Blitzlebkuchen-Schnitten – ohne Mehl

Medaillon Mama

Einen schönen ersten Advent wünsche ich Euch, Ihr Lieben. Bis Weihnachten sind es nur noch drei Wochen, und ich habe gerade erst angefangen, Plätzchen zu backen. Meine Liste ist ellenlang, deshalb muss ich mich jetzt wirklich sputen. Weil Lebkuchen gewöhnlich einige Zeit brauchen, bis sie ihr volles Aroma entfalten, fange ich immer damit an. Der folgende Lebkuchen kann allerdings schon am folgenden Tag verzehrt werden, obwohl er ein paar Tage später noch aromatischer geworden ist. Auf keinen Fall muss er wochenlang „reifen“. Aber so alt wird er ohnehin nicht 🙂

Für ein Backblech bereitet Ihr vor:

150 g weiche Butter

1 Zitrone auspressen und Schale abreiben

150 g feinen Zucker

1 Prise Salz

6 Eier trennen

150 g mit Schale gemahlene Mandeln

80 g gemahlene Haselnüsse

1 EL Lebkuchengewürz

1 Pckg. Kuvertüre, Zartbitter oder Vollmilch nach Geschmack

gehackte Pistazien zum Bestreuen

Und so geht es:

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zunächst schlagt Ihr das Eiweiß mit dem Salz und dem Zitronensaft mit dem Handrührgerät schaumig und lasst langsam die Hälfte des Zuckers einrieseln. Sobald das Eiweiß fest und glänzend ist, stellt Ihr es beiseite.

Nun rührt Ihr die zimmerwarme Butter glatt, bis sie Spitzen bildet, und mischt sie mit der anderen Hälfte des Zuckers und der Zitronenschale. Nach und nach rührt Ihr die Eigelbe darunter. Die Butter-Zucker-Masse so lange rühren, bis Ihr eine schöne, glatte Crème habt.

Die gemischten Nüsse und das Lebkuchengewürz gut mit der Buttermasse vermischen.

Am Ende den Eischnee vorsichtig unterheben.

Den Teig auf ein Backblech mit Backpapier streichen und auf der 2. Schiene von unten etwa 1/2 Stunde hellbraun backen.

Nach dem Abkühlen mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen. Erkalten lassen und in etwa 4×4 cm große Stücke schneiden (ergibt ca. 60 Stück). Mit gehackten Pistazien bestreuen.

Lebkuchen

In einer gut schließenden Dose kühl lagern. Oder gleich aufessen 😉

 

Veganer „Käsekuchen“ mit Beeren

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

heute haben mein Schatz und ich bei einer Radtour ins Blaue Brombeeren gepflückt. Stellenweise hingen die Beeren bereits vor der Reife vertrocknet an den Sträuchern; schließlich hat es bei uns seit Wochen nicht mehr ausgiebig geregnet. Ein Stückchen weiter wurden wir jedoch fündig und kamen schließlich mit fast 2 kg Brombeeren nach Hause! Die habe ich bereits aufgekocht, durch ein Sieb passiert, um die Kerne zu entfernen, und mit Zucker vermischt. Morgen werde ich sie dann zu Konfitüre verarbeiten. Und ich kann Euch schon jetzt versprechen, dass man ein solch köstliches Aroma in keiner gekauften Konfitüre findet.

Für die Deko meines veganen „Käsekuchens“, den ich vor einer Woche zu einem kleinen Familientreffen mitnahm, wären die Brombeeren ideal gewesen. Ich habe dafür auf gefrorene Heidel- und Himbeeren zurückgegriffen. Der Sohn eines Cousins ernährt sich seit einiger Zeit vegan und sollte auch einen Kuchen haben. Ein richtiger Kuchen ist das allerdings nicht, eher ein cremiger Nachtisch voll gesunder Zutaten. Und das Beste: er wird nicht gebacken, was mir bei dieser Hitze sehr entgegenkam. Wenn man von der Einweichzeit der Nüsse absieht, ist er schnell und einfach zubereitet. Allerdings solltet Ihr eine leistungsfähige Küchenmaschine bzw. einen guten Mixer haben und am Ende noch einige Stunden Kühlzeit einrechnen.

