Kürbis-Maronen-Quiche mit Dinkelmehlboden

Medaillon Mama

Ihr Lieben,

was war das wieder für ein Sommer! Wochenlang gab es keinen Tropfen Regen und ich kam aus dem Wässern nicht mehr heraus. Neben den Blumenrabatten hatte ich etwa 10 Tomatenpflanzen in Töpfen, die, wollte ich Früchte ernten, natürlich ebenfalls versorgt werden mussten. Sie dankten es mir mit einer reichen Ernte. So kochte ich daraus Sugo und Ketchup, verarbeitete ich geschenkte Äpfel zu Gelee und Mus. Ebenfalls geschenkte Feigen wurden zu köstlichen Konfitüre-Mischungen, und was von den Himbeeren nicht direkt verschmaust wurde, ergab einen herrlich aromatischen Essig. Und sollte ich der Meinung gewesen sein, die Vorräte für den Winter würden nun ausreichen, so belehrte mich Tatjana in dieser Woche eines Besseren: Wir hatten uns doch vorgenommen, wieder Sauerkraut einzulegen. Nun liegen auch noch 6 gehobelte, eingesalzene und eingestampfte Kohlköpfe in unserem kleinen! Sauerkrautfass, in dem es bereits zu blubbern beginnt. Dabei bin ich gedanklich schon bei der Weihnachtsbäckerei. Nächste Woche will ich mich an einen Weihnachtsstollen wagen.

Bevor es nun aber damit losgeht, möchte ich heute erst noch ein anderes Rezept mit Euch teilen. Denn bei all dem Anlegen von Vorräten muss der Mensch ja schließlich jeden Tag essen. Kürbisse und Maronen sind im Supermarkt zur Zeit nicht zu übersehen und bieten sich geradezu als Zutaten für ein saisonales Gericht an. Ich hatte vor einiger Zeit beim Stöbern im Internet ein Rezept damit entdeckt, das sehr verlockend klang. Es stammt von dem Sternekoch Christian Jürgens. Davon ließ ich mich inspirieren und habe die Quiche nun für meine Familie gebacken. Für den Boden habe ich Dinkelmehl der Type 1050 verwendet, weil ich kein Freund des klassischen Mürbeteigs bin.

Hier die Zutaten

für den Mürbeteigboden:

250 g Dinkelmehl Type 1050

1 gestr. TL Salz

1 Prise Zucker

125 g weiche Butter

1 Ei + 1 Eigelb

evtl. etwas kaltes Wasser

für die Füllung:

250 g gekochte Maronen

2 geh. EL Aprikosenkonfitüre oder Apfelgelee

1 EL Wasser

1 Prise Zimt

1 Prise Salz

1/2 Hokkaido-Kürbis

Saft 1/2 Zitrone

1 Knoblauchzehe

200 g Schlagsahne

3 Eier

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

2 EL gehackte Petersilie

150 g geriebener Käse

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten für den Teig in einer Schüssel mischen. Die Eier und die Butter darauf geben. Mit den Knethaken kurz vermischen, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Sollte er zu trocken sein, etwas kaltes Wasser dazugeben. (Das Dinkelmehl verlangt nach etwas mehr Flüssigkeit als normales Weizenmehl.) Den Teig in Klarsichtfolie 30 Minuten kalt stellen. Danach ausrollen und eine gefettete Quicheform damit auslegen. Überstehende Ränder abschneiden. Wieder kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:

Maronen vierteln. In einem ausreichend großen Gefäß die Marmelade mit Wasser verrühren. Die Maronen dazugeben. Mit Salz und Zimt würzen und die Maronen unter vorsichtigem Rühren glasieren.

Den Hokkaido teilen, die Kerne entfernen (das geht am besten mit einem Eisportionierer; alternativ mit einem Esslöffel). Die Kürbishälften in dünne Spalten schneiden und in eine Schüssel geben. Den Zitronensaft darübergießen. Die Knoblauchzehe dazupressen. Alles vermischen.

Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Sahne mit den Eiern verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Petersilie unterrühren.

Quiche-Form aus dem Kühlschrank nehmen, Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen (damit er sich nicht wölbt). Kürbisspalten und Maronen darauf verteilen. Die Sahnemischung darübergießen. Mit dem Käse bestreuen. (Kürbis und Maronen sind mild im Geschmack; deshalb darf der Käse ruhig kräftig sein.)

Die Quiche auf der untersten Leiste im Backofen für ca. 45 Minuten backen, bis die Sahne-Ei-Masse gestockt ist. Falls der Käse schon vorher gebräunt ist, die Quiche noch einige Minuten im ausgeschalteten Backofen stehen lassen.

Dazu habe ich einen Krautsalat und eine Schmandcreme serviert, die ich mit Salz,  Pfeffer, Zitronensaft und -schale, einer Prise Zucker sowie gemischten Kräutern abgeschmeckt habe.

Ein leckeres und sättigendes Gericht, genau richtig für diese Jahreszeit. Guten Appetit!

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