abkühlen lassen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Petersilie grob hacken.

Creme fraîche, Meerrettich, Räucherlachs und das abgekühlte Zucchini-Innere im Blitzhacker oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Petersilie unterheben. (Ich kann mir vorstellen, dass ein Schuss Zitronensaft etwas Frische in die Masse bringt.)

Das Lachsfilet in 1 1/2 cm große Würfel schneiden. Unter die Creme fraîche-Masse heben, vorsichtig mit Salz würzen (der Räucherlachs enthält schon Salz!) und pfeffern.

In die ausgehöhlten Zucchinihälften füllen und im Backofen etwa 20-25 Minuten backen, bis die Füllung leicht gebräunt ist.

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Dazu passt eigentlich alles, worauf man gerade Appetit hat: Baguette, Kartoffelpüree, Reis, Nudeln, Quinoa, Bulgur etc., etc.

 Wenn mich das nächste Mal knackige Zucchini „anlachen“, weiß ich sofort, was ich daraus machen werde!

Die Mama backt Plätzchen – Gefüllte Lebkuchenherzen

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Heute habe ich noch ein Lebkuchenrezept für euch.

Lebkuchen müssen rechtzeitig gebacken werden, denn sie benötigen einige Tage, um ihre Aromen zu entfalten. Da bis Weihnachten noch etwas Zeit ist, bekommen sie noch den richtigen Geschmack, damit sie mit auf Euren Plätzchenteller dürfen. Aber Ihr müsst schnell damit anfangen !

Die Lebkuchenherzen schmecken und sehen völlig anders aus als die Elisenlebkuchen. Sie werden ausgestochen und können nach dem Backen gefüllt, mit Schokolade oder Zuckerglasur verziert oder einfach pur genossen werden. Tatjana hat mir beim Backen geholfen und das Ausstechen übernommen. Wir haben Hand in Hand gearbeitet, so war die Teigmenge schnell verarbeitet. Am Ende hatten wir einen Berg Lebkuchenherzen, der erst einmal weggestellt wurde. (Ich habe leider vergessen, sie zu zählen. Aber es waren viele, sehr viele.) Füllen und verzieren kann man sie ja später. Oder auch nicht. Oder nur einen Teil davon.

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Ihr benötigt folgende Zutaten:
300 g Honig
150 g Zucker
1 Prise Salz
100 g Butter
Dies alles wird in einem großen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren geschmolzen. Sobald sich der Zucker gelöst hat und eine homogene Masse entstanden ist, nehmt ihr den Topf von der Herdplatte und lasst sie etwas abkühlen.
In der Zwischenzeit bereitet ihr die weiteren Zutaten vor:
2 Eier
500 g Weizenmehl
100 g fein gemahlenen Roggen (oder Roggenmehl)
1 EL Backpulver
2 EL Kakaopulver
1 gehäuften EL Lebkuchengewürz
1 abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone oder -Orange
Die Eier mit den Knethaken im Wechsel mit den anderen Zutaten unter die Honigmasse rühren und alles gut verkneten. Jetzt wird der Teig mindestens 1 Stunde kühl gestellt. Es macht aber auch nichts, wenn er über Nacht oder länger kühl steht. Dann rollt ihr ihn portionsweise auf einem bemehlten Backbrett etwa 3 mm dünn aus und stecht Herzen (oder andere Figuren) aus. Diese mit etwa 1 cm Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 175 °C etwa 5 – 7 Minuten backen. Nicht zu dunkel werden lassen! Die gebackenen Herzen noch kurz auf dem Blech liegen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
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Die Plätzchen, falls gewünscht, dünn mit Himbeer-, Johannisbeer- oder einem anderen Gelee bestreichen und zu „Doppeldeckern“ zusammenkleben. Ich habe sie anschließend auf ein Kuchengitter gelegt (Backpapier oder Alufolie darunter!) und mit flüssiger Schokoladenkuvertüre verziert: Eine Gabel wird in die Schokolade getaucht und schnell über den Lebkuchen hin und her bewegt, so dass die herablaufenden Fäden ein Muster auf den Plätzchen bilden.
Sobald die Schokolade fest geworden ist, die Lebkuchen in eine gut schließende Dose packen. So bleiben sie schön knackig. Wer sie gerne weicher genießt, legt ein paar Apfelschnitze dazu.
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Retro-Oster-Idee – gefüllte Eier

Mein Vater ist letzte Woche 62 geworden und deswegen gab es am Sonntag einen großen Geburtstagsbrunch mit Freunden. Die Mama hatte eigentlich die Idee, eine Art russisches Buffet zu machen, mal was anderes zu den Frühstücksklassikern Salami und Nutella. Nachdem mein Vater sich aber nun Tiramisu und Marmorkuchen gewünscht hatte, passte das Thema Russland nicht mehr so richtig und so wurde umgeplant.

Die gefüllten Eier sind allerdings geblieben – und das zu Recht! Einfach und schnell gemacht und sehr, sehr lecker – und sie zaubern ein bisschen Retro-Feeling auf den Frühstückstisch 🙂

Und so gehts:

Eier hart kochen, abkühlen lassen, pellen und der Länge nach halbieren.

Den Dotter mit einem kleinen Löffel herauskratzen, in einer Schüssel auffangen. Dann Mayonnaise, Senf und kleingeschnittene Cornichons dazu geben, alles zu einer glatten Masse verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Eier schön auf einem Teller anrichten, mit der Creme füllen und mit Schnittlauch garnieren.

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Dazu gab es Kaviar – gut, zugegeben, es war nur Kaviar-Ersatz. Dieser ist aber durchaus eine günstige Alternative zu echtem Kaviar: Zum ersten wird er aus Makrelenfleisch gewonnen, außerdem werden weniger Zusatzstoffe beigegeben, als in (billigem) echten Kaviar, zum Dritten schmeckt er nicht so fischig und letztendlich überzeugt er natürlich auch vom Preis her.

Wenn man also nicht auf Beluga-Kaviar besteht, kann auch Kaviar-Ersatz durchaus eine gelungene Alternative darstellen.