Das Rezept für diese basische Leckerei stammt vom Zentrum der Gesundheit, ist vegan, glutenfrei und enthält keinen Haushaltszucker.

Die Zutaten für den Boden:

2 Tassen Mandeln

1 Tasse entsteinte Datteln

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die „Käse“-Füllung:

3 Tassen Cashewkerne

Schale einer Orange, fein gerieben

3/4 Tasse frisch gepresster Orangensaft

1/2 Tasse Ahornsirup (oder Reissirup)

1/2 Tasse flüssiges (vorsichtig geschmolzenes) Kokosöl

Saft einer Zitrone

1 Prise Meersalz

Die Zutaten für die Blaubeerschicht:

2 Tassen Blaubeeren (evtl. TK)

1/4 Tasse Orangen -Käse-Füllung

Für die Deko:

Beeren nach Wahl, Orangenscheiben oder sonstige Früchte

Zubereitung:

Einige Stunden vor der Zubereitung müsst Ihr die Mandeln und Cashewkerne getrennt in Wasser einweichen. Die eingeweichten Nüsse, bevor Ihr anfangt, getrennt abtropfen lassen.

Für den Boden die abgetropften Mandeln, Datteln und das Salz im Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Masse in einer Springform flach drücken (Das geht gut mit einem Löffelrücken). Die Form in den Kühlschrank stellen.

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Für die Orangen-„Käse“-Füllung die abgetropften Cashewkerne mit allen weiteren Zutaten (außer der Orangenschale) zu einer sehr feinen Creme mixen. (Das dauert etwas!) Zum Schluss die abgeriebene Orangenschale unterheben. 1/4 Tasse beiseite stellen. Den Rest auf den Boden in der Springform gießen, gleichmäßig verstreichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen.

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Für die Blaubeer-Schicht die Beeren mit der beiseite gestellten Orangen-„Käse“-Creme im Mixer vermischen. Die Beeren dürfen noch etwas stückig bleiben. Diese Mischung auf die Orangen-Cashew-Schicht streichen. Den „Kuchen“ einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank – wenn es schnell gehen soll, eine halbe Stunde in den Gefrierschrank stellen.

Den Kuchen vor dem Servieren mit Früchten Eurer Wahl garnieren.

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Natürlich dürfen hier auch Nichtveganer nach Herzenslust schlemmen, und zwar ganz ohne schlechtes Gewissen 😉

 

Rüblikuchen – ohne Gluten mit viel Genuss

medaillon tatjana

Frohe Ostern, Ihr Lieben 🙂

Diesen Rüblikuchen habe ich letzte Woche für die Kollegen gebacken und da das Rezept gut ankam, am Samstag gleich noch mal für unsere Oster-Gäste und den Blog.

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Für den Teig braucht ihr:

450g Möhren

250g gemahlene Mandeln

200g Haselnüsse (ganz oder gemahlen)

1 TL Backpulver

1 TL Zimt

6 Eier

1 Prise Salz

200g Zucker

50ml Öl

 

Die Möhren schälen und fein raspeln. In ein Sieb geben oder leicht mit den Händen ausdrücken. Wenn ihr ganze Haselnüsse verwendet, diese mahlen. Die Möhren mit den geriebenen Mandeln, Haselnüssen, dem Zimt und dem Backpulver mischen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen, die Eigelbe mit dem Zucker und Salz ebenfalls schaumig schlagen. Die Eigelb-Masse und das Öl unter die Möhren rühren und den Eischnee unterheben.

Den Teig in eine gefettete 26er Springform geben und im vorgeheizten Ofen mindestens 50 Minuten bei 175°C backen. Der Kuchen ist sehr saftig und braucht ggf. ein bisschen länger. Stäbchenprobe machen!

Den fertigen Kuchen auskühlen lassen.

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Für das Frosting habe ich ein 300g Paket Frischkäse mit einigen Esslöffeln Zitronensaft und Puderzucker glatt gerührt. Die Masse soll streichfähig sein, aber nicht zerfließen. Den Puderzucker dosiert ihr ganz nach eurem Geschmack.

Den Kuchen durchschneiden, den unteren Boden, sofern vorhanden, mit einer passenden Marmelade (Aprikose, Orange etc.) bestreichen, eine geringe Menge des Frischkäse-Frostings daraufgeben und ebenfalls glatt streichen. Den oberen Boden darauflegen und mit dem Rest des Frischkäse-Frostings bestreichen.

Mit Marzipan-Möhrchen dekorieren.

 

Glutenfreier Nuss-Maronen-Kuchen mit Schokolade

Medaillon Mama
Als mir dieser Kuchen vom Blog Schokohimmel ins Auge fiel, da wusste ich sofort: der wird nachgebacken. Ohne Mehl – also glutenfrei –, mit Maronen und Haselnüssen – das ist ein Rezept, das mir gefällt.
Die Gelegenheit, es auszuprobieren, bot sich für unseren Kaffeebesuch am letzten Wochenende. Was ich dafür benötigte, hatte ich schon vorher besorgt oder vorrätig. Da ich zu solch edlen Zutaten keinen Industriezucker verwenden wollte, nahm ich stattdessen Rohrohrzucker, und um dass Nussaroma noch zu steigern, röstete ich die gemahlenen Haselnüsse vorher leicht an. Ansonsten hielt ich mich genau an das vorgegebene Rezept.
Zu meinem Schrecken befand sich allerdings auf dem sündhaft teuren Maronenpüree ein großer grüner Schimmelpilz, als ich das Glas öffnete. Was für ein Glück, dass ich noch gegarte, vakuumierte Maronen in petto hatte! Mit dem Pürierstab und etwas Wasser wurde ganz schnell ein Maronenpüree daraus. So stand dem Unternehmen „Nuss-Maronen-Kuchen“ nichts mehr im Weg.
MaronenkuchenI
Die Zutaten:
6 Eier, getrennt
240 g Rohrohrzucker
400 g ungesüßtes Maronenpüree (aus 220 g gegarten Maronen + ca. 200 ml Wasser selbst hergestellt)
200 g flüssige Butter
300 g gemahlene Haselnüsse
2/3 geriebene Tonkabohne
150 g dunkle Schokolade, grob gehackt
1 Prise Salz
Zubereitung:
1. Eine Springform (26 cm ø) am Boden mit Backpapier auslegen.
Die gemahlenen Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett unter Rühren vorsichtig rösten, bis sie duften. Dann erkalten lassen.
Die Butter schmelzen und ebenfalls etwas abkühlen lassen.
2. Eigelbe und Zucker schön cremig aufschlagen, bis der Zucker sich gelöst hat.
3. Das Maronenpüree und die flüssige Butter unterrühren.
4. Die „trockenen Zutaten“ Nüsse, Tonkabohnenabrieb und gehackte Schokolade mischen und unter die Maronenmasse heben.
5. Backofen auf 175° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
6. Die Eiweiße mit dem Salz steifschlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
7. Den Teig in die Springform geben (sie wird fast voll!). Den Kuchen 45-55 Minuten backen. (Garprobe!)
8. In der Form auskühlen lassen.
Guten Appetit!

Apfel-Holunderkuchen: Glutenfrei, ohne Weißmehl und ohne Zucker

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… und trotzdem sehr lecker 🙂

Diesen Kuchen gab es für meine Kollegen anlässlich meines Geburtstags. Leider ohne Foto, dazu bin ich nicht gekommen.

Alle wissen, dass ich gerne süß backe (und esse), daher dachte ich, ich überrasche sie mal mit etwas anderem. Deswegen habe ich mich für zwei Kuchen aus dem Buch Kuchenwunder von GU entschieden. Zum Einen gab es einen Pumpkin Cheesecake und zum anderen diesen Apfel-Holunder-Kuchen. Regelmäßige Auf die gute (alte) Art-Leser wissen, dass Holunder zu meinen absoluten Lieblingen gehört. Daher stand dieses Rezept schon lange auf meiner Nachback-Liste. Abgewandelt wurde das Rezept natürlich trotzdem 🙂

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Ihr braucht:

(Für den Teig):

3 Eier

1 Prise Salz

4 EL Ahornsirup

75g Buchweizenmehl

(Für den Belag und die Garnitur):

200 g Creme Fraiche

3 EL Ahornsirup

750 g Boskop-Äpfel

200ml Apfelsaft

1/4 l Holundersaft

Zimt, Nelken

1 Pkg. Vanillepuddingpulver

Backofen vorheizen und eine 28er Springform fetten.

Für den Biskuit die Eier mit dem Salz und dem Ahornsirup sehr cremig aufschlagen (je länger ihr schlagt, desto mehr schöner wird Euer Biskuit). Das Buchweizenmehl ganz sanft und vorsichtig unter die Eiermasse heben.

Im Ofen bei 180°C ca. 15 Minuten backen.

Die Äpfel schälen und vierteln. Den Apfel- und den Holundersaft mit den Gewürzen aufkochen. Dann die Äpfel dazugeben und ca. 5 Minuten im heißen Saft weichwerden lassen.

Dann die Äpfel herausfischen und abtropfen, den Saft braucht ihr noch. Im Originalrezept wird der Saft nicht weiter gesüßt, ich habe aber noch einen guten Spritzer Ahornsirup dazugegeben. Insgesamt brauchen wir 450ml Saft, falls ihr zu wenig habt, mit Holunder- oder Apfelsaft aufgießen.

Während die Äpfel und der Saft auskühlen, die Creme Fraiche mit 3 EL Ahornsirup verrühren und gleichmäßig auf den Biskuitboden streichen. Die Äpfel darauf verteilen.

Für den Guss das Puddingpulver nach Gebrauchsanleitung statt mit Milch mit dem Holundersaft zubereiten.

Diese Masse wird dann über die Äpfel verteilt. Achtet darauf, dass die Äpfel bedeckt sind und arbeitet schnell, der Guss hat bei mir sofort anfangen, fest zu werden.

Dann den Guss erkalten lassen.

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Im Originalrezept wurde Apfeldicksaft verwendet, wahrscheinlich stimmten bei mir deshalb die Mengenangaben nicht genau. Wenn Ihr Ahornsirup verwendet, achtet daher darauf, dass ihr bei allen Teilschritten probiert, ob Euch die jeweilige Masse süß genug ist. Mir war das Originalrezept an vielen Stellen nicht süß genug und ich habe nachgesüßt. Aber das ist natürlich Eurem persönlichen Empfinden überlassen 🙂

Schnelle Paprika-Zucchini-Pfanne mit Quinoa* – glutenfrei

Medaillon Mama
Manchmal muss schnell ein Essen auf den Tisch. Wir berufstätigen Hausfrauen kennen das. Spaghetti Bolognaise soll es dann auch nicht jedes Mal sein. Da freue ich mich immer, wenn ich Paprikaschoten im Haus habe, denn damit lässt sich ganz fix eine leckere und obendrein gesunde Mahlzeit auf den Tisch bringen. Mit Reis, Nudeln oder, wie auf dem Bild, mit Quinoa* als Beilage geht das völlig stressfrei.
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Die Zutaten reichen für 3 bis 4 Personen und lassen sich beliebig erweitern oder mit anderen Gemüsesorten ergänzen:
1 Zwiebel
je 1 rote und 1 gelbe Paprikaschote
2 feste Zucchini
2 EL Rapsöl
1 Schuss dunklen Balsamicoessig
100 ml Gemüsebrühe oder 100 ml Wasser+1 TL Instant-Gemüsebrühe (natürlich ohne Geschmacksverstärker, Hefeextrakt und sonstige künstliche Zusatzstoffe)
3 EL Ketchup (oder Chilisauce)
1 TL Curry
Salz
Die Zubereitung:
Zucchini je nach Größe halbieren oder vierteln und in mundgerechte Stücke schneiden.
Zwiebel halbieren und in Scheiben schneiden.
Das Rapsöl in einer großen Pfanne sehr heiß werden lassen und die Zucchini kurz darin anbraten. Aus der Pfanne nehmen. Temperatur herunterschalten.
Zwiebel in dem verbliebenen Rapsöl leicht andünsten.
In der Zwischenzeit die Paprikaschoten entkernen, in mundgerechte Stücke schneiden, zu den Zwiebeln geben und bei erhöhter Temperatur ein paar Minuten zusammen braten. Die Zucchini dazugeben, das Gemüse salzen und mit einem Schuss Balsamicoessig ablöschen.
Ketchup mit Curry und Brühe verrühren, zum Gemüsee geben, Deckel auflegen und bei geringer Hitze einige Minuten leicht köcheln lassen. Wir mögen das Gemüse gerne noch etwas bissfest; aber das ist natürlich Geschmackssache.
In der Zwischenzeit kann die Beilage garen. Vor dem Servieren das Gemüse noch einmal abschmecken – und dann mit gutem Gewissen genießen
Natürlich kann man auch ein Stück gebratenen Fisch oder Fleisch, z.B. Hähnchenbrust, dazu reichen.
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*Quinoa ist ein Pseudogetreide, das ein wenig wie Hirse aussieht. Es kommt aus Südamerika und dient den Andenvölkern schon seit Jahrtausenden als Kraftnahrung. Als bester pflanzlicher Eiweisslieferant überhaupt und weil es voller essentieller Vitamine, Mineralien und Nährstoffe steckt, wird es auch als „Superfood“ bezeichnet. Außerdem ist es glutenfrei. Man kann die ganzen Körner verwenden; es werden aber in Reformhäusern und Bioläden (manchmal auch im gut sortierten Supermarkt) auch schon Quinoaflocken, -schrot und Quinoamehl angeboten.
Die Körner werden zunächst abgespült, dann in etwas Butter, Oliven- oder Rapsöl kurz angeschwitzt, mit der doppelten Menge Wasser aufgegossen und – leicht gesalzen – bei geschlossenem Topf 12 bis 15 Minuten leise gar gekocht. Wer mag, kann es auch mit Paprikapulver, Curry, Chili oder einem anderen Gewürz geschmacklich verändern. Wegen seines nussigen Aromas und weil die Körnchen beim Kauen ganz leicht knacken, gehört es mittlerweile zu meinen Lieblingsbeilagen. Außerdem hält es lange satt. Wer abnehmen möchte, sollte Quinoa also unbedingt probieren.

Glutenfreie Buchweizen-Haselnuss-Torte

Medaillon Mama
Ihr Lieben,
an dieser Stelle sollte eigentlich ein Artikel über meine Erfahrungen mit dem „Teepilz“ Kombucha stehen. Der ist aber leider irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets verschwunden.
Als Trost für Euch hier nun ein Rezept für eine große, saftige, glutenfreie Buchweizen-Torte.
Das Original-Rezept steht in „Das Hüftgold-Backbuch“ von Florian Lechner. Ich habe es – natürlich – ein wenig abgewandelt.
Die Zutaten für den Kuchen:
250 Butter, zimmerwarm
200 g Zucker (wer es gerne süßer mag, nimmt 250 g)
6 Eier
250 g gemahlene Haselnüsse
250 g Buchweizenmehl
2 EL Speisestärke
1 Pck. (glutenfreies) Backpulver
1 Pck. Schokoladenblättchen
2 Äpfel
Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze leicht anrösten, bis sie duften. Dann abkühlen lassen.
Backofen auf 160 °C vorheizen.
Butter und Zucker mit dem Handrührgerät gut verrühren. Die Eier einzeln dazugeben und immer gut unterrühren.
Nüsse, Buchweizenmehl, Speisestärke, Backpulver und Schokoblättchen vermischen und unter die Buttermasse heben.
Die Äpfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel fein reiben. Ebenfalls unter den Teig heben.
Teig in eine gebutterte Springform (28 cm ø) füllen. Auf der untersten Schiene 1 Stunde backen.
Kuchen aus der Form lösen und auf einem Rost abkühlen lassen.
Die Zutaten für die Füllung:
2 Becher Sahne (400 g)
40 g Puderzucker
1 Pck. glutenfreies Sahnesteif (wenn die Torte nicht gleich gegessen wird)
1 Glas Preiselbeeren
Den erkalteten Tortenboden in der Mitte durchschneiden.
Den unteren Boden dünn mit Preiselbeeren bestreichen; 2 gehäufte EL Preiselbeeren in einer größeren Schüssel gut verrühren und beiseite stellen.
Puderzucker evtl. mit Sahnesteif vermischen. Die Sahne steif schlagen, Puderzucker während des Schlagens einrieseln lassen. Die Sahne vorsichtig unter die beiseite gestellten Preiselbeeren heben.
Einen Teil der Sahne auf den unteren Boden streichen. Den oberen Boden auflegen und die Torte mit der restlichen Sahne verzieren.
 Buchweizen Kuchen
Buchweizen ist nicht jedermanns Sache. Ich war überrascht, dass der strenge Geschmack in dieser Torte allerdings überhaupt nicht hervorkommt. Sie ist glutenfrei und auch für Menschen geeignet, die eine Weizenunverträglichkeit haben.
In der Zwischenzeit werde ich mit meinem Kombucha weiter experimentieren und Euch demnächst davon berichten. Versprochen!

Avocado-Erdbeer-Salat mit Ingwer-Dressing

Avocado – gar nicht langweilig

Wie so manchen von Euch ist es auch mir ergangen: erst vor kurzem habe ich die Avocado für mich entdeckt. Na ja, nicht von selbst, sondern unsere Freunde aus Neuseeland und auch Tatjana haben mich immer wieder darauf hingewiesen, bis ich sie doch endlich einmal probiert habe. Die jungen Leute tun sich eben leichter damit, Neues zu testen und zu übernehmen. Ich muss gestehen, Guacamole, die man ja üblicherweise aus der Avocado macht, war für mich nicht unbedingt das geschmackliche Non-Plus-Ultra. Doch weil die Avocado ja so gesund sein soll, habe ich nach anderen Rezepten „gefahndet“ und bin fündig geworden. Und was soll ich Euch sagen: man kann ganz feine Leckerbissen daraus zubereiten. Die folgende Vorspeise, die ich auf chefkoch.de entdeckt habe, ist zwar schnell und einfach gemacht, gehört für mich aber schon zur gehobenen Küche.
Avocado-Erdbeer-Salat mit Ingwer-Dressing. Ich habe ihn ausprobiert und war begeistert.
Hier das Rezept für 4 Personen:
Zunächst 5 EL Pinienkerne (oder wie in unserem Fall Salatkerne) in einer Pfanne ohne Öl goldgelb rösten und abkühlen lassen.
1 Zitrone auspressen. Den Saft mit 1 EL Honig und 2 Messerspitzen frisch geriebenem Ingwer in einer Schüssel verrühren. (Wer Ingwer nicht mag, kann ihn zwar weglassen, aber dann fehlt das gewisse Extra. Ein Hauch Ingwer sollte schon vorhanden sein).
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
3 Avocados halbieren, den Kern entfernen, noch in der Schale in Stücke schneiden, diese mit einem Löffel herausheben und zum Dressing geben.
1 Schälchen Erdbeeren putzen und halbieren oder vierteln. Ebenfalls dazugeben und alles vorsichtig mischen.
Die Pinienkerne bis auf ein paar, die zur Deko verwendet werden, unter den Salat mischen.
Den Avocado-Erdbeer-Salat auf grünem Salat portionsweise entweder in Gläsern oder auf Tellern anrichten. Mit den restlichen Pinienkernen bestreuen.
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Diesen außergewöhnlichen Salat werde ich unseren Freunden aus Neuseeland bei ihrem Besuch im Sommer servieren und ganz bestimmt große Begeisterung ernten.
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Oder wie wär es als Vorspeise zum Muttertagsmenü? Ich wäre entzückt!
Wir zwei haben uns einen Spaß gemacht und auf verschiedene Weisen angerichtet. Welche Version gefällt Euch besser? – Oder würdet Ihr es ganz anders machen? 🙂

Glutenfreie, ketogene Low-Carb-Pizza

Ihr Lieben, endlich haben wir mal wieder einen Blogeintrag für Euch. Ich weiß, im Moment ist es relativ still auf dem Blog geworden. Das wahre Leben nimmt uns grade einfach zu sehr in Beschlag. Aber heute haben wir endlich mal wieder einen neuen Blogeintrag für Euch. 🙂
Ein Pizzaboden aus Thunfisch? Klingt erst einmal gewöhnungsbedürftig, ist aber – vorausgesetzt man mag Thunfisch – wirklich lecker und noch dazu low-carb, glutenfrei und sogar für eine ketogene Ernährung geeignet.
Und so gehts:
Zutaten für den Pizzaboden:
1 Dose Thunfisch (mit Öl oder Wasser, das ist egal), gut abgetropft
2 Eier
Den Thunfisch mit den Eiern mischen und gut vermengen. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen, so dass sich ein runder Pizzaboden ergibt. Der Boden soll etwa 1/2 bis 1 cm dick sein, je nach Geschmack.
Nun den Boden 15 Minuten bei 175 °C vorbacken. Danach herausnehmen und mit passierten Tomaten bestreichen. Diese salzen und pfeffern. Der weitere Belag kann nach Belieben gewählt werden. Zum Schluss mit geriebenem Käse bestreuen und, wenn gewünscht, Oregano darüber geben.
15 Minuten bei 175 °C weiterbacken, bis der Käse geschmolzen ist.
Keine Angst: der Pizzaboden schmeckt nicht fischig. Er macht richtig satt und ist eine gute Alternative für einen herkömmlichen Pizzaboden, wenn man Kohlenhydrate einsparen will. Außerdem ist die Pizza ganz schnell gemacht.

Teff – letzter Versuch :)

Mit dem Rest Teffmehl in meiner Packung wollte ich das im Internet hochgelobte Injera probieren – ein Brotfladen, der in der echten äthiopischen Küche  nicht fehlen darf. So habe ich es gelesen. Ich selbst habe noch nie äthiopisch gegessen. Das arabische Fladenbrot allerdings liebe ich. Warum als nicht äthiopisches Fladenbrot? Die Anleitung dafür klang wirklich einfach.
Die Rezepte, die ich im Internet dafür fand, waren alle fast identisch. Also konnte nichts schiefgehen. So dachte ich.
Zunächst musste ein Sauerteig angesetzt werden: eine Tasse Teffmehl mit 2 Tassen Wasser verrühren und zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur stehenlassen. Gesagt – getan.
Nach drei Tagen sollte dem Teig nur noch ein wenig Salz hinzugefügt und die einem Pfannkuchenteig ähnliche Masse in der Pfanne ausgebacken werden. Das Dumme war nur, dass der Teig alles andere als Pfannkuchenteig-ähnlich war. Es war eine ziemlich dünnflüssige Masse, die zudem kräftig sauer roch. Ein wenig Teffmehl hatte ich noch: also rührte ich den Rest darunter. Das Ergebnis kam einem Pfannkuchenteig schon näher. Dann: beschichtete Pfanne auf Mittelhitze vorgeheizt, ein wenig Rapsöl hinein und, wie beschrieben, den Teig durch Schwenken in der Pfanne verteilt. Etwas dicker als ein Crêpe sollte der Fladen werden. Irgendwie jedoch kochte der Teig in dem Öl mehr, als zu einem Fladenbrot zu verbacken. Ich hatte offensichtlich zu viel Öl in die Pfanne gegeben. Schließlich zerbrach das Gebilde auch noch in einzelne Stücke – aus einem Pfannkuchen hätte ich nun Kaiserschmarrn gemacht.
Nächster Versuch: ganz wenig Öl mit einem Silikonpinsel in der Pfanne verteilt, Teig in der Pfanne geschwenkt – Fladen angebacken. Beim Versuch, ihn vom Pfannenboden zu lösen, wieder zerrissen.
Mit dem letzten Rest Teig gelang es mir dann doch noch, ein Gebilde zu backen, das einem Fladenbrot ziemlich nahe kam. Zumindest optisch. Geschmacklich trifft eher die Bezeichnung „ungenießbar“ zu. Ich vermute, der Teig säuerte einen Tag zu lang.
Mein Fazit: Wir bleiben bei dem leckeren Vollwert-Sauerteig-Brot vom Bäcker unseres Vertrauens, und sollten wir doch einmal Injera probieren wollen, dann gehen wir in ein äthiopisches Restaurant essen.
Ich bin froh, mich nicht glutenfrei ernähren zu müssen. Für Menschen jedoch, die Gluten nicht vertragen, ist Teff auf jeden Fall eine Bereicherung in ihrer doch sehr eingeschränkten Auswahl an Nahrungsmitteln. Dann würde ich auch so lange herumexperimentieren, bis mir ein gutes Brot gelänge.